FallschirmspringerFallschirmspringen in GeraFallschirmspringer


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Vorab eine kleine Anmerkung: Natürlich hätte ich überall Thumbnails für die Bilder einbauen können. Mittlerweile sind das aber doch eine Reihe geworden (immer mehr Leute auf dem Platz haben digitale Kameras ;-) und so überlasse ich lieber jedem Leser selbst die Entscheidung, was er/sie anschauen möchte.
Eine weitere Anmerkung: Die Geschwindigkeitsangaben sind "SAS" (Skydiver's Airspeed) Diese Angabe hat einige Vorteile: The SAS formula calculates the pressure to numbers as if the complete skydive had been performed at a fixed air pressure and a fixed temperature, which corresponds to 4,000 feet ASL. 4,000 feet is the chosen reference by LARSEN & BRUSGAARD since this is the average altitude at which the working time of a skydive is normally ended. Using SAS, skydivers in any body position can express their vertical speed by a number (SAS). This number remains virtually constant regardless of altitude with little or no variance due to temperature differences and can be compared with the vertical airspeeds of other skydivers.  This means that regardless of the elevation of the DZ you are jumping at, SKYDIVER’S AIRSPEED (SAS) will be the same for the same body position.
Kurz und knapp: Die Werte werden alle umgerechnet auf 4000 Fuß überm Meerespiegel und sind dadurch alle miteinander vergleichbar; egal wann und wo der Sprung stattfand.

Aus gegebenem Anlass: Die Weiterverwendung von Bildern von Springern ist ausdrücklich nur mit meiner Zustimmung gestattet! Siehe auch den Copyright-Vermerk.

Summe 2001 bis Ende 2005: 533 Sprünge

2001: 6 Sprünge: 

2002: 107 Sprünge:

2003: 146 Sprünge:


2004: 135 Sprünge:

 

2005: 139 Sprünge: - Da mir z. Zt. das Führen des Tagebuches in der gewohnten Qualität zeitlich nicht möglich war, sind nur die Sprünge bis #428 enthalten!

Aus gegebenem Anlass: Die Weiterverwendung von Bildern von Springern ist ausdrücklich nur mit meiner Zustimmung gestattet! Siehe auch den Copyright-Vermerk.

19.03.

Vorspann

Daten: ---

Den gesamten Winter über herrschte, bis auf das Nikolausspringen, Hupfpause. Tja, da blieb sportlich trotzdem eine Menge machbar. So z. B. im FamilyFitness, das ich meist 2x die Woche aufsuchte. Daneben gings zum Wanderurlaub über den Jahreswechsel nach Mallorca. Ja, man glaubt es kaum, aber die Insel ist landschaftlich schön und nicht alle fahren dort hin, um sich sinnlos die Rüber vollzuschütten. Des Weiteren konnten wir ausgiebig dem Skilanglauf frönen, als uns der traditionelle Winterurlaub diesmal in die Europaregion Kaprun/Zell am See führte. Hier ein Bericht zum Anschauen. Nebenbei: Zell am See müsste auch bei den PINK-Fans aufhorchen lassen. Leider war zwar der Flugplatz zu bewundern, aber sprungmäßig ging nichts. Weitere ausgedehnte Skiwanderungen machten wir in der Gegend um Mühlleithen (bei Klingenthal), die für Skilangläufer wirklich sehr schön ist und viele und abwechslungsreiche Loipenkilometer bietet. Doch trotz allen Sports und trotz aller Videos: Die Tage wurden gezählt bis zum Saisonanfang :-)
Und an diesem 19. März war es endlich soweit. Und was macht das Wetter? Uns erstmal ärgern wollen, aber das klappt nicht. Denn Chris Buß, Leiter des Referats Technik beim DFV und in Gera vor allem unser Haus- und Hofrigger, Platzwart und Sprungdienstleiter und Mann für alle Fragen, wenns ums Springen geht, machte sein Sicherheitsseminar, welches auch für altgediente Semester noch eine ganze Reihe von nachdenkenswerten Fakten bereithielt. So z. B., dass die Kletts der Trennkissen sich gern immer fester ineinander verhaken und man regelmäßig nicht nur deren Sitz kontrollieren sollte, sondern selbiges Kissen auch mal (vorsichtig natürlich ;-) rausschälen soll, damit das Teil nicht im Falle eines Falles arg fest sitzt...
Tja, aber irgendwann waren uns die Fragen ausgegangen und der mitgebrachte Festschmaus verspachtelt (Danke an Uli Issel und die Bäckersfamilie Axel und Steffi!). Aber als selbst die Hartgesottenen so langsam ans Nach-Hause-Gehen dachten, zeigten sich erste Löcher am Himmel und so konnten wir dann am frühen Nachmittag doch noch mit den Aufwärm- und Dehnungsübungen beginnen.

 

Sprung: 395

Daten:

  • Exit: 4400m
  • Depl.Alt: 925m
  • FF-Zeit: 67s
  • Avg.Speed: 183km/h
  • Max.Speed: 211km/h

Endlich gings wieder hoch. Draußen war es zwar bannig kalt, aber dank Thermokombi war das auszuhalten und zudem war auch die Heizung an, also richtig gemütlich. Mit an Bord waren auch Tandems. TANDEMS? Bei der Kälte? Natürlich keine "richtigen" Tandems, sondern für den jährlichen Check hatten sich andere Springer bereitgefunden, als "Dummy" zu fungieren. Wenns nicht so kalt gewesen wäre und ...naja, vor allem, weil man eben nichts machen kann, muss man als Tandemmaster schon fragen, freiwillig kommen nicht so viele Springer mit - Wer geht schon freiwillig in die erste Klasse zurück, wenn er schon an der Universität ist ;-)
Steffi und ich hatten uns verabredet, einen Zweier zu machen - was für eine Überraschung ;-) Da sonst nur Einzelsterne unterwegs waren, gingen wir als erste raus. Der Exit funktionierte wunderbar und wir lagen sehr schnell ordentlich da und fingen an, unser Programm von den letzten Sprüngen abzurufen: Ich drehe zum Sidebody und Steffi nimmt einen Griff, Stern, Steffi dreht zum Sidebody und ich greife, wieder Stern, genau das Programm dann exakt nochmals und danach jeder eine 360°-Drehung, danach wieder zum Stern - klappte alles recht schön und trotz viermonatiger Pause - und dann unser gegenwärtiger Arbeitsschwerpunkt: open accordians. Und die brauchen wirklich noch Arbeit in Bezug aufs saubere Greifen, aber links, rechts und links klappten; dann waren wir bei 1500m und trennten uns, da wir jeder etwas höher ziehen wollten, um uns auch mit dem Schirm wieder vertraut zu machen. Die Heimfahrt gestaltete sich nach Brems-, Steuer- und Stallpunktprobe locker und da Wind war, klappte die Landung sehr locker. Tja, da kann man doch glatt noch einen Sprung ranhängen. Und tatsächlich wurde das Wetter immer besser und Zeit war auch noch, also nochmal hoch.

 

Sprung: 396

Daten:

  • Exit: 4150m
  • Depl.Alt: 700m
  • FF-Zeit: 66s
  • Avg.Speed: 187km/h
  • Max.Speed: 222km/h

Der zweite Sprung dieses Tages ging wieder mit Steffi, na klar. Diesmal wollten wir aber etwas weiterarbeiten, nämlich an unseren Schwachstellen. Nach einem gemütlichen Steigflug, bei dem wieder ein Dummy-Tandemgespann ;-) dabei war, gings dann endlich wieder raus: Wieder waren wir die ersten Springer. Na dann man los. Der Exit klappte gut - siehe Bild - und gleich gings über zu den open accordians. Links klappten sie sehr gut, aber an denen rechts arbeiten wir besser weiter. Ein Teil daran hat sicher auch, dass wir - bedingt durch die Winterpause - nicht konzentriert genug aufs Zentrum zuarbeiteten. Aber das wird ganz schnell wieder. Danach drehte sich Steffi zum Cat und ich dockte an, was recht schnell klappte. Danach wieder zurück zum Stern. Jetzt ich... und Steffi war etliche Meter hinter und über mir. Dies bemerkte ich recht fix und drehte ohne Federlesens zurück, sodass wir schnell wieder zum Stern zurückfanden (dieser Punkt zählt übrigens strenggenommen nicht ;-) und dann halt eine 360°-Drehung machten, was ganz gut klappte. Dann schnell zum Stern zurück (Bild). Steffi wollte noch drehen, aber ich hatte noch "Beizeiten separieren!" abgespeichert und verließ sie schnöde. Naja, tracken macht ja auch Spaß. Die Öffnung machte ich diesmal in der normalen Höhe und war wieder begeistert, wie weich und symmetrisch der unter großen Mühen gepackte nagelneue Schirm aufgeht (Bild). Die Heimfahrt machte großen Spaß und mittlerweile lachte die Sonne so schön, hier eine nette Impression. Da sie zudem bei der Landung in meinem Rücken stand, hatte ich mal wieder einen schönen Anblick meines eigenen Schattens. Beim Landen habe ich mir mittlerweile eine etwas andere Armhaltung (Achtung: NIX für Anfänger!) angewöhnt; dadurch kann man besser dosieren und den Flare etwas länger ziehen. (Bild) Tja, dann man Abklatschen und noch... grummel, den Schirm packen. Aber das ist es ja wert. Da leider noch niemand eine Beerline gerissen hatte oder auch ein Jubiläum hatte, kauften wir uns alle beim "kleinen" Kneiper (Nicoles Mann) ein Bierchen und ließen den Tag noch mit netten Gesprächen ausklingen und zeitig nach Hause gings auch noch :-)

20.03.

Sprung: 397

Daten:

  • Exit: 4125m
  • Depl.Alt: 750m
  • FF-Zeit: 64s
  • Avg.Speed: 183km/h
  • Max.Speed: 217km/h

Am nächsten Tag war Nina da und wir verabredeten zunächst mal einen Zweier, denn vom neu zu formenden Team waren die anderen noch nicht da. Also dann man gebrieft und los. Der Exit klappte auf Anhieb (Bild) und wir fingen mit dem Programm an: jeweils Sidebodies (Bild) und Cats (sssosiehddasaus ;-) und dann eine 360°-Drehung, die ich richtig schön verpenne und erst, als Nina schon fast rumgedreht ist, schnell nachdrehe. Aber wir schaffen wir noch eine Runde Sidebodies und da es Ninas erster Sprung seit ihrem Praktikum in Oz ist (siehe auch das schöne Australienreisetagebuch bei Nina), separieren wir (Bild: Nina zeigt an, dass Schulz ist). Ich schaukle schön nach Hause, das Wetter ist nett und da machen die Aussicht und auch die Landung Spaß. Wir klatschen mit Nina ab und packen dann erstmal unsere Schirme. Ich muss mich zwar noch plagen, aber es klappt jetzt doch trotzt des nagelneuen Gewebes beim ersten Male mit dem Eintüten in den Pod. Na dann, warten wir mal noch auf die anderen. Eine Telefonruf ergibt, dass Steffi auf dem Weg ist, aber Nummer 4 kann nicht. :-( Etwas später zeigt sich dann, dass er es zeitmäßig nicht packt - Platz 4 bleibt also frei: Wer hat Interesse?
P.S.: Beim Durchsehen meines ProTracks stelle ich übrigens fest, dass ich die 6-Stunden-Grenze an Freifallzeit geknackt habe, also schon ein Vierteltag =;-) Andere, wie Chris, rechnen übrigens mittlerweile in Tagen, hehe.

 

Sprung: 398

Daten:

  • Exit: 4050m
  • Depl.Alt: 775m
  • FF-Zeit: 65s
  • Avg.Speed: 183km/h
  • Max.Speed: 219km/h

Gegen Mittag kommt Steffi an und wir briefen einen ersten RW-Dreier: Sidebodies. Das ist als Basic recht oft geübt und erlaubt, sich auf das Leveln und Arbeit aufs Zentrum zu konzentrieren. Vor uns gehen die "Geraer Spinnen" heraus. Der Exit klappt sehr schön, der Vierer liegt sofort, wie Bild 1 und Bild 2 zeigen. Auch bei uns gehts gut raus. (Standbilder zeigen oft interessante Details. Neben dem uns nachwinkenden Springer in der Absetztür sieht man in diesem Bild auch, dass Steffis Klappe aufgegangen ist - zum Glück sitzt der Pin fest und bei RW kann infolge der Anströmungsverhältnisse nichts rausgerissen werden. Langjährige Leser des Tagebuches wissen, worauf ich anspiele...) Der Dreier liegt schnell und wir greifen um zum Stern (Bild - man sieht hier übrigens Nina erstmals mit ihrem neuen Integralhelm) und ich schwinge mich zwischen die beiden Mädels zum ersten Sidebody-Nehmen rein, was recht gut klappt. Dann man um 180° drehen (ein bissel was anspruchsvolles muss ja auch bei sein :-) und dann wieder zum Stern, klappt gut - siehe Bild. Danach geht Steffi rein und ich gehe low, grummel. Also schnell um 90° drehen und hochfloaten, wieder ranarbeiten... Nina liegt in ihrem Slot und Steffi fliegt mich an, ist wieder etwas über mir, grabscht und... wird natürlich umgeworfen :-) Ich halte sie fest und sie liegt sofort wieder auf dem Bauch. Also wieder ran ins Zentrum, aber kurz bevor wir das zusammengeflogen haben, ist das Geld alle und wir separieren. (Das Video zum Sprung ist recht lustig. Wer übrigens Interesse hat: Die kann man zum Selbstkostenpreis ordern.) Der Heimweg macht auch wieder Spaß und auch die Landungen sind schmatzig, denn der Safire 2 ist natürlich einen Tacken spritziger als der 169er und durch das neue Gewebe auch beim Flaren eine absolute Wucht. Wir werten aus und da fragt Sascha, ob ich bei einem Trackdive mitmachen möchte. Na klar doch.

 

Sprung: 399

Daten:

  • Exit: 4000m
  • Depl.Alt: 800m
  • FF-Zeit: 61s
  • Avg.Speed: 188km/h
  • Max.Speed: 212km/h

Wir briefen gründlich, obwohl wir "nur" zu fünft sind. Aber sicher ist sicher. Nun gut, dann hoch. Ich bin mit der RW-Kutte dabei und soll draußen als Floater rausgehen. Grummel, hinterherdiven macht mehr Spaß. Na gut, dann man so. Der Exit klappt gut und ich lege mich schnell in Saschas Richtung und arbeite mich heran, siehe Bild (durch das extreme Weitwinkelobjektiv - ein 0.3er - sehen die Distanzen reichlich groß aus ;-) aber dann geht Sascha etwas aus der flachen Haltung heraus und baut eine deutlich stärkere Sinkrate auf, sodass sich der Abstand schnell vergrößert - auch zu Beerchen, der ihm hinterherjagt (Bild). Ich konzentriere mich, sauber in meinem Slot liegenzubleiben und da zwei andere an mir vorbei nach unten düsen, bleibe ich lieber flach liegen, statt angespitzt ins Gewimmel zu jagen - bei der Fallrate (siehe links) nicht lustig, wenn man da jemanden touchiert, also lieber auf Nummer sicher und von oben beobachten (Bild) Viel zu schnell kommt das Zeichen zur Separation und ich suche mir meine Richtung und bin wieder mal beim Öffnen von der Weichheit fasziniert. Der Schirm könnte von Orthopäden empfohlen sein ;-)

 

Sprung: 400

Daten:

  • Exit: 4175m
  • Depl.Alt: 725m
  • FF-Zeit: 68s
  • Avg.Speed: 182km/h
  • Max.Speed: 211km/h

Der für heute letzte Sprung ist gleichzeit ein Jubiläumssprung. Junge, Junge, wer hätte das gedacht, dass aus dem tapsigen Anfänger, der Level IV versägt oder aus dem einstigen Nur-Freefly-Springer jemand wird, der zu einem runden Sprung mit seiner Lieblingssprungpartnerin und seinem Mit-AFF-Studenten Wolli Bipps (der übrigens seit diesem Jahr Präsident des FSC 4000 Gera e.V. ist) in die Luft und dann wieder abwärts geht :-)
Vor uns gehen wieder die Spinnen heraus. Der Exit klappt gut und der Vierer liegt schnell (wenn auch etwas steil, der front floater hat die Beine etwas lang ;-) Wolli hat seine RW-Kombi zum Waschen zu Hause und ist mit seinem Heller Suit unterwegs. Der ist zwar nicht das Modernste, aber als Allzweckkombi nett. Hier ein Bild vom Türaufbau. Beim Exit geht Wolli (rear floater) einen kleinen Tacken zu spät und wir basteln etwas (dadurch liegt die Formation hinten etwas höher und der front floater hat zu arbeiten), aber wir liegen recht schnell (Bild) und fangen an mit dem Programm, welches wir von Sprung 399 und - für langjährige Leser - auch aus Sprung 370 im Jahre 2004 kennen) Ich gehe in die Mitte und Steffi und Wolli docken fast zeitgleich an. Bei #370 war Düsen-Wolli noch abgesoffen, diesmal ist er durch seine flattrige Kombi sogar ein kleines bissel höher und jedenfalls gleich angedockt. Ob dieses, seinen Erwartungen diametral entgegenstehenden Ergebnisses ist Wolli so verblüfft, dass er erstmal nicht loslässt und ich energisch schütteln muss :-) Zurück zum Stern (hier kurz vor dem Schließen) und dann nehmen wir Sidebodygriffe bei Steffi, hier sieht man, wie Wolli und ich sie begreifen ;-) Wollis HellerSuit hat leider keine Booties, sodass die Arbeit aufs Zentrum etwas schwerer fällt, aber wir schaffen fast noch den nächsten Stern und ich winke Steffi (Bild) und Wolli Tschüssikowski zu und wir separieren. Hehe, ein schöner Sprung! Nach dem Öffnen bietet sich ein schönes Bild durch die vielen Schirme am Himmel, hier sieht man Steffi oben links und Wolli unten rechts. Das nächste Bild ist besonders schön - daher auch bei den Impressionen - es zeigt, warum Sunsetloads so beliebt sind. Dank günstiger Windrichtung und Sonnenstandes gelingt mir auch ein schönes Bild beim Landen, mein Schatten und im Hintergrund noch ein anderer Springer am Schirm. Also abklatschen, dann Packen und da Peter Schmidt sich eine Beerline geleistet hat, brauche ich heute noch nichts auszugeben, schlürf. :-)

25.03.

Sprung: 401

Daten:

  • Exit: 3950m
  • Depl.Alt: 875m
  • FF-Zeit: 49s
  • Avg.Speed: 248km/h
  • Max.Speed: 261km/h

Karfreitag. Ostern ist dieses Jahr sehr zeitig, denn der Ostersonntag kann sich diesmal beim Mond bedanken, der sich sputet, gleich nach dem Frühlingsanfang als Vollmond am Himmel zu stehen.
Am Platzt sind aber wenig Springer und leider ist auch das Wetter nicht ganz so toll. Jedoch gehts gegen Mittag hoch und ich mache mal wieder einen Soloritt, dann halt mal wieder Freefly üben. Nach dem Exit sitze ich sofort, hehe. Das Stehen und Sitzen klappen auch soweit auf Schlag, trotz der langen Pause, aber an der Richtungsstreu und Stabilität sowie der Geschwindigkeit muss ich noch weiter feilen. Aber das macht richtig Spaß und ich freue mich, dass ich diesmal nicht vom Pieper überrascht werde, denn mittlerweile habe ich mir auch im Sitzen/Stehen angewöhnt, regelmäßig den Höhenmesser abzulesen und werfe mich auf den Bauch. Das fühlt sich ohne Booties komisch an, aber ich liege sauber. Die Öffnung ist wieder schnüffelweich und ich schwinge mich vergnügt heim. OK, die Kamera hat nicht aufgenommen, aber was solls, so dolle wars auch nicht ;-)

 

Sprung: 402

Daten:

  • Exit: 3875m
  • Depl.Alt: 775m
  • FF-Zeit: 51s
  • Avg.Speed: 237km/h
  • Max.Speed: 262km/h

Da auch zum Lift 2 niemand weiter da ist und alle anderen verabredet, mache ich einfach noch einen Freeflytrainingssprung. Den Exit kopple ich mit einem Rückwärtssalto und schaue mir das Flugzeug an, danach erstmal hinsetzen und stellen zum Anspitzen, danach zwei Cartwheels (seitliche Räder) nach links und eines nach rechts... hüstel: Ich merke, dass ich den Oberkörper dabei beuge und folglich nicht über das Becken sauber drehe, sondern wie ein Truthahn am Schaschlikspieß ;-) Also daran muss ich weiterüben, am besten auch mal jemanden für einen Instructorsprung suchen. Infloge der Cartwheelversuche sieht auch das Diagramm im ProTrack recht interessant aus, man sieht deutlich, wieviel Geschwindigkeit ich hierbei verliere. Danach spitze ich noch bissel an und erfreue mich dann vor allem einer schönen Schnüffelöffnung :-)

 

Sprung: 403

Daten:

  • Exit: 3850m
  • Depl.Alt: 675m
  • FF-Zeit: 50s
  • Avg.Speed: 251km/h
  • Max.Speed: 277km/h

Der nächste Sprung geht dann mit Olaf, der mittlerweile von zu Hause eingetroffen ist. Wir machen einen Gorillaexit. Hierbei verhaken die Springer ihre Beine ineinander und hupfen so aus dem Flugzeug. Das ergibt oft spannende Bewegungen, da das ganze tendenziell natürlich sehr instabil ist. Uns wirbel es auch etwas herum, aber da Olafs Kombi recht glatt ist, flutscht es uns beizeiten auseinander. Leider fällt Olaf auf den Bauch und ich schalte nicht so schnell, sodass ich trotzdem ich mich zwar sehr breit mache (aber eben nicht auf den Rücken lege), ratzfatz tief unter ihm hänge und dann mich dann alt umorientiere und hinstelle und durchheize, was auf dem ProTrack-Bild recht interessant aussieht und einen Mittelwert von 269 km/h für die zweite Hälfte bescheinigt. Wäre interessant, mal zu sehen, wie schnell ich werde, wenn ich mal komplett nur runterglühe :-) In Separationshöhe tracke ich in "meine" Richtung weg, schaue nach oben - nix - und werfe den Stöpsel. Naja, auch alles ganz nett :-) Keine Bilder? Die Kamera wollte nicht: Graue, horizontale Streifen und aufnehmen mochte sie auch nicht. Erst nachdem ich am Sonnabend eine Reinigungskassette kaufen konnte, war dem abzuhelfen...

 

Sprung: 404

Daten:

  • Exit: 3775m
  • Depl.Alt: 1300m
  • FF-Zeit: 45s
  • Avg.Speed: 201km/h
  • Max.Speed: 232km/h

Der vierte und letzte Sprung des Tages ging mit Uli Issel. Aber nicht etwa ein RW- oder FF-Zweier, sondern als Dummy für seinen Tandemauffrischungssprung :-) Die Einweisung kennt man ja mittlerweile, oft genug hört man ja unwillkürlich zu, wenn die Gäste eingewiesen werden. Die Frage ist, ob ich auch beim exit wirklich brav die Arme drinlasse, oder sie doch instinktiv rausnehme. Tja, erstmal gehts hoch und die üblichen Frotzeleien schallen durch die Kabine. Da keine "richtigen" Passagiere dabei sind, kann man auch mal ein "Oh, ob das gut geht..." hören. OK, dann sind wir auf 4000m - den Höhenmesser habe ich mitgenommen. Mich zur Tür schieben lassen, Beine lang, Becken vor, Kopf in den Nacken und los gehts. Wir sind ein bissel kopflastig, aber Uli stabilisiert uns aus und wirft die Drogue (den Bremshilfssschirm). Ich schaue mich um, das macht doch alles viel viel mehr Spaß als bei meinem ersten Tandem (siehe hier). Denn diesmal weiß ich, was abgeht, es geht zudem auf 4000m statt 2500m und ich hänge auch wesentlich besser im Gurtzeug (was ich damals nicht wusste und als gegeben hinnahm) und "darf" auch nach unten schauen. Costa ist mitgekommen und fliegt uns an und nimmt einen Griff bei mir, hehe. Die Öffnung - leider schon in der üblichen Tandemhöhe - ist schön weich (nach dem ersten Tandem hatte ich noch über eine Woche blaue Streifen überall dort, wo das Gurtzeug den Öffnungsruck abhielt...) und wir schwingen uns zurück zum Platz. Ich bin überrascht, wie gut der Schirm trägt und hätte als Pilot ein tüchtiges Stück zurücklaufen müssen. Aber dafür hat Uli ja die Lizenz und über 2000 Sprünge Erfahrung :-)
Der Tag klang nett aus - da ich ja schon vorhin meinen Schirm gepackt hatte, warf ich nur meine Sachen zusammen und holte noch das Jubelsprungbier ;-)

26.03.

Sprung: 405

Daten:

  • Exit: 4025m
  • Depl.Alt: 675m
  • FF-Zeit: 64s
  • Avg.Speed: 183km/h
  • Max.Speed: 206km/h

Für den ersten Sprung frage ich Olaf, ob wir nicht einen RW-2er machen wollen. Ja, na klar. Er hat zwar schon eine ganze Weile nichts mehr bauchmäßig gemacht, aber das wird schon. Wir briefen also Basics, mal sehen. Der Exit klappt schonmal sehr nett (Bild) Danach drehe ich mich zum Sidebody und Olaf dockt bei mir an, danach Stern, dann ich bei ihm zum Sidebody (siehe Bild), geht doch fix :-) Danach Cats, Olaf ist schnell bei mir dran und als er sich nach dem Stern für sein Cat um 180° dreht, habe ich instinktiv schon zugegriffen, als das erste Bein ankommt beim Vorüberführen am Körper sieht das doch recht nett aus: Wie eine Markenkontrolle der Sprungschuhe ;-) Danach wieder zum Stern und dann jeder eine 360°-Drehung. Zurück zum Stern und wir schaffen noch jeder einen Sidebody und einen Stern dazwischen, bevor wir separieren müssen, nicht schlecht. Beim Landen habe ich dank der Windrichtung und wiel auch die Sonne scheint, einen schönen Anblick, bei dem ein Springer, der seinen Schirm aufnimmt, mein Schatten, der Schatten eines gerade landen Springers und eben dieser Springer mit seinem farbenfrohen Schirm fast eine ideale Line bilden. Ein kleines Stückchen später landet Olaf (sieht nett aus im Hintergrund mit den Federwölkchen) und wir klatschen ab.

 

Sprung: 406

Daten:

  • Exit: 4250m
  • Depl.Alt: 675m
  • FF-Zeit: 58s
  • Avg.Speed: 224km/h
  • Max.Speed: 241km/h

Den zweiten Sprung des Tages machen Olaf und ich ebenfalls zusammen, nur diesmal wieder Freefly. Wir verabreden einen neuen Exit: Trainexit. Dabei nehme ich meine Füße unter Olafs ausgebreitete Arme und klemme sie also in seinen Achseln fest. Danach schauen wir dann mal, was wird: Hauptsache zusammenbleiben - 13 Punkte wie vorhin wird wohl eher nicht =;-)
Im Flugzeug gehen direkt vor uns Steffi und Chris raus. (Steffi war vorher beim OFC springen und kam gerade an, als Olaf und ich uns schon für Freefly gebrieft und verkleidet hatten. Auch nicht schlecht, so bekam sie einen Drill-Dive mit dem Referatsleiter Technik beim DFV ;-) Hier der Exit der beiden. Danach gingen Olaf und ich raus (Bild). Da Olaf allerdings um seine Griffe besorgt war, klammerte er seine Arme (statt sie rauszunehmen) und schaute auch nach unten: Folglich gabs Rock'n'Roll vom Feinsten. Olaf schien das so zu gefallen, dass er erst nach über 1000m loslies ;-) Dabei fiel er auf den Bauch, doch diesmal legte ich mich gleich auf den Rücken und schaute zu ihm und gab dann - leider zu spät (das üben wir nochmal) - Gas und schloss zu ihm auf, die letzten 1000m schossen wir schön richtungsstabil zueinander nach unten und aufeinander zu, na also (Bild). Insgesamt alles recht ruhig und gleichmäßig, wie auch das ProTrack-Bild zeigt. Nach dem Landen beobachtete ich Steffi im Anflug (schön mit dem wolkigen Hintergrund anzuschauen) und direkt beim Landen. (Vor ihr packt gerade Jörg "Hightower" seinen Schirm zusammen.) Tja, abklatschen, Schirm packen, dann noch ein Bierchen und heim gings.

27.03.

Sprung: 407

Daten:

  • Exit: 4100m
  • Depl.Alt: 775m
  • FF-Zeit: 54s
  • Avg.Speed: 233km/h
  • Max.Speed: 267km/h

Ich kam etwas später, da das Wetter auch nicht so toll war. Daher waren alle anwesenden Springer schon verabredet, also mal wieder solo was probieren. OK, Freefly trainieren, da hatte ich ja was offen. Vor mir gingen Olaf und Klaus bauchmäßig raus und zu meiner Überraschung ungelinkt. Beide als Floater, jedoch dreht sich Olaf schnell zu Klaus rein, wie man hier sieht: 1 und 2 und 3. Danach guckte ich mal mit dem Fischaugenobjektiv :-) in Richtung Heck und ließ mich fallen und machte gleich einen Salto rückwärts, sodass ich die D-FALK aus der Luft anschauen konnte (man kann schon sehen, wie der Kameramann für das folgende Tandem draußen hängt.) Danach sitzen und etwas stehen, ein Cartwheel links und eines rechts (hüstel, an denen arbeite ich am besten weiter, da ich nach wie vor instinktiv den Oberkörper vornehme, grummel) und dann probierte ich, in den Headdown überzugehen. Nunja, gut, dass keiner zusah ;-) Das wird noch einige Mühe kosten. Dann also nochmal schön hinstellen und viel zu schnell, aber nicht unerwartet, kommt die Auf-den-Bauch-schmeiß-Höhe und der weiß-blaue Schirm kommt weich ans Tageslicht. Ein Glück, dass nur eine Zelle von den neun blau ist, sonst hält man mich noch für einen Bayern.

 

Sprung: 408

Daten:

  • Exit: 4075m
  • Depl.Alt: 725m
  • FF-Zeit: 66s
  • Avg.Speed: 182km/h
  • Max.Speed: 208km/h

Mittlerweile ist Steffi eingetroffen und wir briefen: Nina hatte gebeten, dass wir sauberes Fliegen üben; also LPG. (Erst Level abstimmen, dann Position (also dicht an den Partner anfliegen) und dann erst der Griff.) Was bedeutet, sich ordentlich in die Luft zu legen und vor allem ständig Blickkontakt zu halten und die Ruten langzumachen, um ins Zentrum zu arbeiten.
Vor uns geht ein Freeflydreier raus mit Christine, Sascha und Jörg "Hightower", der sehr schön aussieht: Raus gehts, dicht zusammenbleiben und schnell auf den Kopf drehen. Danach bauen wir uns auf und hier sieht man, dass Steffi selbst dabei immer lächelt; sie ist die personifizierte gute Laune beim Hupfen. Oben haben wir schöne Sonne und daneben strahlt Steffi, was für ein schöner Anblick. Mit den Sidebodies klappt es soweit ganz gut, aber auch da müssen wir zukünftig noch präziser arbeiten, noch stärker aufs Zentrum. Bei den open accordians geht dann das Gewusel los: Ich gehe ständig low, obwohl ich mich flach lege und muss beim ersten Male sogar auffloaten, was ziemlich Zeit kostet. Einen fliegen wir schön zusammen, auch mit ordentlichem Griff (hier direkt an den Leisten), aber insgesamt schaffen wir nur zwei davon, der ganze Sprung zusammen "nur" sieben Punkte. Schlussfolgerung: Diesmal kommt Steffi nicht um Blei herum. Interessant ist, dass wir gar nicht so schnell waren, weiß der Fuchs, warum sie nicht so gut an mir dranbleiben konnte - aber ich mit deutlich Kilos mehr kann leicht reden... ;-) In Pullhöhe sieht das Wetter schon gar nicht mehr so super aus, aber interessant auf alle Fälle (Bild)

 

Sprung: 409

Daten:

  • Exit: 4225m
  • Depl.Alt: 700m
  • FF-Zeit: 69s
  • Avg.Speed: 182km/h
  • Max.Speed: 206km/h

Der dritte und leider letzte Sprung - das Wetter wird zunehmend hässlicher und wird (Achtung Spoiler ;-))) am nächsten Tage den Sprungbetrieb ganz unmöglich machen - ist sozusagen ein Wiederholungssprung. Irgendwie ist in der verwendeten Kassette der Wurm, wieder Ausfälle und ich kann nicht aufnehmen. Zu Hause wird die Reinigungskassette Wunder wirken und mir erlauben, jede Menge Filmmaterial auf den Rechner zu bannen. (Wer Interesse hat, die Videos zum Selbstkostenpreis zu ordern, wie gesagt, Mail reicht.)
Der Exit klappt - wie immer - gut und die Sidebodies auch ganz nett. Steffi hat diesmal 2kg Blei mit, also mal schauen. Aber bei den open accordians zeigt sich leider, dass ich mich immer noch sehr flach hinlegen muss, beim nächsten Mal muss sie 4kg auf die Hüften nehmen - bei ihrer schlanken Figur wahrlich kein Wunder :-) Wir schaffen mit einiger Konzentration je zwei links und rechts. Ich sehe während der open accordians, dass Steffi die Beine etwas länger machen muss und zeige es ihr, was sie auch macht, sodass wir besser zusammen sind. Nach dem letzten accordian fliegen wir zum Stern zusammen, haben aber keine rechte Lust, weiter Punkte zu kloppen und ich schiebe an, Steffi sofort mit und wir drehen über 200m lang und halten eisern fest: Hehe, das sind gewaltige Kräfte! Auf 1300m lassen wir los, es haut es uns gewaltig auseinander und wir tracken noch schön. Die Heimfahrt am Schirm macht Spaß, die Landung sowieso; wie an allen Ostertagen wenig Wind ist und man folglich schön übers Gras heizen kann. Also abklatschen, es geht voran. Danach Schirm packen und Sachen verstauen. Die Leute haben in der Tat alle nicht mehr so die rechte Lust bei dem Wetter und folglich ist beizeiten Schulz und wir trinken am hellerlichten Tage Bier, hehe. Auch nicht schlecht, da komme ich am späteren Nachmittag heim ;-)

02.04.

Sprung: 410

Daten:

  • Exit: 4025m
  • Depl.Alt: 1000m
  • FF-Zeit: 59s
  • Avg.Speed: 183km/h
  • Max.Speed: 195km/h

Letztes Ferienwochenende und das Wetter ist uns hold: Strahlender Sonnenschein :-) Allerdings ist die Zahl der Springer doch recht übersichtlich. Es ist recht warm (um die 20°C) und auch kein feiertag, sodass ich verstärkt vermute, dass unsere tolle Bundesregierung mit ihrem ständigen Drehen an der Abgabenschraube den Leuten das - zugegebenermaßen nicht billige - Hobby vermiest.
Naja, ich lasse mich nicht beirren und da im Moment Steffi noch nicht da ist und Nina ihre Tickets gern für Dreier oder Vierer einsetzen möchte, gehe ich mal alleine raus. Bei dem Sonnenschein kann ich doch mal paar nette Bilder von Gera machen und außerdem einiges von dem üben, was man sonst bei den "normalen" RW-Sprüngen eher nicht macht :-)
Ich gehe nach einigen Freeflyern raus (Bild vom Sitexit des Vormanns) im diving exit, hehe, diesmal denke ich dran, die Beine gleich auf den Hintern zu nehmen und da ich den Wind schön auf den Bauch nehme, gleite ich sanft wie auf einer Rutsche herunter und schaue mir den Flugplatz aus der Luft an. Man kann gut die Autobahn, die beiden Großkaufkomplexe :-) und eben den Flugplatz mit Vorfeld und Landebahn sehen. Dann mal rüberdrehen und aus fast noch 4000m Gera anschauen: Nicht nur das Zentrum (Mitte), auch der Stadtwald (Mitte oben), Lusan (links) und Tinz (rechts) sind zu erkennen. Weiterdrehen und das Gebiet um die ehemaligen Wismuthalden (BUGA-Projekt) anschauen. Man sieht deutlich, was da an Massen bewegt wird. Schade um die Halden ists trotzdem; sie waren ein Wahrzeichen und eigentlich einzigartig in Europa...
OK, dann man zum Programm: Rolle rückwärts - klappt schnell und im heading, hehe. Dann gleich noch Rolle vorwärts, klappt ebenfalls, auch im heading geblieben. Danach Fassrollen: eine nach rechts - klappt soweit, aber das Heading stimmt nicht ganz. OK, dann nach links - hüstel..., die war eher nix und mich drehts gleich nochmal rum. Na dann wenigstens nach rechts nochmal: OK soweit, aber am Heading arbeite ich mal lieber noch. Allerdings ist es auch leichter, Fassrollen aus dem Track heraus zu machen, dann ist man diesbezüglich stabiler. Na gut, dann mal den Flugplatz aus 1500m anschauen. Man kann gut das Dorf Trebnitz über den beiden Einkaufszentren sehen, links daneben Laasen (dort war ich übrigens bei AFF Level 2 gelandet, als ich mich verflogen hatte ;-) und in Bildmitte oben Bieblach/ost, meinen Heimatstadtteil. Oberhalb von Trebnitz kann man die Bauarbeiten für die entstehende Nord-Tangente samt der geplanten Autobahnabfahrt "Gera-Bieblach" sehen. Ich hänge ein bissel draußen und da nach mir eh nur ein Springer kommt, der auf 1500m öffnet, ziehe ich schon bei 1200m und und schwinge zurück zum Platz.

 

Sprung: 411

Daten:

  • Exit: 1550m
  • Depl.Alt: 1000m
  • FF-Zeit: 15s
  • Avg.Speed: ---km/h
  • Max.Speed: 175km/h

Nina möchte gern auf Lift 3 warten, sodass ich kurzentschlossen in Lift 2 mitgehe und einen Flachköpper mache. Zunächst geht Tobi, dem ich fasziniert hinterherschaue: Hämmert er doch tatsächlich im Headdown herunter :-) Genug geschaut und genug Sicherheitsabstand, ich dive heraus, nett. Da wir 1200m Öffnungshöhe vereinbart haben, ist relativ schnell Schulz, jedoch erlebt man mittlerweile auch so diese Zeit sehr intensiv und kann sogar noch bissel spielen (drehen zum Bleistift :-) Die Öffnung ist sehr schnüffelig und ich schaue mich nach Tobi um und beschließe, erstmal ruhig zu warten, damit er seinen Landeaufbau ungestört durchziehen kann. Danach spiele ich mit den Frontrisern und gehe dann zum klassichen Landeanflugsmuster über und erhöhe lediglich die Geschwindigkeit etwas durch eine ganz leichte Kurve, was ein schönes Langziehen überm Gras erlaubt. Danach schnell packen und mit Nina den Sprung für Lift 3 briefen.

 

Sprung: 412

Daten:

  • Exit: 4050m
  • Depl.Alt: 700m
  • FF-Zeit: 67s
  • Avg.Speed: 183km/h
  • Max.Speed: 209km/h

Wir wollen was mittelschweres machen. Na dann man hoch und raus. Der Exit klappt gut (Bild) Danach macht jede(r) eine 360°-Drehung und wieder zum Stern - Fallrate passt - danach bietet Nina mir einen Cat an (Bild) und dann wieder zum Stern, ich drehe und Nina nimmt einen Cat-Griff bei mir, wieder Stern. Das Programm ziehen wir zweimal durch. Beim 2. Cat, das ich anbiete, nehme ich die Beine nicht schnell genug hoch, sodass Nina etwas mehr an mich ranfahren muss, aber insgesamt ein sehr schöner Sprung. Nina winkt Tschüssi (Bild) und dreht zum Tracken weg. Im Bild kann man sehen, wie sie sich dafür schon flach macht. Ich tracke ebenfalls weg und werde nach dem Abwinken mit einer schön symmetrischen Schüffelöffnung belohnt - gründliches Packen lohnt sich halt :-) Beim Landen ist ziemlicher Straßenverkehr festzustellen - besonders vom und zum Globus wohl - und so sieht man mal etwas mehr Autos auf der B7. (Im Bild sieht man auch einen Springer, der gerade aufsetzt.)

 

Sprung: 413

Daten:

  • Exit: 4000m
  • Depl.Alt: 775m
  • FF-Zeit: 61s
  • Avg.Speed: 183km/h
  • Max.Speed: 212km/h

Wolli ist angekommen und wir briefen einen einfachen Dreier. Wie sich später zeigt, wäre es besser gewesen, uns von einem Instructor genau den Exit an der Attrappe prüfen zu lassen. Der Aufbau sieht gut aus (Bild), aber dann wird der Exit lustitsch. Es wirbelt uns herum, hier ein Bild. Wolli hält erstmal fest - auch das haben wir vergessen zu briefen (sobalds rödelt, loslassen) - aber das sind gerade mal 1-2s, dann purzeln wir auseinander und fliegen schnell wieder zusammen. Ich bin schnell an Nina, sie gibt mir jedoch Zeichen, nicht zuzufassen, da der schnelle Wolli sonst noch weiter unter uns sinkt. Wolli kommt zu uns und wir bilden einen Stern (Bild). Danach fahre ich in den Stern und die beiden nehmen Sidebodygriffe bei mir. Als ich nach dem Loslassen um 180° drehen will, bröselt es Wolli ein wenig nach außen und auch nach unten (Bild). Er will auf uns zufahren und auffloaten, fährt aber unter uns durch (Bild) und beim Wenden legt er eine Figur, die Nina dann "Bipps-Spirale" tauft, vor (siehe Bild). Nina und ich sehen, dass er blitzschnell wieder auf dem Bauch liegt - nun aber endgültig zu tief (Bild) - und machen noch schnell einen Punkt (Bild). Da wir noch genug Zeit haben, kann ich Nina beim Wegtracken zuschauen.
Am Boden dann Debrief und wir kichern. Alles war kontrolliert und ohne Hektik. Wolli und ich beschließen, noch einen Drilldive nachzuschieben.

 

Sprung: 414

Daten:

  • Exit: 4050m
  • Depl.Alt: 700m
  • FF-Zeit: 65s
  • Avg.Speed: 182km/h
  • Max.Speed: 211km/h

Wir briefen ordentlich und stellen uns an der Atrappe auf; Chris gibt Tips für den gewählten Exit: Beide als Floater, gelinkt. Da ich - entgegen meiner Vermutung - doch ein paar Kilo schwerer bin als Wolli, gibt er die Frontflöte, wie man auch hier sehen kann. Danach gehts erstmal ans No-Contact-Fliegen. Das klappt auf Anhieb, wie das Bild zeigt und wir liegen schön voreinander. Kein Vergleich zu unseren Versuchen 2002 oder auch noch Anfang 2003. Dann gebe ich das verabredete Zeichen und biete Wolli den Griff zum Sidebody an und drehe mich 90° nach links. Unwillkührlich "schmiert" er ein bissel mit und ich gebe ihm Zeichen, in seinen Slot einzufliegen und bleibe einfach liegen. Das macht Wolli dann auch. Zurück zum Stern und wir strahlen einander an. Danach bietet Wolli mir einen Sidebody an - schön mit Augenkontakt (Bild) - und ich docke an. Danach wieder zum Stern, wir grinsen ein bissel und separieren auf Zeichen. Am Boden sind wir beide recht angetan und klatschen ab.

 

Sprung: 415

Daten:

  • Exit: 4325m
  • Depl.Alt: 725m
  • FF-Zeit: 70s
  • Avg.Speed: 183km/h
  • Max.Speed: 200km/h

Falko ist eingetroffen. Er war mal Schüler bei mir und ist der, der die Klasse auf den Gedanken brachte, mir einen Tandemsprung (Bild) zum Abschluss der 10. Klasse zu schenken. Mittlerweile hat er die Lehre abgeschlossen und ist nicht mehr so oft in Gera. Tja, das erkläre ich Steffi, die leider alleine huppen muss.
Wir briefen mit Falko. Sicherheit zuerst, no contact-Fliegen und "den Carsten einfangen". Da Falko im gegensatz zu mir superschlank ist (wir unterhalten uns in 25 Jahren nochmal ;) lade ich ihm 4kg Blei auf die Hüfte. Auch der Exit wird besprochen und dann gehts hoch. Vor uns geht ein ungelinkter Dreier vom Nachbarklub raus, dann stellen wir uns auf. Der Exit klappt sehr gut, die Beine von Falko sind schön hochgeklappt (im Bild zu sehen; die Springerin in der Tür ist übrigens Sylke) und das ganze liegt im Heading und spannungsfrei, wie man hier sehen kann. Loslassen, Falko soll vor mir liegen bleiben. Das klappt sehr gut (Bild), die Beine sind schön lang, die Arme kurz und Blickkontakt wird gehalten. Ich drehe mich jeweils 90° weg und Falko folgt mir, was zügig klappt. Beim Grip zum Stern beobachte ich, dass er beständig die Höhe checkt, noch ein Pluspunkt. Insgesamt viermal muss Falko mir folgen (hier ein Bild vom Folgen, als ich 90° links drehte) und dann sind wir bei 1500m wieder im Stern. Ich warte noch ganz kurz und drehe dann los. Falko ist ein bissel überrascht, dreht aber schön mit (Bild), sodass wir zwei komplette Drehungen schaffen und es uns beim Loslassen (Bild) auseinanderzerrt. Beim Weiterdrehen zeigt er ein lehrbuchreifes Hohlkreuz (Orthopäden und Füsioterroristen bitte nicht angucken ;). Nach dem Öffnen - ich habe, was selten ist, mal nicht die Richtung auf die DZ (im Bild oben links) erwischt - sehe ich Falko an seinem Springo auch schon auf dem weg nach Hause. Da es ein Stückel ist, kommt mal wieder eine Erkenntnis aus dem Buß'schen Kappenseminar zur Anwendung: Wenn Du mit Wind heimkannst und draußen hängst, bleib in der Bremse und komm sicher heim. Der sehr schöne Sprung wird noch von einer supersoften Landung gekrönt, bei der mir dieser Schnappschuss gelingt. Kurze Auswertung mit Falko, Thomas und Chris sind beim Videoangucken auch angetan und wir verabreden, bald wieder zusammen zu springen - dann auch mit Sidebodies und Co. Noch Packen, die Maschine in den Hangar und weil zwei Springer die Beerline gerissen haben, gibts noch eine Menge Gespräche und Gekicher.

03.04.

Sprung: 416

Daten:

  • Exit: 4125m
  • Depl.Alt: 750m
  • FF-Zeit: 65s
  • Avg.Speed: 189km/h
  • Max.Speed: 209km/h

Der Sonntagssprungbetrieb lässt sich zäh an, wir kommen relativ spät in die Luft. Erstmal ein Zweier mit Steffi. Der Exit klappt gewohnt gut und ich kann mir sogar den Luxus leisten, zwischendurch noch schnell einen Blick auf die enteilende D-FALK zu werfen (Bild). Wir wollen bewusst und ruhig arbeiten, ich habe dafür Steffi (letztens war ich ständig low gegangen) 4kg Blei mitgegeben. Die Sidebodies klappen recht gut. Es geht nicht um Schnelligkeit, also LPG (Level-Position-Griff) und lieber etwas warten und ran, statt zuzugrabschen. Hier ein Bild, wie Steffi an mir andockt; Beine sind schön lang. Bei den open accordians gehe ich diesmal nicht low, Steffi liegt satt da (Bild), die Beinarbeit ist vielleicht noch ein bissel ein Thema (bei mir auch). 8 Punkte, hehe. Dann man zurück zum Stern... huch, was macht denn die Steffi da? Ich biege und merke, dass ich die ganze Zeit schon beachtlich meine Wirbelsäule in unorthopädischer Haltung habe, oha! Später stellt sich heraus, dass ich an diesem Tage (weil ich am Vortage nicht genug getrunken habe, nehme ich an) mal eben 2,5kg leichter als sonst bin - zusammen mit den 4kg Extragewicht bei Steffi ist das schon ein Brummer und erklärt auch unsere Geschwindigkeit, die in der 2. Hälfte übrigens bei 193 km/h lag! Tja, was solls, in den 3-4s reißen wir die Welt nicht ein und spontan winke ich Steffi zu, wegzutracken, sodass ich sie schön dabei filmen kann (siehe Bild). Beim Wegtracken kann ich den Flugplatz schön aufnehmen. Hätte ich ne Fotokamera dabei, gäbe das ja sogar ein Bild für die Wegbeschreibung, da man alle Straßen gut sehen kann. Die Kollegen vom Nachbarverein haben heute nach dem gesterigen Tag mit Vereinsversammlung auch aufgebaut (auf der Wiese mit dem Zielkreis).

 

Sprung: 417

Daten:

  • Exit: 4150m
  • Depl.Alt: 700m
  • FF-Zeit: 67s
  • Avg.Speed: 182km/h
  • Max.Speed: 211km/h

Das wiederholen wir doch mal, aber jetzt mit 2kg weniger Blei bei Steffi :-) Nina übt mit Angela, die mal reingeschaut hat. Mittlerweile haben die Zirren etwas zugenommen. Natürlich weiß man, dass das nicht unbedingt gutes Wetter verheißt, aber heute wirds nochmal richtig schön und blue sky mit solchen Wolken ist doch goil, sodass ich erstmal drei Stimmungsbilder schieße: Hier sieht man Wolli Bipps und Frank bei einem Fischaugenblick aus der Packhalle heraus, in Bild 2 ein Blick auf die letzte noch unberührte Halde und ihre bereits kräftig gekappte Nachbarin und im Bild 3 einen Blick auf die Landewiese. Aber dann gehts irgendwann wieder hoch und ich kann den zirrengeschmückten Himmel beim Aufstellen anschauen (Bild). Beim Exit wieder ein Blick auf die enteilende D-FALK. Interessant, was man mit wachsender "Routine" so alles noch wahrnimmt und machen kann. Recht zügig liegen wir (Bild), um zu den Sidebodies überzugehen, trotz der Ruhe, die wir uns verordnet haben. Die klappen gut, danach also die Sidebodies, auch die klappen sehr schön (das Bild zeigt, dass wir mittlerweile eher an den Griffleisten anfassen) und danach nach Cats. Der bei Steffi klappt sofort (Bild) und nach dem Regrip drehe ich, um Steffi ein Cat anzubieten, Arme vor, Beine auf den Hintern, Bauch einziehen (bissel auffloaten) und... ruckzuck rüttelts! Ich bin so begeistert, dass ich nicht schnell genug wieder Gas gebe und so etwas durchdrücken muss, bevor wir wieder einen Stern bilden (Bild) Wir separieren in aller Ruhe und ich bin mal wieder von der Symmetrie und Schnüffeligkeit der Öffnung begeistert. Am Schirm kann ich den zirrengeschmückten Himmel bewundern (Steffi ist halboben links) und schwinge mich heim. Dor kann ich Angela, die mit einem schnelleren Schirm unterwegs ist, beobachten und hier sieht man, wie sie vor mir landet. Das Bild hier beim Zusammenfallen des Schirms ist ebenfalls sehr stimmungsvoll.

 

Sprung: 418

Daten:

  • Exit: 4100m
  • Depl.Alt: 650m
  • FF-Zeit: 68s
  • Avg.Speed: 179km/h
  • Max.Speed: 222km/h

Zum Abschluss briefen mit mit Hilfe von Thomas "El Cheffe" Schneider einen Vierer mit Angela, Nina und Steffi. "Was einfaches" soll es sein, worauf er "EFHJ" meint und Angela zustimmend nickt. Steffi und ich verstehen Bahnhof. Da sind die Buchstaben für die "Randoms" genannten Figuren aus dem 4-way IPC Dive Pool. Die zugehörigen Namen "Meeker", "Open Accordian", "Bow" und "Doughnut" (oder "Donut" für Freunde des amerikanischen Englisch) bringen dann ein wenig mehr Licht ins Dunkel. Wir laufen das nachdem uns Thomas erstmal Tips gibt, was man nicht machen sollte, durch, dann wird das auf den Brettern 2x durchgerollt. Schon am Boden zeigt sich, das der Herr Kruse den Übergang vom Open Accordian zum Bow ab und an bergisst (Brainlock genannt) - hätte ich mir die ausgedruckten Karten aus dem Schrank genommen, wäre ich besser vorbereitet gewesen.
Ich bin als Frontfloater ausgesucht und wir gehen im Meeker raus. Oha. Arne begleitet uns als Kameraflieger, sodass ich die Bilder aus seiner Perspektive mit denen aus (meiner) Innenansicht kombinieren kann. Beim Exit bin ich zu schnell und hole mir nicht das OK von rear floater (in dem Falle Nina) und center diver (Angela) ein, was dazu führt, dass Nina vom Exit üebrrascht wird und noch nicht bei Steffi angedockt hat. Der Exit sieht folglich lustig aus: Bild 1a und 1b. Wir liegen aber schnell (der Meeker ist in der Tat eine schöne Exitformation) und Nina fliegt ein, sodass wir den Meeker haben (Bild 2a und 2b) Danach Umbau zum Open Accordian, was recht gut klappt; die Levelprobleme sind - obwohl wir in der Zusammenstellung noch nie zusammen unterwegs waren - recht gering. Bild 3a und 3b. Der Übergang zum Bow ist dann etwas verzögert, da ich kurzzeitig einen Brainlock habe (aber siehe oben, das passiert mir so schnell nicht wieder) und dann liegt auch der Bow, die Blickbeziehungen stimmen, Level auch (Bild 4a und 4b). Dann Übergang zum Doughnut, fast klappt es (Bild 5a und 5b), aber ich gehe low. In der zweiten Hälfte war das Mittel gerade mal 177 km/h - da muss ich mal noch besser üben, die Geschwindigkeit zu reduzieren. Da ich (gut sichtbar in Bild 5a) hier den Blick falsch richte - auf Nina zu, statt auf Steffi - floate ich falsch, denn ich schwinge mich raus und dort es hoch und schwinge dann wieder rein. Fast klappt es noch mit dem Doughnut (Bild 6a und 6b), denn ich docke beim Nina an, aber genau da ist die Separtionshöhe erreicht und Angela ist schon überm Wegflitzen, was wir knappe Zehntelsekunden später auch tun :-) Da wir als große RW-Gruppe zuerst raus sind, kann ich schnell herunter - ist ja niemand unter uns - und fliege schwungvoll an (Bild) Unten am Boden beobachte ich Bert, der gerade Fotos von den landenden Springern macht, um danach den Blick auf Angela am Schirm im Landeanflug zu richten.
Wir werten aus und ich bin sehr angetan von der sachlichen Atmosphäre. Hat schon seine Vorteile, mit Mädels zu springen - Jungs hätten bestimmt gebrummelt wegen des Exits oder so ;-) Thomas lobt auch (hehe!) dass alles ohne Hektik anging und auch soweit gute Ansätze da sind. "In ein paar Monaten seid ihr bei 4-6 Punkt stabil", ist er zuversichtlich.
Nach dem Schirmpacken (die D-FALK bleibt draußen stehen) gibts noch lecker Bierchen und wir beobachten einen motorisierten Gleitschirm, der beim Nachbarverein herumkurvt, was im Panorama insgesamt recht gut aussieht. Der Tag klingt in lustiger Atmosphäre aus.

16.04.

Sprung: 419

Daten:

  • Exit: 3875m
  • Depl.Alt: 825m
  • FF-Zeit: 59s
  • Avg.Speed: 188km/h
  • Max.Speed: 200km/h

Eigentlich sollte an diesem Wochenende mal wieder gelten: Die beiden Tage der Woche, an denen man springen könnte, es aber garantiert regnet. War nicht so. Leider war der Andrang trotzdem nicht so toll, sodass auch Erscheinen um 10 Uhr noch lockeres Mitspringen in Load 1 ermöglichte. Da niemand sonst von den üblichen Mitspring-Verdächtigen da oder zur Verfügung war, kam mir die Möglichkeit, den FreeZR von Paratec (Vollvisierhelm) zu testen, sehr recht. An sowas erkennt man übrigens auch, dass auf der DZ nicht nur Kohle gezockt werden soll, sondern die Leute ordentlich beraten werden und sich ein Teil auch mal anschauen und, wenn möglich, ausprobieren können.
Tja, also mal wieder Diving Exit und dann erstmal... nanu, da ist doch was anders? Achja, das ist ja verdammicht still. Hmm, umschauen: Die Sicht ist wirklich gut, riesiges Gesichtsfeld. Dann mal ne Rolle rückwärts, und weils so schön war, noch eine. Fassrollen? Warum nicht. Hüstel... die üben wir mal noch weiter. "Im Heading" sieht doch etwas anders aus ;-) Blick auf den Höhenmesser, tatsächlich, schon bald Schluss. Später zeigt sich dann, dass ich recht flink unterwegs war und da habe ich noch nichtmal groß Gas gegeben, sondern nur faul in der Luft gelegen...

 

Sprung: 420

Daten:

  • Exit: 3925m
  • Depl.Alt: 650m
  • FF-Zeit: 60s
  • Avg.Speed: 188km/h
  • Max.Speed: 217km/h

Bei der Landung stelle ich fest, dass Wolli Bipps eingetroffen ist. Niemand sonst da, also dann man ran an die Buletten und gebrieft. Da Wolli von Haus aus schnell ist, nehme ich mal lieber Blei mit. Und sei es, damit ich satt und faul liegen kann =;-) Vor uns geht der Vierer Matrix raus. (Achja: Ich habe das Kameragehäuse etwas bearbeitet, sodass man bei den Superweitwinkelaufnahmen keinen Röhrenblick mehr hat.) Dann bauen wir auf. Wir wollen wieder beide gelinkt als Floater raus; einfach mal was anderes ausprobieren. Wolli ist Frontflöte. Kurz nach dem Exit sieht es noch gut aus, aber er will umgreifen, was (zusammen mit einem Blick nach unten) eine interessante Drehbewegung ergibt (Bild). Ich will helfen und greife seinen linken Arm mit meiner rechten Hand, was aber alles verschlimmert: Wolli stellt sich steil auf und mich drückt es herunter (Bild) und schließlich liege ich unter Wolli. Irgendwie wie ein Mr Bill, und saustabil, hehe. (Bild) Trotzdem sähe es anrüchig aus, gäbe es outside video ;-))) Wir grinsen einander an, Zeichen mit den Augen und ich drücke mich von Wolli weg (Bild), setze mich ganz kurz und werfe mich gleich weiter auf den Bauch und kurz darauf ist auch Wolli schon wieder da (Bild). Wir bilden erstmal einen Stern und schütten uns vor Lachen aus (Bild). Danach arbeiten wir an unserem Programm: Ich drehe mich zum Sidebody und Wolli schmiert ein kleines bissel weg, aber dockt dann zügig an. Wieder Stern, dann dreht Wolli sich und ich ich docke bei ihm an. Kurzer Augenkontakt - es ist schon bei ca. 1400m - also zupp und weg, Separation (Bild). Die Heimfahrt ist entspannt, ich kichere noch. Kurz vorm Einschwenken - Chris hatte am Boden noch Tips wegen des Windes gegeben - sehe ich, wie ein Springer etwas zu wagemutig war und eine Beerline gerissen hat (Bild, bitte selbst suchen, wer es ist ;-) Er wird nicht der einzige bleiben, selbst Tandems erwischt es heute.

 

Sprung: 421

Daten:

  • Exit: 4025m
  • Depl.Alt: 700m
  • FF-Zeit: 63s
  • Avg.Speed: 181km/h
  • Max.Speed: 209km/h

Diesmal wollen Wolli und ich einen halbwegs normalen Exit machen, jedoch gehe ich als der schwerere Springer mal als Diver hinterher. Wir briefen den Exit und den Sprung, hoch gehts dann endlich. Vor uns geht wieder Matrix raus (Bild) Die Aufstellung ist nicht ganz wie gebrieft, was solls, das Ready-Set-Go kommt. Es ist ein bissel merkwürdiger Exit. Schaue ich als Diver zunächst noch nach unten (Bild), drehen wir dann nach links weiter weg (Bild - man beachte die geschmackvolle Reflexion in Wollis Helm ;-) und schließlich bin ich unten und gucke mir die D-FALK an (Bild). Danach lieber noch etwas stabilisieren, bin ich der Meinung. Dann das Programm - Wolli schmiert wieder ein bissel nach links weg, hehe. Nach einer kurzen Weile und Handzeichen drehe ich zu ihm hin, bleibe dann aber eisern liegen und dann dockt er an. Stern, Wolli dreht zum Sidebody und ich docke an. Na bitte. Stern, ich drehe wieder zum Sidebody und diesmal greift Wolli beherzt zu und wir schlagen noch einen Stern. Ich gebe Zeichen, dass er schnell noch seinen Sidebody anbietet, schnapp. Dann sind wir bei knapp über 1300m, lieber Separation und zurück zum Platz. Leider hat Wolli danach keine Zeit mehr, aber an der Sache bauen wir weiter.

 

Sprung: 422

Daten:

  • Exit: 4000m
  • Depl.Alt: 650m
  • FF-Zeit: 66s
  • Avg.Speed: 180km/h
  • Max.Speed: 212km/h

Steffi ist eingetroffen und wir verabreden, weiter zu üben, präzise und schnell zu arbeiten. Vor uns geht Thomas "El Cheffe" Schneider mit einem der Geraer Spinnen-Springer auf Übungsdive; Thomas winkt uns dabei noch locker zu (Bild). Der Exit ist wie immer, ich bin Floater. An der Tür hinter uns steht Jörg "Hightower" und ich sende mal ebenfalls einen Gruß in Richtung Flugzeug während des Exits (Bild); denn Steffi und ich liegen spannungsfrei da. Danach arbeiten wir an unserem Programm: Sidebody, Stern und so weiter - jeder zwei Sidebodies, dazwischen immer ein Stern. Danach dreht Steffi zum Cat. Ich träume ein wenig und, statt in dem Moment auch gleich loszufahren, liege ich da und es kommt, wie es kommen muss. Ich greife nach Steffis linkem Bein, bin aber nicht dicht genug dran und gleite ab (Bild). Als nachjustieren, neu ranfahren - bei einem Vierer ist sowas dann richtig ärgerlich. Stern, ich drehe zum Cat... nix passiert? Ich drehe nach einer Weile etwas mehr und sehe Steffi deutlich über mir, trotzdem ich gefloatet hatte. Naja, die Zeit ist rum, also wieder die 30° vorgedreht und weggetrackt. Dies gestattet mir einen Blick über Trebnitz hin nach Bieblach/Ost und man kann die Konturen der neuenstehenden Autobahnabfahrt Gera-Bieblach in diesem Bild gut erkennen. (Über deren Notwendigkeit und Nutzen darf man freilich geteilter Meinung sein...) Am Schirm beobachte ich Steffi, die meinen vorigen Safire probespringt, (Bild) sieht doch sehr chic aus ;-) Sie ist übrigens angetan: weiche Öffnung und viel agiler, was bei stärkerem Wind nicht zu unterschätzen ist.

 

Sprung: 423

Daten:

  • Exit: 4125m
  • Depl.Alt: 750m
  • FF-Zeit: 65s
  • Avg.Speed: 180km/h
  • Max.Speed: 204km/h

Das üben wir mal weiter, wird verabredet. Ich gebe Steffi noch ein weiteres Kilo Blei mit, mal schauen. Vor uns geht wieder der Zweier mit El Cheffe raus, auch diesmal grüßt Thomas nett (Bild). Dann sind wir dran. Gleich beim Exit sehe ich schon Katja (gelbe Kombi) und Tom in der Tür sitzen - sie gehen nach uns für einen Freefly-Zweier raus (Bild). Das nächste Bild zeigt, dass wir mittlerweile sehr präzise im Heading liegenbleiben, sieht richtig gut aus - Steffi mit der FALK (Bild). Wir fangen an zu arbeiten, ich gönne mir dabei noch einen Blick auf das Flugzeug (Bild). Diesmal klappt das alles fixer und präziser, wir bemühen uns, gleich bei Drehbeginn des Partners auf das Zentrum zuzufahren und so klappt auch das Cat bei Steffi gut, ich schnappe sie mir schon, als die auf ca. 150° gedreht ist (Bild) und drehe sie sozusagen mit und docke dann an. Stern, dann drehe ich zum Cat. Da ich Steffi vorhin dabei abgehängt habe, floate ich richtig dolle. Nix. Bissel warten, den Bauch noch mehr einziehen, Po zusammenkneifen und überhaupt. Wildes Hin- und Hergegucke, warum kann der Kopf nicht um 180° gedreht werden? Nix wird, ich drehe mich um und schaue hoch... huch? Keine Steffi? Oha, sie ist abgesoffen. (Bild)Tja, soviel zum Thema "Floaten ohne Blickkontakt". Ich fahre auf sie zu, aber die Zeit ist zu knapp und vor dem Regrip lieber ein Winke-Winke und auseinandergetrackt. Aus der Luft sieht man den Platz und erkennt auch, dass der OFC auf seiner Landewiese ebenfalls zugange ist (Bild).
Danach geht leider nix mehr, die Matrixer sind fertig mit Teamtraining und von den anderen Springern sind auch schon einige weg, sodass wir beizeiten Schluss machen, den Abend aber sehr schön am Lagerfeuer ausklingen lassen und preiswerte "Pinoccio"-Pizza, die Chris organisiert hat, verspeisen, schmatz. Leider ist am Sonntag wettermäßig nix drin, dann eben ein anderes Mal.

23.04.

Sprung: 424

Daten:

  • Exit: 3850m
  • Depl.Alt: 775m
  • FF-Zeit: 58s
  • Avg.Speed: 187km/h
  • Max.Speed: 208km/h

Früh geht es auf dem Platzz erstmal etwas anders los als sonst: In Gera hat der Verein "Ja für Gera" einen Frühjahrsputz organisiert und unser FSC 4000 Gera e.V. beteiligt sich daran. Wir putzen die Bundesstraße B7 entlang des Flugplatzes bis zur Abzweigung Naulitz sauber. Dieses Jahr tragen unsere Bemühungen aus dem Vorjahr - da hatten wir schier unendliche Mengen an Radkappen, Joghurtbechern, Bier- und Schnapsflaschen und was die Leute sonst noch so aus dem Auto schmeißen :-((( beseitigt - müssen wir diesmal nicht mehr soviel Zeugs aufsammeln und kommen folglich gegen 11 Uhr das erste Mal in die Luft. Ich springe mit Wolli Bipps, hinter einem Vierer mit Thomas "Agent" Schneider. Diesmal bin ich der Floater und Wolli der Diver. Der Exit ist schnell aufgebaut und geht recht glatt, wenn auch noch entwicklungsfähig, da wir ein bissel drehen. Aber wir liegen zügig (Bild). Danach geht es an die Sidebodies. Beim ersten driftet Wolli ein kleines bissel zur Seite, aber dockt dann zügig an, danach zum Stern und dann bietet Wolli mir einen Sidebody an - mit Blickkontakt (Bild). Dann wieder Stern, danach kommt Wolli nochmals zu mir zum Sidebody und als ich ihn wieder zum Stern ansteuere, winkt er ab... hö? Er dreht sich weg und ich fliege zum Sidebody an - geht fix. In dem Moment geht mir aber auch der Seifensieder auf: Wolli wollte doch bei 2000m abdüsen, weil er so ein programmierbares Supertaschenrechnerdingens mit Messfühlern dabei hat, welches er mit Daten über einen realen freien Fall füttern wollte. Hüstel, das habe ich im Flieger beim Durchspielen im Geiste nicht eingeplant, grummel. Naja, dann mal noch schön hinterherschauen, wie er sich zum Tracken wegdreht (nettes Bild) und innerhlab kurzer Zeit ist er "bis zum Horizont" gezischt (Bild) und ich drehe auch rum und lege eine Kohle auf. Die Heimfahrt und Landung sind angesichts des blauen Himmels und geringen Windes sehr angenehm und der Safire zeigt mal wieder, wie schön er sich flaren lässt, schmatz.

 

Sprung: 425

Daten:

  • Exit: 3850m
  • Depl.Alt: 675m
  • FF-Zeit: 61s
  • Avg.Speed: 185km/h
  • Max.Speed: 212km/h

Agent Schneider fragt an, ob ich bei einem Vierer mitmachen will. Na klar will ich. Wolli geht nämlich zunächst mal alleine auf Tour mit Flatterkombi, denn leider ist in der engen RW-Kombi der Ein/Ausschalter vom Superdingens beim Exit wohl nochmals gedrückt worden, sodass nix gemessen wurde.
Der Sprung mit Thomas, Körni und Holger scheint leicht zu sein. Exit als Stairstep Diamond (Random B auf Seite 4 der IPC-4WayRules), danach Umbau zum Stern und ab dann no-contact, 360°er. Ich bin Frontfloater. Wir briefen und briefen nochmal. An der Tür im Fahrtwind ist das alles dann doch etwas anstrengender, aber diesmal schaue ich, ob alles zeigen, dass sie soweit sind. Dann man raus, leider verliert der Frontfloater den Kontakt zu mir und ich im Gefolge den zu Körni (Rear Diver), sodass es uns trennt (Bild) - da Agent Scheider das aber wie ein Mann eisern zusammenhält, liegt schnell ein ordentlicher "Bogen" da (Bild) und ich docke dann hinei, zum Stern. Thomas gibt fix das Zeichen und wir lassen alle los, hehe, sofort alle im Level und weiter dicht an dicht (Bild). Jetzt drehen Holger und Körni ihre 360°er; Thomas und ich bleiben als Referenz voreinander liegen. Danach das gleiche umgekehrt und dann wieder Holger und Körni. Da wir wirklich sehr dicht aneinander bleiben, kann sowas schonmal passieren: Holgers Bein kommt mir entgegen (Bild) Ich gehe mit den Armen instinktiv nach vorne und spanne dabei auch die Bauchmuskeln stärker an: Prompt liege ich ein bissel oben und außen (Bild). Also schnell wieder die Formation angesteuert, hier ein schönes Bild von Holger und Thomas. Leider ist das Geld alle und wir separieren. Beim Landeanflug ist Agent Schneider unter mir und man kann unsere Schatten auf dem Vorfeld sehen (Bild).

 

Sprung: 426

Daten:

  • Exit: 3850m
  • Depl.Alt: 675m
  • FF-Zeit: 61s
  • Avg.Speed: 185km/h
  • Max.Speed: 212km/h

Der Sprung hat mir sehr gut gefallen, auch wenn der Exit nicht ganz so dolle war. Endlich gehe ich ruhiger in einen - in diesem Falle den nächsten - Vierersprung. Es soll diesmal fast das gleiche Programm werden, jedoch kommt nach den Zweier-360°-Runden eine Runde, in der alle Viere einen 360°er machen. Soweit, so Brief. Beim Exit schaue ich ordentlich grabsche mit der rechten Hand Körnis linke Beingriffleiste. Er ist Rear Floater und geht ein wenig herunter. Ich fühle, wie er mir entgleitet - weil ich nicht richtig (wie ein Mann ;-) zugegriffen habe - und will schnell raus, ein Fehler führt zum nächsten: Denn der Frontfloater Holger wird völlig überrascht und so gehts hektisch raus (Bild) Kurz danach entgleitet mir Körni und wir bilden einen Bogen, in der Mitte schön kräftig von Agent Schneider gehalten. Das sieht mit der Gegenlichtsonne und der enteilenden FALK zwar spektakulär aus (Bild), aber "zielführend" ist das nicht, wie es ein Landtagsabgeordneter sagen würde. Aber wir sind keine Landtagssesselsitzer, sondern Luftunsichermacher und relativ schnell bin ich wieder an Körni dran (Bild) und wir machen den Punkt zum Stairstep Diamond. Danach ruhig zum Stern (Bild) und dann drehen Körni und Holger auch schon ihre 360°er (Bild); Agent Schneider macht dabei noch nebenbei Faxen, indem er mit den Fingern wedelt (Bild). Dann drehen Thomas und ich, danach alle und liegen wieder im Stern voreinander (Bild). Davon schaffen wir insgesamt zwei Durchgänge. Interessant, wenn man so dicht ohne Kontakt fliegt, wie stark man dann die Verwirbelungen spürt und doch alles ausgleicht durch Vor- und Rückwärtsfahrt und Slippen. Nach dem letzten no-contact-"Stern" winkt Rudelführer Schneider ab und wir stieben auseinander (Bild). Öffnung schmeichelweich, Schirmfahrt ein Genuss (so ein Wetter, schmatz) und beim Landeanflug zwar ein bissel Verkehr, aber alle fliegen außerordentlich diszipliniert (Bild). Ich mache meine letzte Kurve nach links - sieht einfach goil aus, wenn man dabei nach vorne unten schaut (Bild) und steuere im geraden Landeanflug Agent Schneider an (Bild) stiebe an ihm vorbei (Bild) und lande kurz hinter ihm, während er sich über einen Springer amüsiert, der bei seiner Nullwindlandung zum Abschluss ein bissel auf die Knie ging ;-)

 

Sprung: 427

Daten:

  • Exit: 4000m
  • Depl.Alt: 675m
  • FF-Zeit: 65s
  • Avg.Speed: 183km/h
  • Max.Speed: 212km/h

Der nächste Vierer mit der gleichen Besatzung sollte etwas anspruchsvoller werden: Der "Boogie-Block" sollte es werden. Damit ist der Block 21 des 4way IPC Dive Pools gemeint, der bisher bei jeder offenen Vereinsmeisterschaft des FSC 4000 Gera e.V. ausgelost wurde :-) Das wurde natürlich am Boden erstmal ordentlich gebrieft und 2x durchgerollt. Diesmal schaute ich es mir vor allem auch auf den Tafeln an, da ich so ein optischer "von oben" Typ bin.
Beim Exit - wieder Stairstep Diamond - gings diesmal auf Nummer Sicher; Thomas und ich tauschten die Plätze. Der Exit klappte gut, wie das Bild zeigt und wir lagen recht schnell stabil (Bild). Umgreifen zum Stern (Bild) und gleich danach gab Thomas den Key zum Umbau in den Zig Zag. Dabei lagen Thomas und ich uns gegenüber (Stern) und Holger sowie Körni dockten jeweils als Sidebodies (hier besser als Sidebuddies geschrieben :-) an (Bild). Danach schiebt jeder Sidebuddy seinen Partner erstmal planparallel, sodass die bisherigen Sternleute jetzt dicht nebeneinander liegen und dreht dann den Partner um 360°. Dadurch - sofern man nicht nach außen driftet - liegen die Partner dann wieder nebeneinander und greifen einander compressed (also jeweils mit dem rechten Arm am linken Bein des anderen - siehe Bild). Dann wieder alle zum Stern. Alle? Fast. Ich wusste nicht, dass beim Zweierflug die Geschwindigkeit mächtig in den Keller geht und als ich zurücksetzte, gings auch erstmal richtig runter. (Beim nächsten Male also werde ich dann vorm Loslassen gleich auffloaten :-) Also schnell um 90° gedreht, hochgefloatet und wieder rein, den Stern geschlossen. Jetzt bildeten Körni und Holger die Basis und griff mir Holger und hatte Agent Schneider als Referenz (Bild). Danach Holger "planparallel" verschieben und dann drehen - klappt doch (siehe Bild) - und weiterdrehen. OK, ein ganz kleines bissel rausgedriftet, aber ratz.-fatz habe ich Holger an Körni rangeschoben (Bild) und wir bilden wieder einen Stern. Agent Schneider zeigt uns den Lobesdaumen und winkt ab und wir spritzen auseinander. Der Landeanflug macht nach so einem schönen Sprung natürlich besonderen Spaß. Im Endanflug parkte ich ein klein wenig hinter Körni (Bild), bevor ich dann nach unten zog. Kurz nach mir kam Jörg "Hightower" an, nettes Bild.

 

Sprung: 428

Daten:

  • Exit: 4000m
  • Depl.Alt: 700m
  • FF-Zeit: 62s
  • Avg.Speed: 190km/h
  • Max.Speed: 211km/h

Holger muss weg und es geht noch ein letzter Lift. Da von den fünf Erfurter Springern einer auch noch hupfen will, kommt Klaus zu uns hinzu. Thomas brieft mit uns wieder einen no-contact-Sprung, diesmal gleich mit "alle drehen sich" nach den paarweisen Drehern. Hoch gehts. Ich bin wieder Rear Floater. Hierbei muss man sich möglichst dicht in die Tür stellen (das sieht dann für den Springer so aus) und beim Exit die Beine auf den Hintern klappen. Wir ziehen wieder den Stairstep Diamond raus und dann gehts über zum Stern (Bild). Als nächstes drehen auf Thomas' Zeichen Körni und Klaus ihrer 360°er (Bild) Thomas und ich bleiben als Referenz liegen, bis alle wieder einen Stern bilden (Bild). Danach drehen Thomas und ich (Bild). Es geht wieder in den Stern, Ruhe reinbringen, danach drehen wir alle los. Ich drehe diesmal rechtsrum und habe eine dichte Begegnung mit Körnis Beinen (Bild), aber nicht zu dicht :-) Thomas und ich liegen wieder voreinander (Thomas ist ein kleines bissel tiefer und floatet sofort die fünf Dezimeter hoch (Bild), Körni liegt neben uns, Klaus ist ein bissel low. Beim Floaten poopt er etwas hoch und ein bissel weg (Bild) und als er Gas nach unten gibt (Bild) sind die Beine ein kleines Weilchen zu lang und er vertut sich und ist etwas low und geht unter uns durch (Bild), wir gehen dabei jeweils schnell nach hinten. (Sowas ist mir ja auch voriges Jahr [Tagebuch 2004] in Sprung 342 passiert. :-) Klaus bremst und schaut zu uns (Bild), Zeit zum Zusammenfliegen ist eigentlich zu knapp. Ich schaue zu Thomas und Körni: Die sehen das genauso, machen schnell noch eine Drehung (Bild) und dann stiebt alles auseinander :-) Im Nachhinein zeigt sich übrigens, dass wir so zumeist ungelinkt doch recht beachtlich schnell unterwegs waren. Vor einiger Zeit wäre ich da noch mit Blei gesprungen und vielleicht doch nicht mitgekommen, meine Haltung scheint wohl besser geworden zu sein ;-)
Beim Landen ist wieder etwas Betrieb (Bild), also kurz einparken und dann gehts runter. Da wenig Wind ist, macht das unglaublich Spaß, wie dieses Bild zeigt. Vorn kann man übrigens sehen, dass auch Körni grade landet.
Danach zusammenpacken und noch schwatzen und ein Bierchen. Nach Hause und waschen, denn Wolli hat bei einem Radiosender zwei Karten für die Gruppe "Keimzeit" gewonnen und an mich gedacht. Ich bin platt und freue mich - Danke nochmal! Das Konzert ist übrigens geil: Fast drei Stunden richtig gute Livemusik, mit Titeln aus 25 Jahren.

 

 

 

Wichtiger Hinweis: Da mir z. Zt. das Führen des Tagebuches in der gewohnten Qualität zeitlich nicht möglich ist, sind nur die Sprünge bis #428 enthalten!

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© Carsten Kruse 16.12.2001
Letzte Änderung: 11.03.2006