Die Statistik zeigt, dass mit dem Oeffnen des Fallschirmes der Sprung noch nicht ueberlebt ist. Im wesentlichen gibt es ab dann noch 2 effiziente Moeglichkeiten, sich umzubringen: Die einfache: Kurve in zu niedriger Hoehe. Kann grundsaetzlich mit fast jedem Schirm gemacht werden, man kurvt einfach mit groesstmoeglicher Drehgeschwindigkeit auf die Erdoberflaeche. Die ist kaum zu verfehlen. Verletzungen sind meist schwer, oft mit toedlichem Ausgang. Das ist einfach zu vermeiden, wenn man einen Grundsatz erkannt hat: Nicht der Schirm ist schlecht, sondern der Springer kann damit nicht umgehen. Kurven so einteilen, dass sie zeitgerecht beendet sind. Egal unter welcher Kappe. Die zweite ist etwas komplizierter: Am sich oeffnendem Schirm oder unter offener Kappe trifft man einen anderen Springer. Die sind schlechter zu treffen als die Erdoberflaeche und wenn man zu hoch dran ist, hat man noch die Chance, sich auf die Reserve zu haengen. Im allgemeinen laesst sich auch diese zweite Methode ganz gut vermeiden: Separation: Bist Du mit Deinen Freifallmanoevern fertig, d.h. in Separationshoehe angelangt, agiere ! Verschwende Deine Zeit nicht mit abwinken, drehe Dich um und tracke, wie wenn Dein Leben davon abhaengen wuerde, weil das tut es !!! Die Trackposition ist wie die eines Schispringers. Die Schispringer trainieren ausschliesslich darauf, moeglichst weite Strecken bei geringst moeglichem Hoehenabbau zurueckzulegen. Wozu wir pro Sprung ein paar Sekunden verwenden, ist bei Schispringern ein jahrelanges Training angesagt. Da kann jeder FS-Springer noch was lernen ! Waehrend des Trackens beobachte den Luftraum vor und unter Dir, weiche aus ! Vor dem Oeffnungsvorgang ueberpruefe den Luftraum ueber Dir. Am besten durch fliegen einer Rolle, waehrend Du weiterseparierst. Diese Rolle will aber geuebt sein ! Vergeude Deine Zeit nicht mit sekundenlangem Abwinken, tracke weiter, die Hoehe und die linke Hand ueber dem Kopf waehrend Du zum Aufziehgriff greifst sollte fuer Nachfolgende ein eindeutiges Zeichen sein ! Waehrend des Oeffnungsvorganges AUGEN AUF ! Haende in die Risers oder Steuerschlaufen, um bei erforderlichen Ausweichmanoevern keine Zeit zu verlieren. Im Auto hast Du auch Deine Haende am Lenkrad, wenn Du ausparkst ! Der Schirm ist offen, ohne Feindberuehrung. Gratuliere, das hast Du ueberlebt. Jetzt heisst es Ueberblick gewinnen. Wo sind die anderen, wo bist Du. Hoehe: Bist Du einer der tiefsten, greif in die Frontrisers und separiere weiter - nach unten. Speed am Schirm macht Spass und wenn der Absetzpunkt gut war, ist man mit einem 360^ Frontriserturn schnell ausserhalb der Reichweite der Gegner. Bist Du einer der Hohen, bremse, auch mit den hinteren Risers. Separiere weiter - nach oben. Geniesse die Schirmfahrt, wenn Du der Hoechste bist, kann Dich nie einer abschiessen ! Behalte ALLE immer im Auge. Wenn Du immer weisst, wo die anderen sind, kannst Du ihnen ausweichen, wenn Sie Dich uebersehen. Wer in der Schlacht den Ueberblick behaelt, gewinnt, wer sich ueberaschend Angreifen laesst, verliert. (Zitat Napoleon B. 1815 nach Waterloo). Slider verstauen, Booties ausziehen, Brille weg, Helm abnehmen usw. sollten Nebensaechlichkeiten sein, die Hauptsache ist Schirmfahren ! Und bald solltest Du auch die Landerichtung wissen..... Landeanflug:Denke weiter als bis 3 Meter vor Dir. Gib den andere eine Chance, Deine Manoever vorherzusehen. Versuche der anderen Manoever vorherzusehen. Daher: Fliege Deine Hoehenabbaukurven ausserhalb des Gegen-, Quer- und Endanflugbereiches. Fliege nicht ueber den Landeplatz, es ist fuer andere dann schwer erkennbar, was Du vorhast. Generelle Regeln: Kurvst Du rechtsherum ein, lande auf der rechten Seite des Landeplatzes. Kurvst Du linksherum ein, lande auf der linken Seite des Landeplatzes. Machst Du einen langen Endanflug bleibe in der Mitte des Landeplatzes. Das vermeidet kreuzen der Flugwege. Kreuze nicht den Flugweg von Springern im Endanflug. Im "Platzrundenbereich" keine Vollkreise, S-turns oder fuer andere unvorhersehbare Manoever mehr. Und vor Allem: AUGEN AUF ! Schau vorher hin, wo Du hinkurvst ! Jeder turn (auch Hookturn) ist gut, wenn er im freien Luftraum hinein und kontrolliert ausgefuehrt, niemand gefaehrdet oder behindert wird. Jeder Turn (auch langsamer unter grosser Kappe) ist schlecht, der nicht kontrolliert ist, andere behindert oder gefaehrdet, oder nur zufaellig niemandem trifft. Es gibt keine gefaehrlichen Schirme, aber ab und zu Springer, die ihre (auch grossen) Kappen nicht beherrschen. Oder nicht weit genug vorausdenken. Oder was nicht wissen, was sie wissen sollten. Das sind Deine Kollegen, denen Du es lehren musst, um selbst zu ueberleben. Am besten unter 4 Augen, freundlich und sachlich, ohne Beschimpfungen. Nach der Landung hast Du fast ueberlebt. Ganz erst, wenn Du den Landeplatz verlassen hast, ohne Dich und andere zu gefaehrden. Achte auf anfliegende Springer, es faellt Dir leichter einen Moment stehen zu bleiben und dem landenden seinen Vorrang zu ueberlassen, als ihn nicht zu sehen und ihn zu einem Ausweichmanoever in Bodennaehe zu zwingen. Im Zweifelsfall : Gebrauche dein Hirn, wann immer es geht ! Copyright: Versuche Unfaelle zu vermeiden, indem Du das hier moeglichst weit verbreitest. Kopieren, Nachdruck, Verteilung usw. ausdruecklich erwuenscht ! Quelle: www.pink.at