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Carstens Skydive-FAQ
Dies soll eine Sammlung häufig gestellter Fragen und dazu
gehörender Antworten (englisch: Frequently Asked Questions (and
Answers)) sein, die uns von "Whuffos" immer
wieder gestellt werden.
Garniert habe ich sie allerdings mit einigen humoristischen Einlagen.
Angeregt wurde ich dazu von Tobis
FAQ. Ansonsten möchte ich noch
auf die "seriösen" FAQs im Bereich "Links"
verweisen.
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Frage |
Antwort |
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Das Wort kommt aus der US-Springerszene: Colloquialism, n, A
person who is not a skydiver (from the often-asked phrase "Whuffo you
jump out of them airplanes?"). Also ein Nicht-Springer, von denen
einige sich durch die Frage "Warum springt ihr denn aus Flugzeugen?"
bei uns beliebt machen. ;-) |
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Und warum springt ihr aus völlig intakten Flugzeugen? |
Weil die Tür offen ist. Im Ernst: Weil es unglaublichen Spaß macht, sich kontrolliert im freien Fall zu befinden. |
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Darum springt ihr? |
Genau. Andere klettern auf Berge, oder tauchen oder rufen
fremde Leute sinnfrei an. Weil es Spaß macht. Hmmm... ich frag
Dich doch auch nicht, warum Du atmest, oder? ;-) |
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Mal ehrlich: Ist doch wegen dem Adrenalinkick, gibs doch zu! |
Es heißt "wegen des Adrenalinkicks" ;-))) |
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Wird man denn dabei nicht ohnmächtig? |
Ja, das wird man. Ich wundere mich am Boden jedes Mal wieder,
wo ich so angekommen bin. Und warum ich wieder etliche Talerchen
dafür ausgegeben habe, ohnmächtig durch die Luft zu fliegen.
Alles klar? |
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Hö? Skydiver? Warum denn nicht Fallschirmspringer? |
Eigentlich richtig. Aber das Wort Fallschirmspringer trifft es
heutzutage weniger. Der eigentliche Sport (und Kick
;-) ist der
kontrollierte freie Fall - englisch heißt das "skydiving". Die
anschließende Fahrt am Schirm ist ein gern in Kauf genommenes
"Übel" - schließlich rettet er uns ja das Leben.
Gelegentlich genießt man natürlich mal die Aussicht am
Schirm. In der Regel ist man aber bemüht, schnell wieder auf den
Boden zu kommen... um sich für den nächsten Sprung
vorzubereiten. Allerdings macht auch die Schirmfahrt Spaß, vor
allem... die Landung! Denn da kann man - die notwendige Übung und
das notwendige Sicherheitsbewusstsein vorausgesetzt - mit einiger
Geschwindigkeit über de Boden heizen, was wirklich toll ist :-) |
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Aus welcher Höhe springt ihr denn? |
In der Regel aus 4000m. Das reicht für circa 45-60s
freien Fall. Im Vergleich: Selbst ein langer Bungee-Hopser dauert
vielleicht maximal 3s. |
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Tut der Freifall nicht weh? |
In der Regel tut nichts weh. Der Fahrtwind ist bei 200-300
km/h natürlich nichts für Fönfrisuren (zumal man
Kopfschutz trägt) und es zerrt gern mal an den Wangen, aber gerade
an Sommertagen ist die Luft oft erstaunlich weich und man fühlt
sich richtig wohl. Natürlich muss man die Augen schützen -
mit einer Brille. Falls man aber mal durch eine Wolke hindurchsaust,
ist aber Schluss mit lustig: Wenn bei dem Tempo Hagelkörner aufs
Gesicht prasseln würden, täte das richtig weh. Genau deshalb
springen wir nicht durch Wolken. |
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Ich hab mal bei 150 Sachen den Arm aus dem Auto gesteckt und dabei hats mir den fast weggedonnert - wie macht Ihr denn das bei 250 Sachen? |
Wie Tobi sagt, ganz einfach: Direkt vor der Ausbildung werden
die Arm- und Beinknochen durch Titanstangen ersetzt, die mit
Servomotoren bewegt werden. |
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Kann man im Freifall atmen? |
Dafür entwickelt man recht schnell Kiemen, zudem werden
die Sauerstoffmoleküle durch die hohe Aufprallgeschwindigkeit in
den Körper hineingepresst, so dass man nicht atmen muss. |
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Kann man sich im Freifall unterhalten? |
Versuche mal, Dich in einem Cabrio bei 150 km/h zu
unterhalten. Dann entferne die Windschutzscheibe und blase mit 250
Sachen über die Autobahn. Danach Skydive-Videos anschauen: Man
sieht, dass die Kommunikation ausschließlich über Zeichen
ablaufen kann, da man nichts versteht bei dem "Windrauschen". |
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Wie lang dauert eigentlich der Freifall? |
Auf keinen Fall 4 oder 5 Minuten, wie man es in manchen Actionfilmen sieht. Die Obergrenze für das Absetzen, ohne zusätzliche Sauerstoffversorgung mitnehmen zu müssen, liegt bei ca. 4000m. Wenn man in 1000m öffnet, kann man folgende Faustregel nutzen, die allerdings nur für "Bauchfliegerlage" (siehe unten) gilt: Für die ersten 300m braucht man 10s, ab dann 2s pro 100m. Macht also knapp über eine Minute. |
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Purzelt man denn nicht wie wild durch die Luft? Die hat doch keine Balken. Und im Fernsehen hab ich mal gesehen, wie einer von einem Turm gesprungen ist - der hat gerudert wie irre! |
Wenn man einmal gelernt hat, stabil in der Luft zu liegen - oder sogar zu sitzen, zu stehen (auch auf dem Kopf) - ist das alles kein Problem. Man sorgt dafür, dass die Luftanströmung schön gleichmäßig erfolgt, dann klappts. Die einfachste Form dafür ist ein starkes Hohlkreuz und die Arme und Beine symmetrisch zu halten, so dass man ein wenig einer nach unten zeigenden Halbkugel ähnelt. (Ruhig mal mit einer Plasteschüssel ausprobieren.) Da man - im Gegensatz zur Plasteschüssel - kleine Luftunruhen etc ausgleichen kann, bleibt man auch sauber liegen. |
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Klingt ganz logisch. Und in [Filmtitel einsetzen] hab ich auch gesehen, dass man das ganz fix lernt. |
Stimmt. Ich hab auch bloß 1x "Cutaway" und vor allem
"Dropzone" angeschaut. Seitdem kann ich supidupi springen. Und seit ich
3 Folgen Klinikum Berlin-Mitte gesehen habe, kann ich auch voll krass
Herzen transplantieren. Dank TV bin ich auch Rechtsanwalt, gerade
Matlock hat mir da viel gebracht. |
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Whuffo! Whuffo! "Reißleine" ist so ein Begriff, den wir
nicht mögen. Wenn jemand einen Automatensprung macht, wird der
Schirm automatisch mittels einer am Flugzeug befestigten Aufzugsleine
... aufgezogen. In der Regel jedoch will man Freifall erleben und da
muss man den Schirm selber öffnen. Dazu wirft man z.B. einen
kleinen Hilfsschirm (pilot chute), der in einer elastischen Tasche am
Boden des Containers (das, was man auf dem Rücken trägt)
steckt, in den Luftstrom. Der Hilfsschirm füllt sich und zieht
infolge des Luftwiderstandes, der auf ihn wirkt, über eine
Verbindungsleine (bridle) einen Verschlussstift (pin) aus der Schlaufe
(loop), die den Container zusammenhält und zerrt danach den
"Pod" heraus. In den hat man den Fallschirm hineingepackt. Der Pod
zerrt dank des Hilfsschirmes die Leinen, mit denen der Schirm am
Gurtzeug befestigt ist, heraus und schließlich zerrt der
Hilfsschirm den Pod vom zusammengepackten Schirm und selbiger entfaltet
sich. Damit auch das nicht zu schnell geht, wird die Entfaltung
über einen "Slider" gebremst. Das ist ein Stoffstück, das
über die Fangleinen gleitet (von "to slide") und vom "Fahrtwind"
natürlich nach oben gedrückt wird und so nur langsam nach
unten gleitet und somit die Entfaltung der Leinen und damit des Schirms
gut verzögert. (Lange Verögerung der Öffnung des Schirms
heißt eben auch geringe Bremskraft, die auf den Springer wirkt!) |
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Ich hab letztens in der Zeitung gelesen, dass es als c00l gilt, so spät wie möglich den Schirm zu öffnen. |
Leider steht solcher Unsinn tatsächlich in manchen
Artikeln. Ist genauso wahr wie Berichte über Zahnärzte, die
es als c00l betrachten, so tief wie möglich ohne Betäubung zu
bohren. |
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Der Fallschirm ist doch so groß, und dann noch die vielen Schnüre - wie kriegt man denn soviel Seide in den kleinen Tornister? Hast Du denn da nie Angst, dass der Schirm nicht öffnet? |
Die heutigen Flächengleitschirme sind gar nicht so groß wie die alten Rundkappen. Ein Schirm mittlerer Größe hat eine Fläche von ca. 150 sqft (Squarefeet = Quadratfuß), also rund 15 qm. Und aus Seide werden Schirme schon seit Jahrzehnten nicht mehr gefertigt,. Heute sind sie aus vollsynthetischem Hochleistungsgewebe. Das Packen sieht nur anfangs verwirrend aus. Sobald man sich ein bissel damit beschäftigt hat, ist es ganz einfach und man ist nach ca. 10-15 min fertig. Achja: Der "Tornister" heißt, wie gesagt, Container. Und da sind 2 Schirme drin: Haupt- und Reserveschirm und noch der Öffnungsautomat. Die heutigen Packtechniken sind über Jahrzehnte entwickelt worden und sehr sicher. Zusammen mit den guten Materialien sichert das stabile Packqualität. Man kann also, wenn man nicht gerade schlampig packt, sicher sein, dass der Schirm aufgeht. |
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Und woher weiß man, dass man die Öffnungshöhe erreicht hat? |
Da stehen Schilder auf den Wolken. ;-) |
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Achja, "laut" - schadet das Springen nicht dem Gehör? |
Häää? Wie bitte? Was hast Du gesagt? |
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Aber knacksen die Ohren nicht ständig wegen der Druckveränderungen? |
Beim Aufstieg kann das in der Tat mal passieren. Dann muss man halt schlucken oder so. Runterzu merkt man nix. Außer, man hat eine richtig schön verstopfte Nase. Dann funktioniert der Druckausgleich nicht mehr und kurz nach dem Sprung fängt es an weh zu tun. Aber so etwas Dummes macht niemand. |
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Achja: Ist das nicht saukalt da oben? |
Ja. Minus 150 Grad und noch kälter. Für Männer:
Es ist ungefähr so lang [------] |
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Aber wenn das mit der Temperatur nicht so die Rolle spielt, warum springt ihr dann nicht im Winter? |
Weil man spätestens ab November damit rechnen muss, dem
Weihnachtsmann in den Schlitten zu krachen. Dann macht der nämlich
die ersten Übungsflüge. |
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Ist nicht schonmal einer ohne Fallschirm gesprungen? |
Ja. Von der Absprungattrappe am Boden. |
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Und wenn der Schirm nicht aufgeht? Oder nicht richtig aufgeht? |
Sorte, darüber hab ich noch nie nachgedacht... ;-] |
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Und wenn die Reserve nicht aufgeht? |
Wie Tobi schreibt: Folge dem Licht. |
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Also siehtste, das ist doch alles total gefährlich... |
In einer Großstadt zu leben ist auch gefährlich.
Selbst zu Hause ist es gefährlich. Man kann sich einen Stromschlag
holen, beim Baden ersaufen, auf dem frisch gewischten Fußboden zu
Tode stürzen oder vorm Fernseher einen Herzkasper bekommen, wenn
die Volxmutanten beim Zappen erscheinen. |
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Wie weit reißt es Dich eigentlich so hoch, wenn Du die Reiß... äh, den Schirm öffnest? |
Na so locker 300m. Wenn ich Lust auf mehr Freifall habe,
öffne ich erst in 100m, lass mich hochreißen und schwupps,
bin ich in 400m Höhe. Boah, ey! ;-) |
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Ist der Öffnungsruck eigentlich sehr schmerzhaft? |
Das stecken wir locker weg. An den Beinen haben wir schon 3mm
dicke Hornhaut... Ja, an den Beinen. Denn man "sitzt" sozusagen in den
Beingurten und sie tragen beim Öffnungsvorgang die Hauptlast. Und:
Die Öffnung tut i.d.R. nicht weh (außer, man hat eine
"Knallöffnung", was (je nach System) mehr oder weniger selten
passieren kann). Und damit sie nicht weh tut, wird die Öffnung des
Schirmes so gut wie möglich verzögert, siehe "Slider". |
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...verzögert? Der Schirm soll doch so schnell wie möglich aufgehen? |
Eben nicht. Im Freifall ist man bei der Öffnung mit ca.
50m/s unterwegs und am geöffneten Schirm mit ca. 5m/s. Wenn man
also z.B. in 1s vom 180 km/h (also 50m/s) auf 18 km/h (also 5m/s)
abgebremst würde, wirkte - schlagartig - eine Bremskraft auf den
Springer, die FÜNF mal so stark wäre wie sein Gewicht. |
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Hö? Für den Rücken ist es doch gut, wenn man mal ne bissel härtere Öffnung hat, oder? |
Wenn das Gurtzeug an den Achseln angeschweißt wär, vielleicht. Da man aber hauptsächlich auf den Beingurten sitzt, wirkt eine harte Öffnung stauchend auf den Rücken. Darum fragen alle Springer, wenn man einen ihnen unbekannten Schirm hat, als erstes danach, wie der denn wohl öffnet. :-) |
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Wo hat es Dich denn schon so überall am Schirm hingetrieben? |
Einmal bis in den Westen. War ich froh, dass die Grenze nicht
mehr war, sonst hätten die mich glatt mit ner MIG 29 abgeschossen
wegen versuchter Republikflucht! ;-) |
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Aber die Landungen, das tut doch weh, oder? |
Klar, aber wir sind halt Masochisten. |
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Also nochmal wegen "Dropzone", da ist der doch von der Schnecke aus dem Flugzeug geschmissen worden und dann hat die den in der Luft einsammelt... |
Seufz... Naja, Ärzte müssen auch mit dem Schwachfug,
der in diesen Weißkittelserien verzapft wird, leben. |
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OK, ich weiß, diese Filme... aber in "Cutaway" habe ich gesehen, dass man in so einem komischen Windkanal üben kann und dann alles kann, bis aufs Fliegen am Schirm... |
Wie gesagt, seit ich Matlock schaue, bin ich echt voll krass
der Strafverteidiger und hab in den Staaten einen tollen Ruf. |
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OK: Wie lernt man dann Skydiven? |
Im Prinzip auf jedem Sprungplatz. Es gibt zwei Wege. Die klassische Ausbildung, bei der man mit Automatik-Strippensprüngen anfängt und dann irgendwann 1s Freifall hat, dann 3s, dann mehr usw usf. Dann gibts die AFF-Methode, die wesentlich schneller geht: in einer Woche vom Fußgänger zum Skydiver. Kostet allerdings auch erstmal etwas mehr. Unterm Strich sind beide Wege fast gleich teuer. Falls Du Interesse hast, mail ruhig mal an die Aero hier in Gera oder in Kassel, die schicken Dir dann gern Infomaterial zu. Und sag unbedingt, dass Carsten Dich als Kunden geworben hat - dann gibt das einen kleinen Bonus für mich ;-) |
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Örm... gleich mit selber Springen anfangen ist mir zu hastig... kann ich nicht erstmal mit einem Tandemsprung ausprobieren, ob das was für mich ist? |
Ja klar, mach das ruhig. Und dabei bist Du sicher wie in
Abrahams Schoß, weil die Tandemmaster einen großen
Erfahrungsschatz haben. Sag vorneweg Bescheid, wenn Du mit dem Gedanken
spielst, anschließend mit einer Ausbildung anzufangen. Erstens
wird Dir dann ein gewisser Betrag des Sprungs als Rabatt
für die Ausbildung gutgeschrieben und zweitens weiß dann der
TD-Master, dass er Dich vielleicht das eine oder andere zusätzlich
hinweist. Dass Du dann allerdings schon mal in der Luft rumhampeln
darfst, ist nicht drin: Sicherheit zuerst. In dieser hier verlinkten Seite von mir findest Du eine
ganze Menge an Infos zum Tandemspringen. |
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Und die Gesundheit? Was braucht man überhaupt alles für den Tandemsprung? Gibts ne Altersgrenze? |
Altersgrenze gibts nach unten: 12 Jahre. Nach oben ist es
schwieriger - so lange man zügig zum Flugplatz laufen kann und
Herz & Kreislauf halbwegs intakt sind, kann man selbst mit
über 80 noch
einen Tandemsprung machen. Allerdings solltest Du nicht schwerer als 90
kg sein und nicht kleiner als 1.40m. Naja, ein 2.20m-Riese solltest Du
auch nicht unbedingt sein... |
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Und wie ist das bei der Ausbildung mit der Gesundheit etc.? |
Da wird Dir alles konkret dann bei der Anmeldung gesagt. Kurz: Du brauchst ein Tauglichkeitszeugnis (geht beim Hausarzt), wobei auch hier die Gesundheitsanforderung nicht zu hoch ist. Auch Brille oder z.B. Diabetes sind kein echtes Hindernis. Du musst mindestens 14 Jahre sein. Lizenz gibts aber erst ab 16, bis dahin bleibt man Sprungschüler. |
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Und was kostet das alles so? |
Geld. ;-) |
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Was sind eigentlich Bauchflieger? Ist das jemand mit einem dicken Wanst? |
Bauchflieger ist der Slangausdruck die Springer, die mit dem Bauch voran fallen. Das ist halt die klassische Freifallposition. Die Bauchfaller sind recht gesellige Wesen und springen gern zu zweit, zu dritt, sehr oft zu viert und manchmal zu acht oder gar in noch größeren Formationen, die man dann BigWays nennt. Der aktuelle Weltrekord liegt bei 400 Springern, die eine Formation bildeten. Der aktuelle deutsche Rekord bei 200 Springern. Beim Formationsspringen, dass in der Regel als Vierer- oder Achterformation ausgeübt wird, geht es darum, sich in der Luft so oft und variabel wie möglich anzufassen und alle möglichen Formationen zu bilden. |
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Aber "Bauchflieger" ist nicht der echte Name, oder? |
Antwort: Im Prinzip... Jein. Viele Bauchflieger bezeichnen sich selbst als RWler. Manche sagen halt Bauchflieger, oder Bauchfaller oder Bauchi oder Flatflyer oder... Die, die meist "RW" sagen, bezeichnen sich selbst gelegentlich auch mal als Bauchflieger. Ist wirklich kein Schimpfwort. |
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Was ist denn nun wieder RW? |
RW steht für "relative work". Damit ist die Sprungart gemeint, bei der die Springer in der Regel in der "klassischen" Freifallposition, also mit dem Bauch voran und schön durchgebogen, fallen und miteinander "arbeiten". Dieses "Arbeiten" bedeutet, dass man zu zwei oder dritt oder viert... bestimmte Formationen bildet, wobei sich die Springer dabei meist an speziellen Griffleisten, die im Arm- und Beinbereich der Kombis angenäht sind, anfassen. Am beliebtesten sind die Vierer- und Achterformationen, hier gibts eine ganze Anzahl an Teams, die z.T. sehr viele "Punkte" schaffen. Jedes regelgerechte "Anfassen" (also Bilden einer Formation) ist ein Punkt. |
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Griffleisten? RW-Kombis? |
Die RWler (oder auch Bauchflieger) haben spezielle Kombis an. Diese sind enganliegend. Man ist auf dem Bauch nicht so schnell unterwegs wie die Freeflyer, sodass man nicht unbedingt flatternde, bremsende Kleidung braucht. Ein schönes Bild dazu ist hier zu sehen. An den Beinen hat der RWler in der Regel sog. Booties. Diese vergrößern und optimieren die Anströmfläche für den Wind an den Beinen. Dadurch kann man sehr schnell und mit wenig Armeinsatz manövrieren. Hier sieht man, wie die Booties über die Füße/Schuhe gezogen sind. |
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Und die Freeflyklamotten? |
Freeflyklamotten sind oft weiter und flattriger als RW-Sachen. Das gibt u.a. bei der höheren Geschwindigkeit etwas mehr Stabilität. Meist haben Freeflyer entweder eine Freeflykombi an oder aber einen Pullover (meist Sweatshirt) und eine spezielle Freeflyhose, die weiter geschnitten ist, am Bein-Abschluss aber feste Klettverschlüsse hat, so dass sie dort fest anliegen. In dem Bilde hier man Freeflyer mit typischen Sachen sehen. |
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Was gibts denn so an Formationen/Figuren, die die Springer da einnehmen? |
Hier sollen nur einige Grundfiguren genannt werden, illustriert an zwei Springern.
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Gibts noch weitere Gattungen der Springer? |
Ja. Zum Beispiel die historisch erste Gattung, die sogenannten Zielspringer. Die springen schon bei 1000m raus, mit vielleicht 1-2s Freifall und dann konzentrieren sie sich mit ihren Riesenschirmen darauf, mit dem Fuß möglichst präzise eine Zielkreisscheibe zu treffen. Für einen Freeflyer ist das fast genauso spannend wie Hallenhalma oder Schäfchenzählen. Aber zum Glück sind die Geschmäcker ja verschieden. |
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Freeflyer? Was sind denn das für Springer? |
Das sind vielleicht Leute. Statt der üblichen Kombis mit
Griffleisten an Armen und Beinen haben sie bunte, weite Hosen oder
Kombis an und dann sind sie zumeist mit ultracoolen dicht anliegenden
Sonnenbrillen unterwegs - auch im Freifall. Dort fallen sie in allen
möglichen Haltungen: Bloß nicht auf dem Bauch! Also zum
Bleistift im Sitzen, im Stehen oder sogar auf dem Kopf. Dadurch
verschenken sie kostbare Freifallzeit - sie sind nämlich deutlich
schneller unterwegs als die Bauchflieger. Die Freeflyer - auch in
Deutschland - werfen gern mit Begriffen wie Headdown, Standup,
Transition, Cartwheel etc um sich. Freeflyer erkennt man auch daran,
dass sie ständig neue Grußzeichen und
Sich-Gegenseitig-Glück-Wünsch-Zeichen erfinden, bei denen sie
vorzugsweise ihre Hände aneinander reiben etc. |
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Was zum Teufel ist ein Trackdive? |
Dabei springen die Beteiligten zugleich (naja, zumindest gaaaanz dicht hintereinander) aus dem Flugzeug, machen sich gaaanz lang (vor allem die Beine) und fliegen dann wie ein Vogelschwarm in eine vom Leader vorgegebene Richtung. Ziel ist, so dicht wie möglich zusammenzubleiben - und das bei Vertikalfallgeschwindigkeiten von bis zu 200km/h und horizontalem Vortrieb von 70 und mehr km/h. Das macht unheimlich Spaß, erfordert aber genaue Kenntnis dessen, was man macht, ein Stück Erfahrung und viel Disziplin. Es ist auch eine gute Schule für das Separieren. |
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Separieren? |
Skydiver sind im Freifall halt gern gesellig, aber beim
Öffnen des Schirms mag man niemanden in der Nähe haben. Denn
falls zwei Springer ihre Schirme dicht nebeneinander öffneten,
würden sich die Schirme ziemlich oft ineinander verwickeln, was
für viel Ungemach sorgen würde. Also heißt das, dass
man sich nach dem "Arbeitschluss" in der - vorher festgelegten
Separationshöhe (meist zwischen 1300-1500m) vom Partner wegdreht,
sich lang macht, also die Beine ganz durchstreckt, die Arme an den
Körper anlegt und so sehr gut Vorwärtsfahrt macht. Siehe
dieses Bild hier. |
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Was bedeutet eigentlich das Wort "Manifest", was man auf manchen Sprungplätzen sieht? |
Das kommt von den beiden Extremspringern Kalle Marx und Fritz
Engels. Die meinten schon damals, dass alle Springer nichts zu
verlieren haben als den Boden unter den Füßen und sich
deshalb vereinigen müssen. ;-) |
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Ach und dann wollte ich noch wissen... |
Wird noch beantwortet, aber für heute ist Schluss, ich mache das hier ja alles in meiner Freizeit. ;-) |
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Ich hätte da noch weitere Fragen... |
Dann schreib sie mir einfach und ich nehme sie hier dann - samt Antwort - in die FAQ auf. |
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