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Holzmühle - Christliche Suchthilfe e.V.
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Öffentliche Angebote, Abenteuer für Kinder
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„Wenn Du einem geretteten Trinker begegnest, dann begegnest Du einem Helden. Es lauert in ihm schlafend der Todfeind. Er bleibt behaftet mit seiner Schwäche und setzt seinen Weg fort durch eine Welt der Trinkunsitten, in einer Umgebung, die ihn nicht versteht, in einer Gesellschaft, die sich berechtigt hält, in jämmerlicher Unwissenheit auf ihn herabzuschauen, als auf einen Menschen zweiter Klasse, weil er es wagt, gegen den Alkoholstrom zu schwimmen. Du sollst wissen: Er ist ein Mensch erster Klasse!“ (Friedrich von Bodelschwingh) Hier einige Erfahrungsberichte von Klienten bzw. Ehemaligen: Mein Name ist Alex. Ich bin 29 Jahre alt. Seit 15 Jahren bin ich Drogenabhängig. Ich bin zum zweiten Mal in der Holzmühle. Nun kurz was zu meiner Entwicklung. Ich bin diesmal an die Themen herangegangen, an die ich mich das erste Mal nicht heran getraut habe oder nicht für wichtig gehalten hatte. Für mich hat sich auch ein neues Tor geöffnet, der Glaube an Jesus Christus. Ich hoffe, dass es ein gutes Fundament ist für mein weiteres Leben. Ich möchte meinen Glauben fest machen und denke über eine Taufe nach. Wenn ich mit der Therapie fertig bin, habe ich den Wunsch, mit Pferden zu arbeiten. Ich habe herausgefunden, dass sie mich innerlich frei machen. Zurzeit arbeite ich mit den Pferden in der Holzmühle und die Arbeit macht mir riesig Spaß und ich fühle mich richtig ausgeglichen. Im März fange ich ein Praktikum auf einem Reiterhof an und ziehe gleichzeitig um in die Trainingswohngruppe. "Hallo, ihr da draußen. Ich bin Ronny G. Ich bin seit dem 28.02.2001 in der Holzmühle. Ich habe 3 ½ Jahre Drogen zu mir genommen und damit mein Leben verloren - durch Depressionen, Suizidgedanken und auch -versuche, die zum Glück nicht geklappt haben. In der Holzmühle konnte ich einen Neuanfang meines Lebens beginnen durch Jesus Christus, unseren Retter! Halleluja! Mein Leben hat jetzt wieder einen Sinn bekommen. Gott, unser Vater, schenkte mir wieder Freude am Leben und Jesus begleitet mich jetzt. Er geht mit mir über Berg und Tal, er gibt mir eine Aufgabe und er versorgt mich. Deshalb habe ich mich auch am 18. August 2002 taufen lassen. Jesus, ich danke dir für deine Liebe. Amen."
Ronny hat nach seiner Therapie inzwischen eine Ausbildung im sozialen Bereich abgeschlossen. Hier ein bewegender Bericht, den ein Ehemaliger Bewohner auf seinem Krankenhausbett (Lungenkrankheit) ca. 2 Jahre nach erfolgreicher Therapie und wenige Monate vor seinem Tod verfasste. „Mein Name ist Harald, 50 Jahre alt. Bin seit meinem 20. Lebensjahr mit dem Alkohol in Berührung. Ich war ein sehr starker Alkoholiker, habe getrunken, was eben Umdrehungen hatte und was beruhigte. Ich war voll dem Alk verfallen. Habe daher nicht gemerkt, wie sich um mich herum alles von mir absonderte. Man selbst als Betroffener bekommt es teilweise gar nicht mehr mit - oder wenn, dann nimmt man es eben einfach alles gelassen hin und macht sich keine Sorgen drum. Die Schuld sucht man immer bei anderen, nur nicht bei sich. Aber das begreift man ja nicht, erst wenn es zu spät ist. Aber dann muss man eben den Absprung schaffen und das ist schwer. Ich hatte 1984/85 eine klinische Behandlung, war auch eine Zeit trocken. Hinzu bekam ich seit Mitte der 80er Jahre noch eine chronische Bronchitis mit einem sehr ausgeprägten Emphysem, an dem ich bis heute sehr leide und das sich zu einer unheilbaren Krankheit ausgeprägt hat. 1989 war alles aus und vorbei, da kam der große Reinfall und totale Zusammenbruch. Es ging nun eigentlich nur noch bergab und das Schlimme an der Sache war, ich machte mir nichts mehr daraus. Das ging so hin bis in den März 1996, dann wurden die Behörden auf mich aufmerksam. Im September 1996 bekam ich dann ein Alkoholdelirium und bin zusammengebrochen. Ja, dann ging in mir etwas Seltsames vonstatten. In mir kam das Verlangen nach Gott auf, ich sagte dann so vor mich hin: 'Herr, wenn es dich wirklich gibt, dann komm und nimm dich meiner an und helfe mir.' Und das Gefühl habe ich bis heute, dass ‚Du, Herr; mich erhört hast’. Ich weiß nun auch, dies hätte ich nicht allein geschafft. Beim Zurückschauen merke ich, dass ich dieser Hilfe zunächst sehr skeptisch gegenüberstand, später dann wurde mir es immer bewusster und klarer. Nun kam ein Abschnitt in meinem Leben, der für mich eine große Rolle gespielt hat. Die Wurzeln zu dem, was ich jetzt bin, liegen bei den Therapeuten in der Holzmühle, bei mir und in Gottes Hand, der mir die Kraft dafür gab, gibt und auch weiterhin geben wird. Auch mein weiteres Leben nach der Mühle verläuft in geordneten Verhältnissen. Mir war von vornherein klar, warum ich in die Holzmühle gegangen bin und was ich dort wollte: Ich wollte vom Alk weg!! Als ich aber das erste Mal dort mit in die Kirche musste, da sträubte sich alles in mir. Aber genau so schnell wie sich das in mir sträubte, legte sich das auch wieder. Ich begann mich auf einmal für das Christentum zu interessieren und vor allem fand ich eins für mich heraus, was mich auch weiter beschäftigte: Eine sehr große Rolle spielt es für einen Alkoholiker, das große Loch, das nun durch den plötzlichen Wegfall des Alks entsteht, sinnvoll auszufüllen. Bei mir war es eben der Glaube. Dies kam dann Woche für Woche stärker zum Vorschein. Ja, es kam dann in kurzer Zeit soweit, dass in mir der Drang nach geistlichem Leben erwachte. Das bereue ich bis heute nicht und dafür bin ich dankbar. Habe mir ein christliches Leben aufgebaut und auch einen guten Freundeskreis aus gläubigen und guten Freunden gefunden. Meine Meinung ist, ein jeder Alkoholiker ist ein Mensch wie jeder andere auch. Er ist Arzt, Therapeut und Mensch in einem und sein eigener Herr. Es gibt nur einen Herrn über all denen, das ist Gott. Denn er ist gütig und hat mir die Kraft für mein nicht leichtes Leben gegeben und wird es weiterhin tun.“ Gruß Harald Anmerkung: Diesen Bericht verfasste Harald am 11.11.2001 in einem Jenaer Krankenhaus. Die Spuren seiner Lungenkrankheit wurde er nicht mehr los. Nach mehreren Klinikaufenthalten und vergeblichen Anläufen erhielt er eine Lungentransplantation, die er jedoch nur wenige Monate überlebte. Er verstarb im Frühjahr 2002, nachdem er während seiner langen Krankenhausaufenthalte immer wieder seine Mitpatienten getröstet und ihnen Hoffnung vermittelt hat. |