

Sprungtagebuch 2003: 146 Sprünge
- 25.1.: 3 Sprünge
aus
der AN-2
des FSV Merseburg. Ein absoluter Tag der Kontraste. Am Donnerstag war
mir
die Elektronik des "automatisierten Schaltgetriebes" vom nagelneuen
Auto
abgestürzt. Zum Glück nicht mit Bluescreen und "Jetzt geht
gar
nix mehr", aber die Kiste musste in die Werkstatt. Nach Jena...
Sonnabend
früh war sie fertig zur Abholung. Da ich in der Hast die Zulassung
des Leihwagens vergessen hatte, musste ich nochmal zurück und da -
genau vor der Werkstatt - gings wieder BLINK-BLINK-BLINK... Grmbl! Nach
ausführlichem Test (um zu zeigen, dass ich nicht doof bin und es
auch
bei anderen auftritt) bekam ich wieder den Leihwagen und traf dann
über
eine Stunde verspätet in Merseburg ein. Nicht für den
Flieger,
aber für Lift #1, der war voll. Spätestens da wusste ich,
dass
die Pechsträhne nicht abreißen würde. In Lift #2 ging
dann
was, leider konnte Benny dann doch nicht mitspringen, aber ein anderer
Kollege (komisch, man redet sich mit Du an, aber der Name... :-))
sprang
hinterher und wurde eines völlig zerrödelten Abgangs gewahr
und
hielt Abstand. Erst einige hundert Meter tiefer saß ich dann
ordentlich,
stand sogar ein bissel. Sogar so gut, dass ich mir etwas mehr Zeit zum
Ziehen ließ und bei ca. 800m am Schirm hing. OK, andere pullen
da,
aber die haben bessere Schirme. Zum Glück war die Landung sauber.
Trotzdem war dann Fußmarsch angesagt. Richtig ärgerte ich
mich,
als ich merkte, dass noch einer hinterhergesprungen war und die beiden
dann wegen mir nicht mehr zum Andocken kamen. Mit dem nächsten
Lift
gings wieder hoch, schöne Stimmung und wir gingen als FF-4er,
ungelinkt
raus. Diesmal saß ich recht fix und stellte mich auch 2x hin,
alles
recht fein. Die Schirmfahrt war auch nett, Landung sauber. Ordentlicher
Wind halt. Lift #4 musste ich auslassen, war schon wieder ausgebucht:
eine
Springerin, die z.Zt. pausieren muss wegen Knie-OP, machte einen
Tandemsprung,
mit vier weiteren Springern als Stern angelinkt und Videoaufnahme. Sah
sehr gut aus. Lift #5, wieder mit Benny raus, aber leider kippte ich
ganz
langsam auf den Rücken, sah mir das Flugzeug mittenmang meiner
Beine
an und kämpfte dann, richtigrum zu kommen. Was natürlich
wieder
Gerödel ergab. Ich saß zwar etwas eher als bei #1, aber nach
#2 hatte ich mehr erhofft. Schirmfahrt unbd Landung waren OK,
gleichwohl
der Wind schlafen gegangen war und es wieder etwas hastiger wurde. Wenn
ich übrigens mit meinem Schirm dermaßen anrammeln
würde,
wie einige andere, würde es mich einbuddeln, da mein
ausgelutschter
Schirm beim Abflaren kaum noch Auftrieb produziert, was die
Nullgewebekappen
eben tun. Mal schauen, was da noch so geht an Veränderungen. Beim
Ablegen des Gurtzeugs trat ich dann noch durch selbiges und wir mussten
es entwirren, so dass ich endgültig bedient war. Warum eigentlich,
frage ich mich jetzt ein paar Tage später. In der Luft hats
Spaß
gemacht und der Rest: wegstecken, vergessen. Tja, aber in dem Moment
fällt
einem das schwer. "Andere können das, ich will auch". Man setzt
sich
selbst unter Druck und dann ist der Spaß weg. Ob ich es schaffen
werde, diesen Selbstdruck abzulegen? Auf alle Fälle habe ich schon
mal bei den Crazyboyz Bescheid gegeben, dass gleich zum Saisonbeginn
Instructorsprünge
nötig sind. Sobald der Exit sauber klappt, sitze ich auch von
Anfang
an ordentlich in der Luft :-)))
- 29.3.: 4 Sprünge zum
Saisonauftakt
der Aero in Gera. Endlich hat das Warten ein Ende. Der Beginn etwas
adrenalinfördernd:
Der neue Schirm, ein Safire 169 von Icarus, ist nunmal schneller als
der
PD 210 und nun auch noch Nullwind... Naja, also beim ersten Sprung
"üben
und festigen". Floating Exit, schön faul auf den Bauch und Rolle
rückwärts,
360°-Drehungen links/rechts und ...erst 3000m? Hehe, also
hingesetzt
- ging auf Schlag (jubel) und bis 2000m das Sitzen genossen, dann auf
den
Bauch, nochmals 360°-Drehungen li/re, dann der für 1200m
angekündigte
Pull und mit dem Schirm gespielt. Hoho, nicht schlecht. Bei der Landung
schaue ich dann doch nach unten und setze mich folglich hin, aber das
ist
nicht weiter schlimm; nur das frisch gesäuberte Gurtzeug sieht
wieder
aus wie immer... :-) Danach dann ans Packen mit dem neuen Schirm.
Kleiner
- also gehts erstmal fixer. Aber eben NULLGewebe - als ob man eine
Alditüte
packen will: die Luft will nicht recht raus, das ganze fluscht... also
nochmal von vorne und das alles dauert mal locker um die 40 Miunten
:-))
Der 2. Sprung mit Falko; schöner Exit, aber dann wie üblich -
er geht in die Tiefe und ich muss mich hinsetzen, um ihn einzuholen.
Kaum
lege ich mich auf den Bauch, saust er schon wieder in die Tiefe, also
nochmal
hinsetzen und das Spiel geht von neuem los... also Bye Bye, weg und
nochmal
hingesetzt. Schirmfahrt und Landung OK, bei letzterer gerade noch
gestanden
:-) Das Packen auch diesmal nicht so einfach, nochmal angesetzt, aber
doch
schon besser. Dritter Sprung mit Sitfly-Exit, Sitzen mit Drehungen und
Standupeinlagen, nicht schlecht. Schirmfahrt und Landung sehr
schön.Beim
Packen diesmal ohne zweiten Anlauf, so langsam sammle ich Erfahrungen;
Uli gibt mir noch nen Tip fürs Leineneinschlaufen und
tatsächlich,
wieder Zeit gespart. Vierter Sprung wieder Sitfly-Exit, leider verweht
es mich und ich kurbele herum, aber dann machts Spaß; sitzen und
stehen im Wechsel. Bei der Landung gerade noch gestanden - an den
schnelleren
Schirm muss ich mich noch richtig gewöhnen :-)
- 30.3.: 2 Sprünge. Der Vormittag
gehört
der Familie
und etlichen Verpflichtungen, jedoch tut sich am Nachmittag noch ein
Zeitfenster
auf. Es ist sogar ein bissel Wind, so dass die Landungen mehr
Spaß
machen. Im 1. Sprung übe ich Sitfly (was sonst :-) und hierbei
Cartwheels,
also Rollen zur Seite. Diese gelingen scheinbar gut; später zeigt
sich, dass sie eher über den Bauch gehen, ich aber von da sehr fix
wieder ins Sitzen komme. Auch der Standup geht ganz gut. Beim 2. Sprung
ist der Exit wieder sehr verwirbelt, grummel. Trotzdem habe ich
Spaß,
sitze und stehe (kurz, aber immerhin) und übe Cartwheels. Die
Schirmfahrt
und die Landungen machen richtig Spaß, so dass ich gut gelaunt in
die Arbeitswoche starte, zumal diese ja gleichzeit die 2. Freefly Week
@ Gera ist.
- 31.3.: 3 Sprünge an einem Montag, nicht
schlecht. Los
gings mit einem fast schon flachen Sprung - die Bundeswehr hat halt
Prioritätund
spielt über uns Betanken oder so - und darum mussten wir schon bei
2500m heraus, natürlich auf dem Bauch, damit wir wenigstens etwas
von der kurzen Strecke haben. Crazyboy
Jörn filmte und ich führte einige Kunststücke für
einen
Geburtstagsgruß der besonderen Art aus: Muttis 70. nahte. Leider
gabs ein Problem mit der Kamera. Aber OK, mit Sprung 2 gings wieder auf
4000m und einen Trainexit mit Joern, eine Vierteldrehung links, danach
Drehungen und Cartwheels und ein wenig Leveln. Alles in allem nicht
schlecht,
aber noch viel zum Weiterarbeiten ;-) und vor allem ein schönes
Video
für die Mutti. Sprung 3 war nochmals mit Joern, wieder Trainexit,
dabei leider auf den Rücken gefallen und etwas Gewusel. Ab 3000m
dann
Sitfly und Standup, halbwegs OK. Schirmfahrt und Landung waren nett.
- 3.4.: Der Wind machte
Sprünge
am 1.4. unmöglich und am 2.4. war ich in Cottbus - Geburtstag
feiern.
Am 3.4. gingen dann wenigstens 2 Sprünge. Der Wind war zwar noch
heftig,
so dass die AFF- und Automatikschüler nicht huppen konnten, aber
es
waren genug Freeflyer da. Beim 1. Sprung war der Exit wieder gnadenlos
verwurschtelt und ich musste mich erst stabilisieren, danach gings
dann;
stabil sitzen, Standup (Beine nicht zu eng, aber auch nicht zu weit -
das
war zu trainieren) und ein bissel zielgerichtetes Drehen. Bereits nach
der Steuerprobe war mir angesichts der Strecke klar, dass ich
Andrés
Rat folgen werde und rettete mich auf den Platz, um auf der
Segelfliegerwiese
zu landen - es herrschte halt nicht wenig Wind. Beim Landen zog ich
leider
zu stark durch und sofort zerrte mich der Wind einen Meter hoch und
eine
weitere Bö zerrte mich anschließend über den Rasen, bis
ich nach 2-3m den Schirm bändigen konnte. Das "Erdbrush-Design"
war
damit perfekt, aber ich hatte mal wieder was gelernt.
Auswertungsgespräch
mit Jörn und Sprung 2 wurde tatsächlich sehr schön. Ich
machte eine Art floating exit, der recht nett lief und ich saß
gleich,
spielte etwas Standup und machte vor allem kontrollierte Drehungen mit
Blickkontakt Richtung Sonne. Die Landung war das Sahnehäubchen;
der
Wind hatte etwas nachgelassen und so gings sehr locker herunter. Am
Abend
ging es noch zum City Bowling im UCI, lustig, lustig :-)
- 4.4.: 3 Sprünge, direkt nach der Arbeit,
das
entspannt
:-) Der erste wieder mit relativem Wind auf dem Bauch und OK, Sitfly +
Standup und etwas Drehungen. Leider gabs einen langen Heimweg, da ich
als
letzter rausging und so entschied ich mich in letzter Sekunde zur
Landung
auf dem Nachbaracker. Der zweite Sprung ging mit Jörg Vietze, der
Exit (Vorführeffekt) ging gerade noch so, Sitfly mit
kontrollierten
Drehungen und Leveln mittels Standup: Fortschritt war merkbar.
Schirmfahrt
und Landung waren nett. Der 3. Sprung war mit etwas hastigem Absprung,
als erster, da eine Tubedive-Truppe folgte, aber leider dadurch mal
wieder
verweht, danach dann Sitzen und Stehen und vor allem Drehungen mit
Blickkontakt
Sonne, eine Rolle rückwärts (das üben wir nochmal...)
und
einem Cartwheel (naja, das auch...) und einer schicken Schirmfahrt mit
schönen radikalen Kurven - der Luftraum war satt frei - und einer
Bilderbuchlandung. Nach einem feinen Feierabendbier und Klönen
gings
heim :-)
- 12.4.: Leider gabs keinen Geburtstagssprung -
am
späten
Nachmittag ging wegen Wind nix mehr, aber dafür aßen wir auf
der DZ gemeinsam den Geburtstagskuchen und es gab auch nen Kasten und
am
Sonntag gingen sogar die Vögel wegen Wind zu Fuß und auf der
DZ folglich gar nichts, so dass erst am 12.4. wieder Sprünge -
fünf
- möglich waren. Der erste Sprung war Load 1 (grummel, super
Wetter
und kaum Leute auf dem Platz?) und ich mal wieder als Solostern der
Letzte.
Floating Exit, Sitzen, Stehen, Drehungen, nett - aber dann ein weiter
Heimweg
und Landung auf dem Acker, bis zu dem ich mich mühsam per hinteren
Tragegurten gerettet hatte, puh... Dann kam Helen und schnell war
abgemacht,
dass wir etwas RW probieren. Dazu zog ich mir erstmal eine der
RW-Kombis
für die AFF-Schüler an und wir übten an der Attrappe.
Der
Sidebody-Exit war soweit OK, allerdings ging ich unwillkürlich in
Sitzposition, naja ansatzweise, drückte dann aber durch. Wider
Erwarten
ging Helen nach dem Loslassen nicht groß in den Keller, aber ich
hatte trotzdem ziemlich zu tun, an sie heranzukommen. Immerhin gabs 2
Punkte,
fast noch einen dritten, jedoch ging die Sicherheit - fast schon
Separationszeit
- vor. Schirmfahrt und Landung waren OK. Am Boden dann Auswertung
mittels
des neuerworbenen Pro-Track: Exit in 3875m, Deployment Altitude
(Höhe,
in der man am Schirm hängt): 800m, 63s Freifallzeit, Avg.Speed
(Durchschnittsgeschwindigkeit):
180 km/h, Max.Speed (Max. Geschwindigkeit): 200 km/h.
Manöverkritik
und dann in den nächsten Lift. Der Exit war auch wieder etwas
lustig
und anfangs hatte ich zu tun, Helen zu kriegen - zu wenig durchgebogen.
In der zweiten Hälfte klappte es aber deutlich besser und wir
machten
noch zwei schöne Punkte, fast noch einen dritten; vor allem aber
machte
es superviel Spaß; auch Schirmfahrt und Landung. Die Werte: Exit:
3975m, Depl.Alt: 725m, FF-Zeit: 63s, Avg.Speed: 185km/h, Max.Speed:
225km/h
(na bitte, schon besser). Danach gings wieder in die bunten Sachen und
zu einem Instructordive mit Jörn: endlich mal schön schnell,
so dass er z.T. auch auf dem Kopf mit konnte, Drehungen waren OK, aber
bei den Cartwheels fiel ich diesmal auf den Rücken (und musste
mittels
Standup nachleveln - aber immerhin, das klappt auch schon) und die
Sitzhaltung
ist noch nicht so gut - Rückwärtsfahrt, aber alles in allem
war
es goil. Die Werte: Exit: 3950m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 52s,
Avg.Speed:
233km/h, Max.Speed: 267km/h Der Abschluss war ein Solosprung. Exit
etwas
vergeigt, danach Sitzen mit kontrollierten Drehungen und
Cartwheelübungen
und schönem Blick auf die sonnendurchflutete Landschaft. Da ich
fast
überm Platz öffnete, konnte ich ein paar feine Steilspiralen
drehen und hatte bei der Landung auch noch einen schönen langen
Flare,
besser konnte der Tag nicht zu Ende gehen. Die Werte: Exit: 4025m,
Depl.Alt:
825m, FF-Zeit: 54s, Avg.Speed: 233km/h, Max.Speed: 249km/h. Nach einem
Bierchen gings noch zum Italiener, lecker Pizza (schön mit
Artischocken,
hmmmm) essen, ein toller Tag.
- 13.4.: 5 Sprünge. Meine
Tochter kam mit,
Flug auf dem Copilotensitz. Der Exit war etwas hektisch, auch war der
Sprung
insgesamt etwas instabil (aber dem üblichen Programm) - jedoch
hing
ich (als wieder mal letzter Springer) weit draußen und konnte
mich
gerade noch zum Platz schleppen. Dort hatte ich dann einfach nicht mehr
genug Höhe, um noch zu drehen, so dass ich mit "Wind", der jedoch
fast 0 war, fast beim Kreisverkehr landete - vor lauter Aufregung aber
mit schlampigem Flare und viel abgehobeltem Gras. Darüber dachte
ich
dann noch eine ganze Weile nach. Die Werte: Exit: 3975m, Depl.Alt:
775m,
FF-Zeit: 54s, Avg.Speed: 227km/h (das war wirklich
verbesserungswürzig),
Max.Speed: 259km/h Nachdem ich Korina wieder zurückgeschafft
hatte,
Sprung 2. Diesmal etwas stabiler, aber auch hier bei den Cartwheels
viel
Luftkampf und auch der Standup wollte nicht ganz so wie ich wohl
wollte.
Diesmal hing ich zwar auch noch relativ weit draußen, aber es
reichte
für eine gemütliche Landung auf dem Platz :-) Die Werte:
Exit:
3925m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 53s, Avg.Speed: 225km/h (das muss jetzt
aber besser werden!), Max.Speed: 258km/h. Sprung 3 war dann auch nach
gründlicher
gedanklicher Vorbereitung besser. Der Exit stabil (aber noch eine
Drehung
dran), dann schön schnell unterwegs, der Standup klappte seeehr
schön
(mit seeehr breiten Armen :-) Drehungen sowieso und beim Cartwheel
hatte
ich ein deutlich besseres Gefühl. Und endlich eine saubere Landung
auf dem Platz, lecker. Die Werte: Exit: 3975m, Depl.Alt: 850m, FF-Zeit:
51s, Avg.Speed: 232km/h, Max.Speed: 246km/h (OK, das muss noch etwas
:-)
Sprung 4 war wieder mit diesem merkwürdig
erst-stabil-und-dann-wegkipp/drehen-Exit,
aber insgesamt schön schnell, sauberen Drehungen, Standup naja und
zwei halbwegs schnellen Cartwheels und zwischendurch bewusstem
Einnehmen
einer sauberen Sitzhaltung (auch die Schienbeine 90° zum Knie,
hehe).
Die Landung war goil. Die Werte: Exit: 4050m, Depl.Alt: 775m, FF-Zeit:
53s, Avg.Speed: 232km/h, Max.Speed: 248km/h (immer noch... ;-) Zum
letzten
Sprung ging ich schon mit sehr gutem Gefühl - ein leckerer Hupper
davor und dann auch noch schnell (und trotzdem ordentlich) gepackt:
16min
- das konnte nur klappen. Der Exit gut konzentriert, na bitte, war doch
schön und schnell unterwegs, Stehen und Sitzen gut, Cartwheel auch
besser und die Drehungen sowieso. Dazu noch ein paar Blicke auf die
Landschaft
- bei dem blue sky zu herrlich - und noch eine schöne Landung, was
will man mehr. Die Werte: Exit: 4075m, Depl.Alt: 750m, FF-Zeit: 55s,
Avg.Speed:
232km/h, Max.Speed: 258km/h (na bitte, aber da geht noch mehr...) Nach
einem schnellen Packen (14min) gabs zwar doch keine Load mehr, aber ein
schönes Feierabend-Bierchen und mit netter Unterhaltung klang der
Sprungtag aus und ich fuhr hochzufrieden heim.
- 18.4.: Karfreitag - leider mit zunehmend
schlechtem Wetter,
so dass nur zwei Sprünge möglich waren. Beim ersten als
Einzelstern
mal wieder der letzte Springer, aber ich hatte mit den vor mir
Rausgehenden
schon abgesprochen, dass ich etwas höher öffne und ließ
folglich über 8s Abstand. Der Exit war mal wieder lustig, aber
dann
saß ich ordentlich und dachte doch auch gleich daran, die Beine
ordentlich
zu stellen und drehte 2x einen 360°-Kreis, stand ein bissel und
machte
2 Cartwheels, bei denen ich mir die Sonne anschaute, dann nochmal
sitzen
und stehen und leider waren die 1500m ran, ab auf den Bauch und knapp
unter
1200m geschmissen. War gut so, denn der brave Schirm brauchte ein klein
wenig länger und ich hing knapp bei 800m :-) Heimweg war OK, aber
es gab eine regelrechte Warteschlange, viele gingen es von links an. Da
ich niemanden stören wollte, reihte ich mich ein und landete genau
wie die Unglücksraben vor mir im Lee der Gebäude, bei bis zu
20 Knoten nicht wirklich lustig und Erinnerungen an die
Rundkappenlandungen
aufkommen lassend. Na gut, den Schirm ordentlich gepackt und die
Gedanken
gesammelt. Der zweite Sprung war ein Freefly-2er mit Karsten aus
Merseburg.
Ungelinkter Exit, beständiger Blickkontakt (OK, mit einer Drehung)
und wir saßen uns gegenüber. Schnell eine 360°-Drehung,
nachleveln (in diesem Falle etwas bremsen) und da die Entfernung ein
bissel
größer wurde, fuhr ich auf Karsten zu. Erst da wurde mir
bewusst,
dass ich das erstmals sauber geschafft hatte :-) Danach gab ich etwas
Gas
und drehte noch zwei Cartwheels, bei denen ich Karsten anschaute -
mittlerweile
hatte er mich soweit wieder ein. Noch ein klein bissel hinstellen, dann
waren wir auch schon auf 1500m, separieren und der Schirm ging wieder
brav
und sanft auf. Die Sicht war etwas eingeschränkt, aber da sah ich
auch schon den Platz - fast darüber, hehe - und ließ mich
verleiten,
statt einen weiten Halkreis nach rechts zu gehen, in der Nähe der
Beerline zu landen... Dass es dort bei stärkerem Wind auch noch
Leewindwalzen
gibt, fiel mir erst ein, als mich eine beim Landen erwischte; zu allem
Überfluss auch noch zu spät zu bremsen begonnen. Kein Flare,
sondern wieder rundkappenmäßige Landung. Grummel. Der Schirm
war wieder in einer Viertelstunde gepackt und das mit Ruhe. Der
schöne
Sprung mit Karsten ließ mich dann, trotz der Quax-Landungen und
des
schlechten Wetters, was weitere Sprünge nicht ratsam erscheinen
ließ,
zufrieden nach Hause fahren.
- 20.4.: Vier Sprünge bei sehr schönem
Ostersonntagswetter.
Zunächst mit Axel, ungelinkter Exit, aber dann hingen wir
unvermittelt
zusammen und tanzten ein wenig Walzer, lustig. Danach ordentlich
hinsetzen
und wir fuhren schön zusammen - fast ein Punkt geworden, aber dann
wurde es mir doch unheimlich und ich fuhr zurück - wie immer etwas
sehr. Nachleveln, wieder ranfahren, alles mit viel Spaß und dann
war Separationszeit: Oha, das wird ein weiter Weg (wir waren mal wieder
als letzte raus...) und zudem war in der Höhe doch beachtlich
Wind,
so dass wir trotz aller Bemühungen eine satte Beerline-Landung -
also
vor der Landewiese - hinlegten. Chris meinte zwar, dass wir absolut
keine
Chance hatten, aber Pech bleibt Pech ;-) Die Werte: Exit: 3925m,
Depl.Alt:
700m, FF-Zeit: 53s, Avg.Speed: 233km/h, Max.Speed: 258km/h Die
nächsten
drei Sprünge gingen solo raus: arbeiten am Exit, Sitzhaltung
verbessern
(neutral sitzen, also ohne Rückwärts- oder
Vorwärtsfahrt),
Drehungen (man will ja auch Erfolgserlebnisse organisieren und die
Landschaft
genießen), Standup (dito) und Cartwheels. Standup geht
mittlerweile
gut, auch schon mal 10s - bei Gelegenheit werde ich mal schauen, wie
lang
ich durchstehen kann :-) Die Werte für Sprung 2: Exit: 4125m,
Depl.Alt:
750m, FF-Zeit: 56s, Avg.Speed: 233km/h, Max.Speed: 254km/h. Bei Sprung
3 gingen auch die Cartwheels schöner; daneben ließ ich mir
Zeit
für Blicke auf die Landschaft. Leider hing ich auch hier etwas
weit
draußen. Trotz etwas höherer Öffnung, hatte ich keine
Chance
und brachte meinen braven Schirm lieber auf dem Acker vor dem Flugplatz
zur sauberen Landung: nix mit Beerline :-) Die Werte: Exit:
3925m,
Depl.Alt: 850m, FF-Zeit: 51s, Avg.Speed: 233km/h, Max.Speed: 258km/h.
Nummer
4 war der schönste Sprung des Tages: sauberer Exit, sitzen,
stehen,
drehen, Cartwheels (hehe, flink und richtungsstablil) und dann stehen,
stehen, stehen - dabei beobachtete ich Norbert im blitzsauberen
Headdown.
Da ich als Letzter rausging, konnte ich höher öffnen und
hatte
genug Zeit: ran zum Platz, paar satte Steilkurven und schön sauber
durchflaren zur Landung 3m hinter der Beerline, hehe. Die Werte: Exit:
4175m, Depl.Alt: 1075m, FF-Zeit: 50s, Avg.Speed: 230km/h, Max.Speed:
253km/h.
Mit einem Feierarbendbierchen und Gesprächen klang ein
schöner
Sprungtag aus.
- 21.4.: Sechs Sprünge. Der erste gleich
kurz
nach 9 Uhr
(keine nette Aufstehzeit für Ostermontag) als Instructorjump mit
Jörn.
Nicht etwa zeigen, was ich kann, sondern gleich was neues: seitlich
fliegen.
Sauber, gerade, nicht zu schnell - um zu lernen, wie man seinen Slot
bei
einem Gruppensprung anfliegt. Prompt bin ich aufgeregt wie ein Primaner
und falle beim Exit auf den Rücken. 360°-Drehung OK, danach
seitlich
weg. Klappt, aber viel zu weit, oha. 90° drehen, nochmal seitlich
und
dabei Rückwärtsfahrt - meine Beine stehen nicht, wie sie
sollen,
dammicht. Endlich klappt es und ich fahre auf Jörn zu, doch da ist
die Zeit um. Tracken und - wir gingen als erste raus - geile
Steilkurven
und eine schöne Landung. Manöverkritik mit Jörn und
Lernauftrag:
neutral und ruhig fliegen! Die Werte: Exit: 4125m, Depl.Alt: 875m,
FF-Zeit:
51s, Avg.Speed: 238km/h, Max.Speed: 278km/h (hehe!) Danach kam Karsten
aus Merseburg und wir verabredeten, einige Hopser gemeinsam
durchzuführen.
Komisch, jemand springt bei mir mit, der etwas weniger kann (Karsten
hat
ca. 50 Sprünge); ich wünschte, ich hätte immer mal
jemanden
zum Mitspringen gehabt als Referenz etc. Umso mehr freue ich mich, dass
wir zusammen huppen. Beim Exit verbläst es Karsten und er hat
einen
recht unruhigen Sprung. Ich mache mich groß, bremse ab, aber er
hängt
über mir. Bei 2000m gebe ich dann etwas Gas und mache noch schnell
zwei Cartwheels und eine Abschlussdrehung, Blick zu Karsten,
Separationsrichtung
ist klar, zischhhhhhh und öffnen. Beim Landen etwas später
mit
Flaren anfangen, hatte mir Chris gesagt und so klappte sie noch
schöner.
Die Werte: Exit: 4025m, Depl.Alt: 925m, FF-Zeit: 50s, Avg.Speed:
235km/h,
Max.Speed: 285km/h Neuer Rekord, sorte. Wann knacke ich die
300er-Grenze?).
Manöverkritik und Tip von Jörn: dann leg Dich doch auf den
Rücken,
wenn der andere zu weit oben hängt. Konzentriere Dich auf den
Gegenüber,
bleib in seiner Nähe, levele aus, beobachte ständig (auch den
Höhenmesser) Der nächste Sprung klappte denn auch viel besser
und ich konzentrierte mich voll darauf, Karsten zu begleiten. Die
Werte:
Exit: 4050m, Depl.Alt: 900m, FF-Zeit: 51s, Avg.Speed: 233km/h,
Max.Speed:
264km/h. Sprung 4 war der beste mit Karsten: sauberer Exit,
schöner
Flug, dicht beieinander, wir steuerten uns an, alles recht stabil: Die
Werte: Exit: 3975m, Depl.Alt: 900m, FF-Zeit: 52s, Avg.Speed: 227km/h,
Max.Speed:
259km/h. Dazu dann noch eine Zehenspitzenlandung bei wieder
aufgefrischtem
Wind. Sprung 5 (auch iweder mit Karsten) war nicht ganz so prall; etwas
weniger stabil, also mehr nachkorrigieren, um auszuleveln. Dann hatte
ich
mal wieder die Beine nicht so, wie sie sein sollten -
Rückwärtsfahrt,
bevor ich es schnallte und gegensteuerte :-) Die Werte: Exit: 4075m,
Depl.Alt:
875m, FF-Zeit: 53s, Avg.Speed: 232km/h, Max.Speed: 277km/h. Der
Abschlussprung
sollte solo gehen (Sitzhaltung verbessern), aber Arne war gekommen und
wir hupften gemeinsam. Da auch er noch anfängt, musste ich mich
öfter
auf den Rücken legen, aber er korrigierte gut nach und levelte
auch
recht schnell per Standup, so dass wir in der 2. Hälfte recht gut
beieinander waren. Das klappte so gut, so dass ich auch bewusst meine
Haltung
i.B. auf Vorwärtsfahrt steuerte, sehr schön. Die Werte: Exit:
4050m, Depl.Alt: 900m, FF-Zeit: 52s, Avg.Speed: 230km/h, Max.Speed:
262km/h
Dazu noch eine nette Landung; ein sehr schöner Sprungtag bei super
Wetter klang aus.
- 26.4.: Vier Sprünge. Sprung #1
eröffnete
einen
richtig schönen Tag. Der Exit fühlte sich super an -
allerdings
filmte Vize... irgendwie eine Mischung aus floating exit und
Sitzhaltung
mit stark gewinkelten Beinen. Bei den nächsten Hopsern beachtete
ich
das und tatsächlich gings plötzlich deutlich besser :-) Den
Sprung
machte ich ganz auf ruhig: Bewusste Sitzhaltung, 90°-Kontrolle,
Vorwärtsfahrt
und eine Drehung. Schöne Schnüffelöffnung und eine
sportliche
Landung, gutes Gefühl :-) Die Werte: Exit: 3975m, Depl.Alt: 850m,
FF-Zeit: 53s, Avg.Speed: 232km/h, Max.Speed: 249km/h. Selbst das Packen
ging flott; wenns mal stimmt, dann richtig. So gings übrigens den
ganzen Tag weiter; jedes Mal um oder unter 15 Minuten, na bitte. Der
zweite
Sprung dann mit Arne. Exit etwas wirbelig, aber wir hatten uns relativ
rasch und Arne war diesmal deutlich besser unterwegs - kaum Ausgleichen
nötig, 2x sogar musste ich im Standup hinterher :-) Sehr
schöne
Steilspiralen (Kappe tauchte unter mir weg, hehe) und zur Landung
suchte
ich mir etwas Abstand und übte mit Schwung den Flareweg zu
verlängern.
Die Werte: Exit: 4050m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 56s, Avg.Speed:
230km/h,
Max.Speed: 266km/h. Bei Sprung #3 juchterte ich mit respektvollem
Abstand
einer 5er-Hybridgruppe hinterher. Tobi hatte seinen 400. und
hängte
sich bei Arne, der auf dem Bauch unterwegs war, im Standup an den
Brustgurt.
Sah beim Hinterherschauen richtig c00l aus. Auch das Bier schmeckte gut
- mal sehen, wann wir Tobi die Torte ins Gesicht drücken :-)
Danach
schöner Abgang und viel bewusstes Fliegen mit Sichtkontrolle, ob
überall
90° herrschen; dazu noch einen richtig langen Standup, testweise
mal
mit etwas breiteren und mal mit engeren Beinen. Dazu noch eine
schöne
Sicht, was will man mehr. Die Werte: Exit: 4025m, Depl.Alt: 800m,
FF-Zeit:
55s, Avg.Speed: 230km/h, Max.Speed: 262km/h. Der Abschlusshupfer war
dann
nochmals das Gleiche: sauberen, schnellen Exit ohne Wegkippen, danach
sauber
Sitzen und Standup mit gesteuerten Drehungen - Auftrag von Jörn.
Nachdem
ich das schon vorher probiert hatte, klappte es diesmal recht gut,
allerdings
nahm ich die Arme schön weit raus, so dass ich stabiler (jedoch
auch
etwas langsamer) war. Auch diesmal hatte ich einen kurzen Heimweg, also
3 schöne Steilkurven und weiteres Feilen an Landungen mit einem
möglichst
langen Flare möglichst dicht über dem Boden. Man(n) ist ja
auch
nur ein Mensch... ;-) Die Werte: Exit: 4075m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit:
55s, Avg.Speed: 230km/h, Max.Speed: 248km/h. Der Abend klang, wie
üblich,
mit netten Gesprächen und Jubiläumsbier aus.
- 28.4.: Montag. Arbeit fängt wieder an.
Wie
schön,
wenn man gleich danach auf der Dropzone vorbeischauen kann und
springen.
Nach einigem Warten gings hoch - und da kaum Lizenzspringer unterwegs
waren
und die AFF-Gespanne nach uns sprangen, ging ich als erster raus.
Dreimal
an diesem Tag. Alle drei Sprünge waren einfach nur goil. Exit
klappt
gut, danach sauberes, entspanntes Sitzen. Beim 1. Sprung saß ich
erstmal gemütlich und schaute mir mittels Drehung im Sitzen die
Landschaft
an. Danach machte ich noch etwas Speed, indem ich mich in einer Art
Stilsprung-Haltung
hinkauerte, nicht schlecht, der Mittelwert wurde schön nach oben
getrieben
;-) Die Werte: Exit: 4025m, Depl.Alt: 775m, FF-Zeit: 54s, Avg.Speed:
241km/h,
Max.Speed: 246km/h. Beim 2. Sprung dann bewusste, ständige
Höhenkontrolle
und viel Stehen mit willentlichen Drehungen. Da man dabei die Arme doch
etwas weiter rausnimmt, um Stabilität zu haben, ist der Speed
etwas
geringer, aber was solls :-) Die Werte: Exit: 3950m, Depl.Alt: 775m,
FF-Zeit:
54s, Avg.Speed: 227km/h, Max.Speed: 246km/h. Sprung 3 schließlich
mit sauberem Exit, Stehen mit 360° links, dann rechts, Drehen im
Sitzen
in bewusst neutraler Haltung und noch ein Cartwheel; dazu ständige
Höhenkontrolle. In 3500-3000m ca. war eine Schicht aus Wolken, die
für Eiskristalle sorgte - mit etwas Glück jedoch erwischte
man
eines der zahlreichen Löcher :-) und im Stehen pieken die Dinger
eh
viel weniger. Die Werte: Exit: 3975m, Depl.Alt: 800m, FF-Zeit: 53s,
Avg.Speed:
233km/h, Max.Speed: 254km/h. Am Schirm probierte ich, da der Luftraum
erstmal
mein war, viel aus: sehr schnellen Höhenabbau, präzisen
Landeaufbau
mit Landung möglichst dicht an der Beerline. Hatte es beim ersten
Male noch Jörg erwischt - der musste aber einem langsamen Schirm
ausweichen
- hatte ich beim 2. Sprung die Wahl: entweder den schönen
Landeflare
weiterziehen und schön weich landen (und den Kasten Bier
rausrücken,
da eben 2m hinter der Beerline) oder brutal heruntergehen und
aufkacheln
mit Verletzungsgefahr. Tja, dann lasst es Euch mal gut schmecken ;-)
Auch
das Packen machte Spaß und ging schnell, was für ein toller
Nachmittag, der dann am Abend mit Rostbrätel und Roster im
Doppeldecker
ausklang.
- 2.5.: Eigentlich war
Canopy
Flight
Seminar angesagt, aber da das Wetter doch recht gut war, wollten die
meisten
dann lieber 4000m-Sprünge machen... :-) Auch die heutigen drei
Sprünge
waren herrlich. Ordentlicher Exit und jeweils das Programm gut
abgearbeitet.
Sprung 1: Erstmal sauber hinsetzen, ja, alles 90°. Danach Drehungen
im Stehen - links/rechts je 360°, geht noch, hehe. Dann noch ein
Cartwheel,
naja... Programm schon zu Ende und erst 2000m? Also dann noch eine
Sitzdrehung
und noch faul rumsitzen und die Landschaft anschauen. Bei der Landung
war
vorn großes Getümmel, also lieber etwas weiter hinten
gemütlich
landen. Die Werte: Exit: 39255m, Depl.Alt: 800m, FF-Zeit: 52s,
Avg.Speed:
233km/h, Max.Speed: 251km/h. Bei Sprung 2 machte ich dann das gleiche
Programm,
jedoch diesmal drei Cartwheels (die bremsen etwas, wie man an den
Werten
sieht ;-) und setzte mich zum Schluss aber auch nochmal etwas hin. Es
gab
eine Wolkendecke in sehr großer Höhe (u.a. war ein
22°-Halo
um die Sonne zu sehen) und die Landschaft war in ein unwirkliches Licht
getaucht. Da es zudem sehr klar war, konnte man viel beobachten und ich
sah u.a. meine Schule aus dem Freifall :-) Die Werte: Exit: 3925m,
Depl.Alt:
825m, FF-Zeit: 53s, Avg.Speed: 227km/h, Max.Speed: 248km/h.Für
Sprung
3 bekam ich neue "Hausaufgaben" von Crazyboy Jörn. Exit,
hinsetzen,
Speed aufnehmen und 2x Salto rückwärts sowie 2x Salto
vorwärts;
nach jedem Salto wieder ruhig hinsetzen und Speed neu aufbauen. Im
Gegensatz
zumn Bauchfliegen gingen die Vorwärtssaltos deutlich besser, hehe.
Sah sicher noch nicht besonders elegant aus, aber ich hielt die
Richtung
und saß gleich wieder. Danach hatte ich noch 300m "Zeit" und
machte
Vorwärtsfahrt in Richtung Flugplatz. Die Bauchfluglage vor dem
Pullen
brauchte auch Verbesserung, in letzter Zeit hatte ich mir da eine zwar
stabile, aber arg schlamperte und zudem langsame Haltung
angewöhnt.
Also wieder mal schöne Banane - oder eben "durch den Gartenzaun
pull(er)n"
:-) Die Werte: Exit: 4000m, Depl.Alt: 850m, FF-Zeit: 53s, Avg.Speed:
225km/h,
Max.Speed: 246km/h. Beim Landen hatte ich, da wir des Windes und der
großen
Zeitverzögerung beim Exit der beiden ersten Formationen wegen zwei
Anflüge machen mussten, Platz ohne Ende und spielte etwas rum:
allerdings
riet mir Chris, bei stärkerem Wind, auch wenn man den Platz
für
sich alleine hat, keinen Vollkreis mehr überm Landegebiet zu
drehen
- wieder was gelernt. Ein schöner Tag klang mit dem üblichen
Bierchen aus - alle AFF-Schüler haben graduiert, lecker :-)
- 4.5.: Vier Sprünge an einem herrlichen Tag
voller Sonnenschein
und mit unverschämt viel blue sky. Luft wie Samt und Seide, und so
klar: Man konnte bis zum Brocken schauen und im Freifall in aller Ruhe
in der "Freizeit" die Landschaft betrachten. Einziger Wermutstropfen:
Viel
Sprungvolk auf dem Platz, man kam im Schnitt in jeden vierten(!) Lift.
Aber die Zwischenzeit kann man ja auch sinnvoll verbringen. Sich
sonnen,
schwatzen, oder anderen beim Packen helfen. Natürlich keinem
Sprungschüler,
sondern Lizenzspringern. Das klingt doof? Ganz und gar nicht, denn
dabei
muss man erklären und so verdeutlicht man sich das eine oder
andere
selbst nochmal besser und stellt diesen oder jenen Kniff/Handgriff in
Frage.
Lerne, indem Du Dein Wissen weitergibst. Das hätte ich vor einem
Jahr
nicht gedacht... :-) Doch nun zu den Huppern. #1: Sauberer Exit, dabei
legte ich mich willentlich auf den Rücken, um dem nachfolgendem
Springer
beim Exit zuzusehen, hinsetzen, danach dann 2x Salot
rückwärts,
2x Salto vorwärts und dann noch ein Cartwheel und zum Abschluss
sauber
Hinsetzen und die Landschaft anschauen. Beim Landen fast ohne Wind
hatte
ich zu tun, die Beerline kam dann doch nahe und ich bremste etwas
stärker
ab; jedoch keineswegs fahrlässig, keine Sorge ;-) Die Werte: Exit:
4000m, Depl.Alt: 875m, FF-Zeit: 53s, Avg.Speed: 227km/h, Max.Speed:
241km/h.
Sprung #2: Exit soweit OK, hinsetzen, dann ein Salto
rückwärts,
einer vorwärts, ein Cartwheel, eine 360°-Drehung im Stehen und
Sitzen mit bewusster Vorwärtsfahrt. Schnüffelöffnung vom
Feinsten, ganz sauber im Heading geblieben, schmatz... Dafür
wieder
eine etwas hastige Landung: bissel zu hoch mit Flaren angefangen, da
ist
irgendwann der Lift aufgebraucht und setzt etwas schnell auf dem Boden
auf... :-) Die Werte: Exit: 4000m, Depl.Alt: 800m, FF-Zeit: 55s,
Avg.Speed:
221km/h, Max.Speed: 238km/h. Sprung #3: Suuuupi Exit, gleich
sitzengeblieben,
danach das gleiche Programm nochmal und danach gaaanz entspannt
hinsetzen
und dem lieben Fallschirmspringergott huldigen und die schöne
Landschaft
im Wechsel mit dem Höhenmesser anschauen. Schöne Schirmfahrt
mit schöner Landung. Die Werte: Exit: 4000m, Depl.Alt: 825m,
FF-Zeit:
54s, Avg.Speed: 229km/h, Max.Speed: 254km/h. Sprung #4: Mit Arne.
Gemeinsamer
Exit - bissel verwirbelt, aber schnell gefangen, danach eine Weile
ausgleichen,
da er noch wurstelte und z.T. in der Badewanne lag, in der zweiten
Hälfte
gings ganz gut und nun war ich es, der die Rückwärtsfahrt des
Gegenüber ausgleichen musste, hehe. Ein schöner Sprung mit
einer
super Schirmfahrt und schöner Landung zum Schluss. Die Werte:
Exit:
4025m, Depl.Alt: 850m, FF-Zeit: 54s, Avg.Speed: 224km/h, Max.Speed:
240km/h.
Mit dem obligaten Bierchen klang der Abend aus.
- 11.5.: Sechs schöne Sprünge an einem
Tag
mit schönem
Wetter, was will man mehr. Die Chefin der Aero war zu Besuch und wir
haben
sie nicht enttäuscht ;-) Sprung #1 war "Übung und Festigung"
- Exit, danach ordentlich hinsetzen, Salto vorwärts, Salto
rückwärts,
Cartwheel, 360°-Drehung links im Stehen, klappte alles recht
ordentlich.
Lediglich bei der (Nullwind)Landung gings etwas hastig zu, im feuchten
Gras machte ich einen Hofknicks :-) Die Werte: Exit: 3950m, Depl.Alt:
825m,
FF-Zeit: 51s, Avg.Speed: 230km/h, Max.Speed: 253km/h. Der Speed ist
zwar
nicht so super, aber bei den vielen Transitions noch verständlich
- daran muss ich aber arbeiten, wie sich bei Sprung #2 zeigte. Mein
erster
Vierer. Und gleich im Freeflying. Mit Katja, Stasi (toller Spitzname,
ich
weiß ;-) und Arne. Ich hatte mir meinen Lieblingsplatz - den
"Videoplatz",
außen rechts an der Tür - gesichert. Bei Exit verwirbelte es
mich mal wieder (das ist der absolute casus knactus, grummel) und zupp,
waren Katja und Stasi 20-30m unter mir und... sauschnell! Ich hatte
große
Mühe, mich im Stehen heranzuarbeiten, konnte die beiden jedoch
beobachten.
Sobald ich mich setzte, wurde der Abstand wieder größer,
sorte
sorte. Trotz allem viel Spaß, bis auf die Landung, bei der ich
gerne
etwas schlittern wollte und dabei prompt auf den Hintern fiel... Die
Werte:
Exit: 4000m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 52s, Avg.Speed: 238km/h,
Max.Speed:
251km/h. Also war erstmal rumfragen angesagt, wie ich meine
Reisegeschwindigkeit
erhöhen kann; Nine und Steffen wussten ein paar Tips, jedoch wird
da ein Instructordive mit Jörn fällig, um noch Reserven
aufzuspüren
- vor allem aber wegen des dammichten Exits. Sprung #3 ging "nur" mit
Arne
raus: über die rechten Hände gelinkt. Ein lustiges Helter
Skelter
war angesagt, einfach nur goil, nach ca. 10s setzten wir uns hin und es
war leveln angesagt sowie zusammenbleiben (also Arne
Rückwärtsfahrt
ausgleichen), zum Schluss gelang es Arne erstmals, mich etwas
abzuhängen,
der Strolch ;-))) Dafür gabs eine feine Schirmfahrt und Landung.
Die
Werte: Exit: 3875m, Depl.Alt: 800m, FF-Zeit: 50s, Avg.Speed: 227km/h,
Max.Speed:
240km/h. Sprung #4 ging auch wieder mit Arne, diesmal ungelinkt und wir
wollten versuchen, so dicht wie möglich zusammenzubleiben. Diesmal
machte ich es Arne aber schwerer nach Helens Motto "There's no low in a
formation" und bremste nicht besonders herum. Bei 2500m allerdings
machte
ich ein Cartwheel, so dass er etwas herankam, ansonsten konzentrierte
ich
mich darauf, Arne zu beobachten, den Höhenmesser schön
schnell
abzulesen und den horizontalen Abstand konstant zu halten und nebenbei
die Landschaft zu genießen. Nach einer schönen Schirmfahrt
war
ich beim Landen dann etwas übereilt und zerrte zu zeitig voll
durch:
da war ein Absturz aus knapp einem Meter mit anschließendem
Bückling
angesagt. Naja, wenigstens kein Erdbrush :-) Die Werte: Exit: 4050m,
Depl.Alt:
800m, FF-Zeit: 55s, Avg.Speed: 229km/h, Max.Speed: 245km/h. Sprung #5
ging
dann alleine; Exit soweit OK, dann Drehen im Stehen (360° li/re)
und
danach schnelles Sitzen gemäß der Tips von Nine und Steffen.
Und siehe da, es klappte. Zudem noch eine nette Schirmfahrt und
Landung.
Die Werte: Exit: 4000m, Depl.Alt: 750m, FF-Zeit: 53s, Avg.Speed:
240km/h,
Max.Speed: 264km/h. Sprung #6 ergab sich noch kurzfristig mit der
nächsten
Maschine, da die erst ca. 25min später startete und ich in knapp
13min
mit Packen fertig war (übrigens gabs einen neuen Rekord: 12min -
mal
sehen, wann die 10min wackeln) Beim Exit war ich allerdings zu sehr
beschäftigt,
dem Teppichfritzen die
Zunge
zu zeigen und dem Flugzeug hinterherzuschauen, so dass ich ein wenig
Kobolz
schoss, danach aber viel Stehen und viel Sitzen (as fast as possible,
yo
man), wobei ich in aller Ruhe die Sitzposition kontrollierte,
versuchte,
so entspannt wie möglich zu sitzen und Vor- und
Rückwärtsfahrt
übte. Am Himmel war schön Platz, so dass ich mal wieder nach
Herzenslust herumspiralen konnte. Beim Einschweben war ich jedoch etwas
zu optimistisch und machte vor allem die "letzte Kurve links" etwas zu
dynamisch, so dass der Schirm kräftig Höhe wegsoff... das
wird
eine Beerline... oder doch nicht? Und tatsächlich schaffte ich es,
vor allem dank eines richtig schönen Flares, hehe. Da bierdurstige
Gejohle vor der Halle schlug jäh in enttäuschtes Maulen um,
harhar.
Die Werte: Exit: 3975m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 52s, Avg.Speed:
238km/h,
Max.Speed: 256km/h. Zum Schluss gabs noch ein Lob von Uli für den
Landeflare - vielleicht wirds ja nun wirklich so langsam auch bei
Nullwind.
Das übliche Feierabendbierchen und Plaudereien ließen den
Tag
nett ausklingen.
- 17.5.: Aldi-Springen in Gera. Das heißt,
17
Euro für
ein 4000m-Ticket. Und zum Glück nicht das ganz typische
Aldi-Wetter,
sondern nur Regenschauer mit blue sky zwischendrin, so dass es für
7 Sprünge reichte.Noch dazu stand die D-IVER, eine Twin Otter, zur
Verfügung. Eine zweimotorige Maschine, mit der es schön
schnell
hochgeht und sie kann bis zu 21 Springer fassen in Zweierreihen. Sprung
#1 war solo, mit dem "Kürprogramm" (oder doch Pflichtprogramm? ;-)
Also Exit, Salto vorwärts, rückwärts, Cartwheel, Drehen
im Stehen, stabil sitzen und die Landschaft beobachten. Klar, dass die
Geschwindigkeit nicht ganz so groß war. Die Werte: Exit: 3975m,
Depl.Alt:
850m, FF-Zeit: 52s, Avg.Speed: 230km/h, Max.Speed: 245km/h. Sprung #2
war
im Wesentlichen das Gleiche, allerdings nur mit einem Cartwheel. Die
Werte:
Exit: 4050m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 53s, Avg.Speed: 235km/h,
Max.Speed:
248km/h. Na bitte, schon schneller ;-) Sprung #3 war ein Gorilla-Exit
(bei
dem man sich mit den Beinen aneinander andockt) mit Carsten aus
Merseburg
- lustig, lustig. Zudem kam - auf dem Kopf - Christoph aus Dresden mit.
Nach der Separation bleib Carsten leider etwas zurück, so dass
Christoph
und ich uns aufeinander konzentrierten und schön zusammen flogen:
Das war ja so goil. Die Werte: Exit: 3900m, Depl.Alt: 800m, FF-Zeit:
51s,
Avg.Speed: 232km/h, Max.Speed: 243km/h. Sprung #4 mit gleicher
Besetzung
und gleichem Programm. Christop und ich blieben gut zusammen, Carsten
war
auch dicht bei uns, viel Spaß. Die Werte: Exit: 4075m, Depl.Alt:
850m, FF-Zeit: 54s, Avg.Speed: 233km/h, Max.Speed: 256km/h. Nach einer
längeren Regenpause musste Carsten sich verabschieden - zum
Glück
in den Urlaub auf Gran Canaria - und so sprang ich mit Christoph:
Gelinkter
Headdown-Exit. Superherrlich, kein Zug oder Druck, flog sich schön
entspannt und danach saß ich gleich und wir levelten, um dicht
beieinander
zu bleiben. Christoph probierte Daffy aus (Beine wie beim Schreiten
geöffnet)
und flog superstabil, so dass ich mich auf ihn konzentrieren konnte.
Leider
kein Griff, aber das war auch schon die Kritik: Vor allem wars nur
super
:-) Die Werte: Exit: 4100m, Depl.Alt: 875m, FF-Zeit: 52s, Avg.Speed:
237km/h,
Max.Speed: 272km/h. Der nächste Sprung (#6) mit gleicher Besetzung
und Programm, und fast den gleichen Werten: Ich hätte tagelang so
weiterspringen können, zumal wir schön dicht zusammen blieben
und das Griff-Nehmen so langsam in Sichtweite kam. Die Werte: Exit:
4175m,
Depl.Alt: 850m, FF-Zeit: 55s, Avg.Speed: 235km/h, Max.Speed: 256km/h.
Der
letzte Sprung des Tages war ein Dreiergespann: Headdown-Exit mit
Christoph
und Peter Kolditz - selbst der blieb total entspannt, ohne Zug und
Druck,
ich war schwer beeindruckt. Nach dem Loslassen saß ich gleich,
war
aber so übereifrig, zu Christop zu kommen, dass ich den
Oberkörper
mal wieder vor nahm... Rückwärtsfahrt. Christoph glich aus,
aber
Peter hatte das Nachsehen. Wir beide waren dann wieder schön
beisammen
und nach einiger Zeit merkte ich auch, was faul war. Peter hatte uns
dann
fast, aber leider war die Höhe alle: Separation. Die Werte: Exit:
4125m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 55s, Avg.Speed: 233km/h, Max.Speed:
254km/h.
Schirmfahrt, Landung? Dank ordentlichem Wind alles ein Kinderspiel und
weil der Michael so schön präzise abgesetzt hatte, kam auch
jeder
gut zum Platz zurück. Am Abend dann war noch Aldi-Fete beim
Kneiper
vom Doppeldecker, lecker Essen und Trinken für nen schmalen Euro,
so dass auch meine Karola mitkam und wir einen fantastischen Abend am
Lagerfeuer
bis in die späte Nacht hatten :-)
- 18.5.: Aldispringen geht halt über zwei
Tage,
das muss
man ausnutzen. Also auch am Sonntag raus... Und trotz der
Regengüsse
dazwischen reichte es für 5 Sprünge. :-) Sprung #1 war Lift
#3
und ging erst kurz vor Mittag - Warten auf besseres Wetter war nach
Lift
#1 und 2 angesagt, grrr... Dann aber endlich hoch und ich sprang
gorillamäßig
mit Falko raus. Leider fiel er schnell nach der Trennung auf dem Bauch
und blieb auch auf selbigem, sogar mustermäßig
durchgedrückt.
Eine Weile wartete ich auf dem Rücken liegend, ging dann aber
etwas
zur Seite und stellte mich hin und kellerte bis 1300m herunter. Dank
starken
Windes Zehenspitzenlandung, hehe. Die Werte: Exit: 3975m, Depl.Alt:
875m,
FF-Zeit: 53s, Avg.Speed: 225km/h, Max.Speed: 269km/h. Sprung #2 war mit
einem Springer, dessen Namen ich leider vergessen habe - komisch, man
redet
sich mit Du an, springt zusammen, aber vergisst den Namen... Jedenfalls
machten wir Gorillaexit und Christoph folgte auf dem Kopf. Nach der
Trennung
waren Christoph und ich schneller und auch gleich beieinander und kamen
richtig schön dicht zusammen, kurz vor der Separation hätte
es
fast für nen Griff gereicht... Allerdings hatten wir uns beim
Leveln
zwischendurch auf einer langsameren Geschwindigkeit getroffen, hehe.
Die
Werte: Exit: 4000m, Depl.Alt: 775m, FF-Zeit: 53s, Avg.Speed: 230km/h,
Max.Speed:
238km/h. Sprung #3 ging mit Torsten, auch Gorilla-Exit. Wir saßen
schön, allerdings drehte es uns zum Schluss hin doch etwas, so
dass
wir auflösten. Leider fiel Torsten etwas auf den Bauch und blieb
zurück
- ich blieb sitzen und er stand, kam aber leider nicht sehr dicht
heran.
Zumindest aber blieben wir auf dem Punkt zusammen, vertikal betrachtet.
Ab 1800m stellte ich mich dann hin, gab schön Gas und trackte dann
ab 1500m gewaltig weg. Auch hier wieder richtig schöne Schirmfahrt
und Landung, ich liebe Wind :-) Die Werte: Exit: 3975m, Depl.Alt: 800m,
FF-Zeit: 53s, Avg.Speed: 232km/h, Max.Speed: 245km/h. Sprung #4 -
wieder
nach einer langen Regenpause - war mal wieder solo und ich hatte mir
vorgenommen,
mal so richtig auf Speed zu machen. Dazu probierte ich mal wieder den
Exit
so, dass ich den relativen Wind auf den Rücken nahm... und schon
schaute
ich mir das Flugzeug von unten an. Aber zum Glück kam ich ohne
Trudeln
dann gleich ins Sitzen und ab ging die Post, sauber sitzen und dann
stehen,
stehen, stehen. Zum Schluss war ich so schnell, dass ich Mühe
hatte,
ins Sitzen zu kommen :-))) Die Werte: Exit: 4050m, Depl.Alt: 850m,
FF-Zeit:
51s, Avg.Speed: 251km/h, Max.Speed: 278km/h. Der Abschluss (#5) war ein
Trackdive (siehe dazu auch die FAQ von mir)
mit
Beerchen als Leader. Beim exit - ich hatte hinten gesessen - kam ich
relativ
spät heraus, zumal einige Leute davor auch nicht so sehr Betrieb
gemacht
hatten. Dadurch kam ich zwar halbwegs auf Höhe mit Beerchen, war
aber
zu hoch und wollte nicht unbedingt herunterstechen, so dass ich mich
darauf
beschränkte, die Gruppe um Beerchen (Jörn, Tobi und dann noch
Korki) zu beobachten. Im Vergleich zu den letzten Trackdives lag ich
richtig
schön stabil in der Luft - kein Wippen, kein Wackeln und hatte
nach
der Separation dann Mühe, mich halbwegs herunterzubremsen,
wahrscheinlich
hatte ich deshalb einen Linetwist (aber nur 1x). Schirmfahrt und
Landung
waren richtig schön.Die Werte: Exit: 4400m, Depl.Alt: 700m,
FF-Zeit:
74s, Avg.Speed: 172km/h, Max.Speed: 190km/h. (Schade, dass man den
Horizontalvortrieb
nicht messen kann.) Mit einem Bierchen klang ein schönes
Wochenende
aus.
- 24.5.: Sonnabend. Der Vormittag gehörte
unserer Tochter
Korina - eine neue Couch nach Jena schaffen. Danach noch dies und das
für
die Schule vorbereiten und um 14 Uhr gings zur Namensverleihung der 14.
Grundschule, die nunmehr "Am Bieblacher Hang" heißt. Kurz vor 16
Uhr waren Programm und Festakt sowie Rundgang beendet und es zog mich
auf
den Platz. Aber oha, was ist denn das... kaum jemand da? Vielleicht war
das Wetter zu schön? Noch dazu waren die meisten Bauchflieger zum
Wettkampf in Kassel. Naja, auf alle Fälle reichte es für drei
Sprünge. #1 mal wieder solo, mal wieder den Wind auf den
Rücken
genom...paff, drehts mich, aber recht fix sitze ich. Trotzdem - wo nur
ist der Wurm drin? Togal, schön entspannt sitzen und stehen, dabei
ein paar Drehungen machen und bei schönem Wetter die Gegend
anschauen.
Schirmfahrt und Landung machen auch so richtig Spaß, nur nicht
die
Wärme am Boden... :-) Die Werte: Exit: 3925m, Depl.Alt: 775m,
FF-Zeit:
50s, Avg.Speed: 245km/h, Max.Speed: 259km/h. Sprung #2 mit Beerchen -
Vorführeffekt
beabsichtigt und tatsächlich eingetreten, nur nicht, wie
beabsichtigt.
Als Floater heraus; ich konzentriere mich nur auf Michael und peng,
wirbelt
es mich herum, verdammt! Klar, dass danach auch nichts mehr recht will:
Ich habe anfangs gewaltig Rückwärtsfahrt und bin auch nicht
sehr
stabil. Immerhin schaffe ich es, ordentlich zu leveln. Trotz einer
schönen
Schirmfahrt + Landung grummele ich vor mich hin. Die Werte: Exit:
3925m,
Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 51s, Avg.Speed: 232km/h, Max.Speed: 241km/h.
Dann
Sprung #3, der Sunsetload. Ein Tubedive und ich kann mit. (Doch, das
macht
mich schon ein wenig stolz.) Noch dazu einer mit 10 Mann und der
Teppichfritze André
Hofmann ist der Tubist. Exit ganz neu - vornüber heraus und
fix
sortieren; siehe da, es klappt soweit. Hier ein Bild.
Ich bleibe sicherheitshalber in einigem Abstand, kann aber schön
mitleveln
und beobachte u.a. Tobi, wie er
bei
André einen Griff nimmt (neidisch werd ;). Leider ist viel zu
schnell
Schulz und wir separieren, wobei ich den Plan übererfülle und
bis 850m tracke... :-) Die Werte: Exit: 4150m, Depl.Alt: 625m, FF-Zeit:
58s, Avg.Speed: 230km/h, Max.Speed: 259km/h. Ein Wort nur: GEIL. Am
Abend
gibts dann big party, wir feiern Crazyboy
Jörns 30. Geburtstag und ein bissel auch schon darauf, dass es
"Freefly"
(dem Baby, das in Crazygirl Nines Bauch unterwegs ist) gut ergehen
möge.
(Hier ein Bild von Nine mit
"Freefly",
wie sie gerade auf Jörn beim Swoopen wartet.) Lecker Essen und
Trinken,
dazu schönes Lagerfeuer von Firemaster Michael, (hier ein Bild
mit Hoschi) so schön kann das ganze Drumherum sein :-)
- 25.5.: Schnell heraus auf den Platz - für
den
Nachmittag
sind schwere Gewitter, vielleicht sogar die Sintflut, angesagt.
Pustekuchen
- so dass sechs Sprünge das Konto belasten. Langsam muss ich mir
mal
Gedanken machen, was ich so alles versetzen kann - meine
vollständige
Sammlung der Beavis and Butt-Head Comics? Sprung #1 geht allein raus.
Exit
mit Rücken zum Wind mal wieder probiert und mal wieder eine Rolle
in der Luft, danach dann Sitzen, Stehen, Drehen im Sitzen und
Höhenmesser
ablesen. Beim Landen ein schön langer Flare, schmatz. Die Werte:
Exit:
3925m, Depl.Alt: 800m, FF-Zeit: 50s, Avg.Speed: 241km/h, Max.Speed:
264km/h.
#2 geht mit Arne und da ich partout nicht floaten will und mich zudem
nur
auf Arne konzentriere, habe ich erst mal etwas zu tun. Danach sitzen
wir
beide da und leveln. Beim cartwheelen haut es Arne auf den Bauch und
ich
bremse etwas, doch dann kommt der Strolch hammermäßig im
Standup
herunter, Respekt. Ich hab zu tun, die Fahrt aufzunehmen :-) Bei 1500m
Separation und tracken (oha, besser durchbiegen, das war etwas flach
und
ich fühle mich wie ein Flitscherstein auf dem Wasser :-) Die
Werte:
Exit: 3950m, Depl.Alt: 775m, FF-Zeit: 51s, Avg.Speed: 245km/h,
Max.Speed:
275km/h. #3 wieder mit Arne. Ich will mir keine Blöße geben
und... Wirbelexit mit Spinnifex vom Feinsten, verdammt. Danach gehts
halbwegs
und wir leveln, wobei wir schön Fahrt machen. Naja, wenigstens
machen
Schirmfahrt und Landung Spaß ohne Einschränkungen. Die
Werte:
Exit: 3975m, Depl.Alt: 650m, FF-Zeit: 53s, Avg.Speed: 246km/h,
Max.Speed:
262km/h. #4 geht dann alleine; vorher durchdenke ich alles in aller
Ruhe.
Exit mit Rolle (seufz) aber danach gehts schön ruhig zur Sache.
Kein
großes Programm, sauber und ruhig sitzen und viel stehen. OK, im
Stehen bissel drehen und Höhe kontrollieren. Siehe da, es klappt,
sogar recht fix. Die Werte: Exit: 3925m, Depl.Alt: 750m, FF-Zeit: 50s,
Avg.Speed: 249km/h, Max.Speed: 270km/h. Da es zwischendurch aber doch
ein
paar unruhige Phasen gab, wollte ich das nicht auf
"Thermikablösungen"
schieben, sondern weiterarbeiten und also gab es Sprung #5. Der Exit
war
auch nicht ganz das Gelbe vom Ei, aber schnell war ich im Sitzen und
auch
mal am Stehen, im Sitzen mal wieder kontrollierte Drehungen - na also.
Zum Schluss setzte ich mich einfach nur schön hin, Beinkontrolle
und
Blickkontrolle nach unten (goil, der Flugplatz ist fast unter mir) ob
ich
halbwegs lagestabil bin. Schien halbwegs so. Beim Packen hatte ich wohl
etwas geschlumpert - anderthalbmal eingedreht, hehe. Der Wind hatte
etwas
aufgefrischt, so dass erhöhtes Nachdenken in Bezug auf "wo darf
ich
hin und wo nicht" angesagt war. Vor allem aber sind die Landungen zwar
total easy und sehr weich, aber eben ohne langen Flareweg, wenn man
nicht
grade ein Badetuch fliegt. Aber dafür ist ja noch Zeit :-) Die
Werte:
Exit: 4050m, Depl.Alt: 775m, FF-Zeit: 52s, Avg.Speed: 241km/h,
Max.Speed:
259km/h. Der Abschluss war ein... Trackdive? Tubedive? Da es Arnes
100. Sprung war, entschied er: Tube. Zuerst Aufstellübung an der
Attrappe.
(Im Bild v.l.n.r.: Jörn,
Jörg,
Tobi, Arne, ich, André, unbek., Katja, Norbert) Dann schnallte
sich
André den Stoffschlauch um den Huf und hoch gings: Eine fette
Menschentraube
hüpfte aus der Maschine und ich saß recht fin und ... zupp,
zog ich am Teppichfritzen vorbei? Kunststück, er schaute sich
erstmal
um. Mit einem Male aber zog er ab wie Schmidts Katze und trotz
sofortigen
Standups hatte ich mörderlich zu tun, hinterherzukommen. Dabei
musste
ich mich entscheiden, ob ich höhenmäßig dranbleibe oder
lieber im Sitzen bin und den Abstand halte (im schnellen Stehen muss
ich
auch an der Lageneutralität feilen), aber der Abstand blieb
erträglich
und nach einiger Zeit konnte ich sogar wieder sitzen und mich ein
bissel
heranbaggern (hehe, super). Hier ein Bild.
Warum es so schnell ging? André hatte sich an Norbert
orientiert.
Der ist nicht nur Dentist, sondern auch beachtlich gewichtig, so dass
er
selbst im Sitzen schwuppdischnell ist. Beim nächsten Male werden
wir
ihm am besten eine Drogue wie bei den Tandems verpassen :-) Leider war
irgendwann die Höhe aufgebraucht und alle separierten brav. Ich
hatte
die Glückskarte gezogen und - diesmal wieder mit anständiger
Öffnung - hing nahe dem Platz. Die Werte: Exit: 4525m, Depl.Alt:
725m,
FF-Zeit: 59s, Avg.Speed: 241km/h, Max.Speed: 259km/h. (Nochmal
schneller
als gestern, hehe) Nach einer schönen Schirmfahrt mit offenen
Augen
(viele Kappen zur gleichen Zeit am Himmel) gabs ein Bierchen, die
Videos
wurden ausgewertet und dann noch fix gepackt. Dank Freeflyweek gehts ab
Mittwoch weiter.
- 28.5.: Nach dem Einkaufen fürs
verlängerte WE gehts
auf den Platz - und dort geruhsam zu. Ist halt ein Werktag. Der erste
Sprung
ist gleich ein Instructordive mit Jörn
und ich zeige, was ich so kann. Rolle vorwärts, Rolle
rückwärts,
Cartwheel und schön leveln, da klappt alles recht gut. Leider
hängen
wir weit draußen, ich tracke noch dazu vom Flugplatz weg und dann
auch noch eine Schnüffelöffnung vom Feinsten: also in die
hinteren
Tragegurte gehängt und... auf dem Feld nebenan gelandet. In 10m
Höhe
sehe ich die Bescherung - RAPS. Ich flare so spät wie möglich
(als die Beine den Raps berühren), aber trotzdem ists unangenehm
und
ich schlurfe mühsam aus dem Feld. Zum Glück ist außer
ein
bissel grünen Streifen an der Hose nix weiter und ich packe
schnell
den Schirm. Chris rät mir dann, bei Mitwind-Heimweg lieber den
Schirm
zu bremsen, das bringt durch den geringen Höhenverlust trotz
geringerer
Geschwindigkeit in Folge des Rückenwinds mehr als der optimierte
Gleitwinkel
beim Greifen in die hinteren Tragegurte. Die Werte: Exit: 3975m,
Depl.Alt:
750m, FF-Zeit: 53s, Avg.Speed: 233km/h, Max.Speed: 251km/h. Sprung #2
ist
ein Freefly-Neuner mit Norbert (der hat seinen 200. Sprung) und
Christine
(es ist ihr 100.), die rot-weißes Band als "Pfosten" für ein
Indyrace halten. Hier ein Foto vom Exit.
Selbiger klappte bei mir nicht ganz so, vor allem aber falle ich beim
Standup
seit längerer Zeit mal wieder auf den Bauch, so dass ich zwar noch
herankomme, aber es nicht mehr für eine Runde reicht. Trotzdem
sieht
es richtig gut aus, die bunten Hosen beim Carven zu beobachten. Dann
schön
Tracken, in 1000m öffnen und gemütlich zurück. Die
Werte:
Exit: 4000m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 52s, Avg.Speed: 235km/h,
Max.Speed:
262km/h. Der dritte Sprung des Tages geht mit Korki, Beerchen und Costa
raus. Beerchen und Costa im Trainexit, relativ lange, so dass ich als
Hinterherspringer
sie überhole und mich zunächst etwas wundere, wo sie bleiben.
Beim Umschauen vergesse ich, neutral zu sitzen und habe dann doch so
15-20m
Abstand, kann aber schön mithalten und komme noch etwas heran,
sehr
schön. Dann noch eine schöne... Beerlinelandung, das war
etwas
zu optimistisch angesetzt :-) Die Werte: Exit: 3925m, Depl.Alt: 825m,
FF-Zeit:
51s, Avg.Speed: 237km/h, Max.Speed: 258km/h. Also nach dem
Abschiedsplausch
nochmal schnell zum Supermarkt: Aber ich kaufe lieber ein paar Buddeln
Rotwein, denn die Mädels mögen nicht alle Bier und an sie
denkt
selten jemand.
- 29.5.: Himmelfahrtsspringen - vier
Sprünge.
#1 ein Solo,
Exit mit der üblichen Verwehung, dann aber schnell stabil gesessen
und bissel gestanden, dazu Drehungen und Salti. Am Schirm kurbelte ich
mich ziemlich herunter und vergaß, dass bei stärkerem Wind
schnell
mal jemand, der vor dem Vollkreis noch 100m tiefer war, plötzlich
auf gleicher Höhe sein kann. Genau das passierte und ich war dem
André
Hofmann plötzlich doch recht nahe. Also lieber ruhig fliegen und
ständig
die Augen auf... Die Werte: Exit: 3925m, Depl.Alt: 800m, FF-Zeit: 51s,
Avg.Speed: 233km/h, Max.Speed: 243km/h. #2 mit Christine. Ungelinkt
raus
und danach erstmal richtig Chaos, da ich schnell Geschwindigkeit
aufbauen
wollte (klein machen), dann aber die Arme nicht richtig rausnahm und
den
Rücken auch nicht recht geradedrückte. Also Leiermann vom
Feinsten
und erst nach einer Weile kamen wir zum Arbeiten, was dann zumindest
halbwegs
klappte. Die Werte: Exit: 3875m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 50s,
Avg.Speed:
235km/h, Max.Speed: 254km/h. #3 wieder mit Christine, diesmal als
Trainexit,
der recht gut klappte. Danach levelten wir, Christine war z.T. auf dem
Kopf unterwegs. Schirmfahrt und Landung waren wieder recht nett. Die
Werte:
Exit: 3925m, Depl.Alt: 875m, FF-Zeit: 51s, Avg.Speed: 227km/h,
Max.Speed:
251km/h. Danach wartete ich eine Weile, um meinen 200. Sprung
vorzubereiten.
Leider kam von den Stammspringern keiner weiter mit; waren alle am
Üben
und Basteln mit Partnern. Doch zusammen mit Axel, Mike und Gerd
bastelten
wir einen schönen Vierer-Gorilla zusammen und blieben eine Weile
ztusammen.
Dann trennten wir und blieben schön zusammen, einfach herrlich.
Allerdings
hätte ich als Basis ruhig einen Tick schneller sein können -
zum Schluss bremsten wir alle viere, blieben aber sehr schön dicht
beieinander :-) Die Werte: Exit: 4050m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 52s,
Avg.Speed:
235km/h, Max.Speed: 261km/h. Danach gab ich Korki mein Gurtzeug, da er
mit einem Birdman-Suit unterwegs war und dafür einen
größeren
Schirm brauchte. Also packte ich besonders sorgfältig und Chris
bestätigte
auch, dass er symmetrisch und richtungsstabil aufging. Am Abend
saßen
wir noch eine Weile am Lagerfeuer, es gab lecker Bier und Rotwein und
schöne
Stimmung.
- 30.5.: Fünf Sprünge. Der erste solo
und
leider
war der Exit erneut die Schwäche. Zum Glück gehts nach dem
ungewollten
Rückwärtssalto schnell ins Sitzen, ich drehte etwas, um die
Landschaft
anzuschauen, dann noch etwas Stehen. Die Landung war, dank
schwächeren
Windes, schneller und schöner. Die Werte: Exit: 3925m, Depl.Alt:
775m,
FF-Zeit: 50s, Avg.Speed: 238km/h, Max.Speed: 251km/h. #2 ging als
Gorilla
raus mit Olaf, wobei wir z.T. auf dem Kopf unterwegs waren, hehe.
Danach
levelten wir (zwar recht langsam), aber schön, lediglich 1x musste
ich mich auf den Rücken legen. Die Werte: Exit: 4025m, Depl.Alt:
800m,
FF-Zeit: 53s, Avg.Speed: 230km/h, Max.Speed: 258km/h. #3 dann ein
Instructordive
mit Jörn. Exit ganz verdorben, mit Leiermann, danach Drilldive:
Jörn
gab vor und ich machte nach: 2x Cartwheel (geht noch fast wie
Fassrolle,
also üben) und 1x Rolle vorwärts. Bei den Cartwheels neige
ich
zudem zur Rückwärtsfahrt, diese konnte ich aber dann zum
Glück
ausgleichen, muss aber da noch höhere Geschwindigkeit schaffen.
Die
Werte sind leider nicht verfügbar, weil Jörg Vietze den
ProTrack
mit hatte: Er war mit seinem Birdman-Suit unterwegs. Er schaffte
über
90s Freifall und war im Mittel knapp bei 100 km/h
Freifallgeschwindigkeit.
Für die Zukunft ist das sicher mal eine interessante Variante,
zumindest
mal für gelegentliche Funjumps. Abner wie gesagt, für die
Zukunft,
denn dafür muss man schon sehr erfahren und sicher sein. Nach dem
missglückten Sprung mit Jörn war ich sehr niedergeschlagen.
Irgendwie
geht es mit diesem verk***** Exit nicht vorwärts und das lustigste
ist, dass ich den am Anfang ohne Probleme konnte - erst danach fing das
Gepurzel an. Also war erstmal - und ist noch - Nachdenken angesagt.
Für
Sprung #4 nahm ich mir nichts weiter vor: gerade raus, Rücken
gerade,
Arme weiiiit raus und danach schön viele Cartwheels üben.
Gesagt,
getan. Zumindest hatte ich ein gewisses Gefühl der Verbesserung
und
gönnte mir beim anschließenden Stehen erstmals einen
gestreckten
Überschlag nach hinten. Hey, das macht Spaß - gleich
nochmal.
Die Uhr zeigte 2000m, da saß ich dann noch locker weiter und
entspannte
- warum nicht immer so? Die Landung war etwas kitzlig, ich hatte zu
tun,
nicht die Beerline zu touchieren, zwang mich aber so, schön lang
zu
flaren, ist ja auch was ;-) Die Werte: Exit: 3975m, Depl.Alt: 775m,
FF-Zeit:
53s, Avg.Speed: 230km/h, Max.Speed: 243km/h. #5 war ein ungelinkter
Zweier
mit Costa. Der Exit war zwar nicht knackig, aber auch nicht zu lahm, so
dass wir recht schnell beisammen waren und einfach nur dicht
zusammenblieben.
Ich war froh, mit ihm mitzuhalten, denn normalerweise ist Costa sehr
schnell.
Jedenfalls blieben wir bis 1400m stabil zusammen, dann Tracken und in
1000m
keulen. Noch eine schöne Schirmfahrt, einschwenken und... da ist
einer,
also lieber bissel hinten anstellen... oha, das wird knapp - aber dann
gings dank sehr tiefen Flarens (mit angezogenen Beinen) doch noch gut
und
aus dem Beerlinebereich heraus :-) Chris riet mir dann, lieber nicht
"hinten
anzustellen", sondern die Höhe zu halten und zu bremsen, so dass
man
sich doch ordentlich einreihen kann. Die Werte: Exit: 4100m, Depl.Alt:
850m, FF-Zeit: 51s, Avg.Speed: 245km/h, Max.Speed: 264km/h. Mit einem
Bierchen
und netten Gesprächen klang der Tag aus.
- 31.5.: Sonnabend, mal wieder ein Tag, dies und
das
zu tun,
was unaufschiebbar ist. Zudem ist das Wetter nicht so prall. Am
späteren
Nachmittag aber spielen Wetter und Zeitreservoir zusammen und es
ergeben
sich noch zwei Sprünge. Zunächst hüpfe ich zwei
Springern
hinterher, die gelinkt herausgehen. Als ich mir den einen Kollegen am
Boden
dann genauer anschaue, sehe ich, dass er eine gute Approximation der
Extremwertaufgabe
"bringe möglichst viel Gewicht in möglichst wenig Volumen
unter"
darstellt und folglich recht fix ist. Da ich auch noch einen kurzen
Moment
später rausgehe (lieber Hände an den Rücken des innen
Sitzenden
legen...) habe ich nach einem kurzen Kobolz und anschließendem
Standup
(wow, das ging gut) trotzdem bis ca. 2200m zu tun, die Kollegen
einzufangen.
Ab da sitze ich dann da und arbeite mich heran, betrachte sie aber vor
allem fasziniert :-) Beim Separieren zische ich richtig schön fort
und schwinge mich weit ausladend herunter. Die Werte: Exit: 4000m,
Depl.Alt:
850m, FF-Zeit: 50s, Avg.Speed: 248km/h (oha!), Max.Speed: 269km/h.
Sprung
#2 ist dann der Sunsetload. Ein 7er-Tubedive mit André Hofmann
als
Leader. Exit klappt gut und trotz der üblichen
Exit-Kurzverwirbelung
komme ich schnell heran und grinse dem Teppichfritzen ins Gesicht. War
schon die vorherige Tube goil, ist das ja ein genialer Fortschritt,
mehr
haben will... Anschließend jammern einige zwar, dass es schnell
gewesen
wäre, aber interessanterweise gibt der ProTrack die gleichen Werte
aus wie beim vorherigen "schnellen" Tubedive. Gefühlte
Geschwindigkeiten
scheint es wohl auch zu geben. Die Werte: Exit: 4050m, Depl.Alt: 800m,
FF-Zeit: 52s, Avg.Speed: 241km/h, Max.Speed: 272km/h. Die Landung ist
die
erste, bei der ich - nach genügend vorherigen Übungen in
großer
Höhe - ein bissel die Frontriser nutze, um in angemessener
Höhe
mehr Speed aufzubauen und tatsächlich verlängert sich der
Flareweg
und die Landung ist butterweich :-) Am Abend gibts dann Lagerfeuer und
schöne Cebabcici, gut gewürzt vom Klubpräsi Thomas
"Agent"
Schneider; Danke auch mal hier für Deine Arbeit! Sehr
gemütlich,
viele nette Leute und Gespräche.
- 1.6.: Kindertag. Unsere
bekommen auch
kleine Geschenkchen. Kinder sind halt immer die Kinder für die
Eltern.
Folglich darf ich als Kind mir auch was schenken, nämlich ein paar
Sprünge. Es werden, da es "erst" gegen 13 Uhr losgeht, vier. #1
geht
ungelinkt und etwas hastig raus, so dass ich zu tun habe, den Anschluss
zu bekommen - also erstmal Standup, Standup, Standup... und dabei sogar
die Distanz gehalten. Danach setze ich mich hin - wow, das ist bei dem
aufgebauten Speed sehr angenehm und schaue dem Kollegen zu, der sich
mit
Headdown - Cartwheel - Sitfly etc abmüht. Viel zu schnell sind die
1500m vorbei und ich schwinge mich in großen Kurven übers
Höhenabbaufeld,
um bei der ersten Landung des Tages die Lage zu peilen, bevor ich mit
den
Frontrisern spiele :-) Die Werte: Exit: 3975m, Depl.Alt: 875m, FF-Zeit:
48s, Avg.Speed: 253km/h (wow!), Max.Speed: 267km/h. #2 ist ein
Solosprung,
bei dem ich Exit übe (hüstel...) und dann Cartwheel,
Cartwheel,
Cartwheel. Ja, die Richtung bleibt stabil und ich setze mich nochmal
schnell
hin und versuche, eine Wolke als Referenz nutzend, stabil vorwärts
zu fahren. In 1200m werfe ich mich auf den Bauch, ziehe in 1000m und
habe
eine extrafeine Schnüffelöffnung, die u.a. Uli Issel, einer
unserer
Tandemmaster, beobachtet. Beim Landen also ran an die Frontriser, aber
vooorsichtig, und tatsächlich gibts eine schöne lange
Landung.
Die Werte: Exit: 3950m, Depl.Alt: 800m, FF-Zeit: 50s, Avg.Speed:
243km/h,
Max.Speed: 258km/h. #3 ist ein Instructordive mit dem Teppichfritzen.
Beim
Exit weht uns der Wind zusammen und wir tanzen etwas Walzer. (C00l, das
dann im Video anzuschauen.) Danach drückt André mich weg
und
beim Videodebriefing sehe ich dann, weshalb ich so oft eine
Rückwärtsrolle
mache: Buckel krumm, Beine zu hoch. Na, da weiß ich doch, was ich
üben muss. Drilldive ist angesagt. Erstmal 360°-Drehung:
Leichte
Übung. Leider keine gute B-Note, da ich den Blickkontakt aufgebe.
Danach Cartwheel. Gut geklappt, aber anschließend den
Oberkörper
vorgenommen und Rückwärtsfahrt vom Feinsten. Ich wundere
mich,
wieso und sehe erst dann auf dem Video, was Phase war. Wieder was zum
Üben.
André kommt dann auf dem Kopf zu mir, ich drehe nochmal, dann
ist
das Geld alle und ich winke aus dem Standup heraus Bye-Bye und
verzische
mich. Landung mit mehr Frontrisereinsatz und der Klubpräsi staunt,
dass der Herr Kruse herumswoopt. Allerdings hebt es mich zum Schluss
ein
wenig hoch; doch ein bissel zu stark die Toggles angesetzt für
diese
Geschwindigkeit. Aber alles im grünen Bereich und sanft schwebe
ich
die letzten 1.5m herunter. Die Werte: Exit: 3925m, Depl.Alt: 875m,
FF-Zeit:
50s, Avg.Speed: 235km/h, Max.Speed: 256km/h. Der Abschluss ist ein
Trackdive
zu acht. Ich gehe auf den Videoslot. Exit klappt und ich nehme dann
schnell
Flashhaltung ein. Leider berüht mein rechter Arm Norbert - er muss
ja auch irgendwie raus - und irritiert drehe ich mich auf den
Rücken
und verliere beim Zurückdrehen weitere Höe und saufe ab.
Tapfer
kämpfe ich mich weiter und baggere mich wieder etwas hoch,
verpasse
dann aber die Rechtsabbiegung und zische endgültig hinterher.
Immerhin
habe ich so den ganzen Bereich im Visier, auch nicht schlecht. Das
Zischen
des Fahrtwindes ist ganz anders als beim sonstigen Freifall und
schön
ist das Steuern der Richtung mit winzigen Manövern, wobei trotzdem
alles stabil bleibt. In 1500m wird separiert und gnadenlos
weitergezischt.
Niemand in der Nähe, also in 1000m 2x abgewunken und schön
zurück
zum Platz, wo ich mir dann noch eine extraschöne Landung
gönne,
diesmal ohne Abschlusslift :-) Die Werte: Exit: 4300m, Depl.Alt: 875m,
FF-Zeit: 69s, Avg.Speed: 177km/h, Max.Speed: 198km/h. Einige bleiben
noch,
wir schwatzen noch und der Tag klingt nett aus, während auf dem
Platz
ein Ballon abhebt. Ja, ich weiß, aber erstens nicht nach einem
Schluck
Bier und zweitens nicht meine Welt, weil der Exit schon ziemlich
über
der Stadt gewesen wäre. Aber da kommt sicher noch Gelegenheit.
- 5.6.: Kein Sprungtag in Gera, aber in Marl.
Jürgen Möllemann
stürzt in den Tod. Das beschäftigt mich ab dem frühen
Nachmittag.
Was ist passiert und warum? Drei Tage später wissen wir, dass die
Technik soweit in Ordnung war, aber die Frage nach dem Warum bleibt
offen,
vielleicht für immer. Am Abend dann Bemerkungen von Kollegen im
Stadtrat.
Sicher wollten sie irgendwie ausdrücken, dass sie das mitbekommen
haben und weil ich springe, wird daraus so etwas wie "Ey, mach nicht
den
Möllemann" oder "Springen ist gefährlich!". Dass man den Tod
eines Sportkameraden - egal wie zustande gekommen - nicht einfach so
wegsteckt,
ahnen sie wohl nicht. Ganz daneben die Bemerkungen zweier Kollegen, als
ich sage, dass mich das berührt und beschäftigt. "Mach Dich
nicht
fertig, das war doch ein Drecksack" oder "Watt jeht Dich denn dett an,
der hat Selbstmord jemacht" Jaja, manche Polleticker sind mit einem
solchen
Ego ausgestattet, dass sie mir sofort erklären können, wie
die
Springerwelt funktioniert. Ein Mensch ist gestorben und selbst da wird
dann Recht behalten und schwadroniert.
- 7.6.: Pfingstsonnabend, sechs Sprünge. Der
erste mit...
Exit über der Stadt. Naja, nicht ganz Stadtzentrum, aber doch
schon
ziemlich weit. Es war fast kein Wind, so dass man schön
zurückkam.
Soloexit mit dem Versuch, gleich zu stehen. Daraus wurde ein
gestreckter
Überschlag, auch nicht schlecht :-) Viel Stehen und Sitzen, ein
Cartwheel
und dann noch bewusste Vorwärtsfahrt. Schirmfahrt war angenehm.
Bei
der Landung hatte ich mich, wie alle anderen, vom benachbarten
Höhenabbaufeld
:-) angepirscht und mich rechts zum geraden Endanflug eingeordnet, als
plötzlich von links ein etwas höher gelegener Nitropilot
anschoss,
mich dann sah und weiterflog. Ich drehte blitzschnell nach rechts weg -
zum Glück hatte ich noch ca. 100m Höhe - fing den Schirm ab
(zum
Glück leicht angebremst gedreht) und musste dann nach links
wegziehen,
um dem Nitro nochmals auszuweichen. Zum Glück ging alles gut und
ich
konnte sogar schön landen. Die Werte: Exit: 3825m, Depl.Alt: 775m,
FF-Zeit: 49s, Avg.Speed: 237km/h, Max.Speed: 251km/h. Sprung #2
wiederum
solo, diesmal mit "normalem" Exit wobei ich immerhin endlich mitbekam,
dass der Rücken doch wieder instinktiv krumm wurde (also grade
strecken!)
und ich den Kopf auch hoch nahm, so dass ich nach dem üblichen
Salto
gleich schön saß. Diesmal wenig Stehen, dafür eine
Drehung
mal weider, eine Rolle rückwärts und ein Cartwheel und dann
schön
aggressiv Vorwärtsfahrt geübt. Die Werte: Exit: 3950m,
Depl.Alt:
775m, FF-Zeit: 51s, Avg.Speed: 233km/h, Max.Speed: 245km/h. Sprung #3
ging
gorill-gelinkt raus mit Harald und wir saßen recht schön,
irgendwie
wie eine Frisbeescheibe. Beim Trennen spürte ich plötzlich,
dass
sich (trotz Kontrolle vor dem Exit) der Brustgurt irgendwie gelockert
hatte
und das Gurtzeug schief saß... peng, klappte das Stehen schlecht
(Harald fiel durch sein größeres Gewicht schneller) und ich
wegdriftete. Harald flashte heran, ich bremste etwas ab, er ging
über
den Bauch ins Sitzen - so dass ich nun unten war und bremste, dabei
gingen
wir wieder auseinander, Harald flashte nochmals, ich drückte nach
vorne, jedoch wurde der Höhenunterscheid noch größer,
danach
hatten wir uns halbwegs - aber das Geld war alle. Trotzdem irgendwie
lustig
und die Lehre, den Brustgurt mittels Packgummis am Verschluss
bombensicher
zu machen. Schirmfahrt und Landung waren nett und recht schnell,
allerdings
war ich nach dem Öffnen 4x eingedreht und hatte kräftig zu
strampeln.
Die Werte: Exit: 3975m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 53s, Avg.Speed:
227km/h,
Max.Speed: 251km/h. #4 ging mit Sascha raus, wieder Gorilla, sehr
witzig.
Danach machten wir Drilldive: Cartwheel, Rolle vorwärts, Rolle
rückwärts.
Nach dem Cartwheel war ich etwas weggedriftet, aber das bekamen wir
wieder
hin, machte sehr viel Spaß. Beim Landen gings recht schnell und
ich
musste etwas sportlicher auslaufen. Die Werte: Exit: 3925m, Depl.Alt:
800m,
FF-Zeit: 51s, Avg.Speed: 232km/h, Max.Speed: 243km/h. #5 ging solo
raus,
diesmal Floating-Exit (also dem Wind auf dem Bauch), der klappt ja
immer
soweit. Allerdings muss ich den schneller hinbekommen, da liege ich
fast
wie ein Bauchflieger :-) Danach dann etwas Speed aufbauen, in die Sonne
drehen und Cartwheel, Cartwheel, Cartwheel. Jedesmal
überprüfte
ich die Sonne und beim 2. und 3. Male hatte ich sie die ganze Zeit
über
im Blick. Danach dann gemütlich hinsetzen und Vorwärtsfahrt
üben,
Speed aufbauen hätte ich aber noch können. Die Werte: Exit:
3975m,
Depl.Alt: 800m, FF-Zeit: 51s, Avg.Speed: 235km/h, Max.Speed: 251km/h.
Kurz
nach dem Landen kamen Elke und Reinhard vorbei; Westbesuch, hehe.
Leider
hatten sie die Landung verpasst, so dass ich nochmal zuschlug und
diesmal
als Letzter heraus musste. Die Teams davor hatten sich schön Zeit
genommen. Aber zunächst machte ich einen Diving-Exit (also direkt
raus aus der Tür), bei dem ich nach dem üblichen Salto auch
gleich
saß und dann im Stehen herumprobierte. In ca. 3500m ging es durch
eine dünne Wolkenschicht und ich drehte mich so, dass die Sonne im
Rücken war. Diesmal sah ich nicht nur die Gegensonne mit Halo,
sondern
auch noch meinen Schatten darin, sah cool aus. Danach Hinsetzen, Rolle
rückwärts, Cartwheel und wieder Stehen. Die Arme ganz
hochnehmen
war nur kurz drin, irgendwie wurde ich dann instabil, so dass ich mit
breiten
Armen weiter stand bis 1200m, mich dann auf den Bauch warf und sah,
dass
ich recht weit draußen hing. Ich hätte beim Sitzen mal
genauer
gucken sollen. Also hin zum Platz, noch dazu gegen den Wind. Von Anfang
an wusste ich, dass ich keine Chance hatte, aber die wollte ich nutzen
und kam immerhin noch bis ca. 30m an die Beerline heran. Wenigstens
landete
ich schön. Hier eine Bilderserie dazu: Im Anflug,
beim Flaren und direkt nach der Landung.
Naja, eigentlich hätte ich mittels Frontrisern noch etwas anheizen
und länger flaren können, aber was solls :-) Chris und
André
legten allerdings fest, dass meine Landung sozusagen außer
Wertung
erfolgte, ich war einfach zu weit draußen gewesen. Trotzdem, das
nächste mal als Letzter werde ich mal genauer hinschauen, wie weit
es bis zum Platz ist. Die Werte: Exit: 3900m, Depl.Alt: 800m, FF-Zeit:
50s, Avg.Speed: 240km/h, Max.Speed: 251km/h. Danach ging es mit dem
Besuch
nach Hause und wir schauten uns Gera an. Seit nunmehr 10 Jahren
schämt
man sich für unseren Marktplatz mit der vergammelten Ostseite und
ärgert sich neuerdings über den zugeklotzten Bereich rund ums
Stadtmuseum, aber dennoch gibts schon ein paar schöne Ecken, z.B.
in Untermhaus (Theater, Orangerie etc). Der Abend klang gemütlich
beim Griechen aus und es ging nicht nur ums Springen, sondern auch um
Urlaubsziele,
Schulwesen, die Tätärä und die tollen Reformen unserer
tollen
Regierung.
- 9.6.: Pfingstmontag, vier Sprünge. Der
erste
ging spät,
vormittags war noch dies und das zu erledigen. Insgesamt ging es
gemächlich
zu, die Springerzahl hielt sich in Grenzen. Damit leider auch die
Chance,
mit jemandem zu springen, da alle anderen Freeflyer auch dem Kopf
unterwegs
waren. Togal, erstmal raus, Floating-Exit, sogar halbwegs schnell und
dann
erstmal stehen, anschließend hinsetzen - oha, wir hängen ja
schon ziemlich weit in der Stadt - dann Cartwheel, Cartwheel und
nochmal
Cartwheel. Den letzten mal rechtsrum, der ging sogar fixer. Dann
hinsetzen,
Vorwärtsfahrt und ... erst 2000m? Also noch eine Rolle
rückwärts,
dann aber hinsetzen, bei 1500m auf den Bauch und - da ich letzter war,
bei 1200m gepullt. Total entspannt zurück zum Flugplatz und neben
der obligaten Luftraumkontrolle ergaben sich sogar Blicke auf die
Landschaft
aus geringer Höhe. Dank Wind war die Landung total leicht und
sanft.
Mal sehen, wann wieder Windstill herrscht für lange Flares... Die
Werte: Exit: 4000m, Depl.Alt: 1000m, FF-Zeit: 50s, Avg.Speed: 237km/h,
Max.Speed: 256km/h. Für #2 ließ ich mir am Boden
gemütlich
Zeit. Oben gings wieder gefloatet raus, aber diemal war mir der
relative
Wind auf dem Bauch nicht so recht und ich drehte mich um 180° und
stellte
mich erstmal hin... Nanu, wie hängt denn der linke Arm? Brustgurt
zu eng? Togal, es bleibt stabil (und war sogar schnell), aber nun
erstmal
hinsetzen, nochmal zwei Cartwheels mit anschließendem
Übergang
in Vorwärtsfahrt und dan einfach nur noch hinsetzen und schön
Vorwärtsfahrt machen und Höhe checken. Diesmal wie
üblich
in 1000m abgewunken und gepullt. Der Schirm geht recht flott auf und
nickt
stark nach vorne. Die Werte: Exit: 4000m, Depl.Alt: 875m, FF-Zeit: 51s,
Avg.Speed: 241km/h, Max.Speed: 272km/h. Danach erstmal faul in der
Sonne
rumsitzen, Mittag essen (nettes Gespräch mit Sascha und Christine)
und dann nochmal faul rumsitzen, es ist einfach zu warm. Irgendwann
will
ich wieder hoch und gehe faul gefloatet raus, danach erstmal etwas
Stehen,
danach probiere ich, mich aus dem Sitzen mittels halbem Cartwheel auf
den
Kopf zu stellen, hüstel... das war ja fast auf dem Rücken,
also
nachdrücken.. ähem, das geht jetzt Richtung Bauch, also zuck,
setzen. Das ganze spiele ich 3x durch, irgendwie lustig. Da nach mir
nur
zwei einzelne Bauchflieger kommen, schaue ich mich sicherheitshalber
zwischendurch
um, aber der Luftraum ist frei. Die letzten 500m setze ich mich aber
lieber
hin und fahre bis zum auf-den-Bauch-werfen nach vorne. Die Werte: Exit:
4000m, Depl.Alt: 875m, FF-Zeit: 53s, Avg.Speed: 224km/h, Max.Speed:
246km/h.
Nach diesem Sprung rolle ich mal probeweise die Nasen des Schirms beim
Packen ein (der Schirm wirds mir mit einer Schnüffelöffnung
danken)
und trage mich für den Sunsetload ein, der allerdings etwas eher
als
sonst stattfindet: Es wollen nicht mehr so viele Leute huppen. Naja,
also
mal einen Diving-Exit, bei dem ich mich cartwheelmäßig
herumschmeiße,
c00l. Danach hinstellen und nach etwas Bastelei wird das sehr stabil
und
ich habe das Gefühl, mit den Füßen auf einem Brett zu
stehen.
Fasziniert drehe ich mit affenartiger Geschwindigkeit: 360° links,
360° rechts, danach einfach mal so hin und her, c00l.
Schließlich
setze ich mich hin, schau mir die Landschaft, den Flugplatz und den
Höhenmesser
an und werfe mich bei 1300m auf den Bauch und schwinge mich nach einer
Schnüffelöffnung in weiten Kurven zum Platz. Fast alle
fliegen
über die Gebäude entlang der S/L-Bahn an und schwenken dann
links
ein, also folge ich und setze gemütlich auf. Die Werte: Exit:
3950m,
Depl.Alt: 850m, FF-Zeit: 48s, Avg.Speed: 251km/h, Max.Speed: 285km/h.
Oha,
das war fix. Noch schnell packen, dann noch etwas schwatzen und ein
schöner
Tag neigt sich dem Ende zu.
- 14.6.: Die PINK
ist
in Dermsdorf und da will ich endlich mal
einige
Sachen machen, die noch offen sind auf der Wunschliste. 5 Sprünge
an einem sehr entspannten Tag. Die Strecke hin ist diesmal viel
länger,
jedoch ist auf der Autobahn nicht viel los, so dass ich zügig
Weimar
erreiche und auch nach Dermsdorf ist auf der Bundesstraße wenig
los.
Erster Eindruck: Viele Leute, gute Stimmung. Die schwindet etwas, als
das
angekündigte Packzelt nirgends zu sehen ist und auch die
versprochenen
Packplanen nicht. Zum Glück sind schon Steffen,
Katja, Christine und vor allem Tobi
da: Der hat eine schöne Packplane, die ich mitnutzen kann;
nochmals
vielen Dank! Nach dem Einchecken - da bekomme ich u.a. meine PINK-Karte
- und bin gleich für Load 4 manifestiert. Da kann ich mich ganz
entspannt
umziehen und noch schwatzen. Die Aufrufe des Manifests gehen aus einem
Wohnwagen heraus und mittels Megaphon, das
lautstärkemäßig
eher ein Kilophon ist - also Ohren spitzen und aufpassen. Erster
Eindruck
der Skyvan: Riesig, Platz bis zum Abwinken und dann diese große,
goile Heckluke! Da viele Tandems dabei sind, sitzen die paar
Lizenzspringer
ganz vorne und ich mache mich gleich mit dem Türmechanismus
vertraut,
wir müssen selbige in 4500m Höhe öffnen. Dass alle
mittlerweile
stehen, irritiert anfangs, aber PINK-Stammgästen gehts in einer
Caravan
sicher genauso. Norbert geht vor mir raus und ich folge 7s später:
Gestreckter Exit; ich mache einen langsamen gestreckten Überschlag
und schaue mir die PINK von unten an. Danach bissel stehen und bissel
sitzen,
ich mache mal zwei Cartwheels und haue mich in den Headdown. Naja,
nicht
wirklich, aber lustig ists. Den Rest noch gemütlich hinsetzen und
die Gegend anschauen. Durch den Exit bei 4500m habe ich mehr Zeit und
bin
beim "2000m-Kontrollblick" irritiert, als es knapp über 2500m sind
:-) "Endlich" Öffnungshöhe: Der Schirm öffnet schön
weich und da weit und breit nur Norbert zu sehen ist, kann ich mich
runterkurbeln
und locker landen. Die Werte: Exit: 4525m, Depl.Alt: 800m, FF-Zeit:
60s,
Avg.Speed: 230km/h, Max.Speed: 248km/h. Der zweite Sprung soll dann
doch
etwas schneller gehen und ich probiere einen Floating-Exit aus. Da
wieder
viele Tandems dabei sind, sitze ich wieder mit vorn. Schön
kühl,
da wir die Trittleiste schon hochgeklappt haben und somit auch etwas
sehen
können. Draußen setze ich mich dann erstmal hin und schaue
zur
PINK hoch, danach dann hinstellen und kontrolliert drehen. Irgendwie
muss
ich allerdings die Arme recht weit rausnehmen, jedoch geht
Stabilität
vor. Die letzten 500m setze ich mich hin und schaue mich um. Oha, der
Zweier
vor mir war wohl etwas langsamer unterwegs, ich habe sie fast ein.
Zudem
sind wir - trotz 6s Abstand - recht nahe, so dass ich mich auf den
Bauch
werfe, etwas wegtracke und dann schmeiße. Alles im grünen
Bereich.
Mittlerweile habe ich gesehen, dass auch in dem nichtgemähten
Bereich
trotz hohen Grases gut zu landen ist und setze nahe "unserer" Packplane
auf. Die Werte: Exit: 4550m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 57s, Avg.Speed:
249km/h,
Max.Speed: 277km/h. Na bitte. Danach treffe ich Carsten aus Merseburg
und
wir wollen zusammen springen. Er ist in Load 11 und wir verabreden, in
Load 14 zusammen zu springen. Leider ist die 12 auch schon voll, so
dass
ich eine laaaange Mittagspause habe. Da ich mein Esspaket zu Hause
liegengelassen
habe, gönne ich mir einen halben Broiler und davor noch ein Eis,
lecker.
Anschließend hier und da schwatzen, in der Sonne baden, das Leben
ist schön. Endlich gehts wieder hoch und wir gehen
headdownmäßig
heraus. Natürlich rödelt es, aber es macht Spaß. Beim
Lösen
dröselt es uns auseinander und wir haben erstmal mit Leveln zu
tun.
Beim Heranfahren übertreibe ich und es haut mir die Beine nach
oben
und ich sitze in der Badewanne - wieder 5m Unterschied, also wieder
leveln.
In 1800m haben wir uns recht gut und sind auch näher zusammen, na
also. Die Werte: Exit: 4475m, Depl.Alt: 775m, FF-Zeit: 60s, Avg.Speed:
232km/h, Max.Speed: 254km/h. Der nächste Sprung wird endlich ein
Höhensprung.
Wir erhalten eine Einweisung und setzen uns dann erstmal hinten hin, da
die meisten in 4500m rausgehen. Neben uns sitzt auch ein Tandem. Tandem
aus über 6000m, sicher spektakulär. Nach dem 4500m-Exit
ziehen
wir uns die Sauerstoffschläuche in den Mund, machen selbigen zu
und
atmen nur noch durch die Nase. Der Sauerstoff strömt kräftig
und man hat Mühe, den komplett zu inhalieren :-) Jedenfalls wirkt
das sehr gut, Benommenheit o.ä. ist nicht zu spüren. Mein
Höhenmesser
macht wider Erwarten lange mit und bleibt zögernd bei ca. 6000m
stehen
Wir gehen mit Norbert und Axel heraus, greifen gegenseitig ins Gurtzeug
und ab in den Headdown. Es wirbelt uns ziemlich herum und wir sind
sicher
nicht besonders schnell, aber wir bleiben eine ganze Weile zusammen. Da
ist auch gut, denn wir fliegen über 2 km durch Wolken mit
Wassertropfen
und Eiskristallen. Gesichtspeeling vom Feinsten und man sieht
anschließend
überall, wo die Arme nicht vom Pullover geschützt waren. Nach
dem Trennen sind Norbert und ich schön zusammen, leveln uns kurz
ein,
wobei ich im Standup ein hohes Geschwindigkeitsempfinden habe
(tatsächlich,
über 300 km/h) wir bleiben schön zusammen, supi. Wir
nähern
uns aneinander an, fast noch ein Punkt, ach die Welt ist schön.
Instinktiv
"verständigen" wir uns auf eine relativ langsame Geschwindigkeit,
aber auch das macht Spaß. Ab 25000m wird es endlich auch wieder
warm,
die ollen Wolken sind vorbei. Nach über 80s separieren wir und bei
der Landung herrscht wenig Wind, so dass ich mit den Frontriser spiele
und einen schönen langen Flare baue. Die Werte: Exit: 6375m,
Depl.Alt:
800m, FF-Zeit: 84s, Avg.Speed: 225km/h, Max.Speed: 309km/h. Der letzte
Sprung wird einer mit Stangenexit. Man greift liegend nach der unter
der
Heckluke befindlichen Stange und rollt sich dann in den relativen Wind,
auf dem es sich fantastisch liegen lässt. 6s, nachdem das
Dreiergespann
vor mir losließ, lasse ich mich fallen, drehe mich, um die PINK
von
unten anzuschauen und starre mit schreckgeweiteten Pupillen auf einen
Bauchflieger,
der fast gleichzeitig herausgesprungen ist. Die Stories von den
Sonntagsspringern,
die sich einmal im Jahr bei der PINK die Kante geben, sind doch wahr.
Blitzartig
ändere ich das Programm von Sitzen auf Stehen, um genug Meter
zwischen
den Bauchflieger und mich zu bringen. Dass ich derart verkrampft auch
genau
so stehe und gegen das Umfallen ankämpfe, ist eine Folge - aber
das
Überdenken dessen beruhigt mich allmählich, so dass ich
lockerer
werde. Bei ca. 2300m setze ich mich hin. Nach Cartwheels steht mir
nicht
mehr der Sinn, statt dessen schaue ich mich in Ruhe um - vor allem hoch
- und fahre etwas nach vorne. Der Bauchflieger ist weit weg und
beruhigt
ziehe ich. Zumindest beim Landen will ich ungestört sein und gehe
etwas weiter vorne runter. Hmmm, ist irgendwie trotz Frontrisereinsatz
recht langsam, also noch ein bissel anspitzen... als ich schnippen
lasse
und mit den Toggles zum Flaren ansetze, ist es dann doch recht schnell,
hehe. Ein extralanger Flare und eine supersofte Landung, schön.
Die
Werte: Exit: 4525m, Depl.Alt: 775m, FF-Zeit: 58s, Avg.Speed: 243km/h,
Max.Speed:
277km/h. Es ist doch schon etwas spät. Also packe ich, nachdem die
Packplane frei ist, schnell zusammen, verabschiede mich und checke am
Manifest
aus. Auf den Straßen ist wenig los und es geht entspannt heim. Da
werde ich im Oktober nochmal vorbeischauen...
- 17.6.: Kein Feiertag, aber in Gera ist
Ausbildungswoche.
Jede Menge junge, sportliche Typen, die am Dienstag schon auf Level 7
angekommen
sind oder schon drüber hinaus. Das gute Wetter hatte es
möglich
gemacht. Leider spielt die Bundeswehr erstmal Tiefflug über Gera
und
bis 17 Uhr läuft nichts. Dafür sehen wir erstmals Nine und
Jörns
Baby Ben-Eli. Niedlich. Ganz besonders, wenn Jörn es sich mittel
so
eines neumodischen Tuches um den Bauch schnallt. Er ist halt
ständig
Tandemmaster. Gegen 17:30 gehts dann endlich hoch und das Wetter ist
super.
Dazu noch als erster raus. Der Exit wie gewohnt mit dieser komischen
Rolle
rückwärts, aber danach gleich in den Standup und
Geschwindigkeit
aufbauen. Schön stabil, ich drehe hin und her. Danach hinsetzen
und
zwei Cartwheels. Das nach rechts ist diesmal - ich habe es langsam
gemacht
- mit einer Vierteldrehung in der Horizontalen verbunden, das üben
wir später nochmal. Anschließend gucken und bissel aggressiv
Vorwärtsfahrt. In 1300m werfe ich mich auf den Bauch, ziehe in
1000m
und... Schnüffelöffnung vom Feinsten. Danach in großen
Schwüngen nach Hause, nach Herunterkurbeln steht mir nicht so der
Sinn, dazu ist die Luft einfach zu schön. Beim Landen zahlt sich
aus,
dass ich oben geguckt hatte: Der Wind ist etwas stärker geworden,
so dass ich nicht zu weit hinter die Beerline fuhr und ordentlich
einschwenken
konnte. Dann noch etwas mit den Frontrisern angespitzt. Der Flare war
ganz
nett und die Landung gaaanz softig. Die Werte: Exit: 3925m, Depl.Alt:
800m,
FF-Zeit: 50s, Avg.Speed: 241km/h, Max.Speed: 272km/h. Leider fanden
sich
danach nicht mehr genug Springer, aber wir schnackelten noch schön
und für ein AFF-Bier reichte es auch noch.
- 22.6.: Nach 6 (sechs!) Wochen in der Werkstatt
und
endlosen
Monaten des Trial-and-Error davor (siehe z.B. hier)
ist mein Citroen C3 nun endlich aus der Werkstatt zurück und ich
hoffe,
dass er im Juli dann tatsächlich brav nach Irland und zurück
rollt. "Interessant", wie lange es dauern kann, bis so eine Tiptronic
so
funktioniert, wie versprochen. Montagsauto oder genereller Fehler?
Erstmal
egal, heute bringt der C3 mich zur Aero: Für fünf
Sprünge.
Am Tag davor hatte der Wind alles verweht, aber es ergaben sich ein
paar
Gespräche und ich hatte mit Korki vereinbart, mal ein bissel RW zu
üben. Kann einem Freeflyer zumindest nicht schaden. ;-) Schnell
findet
sich eine RW-Kombi aus der AFF-Ecke. Mit Booties. Oha, ob das was wird?
Erstmal gebrieft und dann gehts mit der Twin Otter hoch. Der Exit ist
soweit
OK, aber ich muss noch besser auf den relativen Wind. Loslassen und...
statt des befürchteten Auseinandergehens bleibt Korki bei mir -
Kunststück
bei einem Instructor ;-) Wider Erwarten sind die Booties nicht nur
nicht
hinderlich, sondern geben mir schnell viel mehr Möglichkeiten des
Manövrierens. Bei der ersten Drehung drifte ich weg, komme aber
schnell
wieder ran. Schnell noch eine - bei der schmiert es mich noch weiter
raus,
da ich vergesse, vorher zu bremsen. Dann andocken. Loslassen, Korki
dreht
sich 90° zu mir, also um die Kurve herum zu ihm, klappt. Wieder
andocken.
Blick auf den Höhenmesser: Lieber noch bissel zusammenbleiben und
dann wegtracken, was in Folge zu hoher Arme eher wegdiven ist. Trotzdem
ein schönes Gefühl. Beim Debriefing gibts neben der
Manöverkritik
auch Lob, u.a. liege ich recht ruhig, das ist doch schon was. Die
langsame
Fallrate erklärt sich auch: Beine zu weit auseinander, dadurch
ganz
leichter Hüftknick, und das baut ein bremsendes Luftpolster auf.
Die
Werte: Exit: 3900m, Depl.Alt: 700m, FF-Zeit: 63s, Avg.Speed: 182km/h,
Max.Speed:
212km/h. Danach umziehen - es geht mit Tobi
zu einem Freefly-Drilldive. Der Exit klappt super und ich schieße
relativ schnell runter, so dass Tobi, der eigentlich den Rollenexit ;-)
erwartet hatte, erstmal auf dem Kopf hinterher musste. Leveln geht
relativ
leicht, Rolle rückwärts, 360° links und Rolle
vorwärts
klappen ganz gut, aber leider ist doch wieder etwas
Rückwärtsfahrt
dabei, so dass wir nicht näher als 10m sind. Trotz allem ein
schöner
Dive, danke Tobi. Hier ein Foto
davon.
Die Werte: Exit: 4025m, Depl.Alt: 800m, FF-Zeit: 53s, Avg.Speed:
235km/h,
Max.Speed: 277km/h. Danach ein weiterer Instructordive mit Korki -
wieder
RW, also wieder umziehen. Hoschi kommt
mit. Der Exit ist für mich neu und wir vergessen beide, die Beine
anzuziehen, so dass Korki fast steht. So dauert es eine Weile, bis wir
sauber liegen. Loslassen und bei der 90°-Drehung links fahre ich
nach
vorne, Hoschi säuft ab. Korki bleibt bei mir und es sind wieder
Drehungen
und Griffe angesagt. Den danach angebotenen Sidebody-Griff
verschmähe
ich mangels Kenntnis, Korki schnappt meine linke Hand und wir warten
auf
Hoschi, der sich hochgebaggert hat. Leider schießt er an uns
vorbei.
Wir separieren und mein Tracking ist nach wie vor
verbesserungswürzig.
Trotzdem ein schöner Sprung. Die Werte: Exit: 4075m, Depl.Alt:
700m,
FF-Zeit: 68s, Avg.Speed: 180km/h, Max.Speed: 216km/h. Bei der Landung
ist
der Wind schon ziemlich schlafen gegangen und ich spiele mit den
Frontrisern:
Ein schöner Flare springt heraus. Danach springen wir sogar zu
viert:
Korki, Hoschi, Ecki und moi. Ungelinkt gehts raus und nach Kontakt mit
Hoschi habe ich erstmal Orientierungsprobleme, zische dann auf Korki
zu...
zu tief und schieße unter ihm durch! Ein Fehler, den man in einer
Formation nie machen darf. Ich baggere mich hoch und fahre zu Korki.
Kurz
darauf stößt Ecki zu uns. Wir drehen wie gebrieft, leider
säuft
Ecki ab. Ich muss wirklich an meiner Geschwindigkeit arbeiten...
Wenigstens
war die Drehung auf der Stelle und ich soll zurückdrehen. Die
Beine
sind wieder zu breit, Korki gibt Korrekturzeichen. Danach ist das Geld
alle und wir separieren. Landung geht locker mit angezogenen Beinen
schnell
und damit lang genug :-) Die Werte: Exit: 4150m, Depl.Alt: 700m,
FF-Zeit:
66s, Avg.Speed: 182km/h, Max.Speed: 209km/h. Der Abschluss ist ein
Solosprung,
Freefly. Der Exit ist nicht ganz so prall, aber daran feilen wir noch.
Danach ist Stehen angesagt, möglichst schnell. Und damit es nicht
zu langweilig wird, mit Drehungen. In 2200m setze ich mich hin, schaue
die Landschaft an und kontrolliere meine Haltung. Blick zum
Höhenmesser,
schnell nochmal stehen, da piept es auch schon, 21,22 zählen und
auf
den Bauch, abbremsen, Blick zum Höhenmesser, ja es piepst wieder:
1000m und Keule raus. Locker gehts zurück und auch hier ist der
Flare
wieder schön. Die Werte: Exit: 4050m, Depl.Alt: 800m, FF-Zeit:
50s,
Avg.Speed: 256km/h, Max.Speed: 286km/h. Oha, nicht schlecht. Beim
Packen
schlampere ich und misstraue den liederlich herumliegenden Leinen.
Ärgerlich
kicke ich das Synthetikfaserpaket nach hinten, um neu zu beginnen. Das
rächt sich sofort, denn dabei verwirre ich die Leinen und mit
einem
freundlichen Teamchef entwirren wir mühsam den Buntling. Es kostet
kräftig Zeit und als ich endlich fertig bin, hat jemand auch noch
mein (bereits angefangenes) Bier leergesoffen. Ich nehme es als prompte
Bestrafung durch den Skydive-Gott und fahre nachdenklich nach Hause.
- 28.6.: Schönes Wetter und in Gera ist der Zeppelin
NT zu Besuch. Leider sind nur Rundflüge über das
Sanierungsgebiet
der Wismut möglich, Fallschirmspringer werden nicht abgesetzt. OK,
die vom Zeppelin überflogenen Bereiche kenne ich schon, so dass
ich
der Riesenzigarre nur beim Landen und Abheben zuschaue. In der
Aero-Halle
dickes Gewühl - huch? Aha, DSL-Wettbewerb. Dabei gehts nicht um
schnelles
Surfen im Netz sondern schnelles Punkten im Freifall: Deutsche
SkyLeague
Südost. Zwei Teams von uns sind dabei: FÜNF in der offenen
Klasse
und Octopus bei den Intermediates; beide schlugen sich sehr gut. Kaum
angekommen,
fragt mich Jürgen, ob wir nicht ein bissel RW machen wollen. Dann
packe ich die Freeflyhose halt weg. Holger springt noch mit. Raus gehts
ganz gut, anfangs liegen wir auch nach dem Trennen gut, aber dann
klappe
ich die Beine ein und rutsche nach hinten-unten weg. Zusammen mit dem
Griff
am Arm führt das dazu, dass ich einen unfreiwilligen Salto
schlage.
Trotzdem sortiert es sich dann, die beiden helfen mir super und wir
machen
sogar zwei Punkte. Separation. Der sorgsam gepackte Schirm geht auf,
allerdings
zögerlich. Ich schaue über die Schulter und sehe das Textil
sich
gaaanz langsam entfalten. Danach gehts aber normal und ich schwinge
mich
locker zur Landewiese. Bei der Landung ziehe ich die vorderen Riser
schön
lange durch und mache einen laaangen Flare dicht über dem Boden,
hehe.
Die Werte: Exit: 3975m, Depl.Alt: 675m, FF-Zeit: 62s, Avg.Speed:
193km/h,
Max.Speed: 217km/h. Danach dauert es lange bis zum nächsten
Sprung.
Genauer gesagt: SEHR lange. Die vier Teams am Platz, zusammen mit den
Tandems,
füllen die Maschine (heute die D-FAST) ständig fast komplett.
Mittlerweile kommt Yvonne und wir briefen einen Vierer. Stern,
Satellite
- einfache Sachen extra für mich. Endlich gehts hoch. Der Exit ist
soweit OK, aber beim Loslassen schwappt es noch etwas und ich slippe
weg,
kollidiere mit Yvonne. Durchdrücken und... hüstel, wo sind
sie
denn? Yvonne zeigt mir die Richtung, also hin. Ich denke zwar, dass ich
den Stern langsam angeflogen habe, aber Jürgen fragt
anschließend,
ob ich ihm den Arm abreißen wollte. Immerhin trotz des
Durcheinanders
zwei Punkte und eine schöne Landung. Die Werte: Exit: 3950m,
Depl.Alt:
725m, FF-Zeit: 61s, Avg.Speed: 187km/h, Max.Speed: 209km/h. Bis zum
nächsten
Sprung vergehen DREI Stunden. OK, ein Sonnenbad nehmen, im Lokal
nebenan
ein Baguette holen, schwatzen und... achja, briefen :-) Diesmal sind
wir
zu dritt. Stern, dann geht jeweils einer rein und die anderen nehmen
Sidebody-Griffe
(also an Arm und Bein), dann wieder Stern, bei dem der in der Mitte
sich
um 180° dreht. Endlich wieder hoch. Raus gehts ganz gut. Wir liegen
ordentlich. Lösen auf und Jürgen geht in die Mitte. Ich will
greifen, mache die Arme lang und schwupp, bin ich oben, touchiere dabei
Yvonne. Als ich mich re-integriere, gehe ich auf den falschen Slot,
aber
das macht nichts und ab dann klappts und ich schaffe es, meine
180°-Drehung
soweit auf dem Punkt zu fliegen. Trotzdem wir leveln mussten (besser
gesagt,
die beiden anderen) sechs Punkte, nicht schlecht. Beim Separieren nehme
ich die Arme weit runter und mache ein U-Profil, zischhhhh. Hoffentlich
beherzige ich das beim nächsten Trackdive :-) Auch der Flare beim
Landen macht Spaß. Die Werte: Exit: 4000m, Depl.Alt: 725m,
FF-Zeit:
63s, Avg.Speed: 182km/h, Max.Speed: 198km/h. Zwei Loads später
gehts
wieder hoch, diesmal aber ein Freefly-Neuner, organisiert von Tobi.
Norbert
und Christine bilden mittels rot-weißem Baustellenband die
Sitfly-Basis,
von den Headdownern haben auch fast alle ein Band, aber eben am Bein.
Ich
stehe ganz an der Tragfläche, diesmal klappts besser dank eines
Tips
von Chris. Los gehts und im Gewühl muss ich Torsten etwas beiseite
schieben und ziele dann herunter auf die Basis. Siehe dazu dieses Bild
hier. So, schön dicht heran... warum gehen die denn weg? Achja,
Relativität.
Ich habe instinktiv mal wieder nach unten-vorn geschaut, grummel. Da es
mittlerweile etwas schneller geht, hingestellt und nach hinten gelehnt,
na also. Der Rest dann im Sitzen bzw. Stehen und ich komme schön
mit,
sieht goil aus, wie die Headdowner außen herumcarven. Separation
klappt hervorragend, ich schaue nochmal während des Wegtrackens
nach
hinten und zur Seite, ja klappt. Sanfte Öffnung, Slider verstauen,
Toggles raus und zupp... raschelts 20m weiter. Zwei Bauchflieger haben
viel zu wenig Abstand gelassen und fallen zwischen Katja und mich; Tobi
hört man, als er das sieht, später auf seinem Video
mörderlich
fluchen. OK, das wird ausgewertet und passiert bestimmt nicht wieder.
Die
Landung ist herrlich, die Videos sind lustig, das Packen geht fix und
das
Bier schmeckt. Bei so einer großen Freeflysache war ich sonst
immer
recht angestrengt, aber irgendwie - vielleicht die RW-Sprünge
davor?
- war ich diesmal ganz locker und flog auch so, alles entspannt und so
klappts dann auch viel besser. Mal sehen, wie es weiter geht.
- 29.6.: Sonntagnachmittag ist doch noch etwas
Zeit
und ich
schwenke nochmal zum temporären Luftschiffhafen, denn der Zeppelin
ist noch da und entsprechend viele Zuschauer. Leider hält sich die
Springerzahl in Grenzen, so dass bis zur nächsten Load noch
reichlich
Zeit ist. Endlich gehts hoch und ich springe nach einem Viererteam
heraus.
Der Exit ist dann doch etwas verwirbelt, aber es geht fix und ich setze
mich hin, stehe dann und drehe in verschiedene Richtungen, setze mich
schließlich
hin und stelle fest, dass ich da noch weiter arbeiten muss: Rücken
gerade! Im Freifall beobachte ich kurz den Zeppelin, der
allmählich
zur Landung einschwenkt, dann bin ich auf 1200m, also ab auf den Bauch
und in 1000m ziehen. Die Öffnung ist gewohnt schön und ich
schwinge
mich in Richtung Flugplatz. Viele Springer hängen in halber Bremse
und schauen sich den Zeppelin von oben an, danach gehts dann herunter.
Die Landerichtung ist so, dass wir über die B7 auf den Flugplatz
müssen,
also nicht zu weit über die Straße... Genau gezirkelt und
weil
der Wind stark genug ist, nehme ich nur die Beine hoch und habe eine
superweiche
Landung. Die Werte: Exit: 4050m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 50s,
Avg.Speed:
251km/h, Max.Speed: 267km/h. Danach schnell packen und warten auf die
nächste
Load - die kommt aber mangels Springern nicht mehr zustande. Auch gut,
dann fahren wir halt heim. Freefly Gera (Jörn, André und
Jörg)
fahren in Waldviertel zum Freeflywettbewerb der PINK. Dort gewinnen sie
bei den Intermediates, Gratulation.
- 13.7.: Fünf
Sprünge
an einem
Tag, der eigentlich blue sky pur sein sollte. Statt dessen gab es jede
Menge Wolken, jedoch harmlose Schäfchen, die deutlich unterhalb
der
Öffnungshöhe zu Ende waren. Vorteil: Schöne Ansicht und
vor allem nicht so bannig warm. Der erste Sprung ging solo raus und...
hoppla, schöner Exit. Begeistert heize ich weiter, stelle mich hin
und schaue mir die Landschaft an, setze mich dann wieder hin und achte
auf saubere Haltung. In 1200m werfe ich mich auf den Bauch, Pull in
1000m
und der Schirm schnüffelt auf. Zurück gehts in großen
Schwüngen,
einen tiefer hängenden Springer vorlassen, also in halbe Bremse
gehen,
dann letzte Kurve links und fast instinktiv schon greife ich beim
Anflug
in die vorderen Riser, schöne Landung. Dann erstmal in Ruhe packen
und schnacken. Die Werte: Exit: 3925m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 49s,
Avg.Speed:
251km/h, Max.Speed: 267km/h. Da die anderen Freeflyer auf dem Kopf
üben,
geht #2 auch solo raus. Exit auch wieder schön, aber ich will dem
nachfolgenden Tandem zusehen und drehe mich. Leider hängen noch
nichtmal
die Beine des Gastes heraus, also wieder setzen, bissel Speed aufbauen
(hätte ruhig mehr sein können) und dann Rolle vorwärts,
OK. Rolle rückwärts, OK. Cartwheel, OK. Schnell nochmal
hinstellen
und drehen, dann setzen und ... Zeit vorbei, also auf den Bauch etc pp.
Die Werte: Exit: 4025m, Depl.Alt: 800m, FF-Zeit: 53s, Avg.Speed:
233km/h,
Max.Speed: 262km/h. Sprung 3 geht mit Costa. Er spricht mich an, ich
bin
erstmal sprachlos, da er ja nun wirklich gut unterwegs ist. Begeistert
sage ich zu. Tatsächlich geht es ganz schick: Exit OK, schnell
haben
wir uns und sind sehr dicht beieinander. Einziges Manko: Jedes Mal,
wenn
Costa mich anfliegt, habe ich wohl unbewusst Sicherheitsalarm und drehe
mich etwas weg, so dass wir lustig umeinander carven. OK, daran basteln
wir noch. Die Werte: Exit: 4050m, Depl.Alt: 800m, FF-Zeit: 52s,
Avg.Speed:
238km/h, Max.Speed: 249km/h. Achja, die Landung war auch super, mit
einem
schönen langen Flare, der zum Schluss sogar noch ein bissel
hochging
und mich ganz sanft auf den Zehenspitzen entließ :-) Auf Sprung 4
warte ich etwas, da ich eine größere Freeflytruppe für
drei Loads später sah und mich sicherheitshalber mit eintrug. Aber
kein Tubedive, "nur" zwei Gruppen. Jörn weist mich für
Christine,
Sascha und Mark ein. Der Exit geht etwas hastig, so dass ich schnell
hinterher
will, dabei zu stark loshuppe und prompt mit dem Gurtzeug die
Türoberkante
streife: Ich bin erstmal im Headdown, hehe. Schnell hingestellt und
hinterhergeheizt,
dabei komme ich allmählich ran, setze mich und beobachte Sascha
und
Marc, die an einer 69 üben. (Headdowner fliegt Sitflyer an.) Viel
zu schnell ist das Geld alle, also Separation. Ich schieße los,
schaue
nach links und rechts, aber eben nicht durch die Beine durch, sodass
ich
nicht mitbekomme, dass Mark, der als Innenspringer sozusagen Vorfahrt
hat,
fast in der gleichen Richtung unterwegs ist. Dadurch öffnen wir
recht
nahe beieinander, drehen aber gleich ab. Das passiert mir nicht
nochmal.
Die Werte: Exit: 4075m, Depl.Alt: 750m, FF-Zeit: 53s, Avg.Speed:
241km/h,
Max.Speed: 253km/h. Sunsetload wird Sprung #5: Tubedive zu neunt.
Briefing
und ich erwische wieder den Platz direkt an der Tragfläche. Beim
Exit
schnell raus und Platz gemacht, da kommt auch schon das Ready-Set-Go
vom
Teppichfritzen (der das immer sehr schön deutlich macht) und ab
gehts...
Paff, brettert mich einer um und ich drehe eine Schraube, komme dann
ins
Sitzen (aber die Beine etwas zu hoch, wie Jörn im Video dann
sieht)
und dann arbeite ich mich heran und beobachte das Treiben an der Tube,
an der u.a. zwei Headdowner gleichzeitig einen Griff beim André
nehmen. Als ich schon recht schön rankomme, zieht die Tube weg,
also
weiterarbeiten... da winkt André ab und diesmal schaue ich
während
des Wegtrackens durch die Beine: Ja, die eingeschlagene Richtung war
OK,
noch zu den Seiten schauen, auch OK, wieder nach unten, immer noch OK
und
dann sind wir bei 1000m, aaaabwinken und Wäsche raus. Zurück
zum Platz, schöner Sprung und zupp, zur Landung ansetzen. Dabei
habe
ich nicht ordentlich geschaut, Stasi kommt über die Landebahn
gezogen.
Wenn ich da nicht drüberfliegen will, heißt das ja noch
lange
nicht, dass ich da nicht hinschauen muss. Grummel. Mensch, Augen auf
auf
und nochmals auf in alle Richtungen, erwarte das unerwartete und setze
zum Endanflug erst dann an, wenn wirklich alles frei ist. Ich biege
nach
rechts weg, er zischt vorbei und dann gehe ich halblinks, ziehe die
vorderen
Riser etwas länger als sonst herunter (wohl der Adrenalinschub)
und
baue einen richtig schönen langen Flare, bei dem ich zwischendurch
sogar mal kurz mit dem rechten Fuß über den Boden huschele.
Wir bereden und beschauen den Tubedive, dann will ich packen...
Hö?
Waren die Heinzelmännchen da? Nein, Helen hat den Schirm gepackt,
danke :-) Noch ein Bierchen und bissel schnacken und dann gehts heim.
- 16.7.: Mittwoch, Sprungwoche. Montag ging erst
nichts (Landesverteidigung
geht vor ;-) und als was ging, musste ich zum Arzt: Knorpelaufbau am
Knie;
Spritze. Demzufolge war am Dienstag auch nichts machbar, aber Mittwoch
ging dann was. #1 als Solo raus, Exit OK, viel Sitzen und Stehen und im
Sitzteil drei Cartwheels. Sauberer Exit = hoher Speed: Die Werte: Exit:
3975m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 49s, Avg.Speed: 251km/h, Max.Speed:
270km/h.
#2 wieder als Solo, warum nichts, es ist VRW-Woche, also Vertical
Relative
Work, bei dem meistens Headdowner miteinander arbeiten. Crazyboy
Jörn
gibt mir einen Auftrag: Gestreckte Überschläge. Dreimal
Anlauf
genommen, aber das Abfangen und flüssige Wieder-Übergehen ins
Stehen will nicht so recht gelingen. Gleichwohl ist es witzig. Zum
Schluss
setze ich mich hin und schaue die Welt an :-) Die Werte: Exit: 4050m,
Depl.Alt:
800m, FF-Zeit: 52s, Avg.Speed: 238km/h, Max.Speed: 261km/h. #3 wieder
solo,
wieder Üben des gestreckten Überschlages. 2x, dann lass ich
es
erstmal, obwohl der letzte besser geklappt hat: Spaß haben,
schön
sitzen und tatsächlich stellt sich ein herrliches Gefühl ein,
das bis zum Landung weitergeht. Die Werte: Exit: 3950m, Depl.Alt: 825m,
FF-Zeit: 49s, Avg.Speed: 248km/h, Max.Speed: 274km/h. Der Abschluss ist
ein Freefly-Zweier mit Korki, der sich auf meine Bitte hin eine
große,
flatternde Kutte anzieht, damit er - auf dem Kopf - mir nicht
davonfliegt.
Der Exit klappt gut und ...wo ist Korki? Der kämpft mit der
Luftreibung
und ist dann dran; ich bremse, um nicht wieder in den Keller zu gehen.
Wir sind dicht beieinander, permanenter Augenkontakt, goil. Am Boden
noch
ein schöner Swoop und große Augen, als ich die Werte sehe:
Exit:
3900m, Depl.Alt: 775m, FF-Zeit: 54s, Avg.Speed: 221km/h (hehe),
Max.Speed:
243km/h. Noch ein schönes Bier, schnackeln, heimfahren :-)
- 17.7.: Drei Sprünge, dreimal Solo,
aber
das ist
OK, ich will üben und vor allem Spaß haben, während die
anderen VRW machen. Das notiere ich mir geistig für 2004 ;-) Es
geht
früh auf den Platz und nach einer Weile des Wartens, ab in die
Maschine.
Der Exit ist mal wieder etwas verwirbelt, aber schnell sitze ich,
hinstellen
und einen gestreckten Überschlag... OK, irgendein Fernziel muss
man
sich ja lassen. Danach übe ich: Die Arme im Sitzen und im Stehen
zusammenzunehmen.
Oha, das geht schwerer als erwartet, aber eigentlich soll man nicht
sooo
sehr auf die Arme vertrauen, der Bereich muss lockerer werden. Tja,
weiterüben!
Die Werte: Exit: 3975m, Depl.Alt: 825m, FF-Zeit: 49s, Avg.Speed:
245km/h,
Max.Speed: 269km/h. Achja, üben auch beim Landen, mal wieder die
Beerline
angerissen, weil der Wind doch ein bissel stärker geworden ist ;-)
Bei Sprung #2 nehme ich eine Pappröhre mit Flatterstoff mit, diese
wird dann dem... grummel... etwas verwirbelten Exit hin- und
hergereicht:
im Sitzen und im Stehen. Komischerweise klappt das jetzt und ich kralle
das Teil fest; nur nicht loslassen, auch wenn es sehr leicht ist wie
ein
Drifter. Die Werte: Exit: 4050m, Depl.Alt: 775m, FF-Zeit: 51s,
Avg.Speed:
246km/h, Max.Speed: 267km/h. Hehe, der Speed mit der
Beschäftigung,
das wäre noch vor zwei Monaten nicht drin gewesen. Sprung #3 dient
der Festigung und Erweiterung; diesmal muss ich die Röhe mit
möglich
weit gestreckten Armen übergeben und auch hinter dem Rücken.
6x klappt das, nicht schlecht. Bei der Landung noch ein richtig
schön
langer Flare, c00l. Die Werte: Exit: 3775m, Depl.Alt: 755m, FF-Zeit:
48s,
Avg.Speed: 243km/h, Max.Speed: 274km/h. Schon bei diesem Sprung ging
alles
hastig, die Bundeswehr flog, also ging den Nachmittag nichts mehr. Zum
Glück zogen dicke Wolken auf, die lang ersehnten Regen brachten:
Bis
zum Abend.
- 18.7.: Vier Sprünge, und das am
Nachmittag!
Den ersten
schaffe ich gerade noch so, ich komme mit dem 5min-Call für die
Load
3 an, hineiiin... Der Exit ist nicht ganz so prall, danach erstmal kurz
hinstellen, dann etwas hinsetzen und drei Cartwheels, noch bissel
stehen,
dann wieder setzen und die Welt anschauen und sie ist schön :-)
Die
Landung auch. Die Werte: Exit: 3950m, Depl.Alt: 875m, FF-Zeit: 48s,
Avg.Speed:
254km/h, Max.Speed: 278km/h. Na bitte. War übrigens der 250.
Sprung
- verglichen mit dem, was ich z.B. im 100. konnte, ein deutlicher
Schritt
vorwärts :-) Kurz darauf kommt Robert und schnell machen wir einen
Freefly-Zweier aus. Endlich gehts hoch und Ready-Set-Go: Trotz
ungelinkten
Exits purzeln wir zusammen, machen instinktiv Gorilla (Beine verhakeln)
und wirbeln durch die Luft :-) Loslassen und Robert ist ratzfatz unter
mir. Kunststück mit Relativkombi :-) Also hinstellen und
ranfahren.
Nach ein paar Sekunden haben wir uns, leveln uns schön aus und
fahren
aufeinander zu: Frontdock! Supergoil. Dann klingelts schon, also
separieren
und noch eine feine Landung, herrlich. Die Werte: Exit: 4025m,
Depl.Alt:
925, FF-Zeit: 51s, Avg.Speed: 230km/h, Max.Speed: 251km/h. Danach kommt
Uli Issel, der Tandemmaster und er kommt gerne mit. Beim Exit stubsen
Robert
und ich wieder etwas zusammen, aber OK, das sortiert sich fix aus und
schnell
ist Uli bei mir, wir bleiben sehr schön zusammen und fahren
mehrfach
fast auf Dockweite aneinander ran. Er ist sehr schnell und ich muss
dafür
noch an meiner Sitzhaltung feilen, wird noch. Durch das Nachleveln
mittels
Stehen fehlen die entscheidenden Dezimeter, trotzdem goil. Robert hing
etwas darüber, sinnierte und beschloss dann, sich hinzustellen, so
dass wir ab 1800m alle schön zusammen waren. 1500m, Separation und
ich schaue beide zwischen den Beinen immer kleiner werdend wegzischen.
Ich beobachte nach dem Pull fasziniert Ulis schnellen Schirm (120er
Faqtor),
nicht schlecht. Beim Landen heize ich schön an, der Wind hat ein
bissel
aufgefrischt und es hebt mich hoch. Ich lasse einfach mal nicht nach,
und
es geht bis ca. 2m hoch und an der mittlerweile voll gezogenen Bremse
sanft
herunter. Irgendwie muss ich losprusten und landen mit einem Lachanfall
:-) Die Werte: Exit: 4050m, Depl.Alt: 775m, FF-Zeit: 54s, Avg.Speed:
233km/h,
Max.Speed: 251km/h. Der letzte Sprung des Tages wieder mit Uli und
Robert.
Diesmal stehen Robert und ich uns nicht gegenüber, sondern
trainexitmäßig
hintereinander, was uns dennoch nicht hindert, etwas beim Exit zu
touchieren.
Sortiert sich alles fix und schnell ist Uli bei mir, Robert hängt
ein wenig darüber... nanu? Uli heizt und ich muss die Beine sehr
lang
machen, aber wir sind schön zusammen und fliegen uns schön
an,
fein. Die letzten Sekunden gibt Uli mal kurz Gas, der Heizer und
zischhhh
ist er weg. Ich muss mich ganz lang machen, Robert ebenfalls. Auf 1600m
haben wir ihn, puh. Dann ist auch schon das Geld wieder alle, jeden
Cent
wert! Separation, langer schwungvoller Heimweg und ein netter Swoop.
Die
Werte: Exit: 4150m, Depl.Alt: 800m, FF-Zeit: 54s, Avg.Speed: 243km/h,
Max.Speed:
266km/h. Schnell packen und danach sitzen wir lange und gemütlich
zusammen.
- 19.7.: Es ist Sonnabend und viel zu tun,
jedoch
reichts am
Nachmittag für zwei Sprünge. Von den Freeflyern ist kaum
jemand
da und die, die am Platz sind, haben sich schon in Gruppen gefunden und
basteln an Formationen. OK, dann halt Üben und Festigen :-) Sprung
#1 geht ein bissel unsystematisch raus, aber schnell sortiere ich mich
und übe wieder mit der Röhre: hin und herreichen im Sitzen,
im
Stehen vornherum und dann auch noch hinter dem Gurtzeug, zwischendurch
immer mal Blicke auf Ecki und Karolin, die vor mir im Headdown heraus
sind:
Die werden immer kleiner ;-) Dann einfach hinsetzen und bei klarer Luft
die Welt anschauen. 1500m, weg das Teil in den Pullover, richtig
hinlegen
und raus die Wäsche in 1000m. Die Landung da, wo ich geplant habe,
kaum ein Swoop, da ich erstmals die Beinhaltung etwas variiere und
lieber
auf Nummer sicher gehe. War auch gut so, da mich eine kleine Bö
dazu
zwingt, beim Landen auszugleichen. Die Werte: Exit: 4075m, Depl.Alt:
825m,
FF-Zeit: 50s, Avg.Speed: 249km/h, Max.Speed: 270km/h. Hehe, die Werte
sind
nicht schlecht, hatte sich auch gut angefühlt. Sprung #2 geht
wieder
hinter den Headdownern heraus. Mal sehen, ob ich ein bissel dranbleiben
kann. 7s Abstand, raus und... wow, ein besonders schöner Exit.
Also
hinstellen und ... tatsächlich, die Arme gehen ja plötzlich
doch
höher als 90° :-) Heizen, heizen und heizen und die beiden
beobachten...
Naja, so ganz klappts nicht, Headdown ist halt fixer ;-) Also noch ein
bissel Drehungen üben und dann kurz vor Schluss mal kurz setzen,
pah,
noch 300m, also nochmal stellen und diesmal gleich nach vorn auf den
Bauch,
ist ja niemand da - da kann ich mal hochkorken :-) Der ausgesuchte
Landepunkt
klappt wieder, sehr schön und der Flare ging mit der neuen
Beinhaltung
auch länger, ein herrlicher Tagesabschluss. Die Werte: Exit:
4150m,
Depl.Alt: 800m, FF-Zeit: 50s, Avg.Speed: 264km/h (neue persönliche
Bestleistung ;-), Max.Speed: 288km/h (hehe!). In Ruhe packen und die
Sachen
einsammeln und dann gibts lecker Bier. Uli und Chris hatten - an einem
Tag in zwei Laods hintereinander! - jeweils eine Tandemreserve. Alles
ging
glatt und beide sind so erfahren, dass sie sogar fachsimpeln, wie man
zwischen
Abtrennen und Öffnen der Reserve die Haltung bestmöglich
stabil
bekommt. Ich bin beeindruckt und weiß, warum ich unter anderem
die
beiden immer wieder um Rat frage. Ein schöner Tag endet und ich
fahre
doch tatsächlich mit dem Auto in die untergehende Sonne. :-)))
- 10.8.: Nach dem Urlaub
in
Irland lernte
ich erst in der Affenhitze hier in Deutschland (bis 35°C°) das
Wetter dort zu schätzen: 20-max. 25°C und fast jeden Tag
zumindest
ein kleiner Schauer oder Niesel. Alles grün und saftig, viele
Burgen,
Schlösser und Kirchen. Naja, und sowieso viele schöne
Landschaften
und Wandergelegenheiten. Bed&Breakfast und das abendliche Essen
machten
allerdings täglich das Äquivalent zweier Sprünge aus, im
Ganzen ist wohl ein 50er-Block dort geblieben, wenn man Fähre und
Benzin fürs Auto (was in IRL mit ca. 80-90 Cent pro Liter Super
vergleichsweise
preiswert ist) hinzurechnet. Nun also bei der Hitze springen?
Andererseits
nach drei Wochen... Da Hoschi da war, einigten wir uns auf einen
RW-Zweier.
Gelinkter Exit mit Hoschi als Floater und mir als Diver, schnell
stabil,
dann loslassen und erstmal einen Pin (also beide fassen einander wieder
an den Händen an), danach Sidebody (Partner dreht sich um 90°,
der andere fasst an einem Arm und einem Bein an), wieder zurück
zum
Pin, Sidebody... insgesamt 7 Punkte, nicht schlecht. Wie immer bei sehr
heißer und trockener Luft öffnete der Schirm etwas schneller
und ein bissel unruhig, trotz der langen Lagerung. Beim Landen hatte
ich
gut gezielt und spitzte noch etwas mit den Frontrisern an, zog
allerdings
etwas zu stark durch: Nochmal ein Aufstieg, den ich allerdings sanft
abfing.
Die Werte: Exit: 4050m, Depl.Alt: 725m, FF-Zeit: 66s, Avg.Speed:
179km/h,
Max.Speed: 204km/h. Auf den zweiten Sprung mussten wir lange warten. Es
waren nicht so viele Springer da und dann kam noch eine Megaladung
Tandems
(fünf). Endlich gings hoch. Das erste Paar hatte die Tür
nicht
eingehängt, also musste Hoschi ran; nur hatte der das noch nie
gemacht.
Hektik, die sich beim Aufbau und Exit fortsetzte. Der war aber ganz gut
und nach einer Weile auch stabil. Hoschi war aber noch unentspannt und
prompt ging er, als ich mich um 90° drehte, nach hinten weg. Beim
Heranfahren
und Ausleveln bekam er die zweite Hand nicht heran, schwebte wieder weg
und ich kam ihm mit entgegen, musste gleichzeitig stärker
durchdrücken.
Wieder kam er heran, kurz Griffe genommen, aber es drückte ihn zur
Seite weg und ich zog etwas weg, und beobachtete Hoschi eine Art
Fassrolle
drehend, aus der er aber sehr schnell wieder herauskam. Nochmals
Leveln und Annäherung, Griffe genommen und dann war auch schon das
Geld alle. Trotzdem ein lustiger Sprung. Beim Landen gings auch schon
um
einiges besser, aber trotzdem wieder ein bissel hoch :-) Die Werte:
Exit:
4025m, Depl.Alt: 725m, FF-Zeit: 65s, Avg.Speed: 183km/h, Max.Speed:
201km/h.
Der dritte und letzte Sprung war dann Freefly, solo. Diesmal mit der
SpaceMonkey-Hose,
die luftiger ist, aber deutlich flatteriger. Beim Exit schaute ich
sogar
ein wenig nach unten, bis mir aufging, dass ich gleich saß und
dabei
noch kurz die Springer unter mir anschaute :-) Danach dann etwas
Stehen...
hm, so ganz schnell wills heute nicht, die Arme wollen nicht ganz so
hoch
(Gurtzeug einen Tick zu straff angelegt?), aber dann halt schnell im
Stehen
drehen, dann hinsetzen, Landschaft anschauen und definiert drehen, oha,
das ist mit der Hose ein bissel anderes Gefühl, vor allem merkt
man
das Flattern an den Oberschenkeln, hehe. Faul bleibe ich dann bis 1300m
sitzen, werfe mich auf den Bauch, Pull bei 1000m und nach einer
schönen
Schirmfahrt wieder gleich vorn gelandet, angeheizt und siehe da, es
ging
sogar einen schöner langer Flare. Zwar nicht ganz dicht überm
Boden, aber immerhin :-) Die Werte: Exit: 4050m, Depl.Alt: 825m,
FF-Zeit:
51s, Avg.Speed: 241km/h, Max.Speed: 262km/h. Danach ging leider nichts
mehr, da mittlerweile die AFF-Schüler sprungbereit waren und die
Maschine
aufgrund der Hitze nur 13 Leute aufnehmen konnte, so dass ich trotz
recht
langer "Voranmeldung" leer ausging. Tel Aviv, oder wie die Römer
sagen...
;-\
- 11.8.:
Montag. Ich bereite mich auf meine neuen Fächer vor; eines davon
ist Hauswirtschaft - mich hats an eine Berufsschule verschlagen. Nach
stundenlanger Lektüre eines Lehrbuches für
"Wirtschaftslehre/Fachrechen" summt mir der Kopf. Im Radio wird
berichtet, dass demnächst ein Moderator einen Tandemsprung machen
wird. In Gera. Alle sollen kommen. Ich lasse mich verlocken. Dort
angekommen, teilt mich Platzwart André als "Experten" ein, der
den Tandemsprung zusammen mit der Moderatorin vom Boden aus
kommentieren soll. Das ganze entpuppt sich als Fake, wir tun nur so und
nach der Vorbsprechung gehts los. Die Moderatorin will Schmackes
reinbringen "Oh Gott, sie treiben ab!". Meine Güte, worauf habe
ich mich eingelassen - höflich korrigiere ich. Danach noch eine
Weile warten und mit der nächsten Load gehts hoch. Exit klappt
schön, dann mal hinstellen und drehen. Nochmal drehen, ja geht.
Setzen. Immer noch soviel Zeit. Ein Cartwheel? OK und... PAFF! Wie
geprellt hänge ich am Schirm, der völlig verdreht ist. Wo bin
ich? Was ist los? Ausdrehen, hochgreifen! Wo ist mein rechter Arm? WO
IST MEIN RECHTER ARM!? Der hängt zerschmettert herunter.
Vorzeitige Schirmöffnung! Vermutlich war die obere Klappe beim
Gedrängel im Flugzeug ein bisschen hochgedrückt worden, dann
wurde beim Cartwheel die
Bridle vom Fahrtwind erfasst, so dass dann der Pin gezogen und der
Schirm bei voller Freefly-Fahrt geöffnet wurde, wobei es mich auch
noch in dafür völlig ungeeigneter Lage - eben beim Transit
Cartwheel - Standup - erwischte. (Anmerkung:
Wir haben nachgeschaut. Der Loop war nicht zu lang, der Packdruck nicht
zu gering - etliche andere, erfahrene Springer hatten das Gurtzeug in
den Wochen vorher bzw. am Vortag mal gepackt oder benutzt. Der Schirm
ist
unmittelbar vor dem Sprung frisch gepackt worden; ich hatte Zuschauern
die Funktionsweise des Systems erklärt. Vermutlich sind mehrere
dumme Kleinigkeiten zusammengekommen, siehe die vorigen Bemerkungen.)
Hier kann man einige Bilder des
beschädigten Gurtzeugs sehen. Im Krankenhaus wird sich dann
zeigen, dass der Oberarmknochen eine
Schaftstückfraktur erlitten hat, also durchgebrochen (noch dazu
disloziert
(verschoben)) und mit einem Biegungskeilbruchstück. Zudem ist das
Schulterblatt eingestaucht, am Ansatz gebrochen und im Bereich des
Blattes regelrecht
zertrümmert. Doch in der Luft heißt es jetzt erstmal, das
Überleben zu sichern. Den rechten Arm hebe ich hoch, stecke mir
die Hand in den Mund und beiße sie fest. Irgendwie schaffe ich es
durch Zappeln, mich freizudrehen. Mit Hilfe der Beine vermag ich es,
den Schirm ein wenig zu steuern und werde so nicht über den
Flugplatz hinausgetrieben. Beim Drehen stelle ich fest, dass der
Schirm, kurz bevor er genau gegen den - zum Glück leichten - Wind
gedreht ist, kurz zum Stillstand kommt. Dies nutze ich bei der Landung
aus, die ohne zu Flaren beinahe stehend erfolgt; ich lasse mich auf die
gesunde linke Seite fallen. André kommt schon mit dem VW-Bus und
lädt mich ein. Jetzt lässt der Schock nach und die Wirkung
des Adrenalins; ich spüre Schmerzen, wahnsinnige Schmerzen. Per
Funk verständigt André sich mit Chris, der Rettungsarzt
wird gerufen. Der kommt nach 6min, bis dahin versorgt mich Chris. Die
Fahrt ins Krankenhaus ist umnebelt, endlich Schmerzmittel. Drei Tage
später werde ich operiert, bleibe insgesamt vier Wochen im
Krankenhaus Gera, drei Monate nach der ersten OP werde ich erneut
operiert: Die gewählte Versorgung konnte nicht die erforderliche
Stabilität gewährleisten und der Knochen wies zwei starke
Achsknicke auf, war in sich verdreht und zudem hatte sich ein
Falschgelenk gebildet, sodass ich beständige Schmerzen hatte. (Ich
möchte hier einfach nicht näher darauf eingehen, aber es war
eine scheiß Zeit und all die Schmerzen, die psychischen Tiefs
[weil nichts vorwärts ging] hatten nicht mal einen Heilungserfolg
als Belohnung...) Mein
nachbehandelnder Orthopäde, Dr. Sven Hoffmann, kümmerte
sich
wirklich sehr um mich und gibt sich nicht mit dem Status Quo zufrieden.
Nach einiger Suche fand er einen Spezialisten an der Unfallchirurgie
des Uniklinikums Magdeburg: Prof. Dr. Stephan Winckler. Eine fast
vierstündige OP beschert mir jede Menge Metall im - nunmehr wieder
geraden - Arm, vor allem aber endlich eine Perspektive! Natürlich
dauert es noch lange Wochen, bis alles sauber verheilt und vor allem
die Muskeln und Sehnen wieder gedehnt und gestärkt sind, aber es
geht aufwärts und zu Weihnachten kann ich die bunten Glaskugeln
wieder
selbständig an den Baum hängen. Beim Wiedervorstellungstermin
am 17.12.03 verabreden wir uns lose für den Frühsommer 2004,
dann werde ich wieder springen können, so Prof. Winckler. Was soll
ich sagen, ich bin den beiden Ärzten dankbar und schaue endlich
wieder optimistisch in die Zukunft; mein Körper honoriert die
positive Gefühlslage mit verstärkten Anstrengungen -
positives Feedback. Daher wird das Tagebuch hiermit längst nicht
zu Ende sein, denke ich! Achja, die Werte für den letzten Sprung
2004: Exit: 4025m, Depl.Alt: 1425m, FF-Zeit:
40s, Avg.Speed: 240km/h, Max.Speed: 262km/h.
- Weiter gehts im Sprungtagebuch 2004,
zuerst
mit dem Genesungsbericht
;-) und dann vor allem neuen Sprungeintragungen!
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©
Carsten Kruse 16.12.2001
Letzte Änderung: 27.05.2004