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Carstens Sprungtagebuch 2006

Vorab eine kleine Anmerkung: Natürlich hätte ich überall Thumbnails für die Bilder einbauen können. Mittlerweile sind das aber doch eine Reihe geworden (immer mehr Leute auf dem Platz haben digitale Kameras ;-) und so überlasse ich lieber jedem Leser selbst die Entscheidung, was er/sie anschauen möchte.
Eine weitere Anmerkung: Die Geschwindigkeitsangaben sind "SAS" (Skydiver's Airspeed) Diese Angabe hat einige Vorteile: The SAS formula calculates the pressure to numbers as if the complete skydive had been performed at a fixed air pressure and a fixed temperature, which corresponds to 4,000 feet ASL. 4,000 feet is the chosen reference by LARSEN & BRUSGAARD since this is the average altitude at which the working time of a skydive is normally ended. Using SAS, skydivers in any body position can express their vertical speed by a number (SAS). This number remains virtually constant regardless of altitude with little or no variance due to temperature differences and can be compared with the vertical airspeeds of other skydivers.  This means that regardless of the elevation of the DZ you are jumping at, SKYDIVER’S AIRSPEED (SAS) will be the same for the same body position.
Kurz und knapp: Die Werte werden alle umgerechnet auf 4000 Fuß überm Meerespiegel und sind dadurch alle miteinander vergleichbar; egal wann und wo der Sprung stattfand.

Aus gegebenem Anlass: Die Weiterverwendung von Bildern von Springern ist ausdrücklich nur mit meiner Zustimmung gestattet! Siehe auch den Copyright-Vermerk.

2001 - Ende 2006: 680 Sprünge

2006: 147 Sprünge

Alles ab Sprung 534. Ich werde hier ab jetzt vor allem besondere Sprünge eintragen und vielleicht diesen oder jenen Gedanken, Bericht etc: Leider ist auch in diesem Jahr der Zeitvorrat nicht unendlich :-(
Dies sind meine persönlichen Gedanken. Es ist kein offizielles Tagebuch. Es werden keinerlei offizielle Informationen übermittelt. Alles, was hier erscheint, ist aus meiner persönlichen, subjektiven Sicht geschrieben. Dies bitte ich zu beachten. Wer meint, damit nicht klarkommen zu können, kann einfach zurückgehen zur Indexseite. Falls hier etwas über jemanden steht, was er/sie nicht (mehr) hier haben möchte, bitte vor Ort (DZ Gera) oder per Mail Bescheid geben, damit es schnell entfernt wird. 
Navigation in 10er-Schritten: 540 - 550 - 560 - 570 - 580 - 590 - 600 - 610 - 620 - 630 - 640 - 650 - 660 - 670 - 680 (und Schluss ;-)
 

Datum

Sprungdaten

Bemerkungen

01.04.

Nr.: 534
Exit: 3875 m
Öff.Höhe: 1000 m
FF-Zeit: 57 s
mittl. Geschwind.: 187 km/h
max. Geschwind.: 209 km/h

Der erste Sprung nach über sieben Monaten Zwangspause. Die Operation am 14.9.2005 in der orthopädisch-unfallchirurgischen Praxisklinik in Gera bei Dr. Sven Hoffmann war ein voller Erfolg, wie sich auch heute zeigen sollte :-) Allerdings erforderte das auch erstmal viel Ruhe und danach wieder ordentlich Training für den Muskelwiederaufbau. Zum einen im Family-Fitness in Gera und dann auch beim winterlichen Skilanglaufen.
Das Wetter war zwar nicht ganz so super (Bild mit der D-FAST als Absetzflugzeug) aber zum Glück waren die Wolken meist recht hoch und es gab auch genug Wolkenlöcher, wie dieses Bild einer schönen Separtion der Geraer Spinnen zeigt.
Der Tag ging los mit einem Sicherheitsseminar von Chris Buß, der uns eine ganze Menge Tips für den ersten Sprungtag nach der Winterpause im Speziellen und für den "typischen Sprungtag" im Allgemeinen gab.
Danach gings los. Da der Wind doch etwas stärker war, schaute ich erst mal zu und ging dann im 2. Load mit hoch. Dabei auch Bipps - als Testpassagier für Uli (Bild). Ich ging einzeln raus und tat, wie von Chris empfohlen: Scheingriffe (Handdeploy, Kappentrennkissen, Reservegriff), danach 360°-Drehungen links und recht, wobei ich mir die Sonne (auch zum Blickkontakt :-) als Referenz suchte. Dann noch eine Rolle rückwärts und eine Rolle vorwärts - juhu, alles klappt. Dann mal noch eine Fassrolle, klappt auch. Hmm, noch eine? OK. Die klappt nicht ganz so toll und ich habe noch "schnell stabilisieren" im Programm :-) Da ich etwas weiter draußen hänge und ohnehin noch mit dem Schirm arbeiten will, öffne ich etwas höher. Der frisch selbstgepackte Schirm öffnet schnüffelweich. Auch alle Manöver am Schirm klappen sehr gut und schließlich lande ich wohlbehalten und superweich auf der Wiese. Ab gehts zum Packen in die Halle. (Bild)

 

Nr.: 535
Exit: 4125 m
Öff.Höhe: 750 m
FF-Zeit: 66 s
mittl. Geschwind.: 187 km/h
max. Geschwind.: 219 km/h

Nach einigem Warten erlaubt das Wetter weitere Sprünge und in Load 4 gehts hoch. Diesmal wird es zum Eingewöhnen ein RW-Zweier mit Peter Schmidt. Nichts Kompliziertes: Gelinkter Exit - der liegt gleich recht gut - danach Sidebodies und dazwischen jeweils Stern. So kommen wir auf 12 Punkte. Ich denke sogar im Freifall daran, die beine langzumachen, wenn ich bei Peter Griffe nehme und natürlich auch daran, wenn ich den Sidebody anbiete, den Blickkontakt aufrechtzuerhalten. Bei knapp über 1500 m grinsen wir, bleiben im Stern und machen noch drei Drehungen, dann separieren wir. Auch das klappt schön. Der Rückflug zum Platz ist angenehm kurz - wir waren die ersten - und daher kann ich auch nach den üblichen Checks ein wenig schrauben und in aller Ruhe den Landeplatz aussuchen. Danach packe ich und beschließe, heute erstmal nichts mehr weiter groß zu machen und stattdessen ein paar Fotos zu schießen.
Bild 1 - Spinnen im Landeanflug, Bild 2 - Andreas landet und Bild 3 - Peter landet.
Danach löse ich noch einen Kasten Bier ein für eine Bierlinelandung im August, wofür mir alle Leute am Platz natürlich dankbar sind und danach gehts nach Hause. Der nächste Tag bringt zwar schöneres Wetter, aber ich habe mich bei Karola angesteckt und kämpfe mit einer beginnenden Erkältung, sodass ich lieber zu Hause bleibe und die Gelegenheit nutze, u.a. mal wieder einiges an Firewall, Virenscannern etc zu basteln.

08.04.

Nr. 536
Exit: 4000 m
Öff.Höhe: 750 m
FF-Zeit: 60 s
mittl. Geschwind.: --- km/h
max. Geschwind.: --- km/h

Strahlender blauer Himmel. Leider etwas heftiger Wind, aber noch springbar. Jedoch hält sich die Besatzung vor Ort im sehr überschaubaren Rahmen, sodass an dem Tag lediglich ein Load geht. Ich springe mit Costa und Jens. Der Exit geht gut, danach liegen wir im Stern. (Bild mit Costa, Bild mit Jens) Costa fliegt um 120° versetzt und ordnet sich wieder in. Danachbin ich dran. Beine lang, denke ich und das klappt auch, hehe. Dadurch bin ich recht fix rum. Jens ist als nächster dran, gurgelt leider ab und dann kommt der Klassiker: Hochgucken und Arme lang (Bild), sodass Costa und ich kräftig drücken müssen und zudem auf Jens zufahren. Beinahe haben wir ihn, aber dann separieren wir lieber und fahren schön heim. Der Wind ist knackig, aber wer sich alles gut überlegt, kommt sauber runter - swoopen geht halt nicht :-) Als sich am Nachmittag zeigt, dass es nix mehr wird, spielen wir noch einige Runden Tischtennis - immerhin noch was für die Fitness getan ;-)

09.04.

Nr. 537
Exit: 4200 m
Öff.Höhe: 725 m
FF-Zeit: 65 s
mittl. Geschwind.: 185 km/h
max. Geschwind.: 216 km/h

Der Tag lässt sich zunächst nicht soooo toll an, aber es sind reichlich erdsichtgebende Löcher am Himmel. Es ist zwar etwas kälter, aber wozu hat man eine Thermokombi :-) Wuir haben das Org.-Komittee der WM 2006 in Gera zu Besuch und ich sehe Cracks wie "Exi" oder Prof. Thiele mal aus der Nähe - auch nicht schlecht.
Der erste Load geht gegen Mittag und ich springe mit Frank, einem netten Spochtfreund auch aus Gera. Der Exit geht gut. Hier ein Bild. Da Frank in letzter Zeit wenig zum Springen kam und zudem 20 kg leichter ist als ich, erleben wir eine Überraschung, als ich mich zum Sidebody drehe - Fank hat Rückwärtsfahrt. Da ich zudem hochfloaten kann, ist zu ihm hinzufahren nicht trivial. Frank arbeitet sich heran, aber dann ein Klassiker: Wer hangelt, hat Probleme und ich muss mich durchbiegen, um hinterherzukommen, da er wegtrudelt, hehe. Wir probieren noch ein bissel. Bei 1500 m gebe ich dann sicherheitshalber das Zeichen zur Separation und weg gehts zum Horizont. Die Schirmfahrt ist wegen des Windes so lala, auch die Landung: Bei weniger Wind machts mehr Spaß :-)

 

Nr. 538
Exit: 3975 m
Öff.Höhe: 700 m
FF-Zeit: 64 s
mittl. Geschwind.: 183 km/h
max. Geschwind.: 217 km/h

Der nächste Load geht mit Steffi, mit der ich endlich mal wieder zum Springen komme. Im Flugzeug sind vier Tandems und ich mache ein paar Fotos und bissel Video für die netten Mädels. Die Gelegenheit ist günstig, neben dem Start auch auf Gera zu schauen, denn man kann sehen, wie z. B. die Nord-Ost-Tangente samt Brücke bei Laasen (führt zukünftig direkt von der A4 entweder in die Stadt oder via Süd-Ost-Tangente dann nach Lusan) Gestalt annimmt (Bild). Hier sieht man die A4, wie sie an Gera-Nord nach Jena führt. Etwas später knapp über 2000 m ein Blick auf Altenburg. Der Exit mit Steffi geht super, ich komme schön dazu, die entschwindende D-FAST zu filmen. (Bild) Danach unser "Standardprogramm" - wir bieten einander Sidebodies an, dazwischen jeweils Stern. Obwohl Steffi 4 kg Blei mithat, habe ich zu tun, nicht abzugluckern und muss mich großmachen. Grummel - dabei habe ich doch in den letzten Wochen von knapp unter 84 kg wieder auf knapp unter 81 kg abgespeckt. Jedenfalls habe ich, als Steffi mir dann ein Cat anbietet, erstmal schlechte Karten und gehe low. Ich baggere mich wieder hoch. Da Steffi (schlechtes Briefing, Herr Kruse!) beim Cat die Beine noch lang hat, habe ich zu tun, wieder ranzukommen und schaffe es noch, sie zu schnappen :-) Hier ein Bild, das Steffi zeigt und unten sieht man schön die o.g. Tangente samt Brücke, dem A4-Kleeblatt von dem die Tangente ausgeht. Unterhalb Steffi ist das Neubaugebiet Bieblach/Ost, in dem ich bis vor kurzem wohnte, zu sehen. Aber weiter im Sprung: Wieder zum Stern und wir drehen noch ein bissel, Separation und Schirmchen raus, was wie üblich schön schnüffelig aufgeht. Das freut den Orthopäden :-) Die Landung machte Spaß, da der Wind etwas schlafen gegangen war und ich endlich mal wieder etwas über den Rasen schwingen konnte, hehe.

 

Nr. 539
Exit: 4100 m
Öff.Höhe: 725 m
FF-Zeit: 65 s
mittl. Geschwind.: 187 km/h
max. Geschwind.: 211 km/h

Der nächste Sprung geht ganz genauso. Im Flugzeug viel Spaß, da die Tandemmaster und der Costa-Tandemsuperfotograf sich einen Vier-Spaßsprung auf dem Bauch gönnen und ungelinkt heraushuppen. (Bild) Der Exit klappt schön, wir lächeln uns an und los gehts. Wieder Sidebody - Stern, Sidebody - Stern; immer schön wechselseitig. Klappt ganz gut, aber ich bin immer noch tendenziell low. Beim Cat mache ich mich diesmal gleich groß, aber Cats tendieren wohl ohnehin etwas zum Auffloaten, sodass ich wieder baggern muss und mich an Steffi heranarbeiten, aber diesmal bekomme ich sie ordentlich zu fassen und beim Stern danach lächeln wir uns an und winken uns Tschüssikowski. (Bild) Das machte doch Spaß. Ich betrachte den Luftraum unter mir und parke lieber etwas, damit ich in Ruhe landen kann. Leider hat der Wind wieder aufgefrischt und es rumpelt etwas. Hoffentlich ist zu Ostern diesbezüglich durch Petrus etwas mehr an die Skydiver gedacht ;-)

14.04.

Nr. 540
Exit: 4100 m
Öff.Höhe: 1000 m
FF-Zeit: 59 s
mittl. Geschwind.: 188 km/h
max. Geschwind.: 198 km/h 

Es ist Karfreitag und leider ist auch das Wetter entsprechend. Der Himmel ist meist grau und wolkenverhangen und ab und an regnet es. Agent Schneider, unser Klubpräsident hatte angefragt, ob ich als Kameramann für ein Revival von Team FÜNF (seinerzeit Sieger der Skyliga Süd-Ost) kommen könnte. Na klar wollte ich. Also lungern, lungern, lungern und Tischtennis spielen. Alle? Nicht alle. Agent Schneider, Frankie und Co bauen eine Kinoanlage mit Beamer und feinster Audioanlage auf, sodass wir dann zur WM immer alles schön live zeigen können. Danke an Euch!
Irgendwann endlich klappt es und wir haben ein großes blaues Loch. Michi wirft die D-FAST an und wir uns hinein. Vorher noch ein kurzes Durchlaufen (Bild) und hoch gehts. Team FÜNF war und ist exitstark, wie man hier schön sehen kann. Ich schaue bewundernd zu, wie die Punkte geklopft werden (Bild - Zig Zag) Der Sprung geht schnell und ich habe mit meiner Staff-Kombi, die doch recht groß und flatterig ist, zu tun, dranzubleiben. Anschließend jedoch zeigt sich, dass das Problem eher ein ganz anderes ist: Ohne Ringsight oder andere Hilfsmittel liegen mein Blickmittelpunkt und der der Kamera nicht beieinander. Wäre das ein Wettkampfsprung gewesen, hätte ich mindestens zwei Punkte wegen "non judgeable" zerstört; in der regulären Arbeitszeit waren es - nach über zwei Jahren Pause! - auf Schlag neun Punkte und das nicht etwa nur mit Randoms.
Ich setze mich anschließend hin und klebe mir behelfsmäßig aus einem Freefly-Aufkleber (gelbes Warnschild mit Headdowner) ein Dreiecksvisier für die Brille und klebe es, nachdem Frankie die Kamera ausgerichtet hat, exakt auf die Brille. Jetzt sollte es besser klappen...
Noch eine Anmerkung zu den Werten: Als Kameramann muss man sofort pullen, wenn das Team separiert, wodurch sich die deutlich größere Öffnungshöhe ergibt.

 

Nr. 541
Exit: 4150 m
Öff.Höhe: 725 m
FF-Zeit: 67 s
mittl. Geschwind.: 183 km/h
max. Geschwind.: 221 km/h

Leider kommt es nicht mehr dazu, dass wir einen zweiten Teamsprung machen können, weil das Wetter wieder sch.... ist. Als es endlich wieder Stunden später aufklart, ist Bert schon gegangen, sodass die "übrigen" Springer einen Neuner machen, bei dem Ralf Adler der Videomann ist. Ich bin rear floater und aufgeregt, da ich bei den Springern als Einziger im dreistelligen Bereich liege. Den Exit verpenne ich prompt um eine Zehntelsekunde, aber alles geht gut, auch wenn es mich kurz etwas seitlich wegklappt. Grummel. Danach findet sich die Formation, die nachfolgenden ungelinkten Diver docken an und wir bauen um zum Linkshand-Zipper. Ich denke daran, zu warten und nicht zu grabschen, es klappt, der Punkt ist sicher. (Das Bild ist kurz vorher aufgenommen, Chris hat noch nicht ganz angedockt. Foto von Ralf Adler) Umbau zum Rechtshand-Zipper. Ich drehe gleich rum, greife nicht, halte auch Blickkontakt, jedoch gehe ich etwas hoch und ein bissel rückwärts, sodass ich über Thoralf gerate und, trotz schnell langgemachter Beine, auf ihn drauffalle. Zum Glück gehts weich ab und ich kann mich ganz fix wieder hochbaggern, jedoch ist die Zeit eh schon um und ich drehe gleich wieder weg zur Separation. Naja, beim Videodebriefing - natürlich an der Heimkinoanlage im Großformat - ist alles klar (grummel, Anfängerfehler sollten trotz ca. 9monatiger Pause nicht wirklich mehr passieren) und wir zerstreuen uns, denn bei dem Wetter - mittlerweile ists wieder zugezogen - ist nix mehr zu wollen.

15.04.

Nr. 542 - 546

Es geht am Ostersonnabend recht zügig los, denn das Wetter ist schön. Es soll der einzige nette Tag über Ostern werden (wirds in der Tat) und daher sind viele Springer gekommen. Vor 10 Uhr geht der erste Load hoch. Insgesamt mache ich mit Team FÜNF fünf sehr schön Sprünge, bei denen ich diesmal dank des "Visieraufklebers" die Formation schön im Blick behalte - auch im Kamerablick :-) Beim dritten Sprung steige ich auf meine Freeflysachen um, weil die große Flatterkutte doch zu langsam ist. Insbesondere bei Blöcken wie Stardian-Stardian (siehe hierzu auch die Formationstabelle) geht die Formation kräftig in den Keller. Insgesamt stelle ich fest, dass ernsthafte Kameraarbeit in der Tat eine Menge Arbeit auch beim Kameramann erfordert. Das fängt damit an, die Formation ab Exit sauber im Blick zu behalten. Dann sollte man auch vermeiden, wild zu drehen, sondern sich bemühen, stabil zu liegen, was das Debriefing deutlich erleichtert. Das erfordert dann halt, dass man notfalls seitlich slippen muss und das alles mehr oder minder "automatisch" macht, also mit Blick auf die Formation fliegt - der Körper ist sozusagen "starr" an der Kamera, die wiederum auf die Formation zentriert ist und obendrein richtungsstabil zum Grund liegt. Hehe! Des weiteren muss man auch immer schauen, möglichst direkt über der Formation zu liegen - nicht zu nah und nicht zu weit. Der 0.3er Weitwinkel verzeiht insbesondere schon Abstände von mehr als 10 Metern nicht wirklich - die Formation ist dann mäuseklein. Von daher kann man den Videos ansehen, wie eine Entwicklung vorangeht :-) Damit hier nicht ständig hin- und hergeklickt werden muss, habe ich die Standfotos aus den Videos zu einer kommentierten Galerie zusammengefasst, bitte anschauen und genießen :-)

 

Nr. 547
Exit: 4025 m
Öff.Höhe: 725 m
FF-Zeit: 65 s
mittl. Geschwind.: 183 km/h
max. Geschwind.: 206 km/h 

Der letzte Sprung des Tages geht mit Christian. So es klappt, wird ein neues Vierteam entstehen, bei dem er mitmachen wird. Er ist einer der jungen Springer, die nicht gleich auf Freeflying geiern ;-) und hat sich eine schicke RW-Kutte schneidern lassen. Wir briefen einen No-Contact-Sprung, als Drill Dive: vormachen - nachmachen. Vor uns geht eine Dreier-Freefly-Formation raus (Bild)und ich schaue hinerher. Der Springer im Headdown ist Divinglog aus skyger.de, das korrespondierende Bild ist hier bei ihm zu sehen. Der Exit ist gelinkt und butterweich, wir bleiben schön im Heading, sodass ich schnell noch (fürs debriefing) dem Flieger nachschaue. Ich habe meine Kamerasachen angelassen, sodass Christian sich nicht mit Gewichten belasten muss. Er bleibt nach dem Loslassen stabil liegen, hält Blickkontakt und macht die Geschwindigkeitsänderungen mit. Das Floaten fällt zwar etwas schwer, aber das geht auch anderen Leuten so (hehe). Einziger Kritikpunkt: Beine sind etwas zu kurz, ich gleiche unbewusst aus. (Eigentlich Kritik an mich - ich hätte hier deutlich "Beine lang!" zeigen müssen, denn so lernt man am besten...) Ich fliege dann, wie abgesprochen, 90° um Christian herum, er hält Blickkontakt und bleibt sauber liegen. (Bild) Danach sind wir bei 2000m, sehr schön. Schnell noch ein paar Pins (sozusagen Zweiersterne), bei 1500m fliegen wir zusammen, lächeln und separieren bei 1300m. Packen, Debriefing. Auch Agent Schneider ist recht angetan, zum Beispiel auch von der Armhaltung. MIt 64 Sprüngen ist das, was Christian zeigt, echt gut; der wird ein toller Formationsspringer. Schnell noch ein Bierchen und dann heim, Besuch naht.

23.04.

Nr. 548
Exit: 3950 m
Öff.Höhe: 750 m
FF-Zeit: 61 s
mittl. Geschwind.: 187 km/h
max. Geschwind.: 201 km/h

Eine ganze Weile geht an diesem Sonntag gar nichts, genauso wie am Sonnabend davor. OK, immerhin eine ganze Menge Spaß beim Tischtennis und mittlerweile kann ich sogar fast wieder wie zu Zeiten als Stift in Cottbus im Neubaugebiet Sandow, chinesisch mitspielen und gelegentlich einen Punkt abstauben und auch das Anschnippeln klappt wieder ein bissel; nur an der Rückhand mangelts wie eh und je. (Interessant, dass nach über 20 Jahren Pause überhaupt noch Fähigkeiten reaktiviert werden können, hehe!)
Irgendwann siehts halbwegs aus und nachdem ich erst mit Wolli Bipps einen Zweier machen wollte, dann Steffi kam (und wir zum Dreier umbrieften), schlug Stephanie vor, dass wir einen Vierer machen. Hmmm, Stairstep Diamond - Open Accordian - Sidebody (Randoms B-F-P, siehe hier) sollte ganz gut klappen. Sofern wir Jungs (besonders der schnelle Wolli) nicht abgurgeln. Alles schön durchgerollt, nebenbei bekommen wir sogar noch Tips von Göran Meyer (im DM-Meister EADS), das sollte doch klappen. Tja: Wenn ich denn mal dran gedacht hätte, dass Wolli bisher kaum Frontfloater war. Es geht dichtgedrängt hoch. Im Flugzeug sitzt der OB-Kandidat Dr. Norbert Vornehm, der als Vorstand der Stadtwerke AG Gera da ist und sich mit Mausi von der Aero und Agent Schneider - beide Mitglieder im OK der Fallschirmsport-WM 2006 - über die WM-Vorbereitungen berät, alles erklären lässt und dann auch noch einen Tandemsprung (Zeitungsfoto) macht. (Siehe Zeitungsausschnitt) Mit Göran als Pilot, Stephanie und Doc Vornehm sind drei Schwaben an Bord, die mir allesamt sehr sympathisch sind. Trotzdem ist es eng und wir sind froh, als wir die Tür aufreißen können. Leider zerbläst es uns beim Exit, Wolli ist tief im Keller und ich versuche, gemeinsam mit Steffi zu ihm runterzukacheln. Naja, das klappt nur sehr bedingt und so machen Wolli und Stephanie (die ihn sich geschnappt hat) sowie und Steffi und ich jeweils noch paarweise bissel Faxen. Dennoch lachen wir am Boden alle.

 

Nr. 549
Exit: 3950 m
Öff.Höhe: 750 m
FF-Zeit: 65 s
mittl. Geschwind.: 182 km/h
max. Geschwind.: 200 km/h

Die nächsten Sprünge mache ich dann mit Steffi. Wir machen zunächst erstmal unseren "Standard". Hoffentlich bin ich nicht wieder zu schnell. Ich habe extra in der letzten Zeit besonders auf die Ernährung geachtet, 79 kg Morgengewicht ist schöner als 81 kg. Der Exit liegt butterweich und im Heading, na also. Danach Sidebody - Stern; insgesamt vier mal - jeder 2x, jede Seite jeweils. Danach zum Cat - Steffi dreht sich und... zack! schnappe ich sie mir, goil! Stern, dann drehe ich mich um, Arme vooor, Beine kuuurz und... schnapp hat sie mich, auch gleich aus der Drehung heraus. Wir sind über 2000 m und grinsen. Dann halt weiter, Sidebody-Stern klappt noch je einmal: Insgesamt 16 Punkte, hehe. Beim Landen macht unser Keksbäcker noch ein nettes Foto von mir.

 

Nr. 550
Exit: 3875m
Öff.Höhe: 725 m
FF-Zeit: 62 s
mittl. Geschwind.: 185 km/h
max. Geschwind.: 198 km/h

Ein kleines Jubiläum. Wir wollen den Sprung wiederholen, jedoch aufgebohrt um compressed accordians. Jörg kommt dazu, er will auf dem Kameratritt stehen, mit uns rausgehen, kommt dann zum Stern und schwirrt :-) anschließend auf dem Rücken liegend unter uns. Er ist einer der Freeflyer, der sich überall gut auskennt. Und natürlich auf Sicherheit achtet, sodass wir sofort begeistert sind. Klappt alles. Wir verkürzen wegen des verzögerungsbedingten Wartens auf den Stern-Andock von Jörg auf das Sidebody-Stern-Programm auf je 2x, dann die Cats - juhu, klappen auch superschön! Danach compressed accordian rechts... hüstel. Wir fangen an zu carven, lieber zurück zum Stern. Grinsen, Konzentration und compressed accordian links: Hehe, der klappt und dreht auch fast nicht. Na also! Separation, Jörg ist gut zu sehen und wir schweben zu Boden.

 

Nr. 551
Exit: 3875m
Öff.Höhe: 775 m
FF-Zeit: 60 s
mittl. Geschwind.: 188 km/h
max. Geschwind.: 203 km/h

Ein Load geht noch - zwischendurch ist immer wieder mal ein Aprilwetter-Hold - und wir wiederholen unseren Fast-Dreier mit Jörg. Diesmal dauert das Andocken etwas länger, aber es ist immer noch bannig Zeit. Jörg kurvt unter uns. Das ist unglaublich schwer, weil man natürlich deutlich weniger Anhaltspunkte hat als in der Bauchlage. Zudem ist es auch schwerer, stabil zu bleiben: Carven hilft, findet Jörg. Aber das macht das zentrische Filmen natürlich wieder schwer. Hut ab vor den Kamerafliegern, die uns mit geilen 3D-Aufnahmen versorgen...
Achja, der Sprung: Im Wesentlichen wie bei der 550. Nur fangen wir diesmal mit dem compressed accordian links an. Klappt astrein und liegt sauber. Bei knapp über 1500 m gehen wir cormpressed accordian rechts an. Das hat vorher schon nicht so geklappt und jetzt sitzt die Zeit im Nacken: Wir schnappen einander, aber es dreht. OK, dann schnell zum Stern, kurz drehen und winke-winke. Der Wind gestattet es, dass wir - sofern pralle Sonne wäre - unseren Schatten beim Landen sehen, aber was solls. Der Wind ist relativ zahm und wir sind die Ersten, sodass ich gut anfliege und Jörg beim Hookturn zusehe, sieht richtig gut aus 150m aus. Ich bin beim Umdrehpunkt bei 100m, verzichte aber natürlich auf alle Späßchen und schwinge mich ruhig zu Boden, macht ja auch so Spaß :-) Noch schnell gepackt und zum Abschluss ein Bierchen auf den schönen Tag.

30.04.

Nr. 556
Exit: 4025m
Öff.Höhe: 725 m
FF-Zeit: 64 s
mittl. Geschwind.: 192 km/h
max. Geschwind.: 211 km/h

Der Tag gehört heute Steffi, was das Springen anbetrifft :-) Eigentlich sagte der Wetterbericht ja nichts wirklich gutes voraus, aber wir haben Glück. Es gibt zwar eine Menge Schäfchenwolken, aber nur eine kurze Husche. Zwischendurch ist immer reichlich Himmelsblau übrig, sodass wir springen können. Wir arbeiten weiter an unserem Programm. Vor uns gehen die Geraer Spinnen raus, diesmal mit Agent Schneider anstelle von Yvonne, die verhindert ist. (Exitfoto) Unser Exit klappt wie gewohnt butterweich und schaue schon reflexartig der FAST hinterher (Foto). Wir starten mit Sidebody-Stern-Kombinationen, danach gehts zu den Cats, auch das klappt. Dann zu den compressed... grummel, der erste will nicht. Nochmal ansetzen. Gefangen, aber gehangelt und es dreht. Ist noch Zeit? Wir gucken beide (Bild) Also nochmal Stern und dann rechtshändig: Der klappt viel besser. Knapp über 1300 m - Tschüssikowski (Bild) und auseinander. Nach Kappen- und Luftraumkontrolle, Slider verstauen und Booties ausziehen ein entspannter Blick auf Gera, der zeigt, dass Tage mit solchem Wetter gern auch gute Fernsicht bieten - die Schäfchenwolken könnten aber gern etwas höher sein ;-) Am Schirm kann ich Steffi schön vor der Sonne beobachten (Bild) - wenn die leichtere Person auch noch am größeren Schirm hängt, kein Kunststück, tiefer zu sein. Ich hänge mich auch überwiegend in die Bremse und schaue, wie die Spinnen zur Landung ansetzen. Beim Herumfahren kann ich mal schön von oben auf den Einkaufskomplex schauen (Foto): Links GLOBUS (mit leerem Parkplatz), rechts SELGROS (mit überdachtem Parkplatz, hehe) und davor der Autohaus-Komplex.
Dieses Programm verfeinern wir im Laufe von drei Sprüngen - es geht ein bissel zäh mit den Lifts. Zwischendurch wills auch mal nicht so ganz, wenn mir z. B. mal der eine Bootie auf halb acht steht und ich ausgleichen muss oder einer beim Cat die Beine lang und die Arme kurz hat. Zudem bauen wir etwas neues ein: Open accordian rechtshändig, dann jeder 360° rechts drehen und wieder zusammen zu einem linkshändigen open accordian. Das ist gar nicht so einfach und kostet natürlich bissel Zeit, aber es macht Spaß. Einziger Problempunkt bleiben die compressed, daran arbeiten wir weiter, keine Frage. Insgesamt stellen wir fest, dass wir recht flott unterwegs sind, die Werte von Sprung 556 seinen mal als Beispiel genommen.

 

Nr. 555
Exit: 4050 m
Öff.Höhe: 700 m
FF-Zeit: 53 s
mittl. Geschwind.: 240 km/h
max. Geschwind.: 251 km/h

Der Schnapszahlsprung ergibt sich, ohne dass ich der Schnapszahl bewusst bin. Steffi gönnt sich ein Päuschen und ich beschließe, einfach mal wieder bissel Freefly zu machen und nette Bilder zu machen. Der Exit klappt im Sitzen gut und ich bleibe 2-3s sitzen, drehe dann aber schnell zur FAST, die mit der Sonne goil aussieht. (Bild) Danach erstmal Sitzen und definiert drehen: Geht. Stehen und definiert drehen: Geht. Ich schaue über die benachbarten Wolken, sieht nett aus (Bild). Unter mir ist ein nettes Loch, sodass ich nicht durch eine Wolke heizen muss. Rolle rückwärts, Rolle vorwärts: Geht. Noch ein Cartwheel (seitliches Rad) nach rechts: Geht und bleibt alles im Heading. Na also. Gera anschauen: Das Bild zeigt schön, wie Gera sich im Wesentlich von Süd (links) nach Nord (rechts) ausdeht, "vor" uns liegt das Ostviertel. Bei 1300 m auf den Bauch und hier den Bereich der Autobahn angeschaut (Bild): Man kann die neue Anschlussstelle gut erkennen und auch die Tangente, die von der Anschlussstelle an Laasen vorbei über eine Brücke (fast fertig) zum Stadtring führen wird. und bei 1000m gepullt: Schirm geht brav auf und ich kann mich beschwingt auf den Heimweg machen. Für einen echten Freeflysprung ist lediglich die mittlere Geschwindigkeit ein bissel langsam, aber bei all den Faxen, die ich gemacht habe, ist das doch OK - man hat doch auch viel mehr Spaß, als wenn man nur ein möglichst schnelles Loch in den Himmel glüht.

01.05.

Nr. 557-562

Der Tag bietet viel Abwechslung: Zwei 1-on-1-Sprünge mit Christian, bei denen Level halten, Heading halten (also richtungsstabil bleiben bzw. anfliegen), Stoppen etc geübt werden. Nsch dem ersten, der nicht ganz so will (was aber ein bissel auch daran liegt, dass ich nicht groß helfe und obendrein mit meinen vorsichtshalber angezogenen Freeflyklamotten zu tun habe, an "Glühkoffer" Christian (191 bzw. 192 km/h als MIttelwerte!) dranzubleiben) klappts im zweiten viiiiel besser. Sprung 3 des Tages geht mit Steffi und Christian. Exit super, danach wollen wir open accordians mit Umfliegen machen... Und haben zu tun, an Christian ranzukommen, der einfach immer schneller wird :-))) Sprung 4 geht dann mit Steffi, Ralf Böhme und Wolli Bipps. Ich bin erstmals Center-In-Diver und verpenne prompt den Exit: Knapp aber trotzdem, sodass wir auseinandergehen. "Glühkoffer" Bipps braucht mal wieder Reibungswärme brauchte und als wir auf seiner Höhe sind und einen open accordian zusammenfliegen, geht er leider etwas low, sodass es bis zur sicheren Separation nicht mehr ganz reicht. Trotzdem ein netter Sprung. Danach Sprung 5 des Tages, wieder mit Steffi und Christian. Der Exit klappt halbwegs, danach fliegen wir erstmal no contact und das ist eine gute Idee von Steffi. Christian ist sehr konzentriert und wir bleiben schön zusammen, auch die Arbeit aufs Zentrum klappt. Danach wie verabredet zum Stern, klappt und dann geht Christian in die Mitte, ich docke sanft zum Sidebody an... Oha, wir haben die arme zierliche Steffi abgehängt, aber sie kommt schnell runter und wir machen den Punkt. Danach in Ruhe separieren und wir schweben zu Boden. (Mittlere Geschwindigkeit 187 km/h, nicht schlecht für einen Dreier :-) Der letzte Sprung des Tages geht als Vierer mit Ralf Böhme, Udo (springt sonst beim OFC) und Steffi. Der Exit (Stairstep Diamond) klappt, dreht aber. Dann also schnell zum Stern... Udo hat statt seiner Flatterkombi eine enge AFF-Kutte an (hat Griffleisten und "er fällt sonst zu langsam"). Tja: Das haben wir davon: Den nächsten Glühkoffer ;-). Wir kämpfen uns zu ihm herunter, bilden den Stern, aber als wir zum open accordian umbauen wollen, sind Steffi und ich nicht schnell genug, hehe. Wir beide grinsen uns an: Nicht mehr viel Zeit, also schnell noch zwei Punkte und dann sicher separieren. Packen, noch ein Bierchen und dann ist auch schon Schluss.

21.05.

Nr. 563
Exit: 3925 m
Öff.Höhe: 750 m
FF-Zeit: 62s
mittl. Geschwind.: 180 km/h
max. Geschwind.: 212 km/h 

Ich habe mir an den vorhergehenden Wochenenden mal eine Auszeit vom Springen gegönnt und war u.a. schön mit Karola im Stadtwald wandern (11 km in knapp über 2 Stunden, oahauer.)
An diesem Sonntag schaue ich vorbei. Es sind nicht sooo viele Leute da, aber die halten durch, trotz zunächst unschönen Wetters und starken Windes. ZUm späteren Nachmittag jedoch haben wir Glück und es geht etwas. Aus dem ursprünglichen Zweier wird letztlich ein Fünfer mit Adri und Costa, Uli, Thomas Hoyer und mir. Uli geht mit Adri und Thomas gelinkt raus, Costa und ich diven hinterher. Hehe, ob das klappt? Überraschend gut, ich komme schnel ran, verbremse mich allerdings ein kleines bissel und muss hochfloaten. Das kostet aber zum Glück kaum Zeit. Fünferstern, Thomas ist bissel low, aber es geht. Umbau zum Spider - Coasta und ich gehen als open accordian an Uli im Zentrum ran, Thomas und Adri gehen wie bei einer Phalanx an Uli ran.Das klappt nach einigem Hin und Her und wir können noch zum Stern zurückbauen. Separation bei 1400m, sehr schön.

26.05.

Nr. 564-565
Werte. für 565:
Exit: 3975 m
Öff.Höhe: 725 m
FF-Zeit: 64s
mittl. Geschwind.: 185 km/h
max. Geschwind.: 203 km/h 

Am Himmelfahrtstag ging außer Tischtennis spielen und Schnacken nullkommanix. Am Tag darauf siehts besser aus, sodass Wolli und ich nach einem Telefonat beschließen, ein bissel was zusammen zu machen. Was sich als guter Gedanke erweist. Der erste Sprung wird ein richtiger Punkteklopfer, allerdings auf ziemlich leichte Weise, da wir jeder jeweils einen Sidbody links und rechts anbieten, dazwischen einen Stern. danach noch einen 360er, bei dem ich, trotz Guckens, Wolli ein bissel abhänge (hehe!), aber er ist ratzfatz wieder dran, sodass wir noch jeder einen Sidebody mit Stern dazwischen dranhängen können. Sehr schön!
Danach ein bissel warten, bis die AFF-Schöler :-) wieder soweit sind und dann geht es hoch - zu Wollis 199. Sprung - den wir diesmal mit je einem Sideboy und Stern dazwischen eröffnen. Danach zusammen jeder einen 360er, wieder bin ich einen kleinen Tacken schneller, danach Stern und ich biete Wolli ein Cat an (sein erstes Cat, wie ich später höre [a case of beer!]) was auch schnell klappt. Stern, dann bietet Wolli ein Cat an - ich fahre schon in der Drehung los, schnappe mir das entgegenkommende Bein und drehe ihn mit, sodass ich schnell zugreifen kann. Wieder zum Stern, Grinsen, winke-winke und Separation. Sehr schön! Das wird am Sonntag, so Petrus will, ein schön er 200-Wolli-Sprung.

 

Nr. 566
Exit: 3975 m
Öff.Höhe: 725 m
FF-Zeit: 54 s
mittl. Geschwind.: 233 km/h
max. Geschwind.: 256 km/h
 

Leider muss Wolli dann weg, sodass ich mit Thomas (aus Bayern?) einen Freefly-Zweier mache, der sich als sehr geschmeidig erweist. Wir sind ständig sehr dicht beieinander, was das Video sogar trotz des 0,3er-Fischaugen-Vorsatzes zeigt, Leveln sehr schön und machen sogar noch einen Punkt.
Hier ein paar Bilder: Exitaufbau. Wir stubsen ganz leicht zusammen, sodass wir ein klein bissel arbeiten müssen, was mir dieses nette Bild beschert. Danach dichtes Zusammensein, ein Punkt und weiter dicht zusammen arbeiten bis zur Separation. Ein sehr schöner Sprung. Leider macht dann das Wetter einen Strich durch weitere Planungen.

27.05.

Nr. 567
Exit: 3950 m
Öff.Höhe: 700 m
FF-Zeit: 64 s
mittl. Geschwind.: 183 km/h
max. Geschwind.: 203 km/h  

Das Wetter ist recht durchwachsen und ich fahre erst später auf den Platz. Trotzdem ist erstmal Warten angesagt. Als Load 1 hochgeht, bemerke ich, dass ich Helen (im Bild (von 2004) hinter Uli) nicht deutlich genug gesagt habe, dass ich gern mitgehen würde und will dann den von ihr mit Fanta gebrieften Sprung nicht umwürfeln und beschließe, erstmal entspannt zuzuschauen.
Bei Load 2 - dessen Tandempassagiere auf sich warten lassen, da es eine große Junggsellenabschiedspartygesellschaft ist - herrscht ausgelassene Stimmung auf dem Platz. Helen und ich sind die einzigen Lizenzspringer und gehen als erste raus. Wir wollen Sidebodies üben und daher gehen wir AFF-mäßig raus - Helen als Floater und ich dive hinterher, was recht gut klappt. Danach liegen wir sehr entspannt und machen einen Sidebody nach dem anderen. Zwischendurch halte ich mich zwar nicht ganz an das gebriefte Muster, aber wir harmonieren gut und so gibt das keinerlei Verzögerung. Ein einziger Sidebody läuft etwas auseinander, zusammen mögen es 12 oder 14 gewesen sein. Beim Separieren grabscht Helen mich und wirbelt mich noch herum, hehe. Da wir die ersten sind, genieße ich es, mich schön herunterkurbeln zu können und schön vorne zu landen :-)

 

Nr. 568
Exit: 4250 m
Öff.Höhe: 675 m
FF-Zeit: 71 s
mittl. Geschwind.: 183 km/h
max. Geschwind.: 203 km/h 

Zum Abschluss wollen wir noch ein bisschen Spaß und so ergibt sich ein RW-6er: Frankie, Costa und Vize, Beerchen und Helen. Ich bin der mit den wenigsten Sprüngen, vermutlich sogar der einzige unter 1000, hehe. Beim Exit bin ich als rear diver in der Basis: Ein Stairstep Diamond. Der klappt sehr schön, diesmal passe ich auf wie ein Luchs, dass ich rechtzeitig abtropfe (siehe Sprung 541 ;-) Danach kommen die beiden, die hinterherdiven und wir bilden ein open accordian. Das liegt alles recht nett und wir gehen zum nächsten Teil: Aufspalten in zwei Dreier-Pieces, die jeweils eine 180°-Drehung machen. Wir treiben ein bissel auseinander, Beerchen lässt schnell los, als es mit Schieben zu dritt nicht so will, und Costa und ich fahren hinterher, wieder zum open accordian. Danach machen die äußeren Zweier-Pieces 180er (ich mit Costa), was sehr schnell und ohne Versetzung geht. Wieder zum open accordian und dann noch zum Stern. Es bleibt sogar noch ein bissel Zeit, sodass wir den Stern anschieben, winke-winke und Separation. Ich habe beim Tracken die Glückskarte und bin so baff, dass ich mich nicht recht traue, herunterzuschwingen (ist sowieso immer gut bei reichlich Schirmen am Himmel) und mich prompt im Wind verschätze und ein Stückchen wandern muss :-) Ein goiler Sprung!

03.06.

Nr. 569-573

Pfingsten. Das Fest der Ausgießung des Hl. Geistes. Leider vor allem ein Fest mit z.T. grauem Himmel. Zum Glück ist der Wind nicht so schlimm wie die letzten Wochen, dafür aber mit Landerichtung zur B7, auch nicht ohne ;-) Immerhin bieten sich zwischendurch immer mal ein paar Wolkenlöcher an, sodass wir springen können. Jörg vom seinerzeitigen Team Octopus macht den Coach und so kann man seine RW-Fähigkeiten verbessern. Zunächst aber ist Ersatzsuche angesagt, da zwei Teilnehmer verhindert sind. Peter Schmidt und zwei Mal Wolli Bipps springen ein, 3x ist Thomas dabei. Adri (ab dem 2. Sprung) und ich spielen die konstanten Teilnehmer ;-) Die Exits klappen soweit, danach aber zeigt sich, dass die Fallraten doch sehr unterschiedlich sind, sodass oft Einfangen und "das Ding wieder zusammenfliegen" angesagt ist. Dennoch lernen wir eine Menge und es gibt einigen Spaß. Mein Sprung 571 ist gleichzeitig Bippsens 200. Sprung - wir machen einen Fünfer. Der zerbröselt leider beim open accordian, macht aber trotzdem viel Spaß.
Der Abschlusssprung des Tages ist ein Achter, der sehr schön viel Spaß macht. Eine Viererbasis geht raus. Die anderen diven hinterher und docken bei uns jeweils als Cats an. Danach bauen wir zu einer Art Doppel-Bow um, was recht gut klappt. Leider schaffen wir den Stern nicht mehr ganz und separieren; alle landen sicher. Ein netter Tag.

04.06.

Nr. 574-577

Ein neuer Tag - leider ist der Himmel eher noch grauer. Dennoch bieten sich immer wieder Startmöglichkeiten für die Caravan und den neusortierten Trainings-Vierer: Drei Mädels und meinereiner. Hehe! Steffi ist dazugekommen, sowie Yvonne. Dazu Adri und ich. Der Exit klappt gut und wir liegen im Stern. Umbau zum Bow - klappt! Wieder zum Stern, zum Bow und nochmal zum Stern: Aus dem Stand fünf Punkte! Wir sind begeistert.
Beim nächsten Sprung zeigt sich, wie hart unser Sport auch sein kann: Ich musste, bedingt durch den "Personalwechsel" den Frontfloater geben und war natürlich begeistert, da ich hier bisher wenig Erfolg hatte. Und prompt zerbröselt der Exit. Jörg als Coach jedoch zeigt, was er drauf hat und ich erkenne endlich, woran es liegt, als er mir 1. an der Atrappe zeigt, wie man am besten dynamisch abspringt und 2. am Video zeigt, woran es lag. Alle weiteren exits klappen dann auch :-) Wir fliegen den Stern wieder zusammen: Geht fix. Zum Donut... naja, das klappt noch nicht ganz so toll. Wieder zusammenfliegen: Fast noch ein Stern - Geld alle, Separation.
Der nächste Sprung ergibt ähnliche Ergebnisse, auch hier haben wir noch leichte Levelprobleme bzw. sind mal hier oder da die Beine zu kurz. Aber wenn jemand 65 Sprünge oder ca. 150 Sprünge hat, ist Schimpfen nicht nur nicht angebracht, sondern viel lieber die Anerkennung für all die positiven Aspekte: Ruhe im Sprung, überlegtes Handeln, stets alle im Blick und immer Sicherheitsbewusstsein.
Der Abschlusssprung des Tages ist ein Zehner. Die Basis zerböselt (man hatte einer schnell eingebaute Springerin nicht danach gefragt, ob sie schon mal front diver war und prompt flog sie auf den Rücken...) Ich gehöre zu denen, die hinterherdiven, was ich lieber mit Vorsicht mache (was daher bissel dauert, zumal der Bröselvierer tüchtig in den Keller beim Luftkampf ging :-); aber ich will nicht in die Formation reinbomben und docke sanft an. Die Formation steht fast... da düste eine Springerin mit doch ein bissel Schmackes rein, krallt sich an Vize fest. Der kann wirklich viel, aber hier zieht es ihn mit runter und die Formation wird auseinandergerissen. Wir wollen erst sortieren, aber sehen dann, dass Vize am Wegdiven ist und so machen es auch alle anderen. (Tja, er ist halt der Leitwolf und mit über 3333 Sprüngen (für die gans Bier, danke!) ist das ja auch ohne Frage ;-) Trotzdem ein lustiger Sprung.

05.06.

Nr. 578-581

Drei weitere Trainingssprünge von W3M1 (weiblich 3, männlich 1 ;-) Der erste klappt wieder super: Sternexit, danach Sidebuddies (siehe hier oder hier) und wieder zurück zum Stern, noch ein Bow und noch ein Stern, Separation. Es scheint, dass wir die besten Ergebnisse liefern, wenn wir ausgeruht ans Werk gehen. Die beiden nächsten Sprünge gehen auch im Sternexit raus und liegen schön. Beim Umbau zum Satellite (siehe hier) zeigen sich Levelprobleme, die aber nichts mit Gewicht zu tun haben, da mal die eine und beim nächsten mal eine andere low geht oder hochschnippt. Das wird sich geben. Beim dritten Sprung zeigt sich zum Beispiel, dass wir die Satellites fast schnon zusammenhaben. Als es bröselt, ist schnell wieder ein Stern zusammengefloegen. Dabei arbeiten die Piece-Partner immer schön zusammen und fliegen zu zweit - vielleicht ein gutes Omen für die irgendwann anstehenden Übungen zu den Blöcken ;-)
Insgesamt für mich zehn sehr schöne Trainingssprünge, bei denen auch die anderen - insbesondere die Mädels - viel gelernt haben und wir alle viel Spaß hatten. Danke Coach Jörg, Danke Mädels und hoffentlich klappts bald wieder!
Der Abschlusssprung geht mit Helen (die bis dahin mit dem Rumpfteam der Geraer Spinnen trainiert hatte) und Steffi. Helen brieft etwas "das nicht langweilig und alltäglich ist". Oha! Ob das man gut geht... Der Exit geht compressed raus und... hält! Noch auf dem relativen Wind bauen wir zum Linkshand-Donut um (ich muss 180° drehen... und es klappt :-). Der Umbau direkt zum rechthand-Donut klappt genauso gut. Danach kurze Wege: Umbau zum open accordian und dann wieder zum compressed. Das Gleiche dann nochmal, klappt sehr schön. Als wir bei ca. 1800m wieder im compressed liegen, warten wir auf den nächsten Key von Helen. Die jedoch grinst und dreht die Formation an. Hätte ich mir ja denken können ;-) Wir sind erst ein bissel verdutzt, drehen dann aber mit und spiralen mit Affenschmackes bis 1300m, wo wir dann loslassen und eine supergoile Separation haben. Auch die Landungen haben an diesem Tage viel Spaß gemacht und mit nachlassendem Wind traue ich mich auch ein bissel mehr beim Landen und so kann ich schön lang flaren und dabei über den Boden huscheln, hehe. "Ein Sprung, der mir zeigt, warum ich Fallschirmspringen mache!" meint Helen und ich schließe mich dem an: Was für ein geiler Sport. Wir schnacken noch ein bissel und packen dann. Drei schöne Sprungtage trotz nicht so optimalen Wetters.

11.06.

Nr. 582
Exit: 3850 m
Öff.Höhe: 675 m
FF-Zeit: 65 s
mittl. Geschwind.: 180 km/h
max. Geschwind.: 216 km/h

Nr. 583
Exit: 3725 m
Öff.Höhe: 675 m
FF-Zeit: 61 s
mittl. Geschwind.: 175 km/h
max. Geschwind.: 208 km/h

In Calden ist "Jump for Children" und daher ist in Gera eine kleine Maschine aus dem Saarland zu Gast: Die Cessna 206 Soloy D-EHTM. Sie bietet Platz für sechs Personen und die werden auch stets genutzt, da neben den Tandemgästen auch reichlich Springer gekommen sind. Daher ists - im Vergleich zur Caravan - knackig eng (Bild) aber immerhin mit einem netten Ausblick aus einem Heckfenster ;-)
Ich war am Sonnabend zu SchwieMus Geburtstag, sodass zum einen Calden ausfiel, und zum anderen das Erlebnis "legal drängeln dürfen" am Sonntag stattfand. (Die Geraer Springer haben aber bereits im Februar unisono beschlossen, einen ansehnlichen Beitrag aus der Vereinskasse zu spenden, sodass wir alle halbwegs beruhigt sein können ;-)
Der erste Sprung geht mit Bipps und Steffi hoch. Wir wollen, da wir die Maschine nicht so kennen, lieber ungelinkt raus. Die kleine aber schnelle Steffi soll aus der kleinen Tür als zweite Diverin heraus, ich floate. Klappt soweit gut, ich fahre Bipps entgegen und als er mich erreicht, drehe ich mich ihm zu. Er dockt an, braucht aber bissel: Seine höhöstorische Hellerkombi bremst doch recht gut und vorwärtsfahren geht auch nicht so geschmeidig. Steffi landet daher etwas tiefer und wir arbeiten zu ihr herunter. Den Stern schließen wir noch, aber dann sind wir schon bei 1500m und separieren lieber. War trotzdem nett :-)
Der zweite Sprung geht eine sehr lange Weile später, dafür positionsgetauscht. Ich gehe als zweiter Diver raus, Steffi floatet. Exit: Oh Gott, ist die Tür niedrig... Ich bleibe mit dem Gurtzeug fast hängen, obwohl ich schon fast wie ein Spatz in der Hocke war ("Caravan-verwöhnter Jammerkindergarten" wie Chris meinte ;-))) und sehe Bipps wegdiven (Bild) Mein Exit ist durch das Vorbeistreifen an der Tür etwas bizarr und da ich zudem vergesse, aus der falschen Seite herauszuspringen, nehme die linke Schulter nicht sehr hoch und mich purzelt es seit langer Zeit mal wieder beim Rausdiven. Aber ich habe die beiden recht zügig (Bild), fast zu zügig, denn ich muss ein bissel floaten und fahre vorsichtig heran (Bild) bis der Stern geschlossen werden kann (Bild). Danach, wie gebrieft, umbauen zum open accordian auf mich (Bild) und anschließend zum compressed. Der liegt nicht ganz so eng, sodass ich zunächst Bipps schnappe (Bild), danach slippt Steffi heran und wir docken an (Bild) Beim Umbau zum Stern fehlen Bipps ein bissel die Booties und so speariert er lieber etwas höher weg - Steffi und ich geben uns noch die Hand (Bild) und spearieren ebenfalls, wobei ich sehr schön die Autobahnabfahrt Gera-Leumnitz, den Kreisverkehr und den Flugplatz an der B7 sowie die beiden Großhandelseinrichtungen beobachten kann (Bild)

 

Nr. 584
Exit: 3850 m
Öff.Höhe: 675 m
FF-Zeit: 65 s
mittl. Geschwind.: 180 km/h
max. Geschwind.: 209 km/h

Nach einigem Warten gehen Steffi und ich nochmal hoch; Bipps widmet sich der Familie.
In der Maschine ist es mittlerweile vom Gefühl her nicht mehr ganz so knackedicht; allerdings ist diesmal auch kein Tandem dabei. Togal, wir gehen als erste raus und der Exit klappt sehr schön (Bild) und wir bleiben auch im Heading (Bild). Noch auf dem relativen Wind geht an je einen Sidebody - Steffi bei mir (Bild), Stern, dann ich bei Steffi (Bild). Anschließend jeweils Cats und dann noch compressed, die diesmal schon recht gut klappen und 1x ein bissel und danach gar nicht drehen. Dadurch bleibt noch Zeit für noch einen Sidebody und einen Stern, noch ein bissel drehen (Bild) und tschüss. Ich bin erster und kann mich runterschrauben, was natürlich Spaß macht (Bild - unter mir ist gerade SELGROS). Beim Landen achte ich darauf, meinen Schatten schön zu filmen (Bild) - endlich mal Sonnenschein und die passende Windrichtung... :-)

17.06.

Nr. 585
Exit: 4000 m
Öff.Höhe: 675 m
FF-Zeit: 65 s
mittl. Geschwind.: 177 km/h
max. Geschwind.: 206 km/h 

Anfangs will das Wetter nicht ganz so, es ist sogar ein bissel kühl, sodass ich mich erstmal schön warmmache. In Load 1 waren etliche Tandems unterwegs und ich probiere die neue Digitalspiegelreflexkamera aus. Hier ein Bild von Chris bei der Tandemlandung.
Danach gehen Adri und ich in die Luft. Der Exit klappt soweit ganz schön, danach Basiselemente: Stern, Sidebody (Adri an mir), Stern, Sidebody (ich an Adri), Stern, Cat (Adri an mir), Stern, Cat (ich an Adri), Stern. Ich bin verblüfft, dass das alles gleich beim ersten Male geklappt hat. Wir hängen noch zwei Punkte aus dem Programm ran und separieren. Juhu.

 

Nr. 586-587

Danach gehen Adri, Christian und ich in die Luft. Der Sternexit klappt soweit noch, danach gehen Adri und ich als Sidebuddies an Christian, wobei Adri etwas low gerät und wir erstmal wieder einen Stern zusammenfliegen. Danach klappen die Sidebuddies auf Christian, fast klappt es noch für einen Stern, aber die Zeit ist alle und wir separieren lieber :-)
Der nächste Sprung klappt besser. Wir gehen als Sidebuddies an Christian heran, danach zum Stern, danach das Gleiche bei Adri, noch ein Stern, dann zur Separation. Schön, wie gut das klappt - Christian ist mit seiner Sprungzahl immer noch zweistellig; das darf man nicht vergessen. Da geht noch ne Menge :-)

 

Nr. 588
Keine Werte - ProTrack blieb wegen Helmwechsels vergessen und allein am Boden ;-)

Ich will eigentlich einen ruhigen Einzelsprung machen, um mit der Fotokamera Fotos von Gera aufzunehmen, aber Vize ermuntert mich, bei Jens und Thomas als Begleitung mitzugehen. Sicherheitshalber bleibe ich ein bissel weiter weg als sonst üblich. Die beiden gehen ungelinkt raus, was mich etwas überrascht. Zudem driften beide schnell auseinander, sodass es die Exitfotos nicht so toll werden (Bild) Die beiden haben dann zu tun, zusammenzukommen. Im Bild sieht man die Tangente von der Autobahn (die wäre oben links) über Laasen zum Stadtring-Südost. Die beiden carven tüchtig umeinander (was ich dann beim debriefing auswerte); ich drehe mal lieber mit, weil ich nicht auch noch groß slippen will und so sehen wir hier die zukünftige Autobahnanfahrt Gera-Bieblach. (Bild) Es kommt etwas Ruhe ins Geschäft, der Pin ist greifbar nahe... etwas verbremst und Levelunterschied, pardauz :-) Aber es ist nichts passiert. Danach wird der Pin zusammengeflogen, fast reicht es danach noch für einen Sidebody, aber Jens ist ein bissel zu langsam und muss arbeiten. Dann Separation (Bild) und ich gucke noch ganz kurz - in diesem Bild sieht es durch den Bildwinkel fast aus, als ob Jens gleich aufschlägt :-)

 

Nr. 589
Exit: 4275 m
Öff.Höhe: 750 m
FF-Zeit: 67 s
mittl. Geschwind.: 190 km/h
max. Geschwind.: 209 km/h

Der Abschlusssprung soll ein Achter werden. Fanta brieft drei nette Punkte. Ich bin auf dem Kameratritt und nehme folglich auch die Kamera mit (diesmal auch den ProTrack :-). Leider zerbröselt die Basis, wie die Bildserie zeigt: Bild 1, Bild 2, Bild 3 und Bild 4. Da es dabei tüchtig in den Keller geht (die meisten Jungs haben tpafer nicht losgelassen und gekämpft ;-) müssen wir tüchtig diven. Chris hat unten mittlerweile eine Basis mit Fanta und Costa zusammenorganisiert, als ich am Einfliegen bin, ist auch Keksi schon dabei (Bild), Thomas und Jens sind in der Nähe. Ich gleite rein (Bild), greife bei Fanta und Keks in die Beinleisten (bei Keks ins Gewebe :-), siehe Bild. Danach will Thomas einfliegen, ist etwas zu hoch, hangelt und... pardauz :-) Es ist ohnehin schon fast Zeit, und es sind noch Springer außerhalb, sodass wir lieber ordentlich separieren. Das Video wird mehrfach mit viel Lachen angeschaut (und ausgewertet :-)
Ein netter Tag geht zu Ende, noch Schirmpacken, ein Bierchen, bissel schwatzen und heim.

18.06.

Nr. 590-592

Es ist Sonntag, da wird erstmal saubergemacht. Karola kommt von der Sonntagswanderung zurück, noch schwatzen, irgendwann gehts dann auf den Flugplatz. Adri, Steffi und Yvonne haben die Gelegenheit genutzt und mit Eric einen Vierer gemacht, ohne Blei mitzunehmen :-)
Der nächste Vierer ist mit mir statt Yvonne, die eine Pause macht. Den Exit zerbröselt es, Steffi hat Wind auf den Rücken bekommen. Wir fliegen den Stern wieder zusammen und dann noch einen Satellite; noch ein Stern, dann ist Separationszeit.
Der Exit wird nochmal beredet, aber auch beim nächsten Mal ist das nicht so perfekt. Diesmal kommt Yvonne statt Adri mit, die eine Pause macht. Wir schaffen 2x Star und Satellite, recht schön.
Der dritte Vierersprung wird gründlich vorab geübt. Korki lässt nicht locker und schaut insbesondere, was beim Exit noch verbessert werden muss. Diesmal klappt das sehr gut. Das Video von Korki zeigt sogar, dass es nichtmal gedreht hat, hehe. Danach zum Zipper, klappt (ist aber der schwächste), von dort aus gehts zum Satelllite (die beiden Jungs als Sidebuddies bei den Mädels, die einen Pin machen), von dort wieder zum Star. Wir kommen zweieinhalbmal durch, super!

 

Nr. 593
Exit: 4000 m
Öff.Höhe: 900 m
FF-Zeit: 62 s
mittl. Geschwind.: 183 km/h
max. Geschwind.: 196 km/h

Danach gehe ich erstmal alleine raus, ich will heute ein paar Fotos von Gera machen. Diesmal ist auch niemand da, den ich begleiten könnte, sodass ich auch dabei bleibe. Zunächst nehme ich den Exit von Katja und Steffen, begleitet von Korki, auf. (Bild) Ich nehme die enteilende D-FAST auf und man kann auch schön sehen, wer alles hinterherschaut :-) Danach konzentriere ich mich auf Gera. Bild 1 zeigt das Kerngebiet von Gera, das Zentrum liegt etwa in der Mitte. Bild 2 zeigt das Gebiet, in dem früher der Uranbergbau stattfand. Die Kegelhalden sind verschwunden und man sieht den zugeschütteten Tagebau, davor die "Neue Landschaft", eines der BUGA-Auststellungsgebiete. Links davon ist die Stadt Ronneburg. Bild 3 zeigt die neue Autobahnanschlussstelle "Gera-Bieblach", links daneben sieht man das Gewerbegebiet Bieblach, davor das Eigenheimwohngebiet "Am Speitewitz" und darüber Bieblach/Ost (mein ehemaliger Wohnort). Bild 4 und Bild 5 zeigen den Flugplatz, wobei man sehr schön das Vorfeld und die Landewiese (mit Landepfeil und Blade) erkennen kann. So kann man sich beinahe schon mal vorab überlegen, wie man seinen Landeaufbau plant, selbst wenn man noch nicht in Gera war ;-)

 

Nr. 594
Exit: 3950 m
Öff.Höhe: 700 m
FF-Zeit: 66 s
mittl. Geschwind.: 174 km/h
max. Geschwind.: 192 km/h

Der letzte Sprung des Tages geht mit Agent Schneider, Steffi und Eric. Thomas will etwas anspruchsvolleres machen. Satellite-Exit, ich bin rear floater und muss mich tiiiief reinhängen und möglichst früh abtropfen. Es zeigt sich, dass man - trotz Übung - eigentlich nicht zu zeitig wegkommt. Ich bin sogar (grummel) ein bissel bummelig, sodass Agent Schneider (der von innen herausjuchtert) mir sogar einen Stubs gibt und ich herumklappe. Wir retten das aber und nach ein paar Sekunden liegt die Formation. Danach zur Phalanx, von dort zu Thomas' Lieblingsblock: ZigZag-Marquis. Steffi und ich sind die, die ihre Partner drehen. Wir beachten alle Tips und drehen tatsächlich auf der Stelle, sodass Steffi und ich einander sogar kurz mit den Füßen berühren. Ruhe reinbringen, von dort wieder zum Satellite und nochmals zur Phalanx, dann ist das Geld alle und wir separieren. Für das Programm und den Fakt, dass diese Besetzung noch nie so gesprungen ist, nicht schlecht! Wir quatschen noch ein bissel, packen die Schirme und ich muss meinen ganzen Krempel zusammenräumen: Nächste Woche gehts nach Wangen.

24.06.

Nr. 595-596

Am Freitag geht es in Wangen später los als gedacht: Die PINK wird in Eisenach noch für Großformationsbetrieb gebraucht. Zum frühen Abend hin kommt sie doch und wir machen zunächst einen Freeflysprung zu viert. Der Exit - seitlich von der Heckrampe - erweist sich als tückisch, da der unerwartete Fahrtwind uns herumwirbelte. Wenigstens erlaubte dies einen netten Blick auf die enteilende PINK. Ich brauche etwas, um mich zu stabilisieren und Katja als versierte Freeflyerin sitzt schon längst und muss sich sogar kurz abbremsen; kurz darauf sehe ich sie vor mir (Bild). Leider bin ich zu langsam, Uli dagegen kommt schneller vorwärts, sodass ich den beiden hinterherschaue - immerhin vor Nebra als Kulisse ;-) Trost ist, dass auch der vierte Springer Mühe hatte, hinterherzukommen. Bei der Separation sehe ich links unten Wangen und die Landewiese (Bild); diesmal ist auch das ganze Festgelände auf der Riesenwiese.
Danach ist Warten angesagt, weil noch einige Springer kommen und ein Tandem eingekleidet wird und wir ja auch packen müssen. Ich frage zwei Springer, ob wir was zusammen RWmäßig machen. Im Nachherein ist man schlauer: Spielst Du mit Fremden, dann sorge dafür, dass sie nicht fremd bleiben. Das bedeutet, kurz seinen Leistungsstand und seine Fallrate anzugeben und zu klären, was wie gemacht wird, wenn etwas nicht klappt. Der Exit klappt ganz gut, danach nehmen die beiden anderen Sidebodies bei mir, ich drehe mich 180° und wieder Stern, dann bietet der nächste sich an, wieder Sidebodies, als er aber etwas entspannt, sackt er ab und es beginnt eine Geschichte voller Missverständnisse oder auch 1000m Einfangen, was schneller gegeangen wäre. Zwar klappt noch ein ein Punkt, aber so richtig begeistert bin ich nicht. Packen (die Temperaturen sind soweit OK, es ist abend) und noch etwas quaddrern und vor allem die PINK bewundern, die im Abendlicht einfach nur geil aussieht (Foto); danach gehts ins Quartier. Karola war Radfahren und hat die Gegend erkundet.

25.06.

Nr. 597-599

Sonnabends erstmal gemütlich in der Pension in Nachbarort frühstücken und danach gehts nach Wangen zur Festwiese: Auto abstellen und dann straff hochwandern zur Ausgrabungsstelle der Himmelsscheibe. 9 km in 1 3/4 Stunde, das ist ganz nett und ich brauche keine Erwärmung mehr. Als wir fast zurück sind, steigt die PINK ein erstes Mal auf.
Ich manifestiere mich für Lift 2 und sage an, dass ich gern RW machen möchte. "Jo, denn pock I Di in die RW-Gruppen vom Wuzi" sagt mir das nette Mädel am Manifest im besten Dialekt, der sich so entspannt und niedlich für uns Piefkes anhört. Wuzi? Das muss doch DER Wuzi sein! Ja, ist er. Genauso entspannt und nett. Ich stelle mich vor und bin begeistert. Zwei Springer aus Erfurt sind dabei, sodass ein Vierer zusammenkommt.
Wir machen insgesamt drei Sprünge, die allesamt einfach nur supergeil sind. Noch nie habe ich jemanden so ruhig briefen und vor allem beim Exit einzählen erlebt. Alles entspannt, keine Aufregung. Beim ersten Sprung (noch nie vorher zusammen gehupft) gleich 12 Punkte: Sternexit (ich dive), open accordian, Zweier-Pieces bilden und drehen wieder zum open accordian, Stern, Rechtshand-Donut; 2 1/2 mal durch. Geiiiil.
Der nächste geht wieder als Sternexit raus, dann bilden wir einen Zipper und die Zweier-Pieces drehen sich um 180°, wieder andocken, Stern... Wieder fast 3x durch. Auch die Landung macht Spaß, alles passt und ich mache meinen ersten 180er Hook. Natürlich sicher und nicht direkt überm Gras endend, aber ich bin richtig schnell und zische ziemlich lang übers Gras und zum Schluss hebts mich doch noch ein kleines bissel hoch, sodass ich nochmal nachlasse und dann erst ausflare.
Der letzte Sprung geht als Meeker raus, dann Stern, dann ein Canadian Tee: Vorn Zipper, hinten ein Cat. Wir drehen, allerdings "nur" um 180°, auch das Cat, dann wird angedockt, Stern gebildet und wieder von vorn, was wir 3x schaffen. Mann, ist Fallschirmspringen geil!
Ich packe und bin begeistert und hole mir natürlich von Wuzi eine Unterschrift im Sprungbuch :-) Danach gehts nach Hause und da kann auch die Sperrung der Umleitung wegen eines Trachtenumzugs o. ä. in Naumburg, wegen der wir endlos rumkutschen müssen (und besser gleich über Jena gefahren wären) nicht mehr ins Gewicht :-)

26.06.

Nr. 600
Exit: 3925 m
Öff.Höhe: 650 m
FF-Zeit: 65 s
mittl. Geschwind.: 172 km/h
max. Geschwind.: 225 km/h 

Der 600. Sprung wird ein Sechser mit sechs Punkten, hehe. Agent Schneider ist LO und brieft auch. Wir beide gehen als Basis raus (diesmal mal wieder als Floater), die anderen docken bei uns an zu einem Doppelpod (siehe hier), daraus bilden wir ein open accordian, dann wieder einen Doppelpod, den wir dann trennen und die beiden Pieces drehen jeweils um 360° - was Vize von unten beobachtet und recht angetan ist - wieder zum Doppelpod und dann noch einen Stern, den wir kräftig andrehen und dann separieren. Meine Güte, fast nur noch richtig schöne Sprünge seit Wochen, eigentlich Monaten :-))) Danke an: Agent Schneider, Ilona und Georg aus Dresden, Udo (Cottbus) und Jörg Ex-Octopus!
P.S.: Die Geschwindigkeitswerte sind irgendwie zu niedrig; wahrscheinlich liegt das daran, dass ich den ProTrack jetzt an einer anderen Stelle im Helm habe, denn selbst beim nächsten, wirklich schnellen Sprung zeigte er nur 174 km/h Mittel an... Aber das sind Peanuts und danach gehts beim Springen gar nicht wirklich :-)))

 

Nr. 601
Exit: 3925 m
Öff.Höhe: 650 m
FF-Zeit: 66 s
mittl. Geschwind.: 175 km/h
max. Geschwind.: 221 km/h  

Ein Vierer zum Abschluss mit Udo, Georg und Ilona. Ilona mag nicht immer gelinkt raus, wir sollen auch mal richtig was tun. Ich dive hinterher, gucke meinen Crosspartner Udo fest an und bin ruckzuck dran, hehe. Erstmal zum Stern, dann ZigZag-Marquis (Ilona (dreht mich) und ich gurgeln ein bissel ab, aber wir arbeiten alle gut und schieben es wieder zusammen :-), open accordian, Bow, Stern, ZigZag... klingeling: Separationshöhe :-)
Packen. Ein Load geht noch. Ich fotografiere: Chris am Telemeter. Es sind etliche AFF-Minikursler dabei und mir gelingt mit dem 210er Tele (der analogen EOS, das aber halbwegs auch an der digitalen tut) ein Foto von Schüler (am Schirm) und Lehrer (noch im Freifall), danach nehme ich die Lehrer beim Reinswoopen aufs Korn: Korki, Torsten im Anflug und direkt im Profil, sowie Vize (Bild 1 beim Hooken, Bild 2 (zisch über die Wiese) und Bild 3 beim Ausflaren: Vize gibt alles :-)
Das Juliäumsbier wird gezischt und noch eine Menge geschwatzt, dann gehts irgendwann heim: Ein schöner Tag :-)

01.07.

Nr. 602
Exit: 4000 m
Öff.Höhe: 750 m
FF-Zeit: 57 s
mittl. Geschwind.: 204 km/h
max. Geschwind.: 232 km/h

Der größere Teil des Sonnabendvormittags geht für die Amtseinführung unseres neuen OB Dr. Vornehm "drauf", aber daran nehme ich gern teil. Er war kürzlich schon bei uns (siehe Sprung 548, Bild 1 und Bild 2 des Presseechos), danach noch Besuch bei Schwiegerleutens und am späten Nachmittag auffe DZ. Es ist wenig los, viele haben sich voriges WE beim Aldispringen ausgetobt. Wolli Beer hat gerade mit Ralf Adler bissel Sitfly geübt und ich sehe das Video. Na, da machen wir doch mal was. Briefing und irgendwann gehts los. Wir sehen aus wie die letzten Vagabunden, mit kurzen Hosen und schlabberigen Sweatshirts :-) Trainexit ist immer gut, ich nehme Bipps mit den Beinen an den Achseln und los gehts (Bild 1) Wider Erwarten gelingt es mir ganz gut, uns stabil zu halten. Es geht zwar bissel hin und her, aber Wolli hält die Arme ordentlich raus, sodass es immer noch halbwegs im Rahmen bleibt :-) (Bild) Nachdem es sich stabilisiert hat und Wolli das Gefühl genießen konnte, wie es ist, auf dem Wind zu sitzen, lasse ich ihn los. Er bleibt soweit sitzen, hat auch die Arme draußen (Bild), aber es kurbelt schon noch und man sieht die typische Badewannenlage, jedoch sieht das alles für Versuch 2 schon recht gut aus (malerisches Bild am Wolkenrand :-) Ein Stückel und einiges Gekurbel später will Wolli dann - wie er später sagt - lieber auf dem vertrauten Bauch liegenbleiben (noch ein malerisches Bild; Entfernung erscheint wegen 0.3er Obejetivvorsatz bissel sehr weit ;-) sodass ich schnell an ihn herandive und noch winke-winke machen kann (Bild) und nach der Separation auch noch mit einer schönen symmetrischen Schnüffelöffnung belohnt werde :-) Leider geht danach nix mehr, keine Tandems und zu ausgepumpte Tandemmaster, sodass wir noch schatzen und ein bissel was trinken und dann heimschleichen :-)

02.07.

Nr. 603-607

Fünf one-on-one-Sprünge mit Christian. Endlich klappt es mal und nichts kommt dazwischen. Der erste Sprung: Zunächst nach dem Exit no contact, danach Sidebody-Übungen. Christian bietet an, ich docke an. Danach biete ich an, Christian schmiert zur Seite. Ich bleibe hart und demzufolge liegen und lasse ihn einfliegen. Wieder Stern, dann noch ein Sidebody - Ruhe und Übersicht hat Vorrang :-)
Packen, Debriefing, danach gehts weiter. Diesmal ein sehr schöner Sprung: Vor uns geht Agent Schneider mit Gina und Helmut raus (Bild) Exit, 3s no contact voreinanderher liegen (Bild), Sidebody an Christian, Stern, Sidebody an mir, Stern, Christian macht einen 360er. Das Bild zeigt, dass er beim Ausleiten Blickkontakt hält und die Beine langmacht, danach noch zehn weitere Punkte (Sidebody / Stern), hehe!
Sprung 3 wird neu gebaut: Cats. Hierbei fasst man den Springer von hinten an den Beinen an, sodass man wie eine Raupe liegt (Raupe = CATerpillar). Augenmerk: Blickkontakt halten (was nicht leicht ist, bei einem Buddie, der 180° hinter Dir liegt ;-), als vorderer Beine kurz und Arme lang sowie präzise drehen und liegen, als hinterer gleich beim Drehen des Vordermannes reinfliegen, Bein greifen, mitdrehen und ebenfalls präzise liegen.
Exit OK, beim ersten Cat ein Missverständnis (Christian wollte, wie vorher, anfangen - hätte ich beim Briefing deutlicher machen sollen), daher gehts auseinander: Zusammen zum Stern, neu angesetzt, Christian hat mich, noch ein Stern, ich docke bei Christian an, noch ein Stern, ich biete noch ein Cat an und Christian dockt schön an, danach wieder ein Stern und weil noch bissel Zeit ist, drehe ich das Ding mal ordentlich an, sodass wir spritzig separieren :-)
Sprung 4 sollte ein paar mehr Cats bringen und vor allem den Blickkontakt und das Leveln üben (ich musste öfter floaten, hehehe). Leider tüdelt es Christians rechten Bootie beim Exit weg, was die Arbeit nicht leichter macht, insbesondere beim Heading und auch beim Leveln. Dennoch kommen zwei Cats zusammen.
Zum Glück reicht es noch für einen fünften Sprung (Christians sechster an diesem Tag, da er früh schon im Early Bird dabei war). Der Exit klappt gut, wir haben vereinbart, alles sehr ruhig und überlegt zu machen - Christian soll auf "LPG" (Level -> Position -> Grip) achten sowie Blickkontakt und das Heading. Das ist mehr als Kinderüberraschung! Der Exit klappt gut. Beim ersten Cat, das ich anbiete, schmiert Christian bissel weg, ich bleibe liegen und dirigiere :-) Er dockt an, aber hangelt ein bissel, sodass eine Welle durch die kleine Zweierformation hin- und zurückläuft. (Warum erinnert mich das nur alles an meine Anfangsgründe? :-))) Wieder zum Stern, Ruhe reinbringen, lächeln. Christian soll den zweiten Cat anbieten, macht er gut, ich fahre rein und zack. Wieder zum Stern, ich biete noch ein Cat an, diesmal hat mich Christian recht fix und liegt sehr schön. In Ruhe wieder zum Stern (flooooaten :-) und noch ein bissel drehen. Tja, das geht doch alles sehr schön vorwärts, so langsam wird es dringend Zeit, dass wir Dreier üben! :-)

 

Nr. 608
Exit: 4450 m
Öff.Höhe: 1275 m
FF-Zeit: 62 s
mittl. Geschwind.: 185 km/h
max. Geschwind.: 195 km/h 

Es geht noch ein Sunsetload - Richtung Calden. Schnell packen, die kurzen Sachen an und die Fotokamera auf den Helm. Vor mir gehen Caro und Korki raus: Springen macht glücklich: Siehe Bild! Ich schaue hinterher - Headdown in Richtung nördliches Gera. Nach mir geht Beerchen, der genauso luftig wie ich bekleidet ist und mich aus der Tür nett verabschiedet (Bild). Hmmm... wie gut löst die Kamera auf? Gucke mal schau, wen sieht man denn da :-) ERstmal der enteilenden D-FAST hinterherschauen, danach geht ein erster Blick auf die "Neue Landschaft" bei Ronneburg, ein ehemaliges Uranbergbau/Tagebau-Gelände, was für die BUGA 2007 rekultiviert wird. Der nächste Blick zeigt das Gessental, die grüne Verbindungslinie zwischen den BUGA-Städten Ronneburg (links neben der Neuen Landschaft) und Gera (rechts kann man Gera-Lusan sehen). Der nächste Blick geht auf Gera-Nord, mitsamt A4, dem neuen Autobahnkreuz, der neuen Tangente (die den Verkehrsfluss am Stadtzentrum vorbeileiten wird). Dann noch einmal auf Ronneburg schauen: Im Stadtbad (links unten) kann man sogar die Badetücher sehen :-) Ich öffne in 1500 m Höhe und mache weitere Fotos, u. a. eines vom Flugplatz Gera, der bei so strahlend blauem Himmel einfach nur schön aussieht. Das letzte Foto zeigt mich bei der Landung: Wieder indirekt, über den Schatten ;-)
Packen, wir schwatzen noch ein bissel, dann gehts heim. Ein toller Tag.

09.07.

Nr. 609
Exit: 3975 m
Öff.Höhe: 1025 m
FF-Zeit: 58 s
mittl. Geschwind.: 177 km/h
max. Geschwind.: 188 km/h

Am Sonnabend gab es wieder ein Leben außerhalb der DZ: Schwiegervaters Geburtstag :-) Doch der Sonntag ist soweit frei und das Wetter ist auch OK. Es ist schöner blauer Himmel mit ein paar Cumuli, aber eben auch ziemlicher Wärme.
Ich komme an und weil gleich das Flugzeug hochgehen wird, beeile ich mich und lasse mich mit eintragen ohne nachzufragen, ob sich wirklich ein Zweier mit dem anderen Bauchflieger machen lässt. Doch Lutz wird bei einem Tandem mitspringen - und auch rankommen, wie ich später höre. Naja, Kunststück bei über 2000 Sprüngen :-)
Also mache ich mal wieder einen Solosprung seit langer Zeit und tolle wie ein junges Füllen durch die Luft: Rollenweise vorwärts und rückwärts, das macht Spaaaaß. Auch die vier Fassrollen klappen halbwegs, jedoch bleibe ich da - hüstel - eher nicht im Heading, meist schmiert es um ca. 90° weg. Auch mal wieder drehen mit leichtem Hüftknick und angewinkelten Beinen geht; uiii, das ist arg schnell :-) Ich öffne ein bissel höher und spiele mit dem Schirm. Die Landung macht auch viel Spaß, weil fast kein Wind herrscht :-)

 

Nr. 610
Exit: 4000 m
Öff.Höhe: 675 m
FF-Zeit: 68 s
mittl. Geschwind.: 175 km/h
max. Geschwind.: 212 km/h

Im übernächstem Load gehts zum Zweier mit Lutz hoch, davor war er zur RW-Einweisung unterwegs. Ich habe vorher ein paar Fotos geschossen, u.a. Tobi bei der Landung. (Siehe Bildserie) Wir gehen gelinkt raus, es rumpelt etwas, aber danach liegen wir. Open accordian links, dann drehen wir jeder 360° und zwar so, dass wir wieder so zusammenfliegen, dass wir wieder ein open accordian links machen können. Das dann nochmal rechts. Ich gucke immer schön, wir bleiben dicht zusammen. Level klappt auch gut, ich habe lediglich eine ganz leichte Tendenz, abzusaufen und mache mich ab und an ein bissel groß. Danach Stern, dann ein compressed links - wir fliegen beide diszipliniert (LPG - bitte suchen ;-) und daher dreht nix. Stern, compressed rechts. Das Programm schaffen wir 2x, sehr schön! Separation bei 1300, auch Schirmfahrt und Landung machen viel Spaß. Die Daten des ProTrack zeigen, dass wir recht gleichmäßig unterwegs waren. Ein schöner Sprung.

 

Nr. 611
Exit: 3950 m
Öff.Höhe: 725 m
FF-Zeit: 56 s
mittl. Geschwind.: 212 km/h
max. Geschwind.: 224 km/h

Wolli ist gekommen und wir wollen die Freefly-Instruktion fortsetzen. Der erste Sprung geht wieder im Trainexit raus. Das geht ziemlich lange gut, also so ca. 5-6s, dann rödelt es etwas, da Wolli in die Badewannenlage kam. Ich drücke mit Gewalt den Trainingszug wieder runter, aber kurz danach schwappts wieder hoch und und nach ein 2-3 weiteren Sekunden lasse ich dann los; Wolli liegt schnell vor mir (Bild). Ich muss schnell wieder auf den Bauch. Wolli stabilisiert sich, hat aber starke Rückwärtsfahrt, sodass ich zwischen Flash und Sitzen wechsle und als er eine kurze Zeit stabil sitzt, heizt er doch nach unten (Bild). Ein Stückel später gehts auf den Bauch zum Abbremsen und Separieren (Bild), eine nette Entwicklung.

 

Nr. 612
Exit: 3925 m
Öff.Höhe: 725 m
FF-Zeit: 57 s
mittl. Geschwind.: 204 km/h
max. Geschwind.: 222 km/h

Der nächste Sprung mit Wolli geht ungelinkt raus, ich nehme den Wind auf den Bauch. Wir stubsen ein bissel zusammen - Bild - (entweder bin ich einen Tacken eher weg oder wegen der Haltung schon tendenziell tiefer) Das ist der An-Blick kurz darauf  und noch einen Tacken später (Bild) Diesmal fehlt der Anfangsstabilisator, sodass Wolli schon durch den Orbit schießt und ich merke, wie anstrengend es ist, ein Objekt im Bildfeld zu halten und dabei geschmeidig zwischen Bauch und Sitzen/Stehen zu wechseln und auch noch den Abstand klein zu halten... Zwei Bilder (1 und 2) mit dem sitzenden Wolli, stimmungsvoll so mit den Wolken :-) Bedingt durch die häufigeren "Stürze" und den geringeren Anfangsschub ist diese Fuhre etwas langsamer, aber ich denke mal, dass es bei Wolli gut vorangeht. Mal sehen, wenn wir wieder einen 1-on-1 machen, was dann schon geht.

 

Nr. 613
E
xit: 3900 m
Öffnungshöhe 1: 2225 m
Öffnungshöhe 2: ca. 800 m
Freifallzeit: 32 s + ca. 8 s.

Der letzte Sprung des Tages wird teuer: 3 Tickets plus 30 EUR Tandemgurtzeug-Leihgebühr: Ich mache einen Mr Bill mit Keks. Dabei schnallt man sich neben dem eigenen Gurtzeug noch ein Tandemgastgurtzeug um und dann im Flugzeug sich selbst dem Tandemmaster auf den Bauch. Dabei gibt es Leute aus den alten Bundesländern, die dermaßen verklemmt und nachgerade 50er-Jahre-mäßig reagieren, dass man denkt, etwas verbrochen zu haben und zum Glück auch andere "Wessis" wie Pilot Maik, der das lustitsch findet und das Flugzeug für die aufeinendersitzenden Jungs auch schön schwappen lässt ;-)
Frankie kommt als Kamerabegleitung mit, ich habe auch die Helmkamera an. Der Sprung selbst ist supergeil. Zum einen liegt man auf dem Rücken, aber doch schön stabil, sodass sogar noch die Gelegenheit ist, mit Frankie und Keks Cherze zu treiben. Der Pull ist relativ sanft. Danach klettere ich auf Keksis Oberschenkel, ziehe mich dabei an den Tragegurten hoch. Keks hängt mich aus und wir warten auf Frankie (oha, die Arme werden länger und länger :-) Endlich ists soweit und ich lasse mich rückwärts fallen wie ein Klappmesser. Keine Anströmung, hehe! Noch den beiden hinterhersehen, kurz hinsetzen, dann auf den Bauch und Pull bei ca. 1100 m. Bedingt durch das doppelte Gurtzeug bin ich wie ein etwas pummeliger Bär, aber alles geht locker und ich lande bequem. Schnell noch in die Halle und ein Bier für den Keks geholt, das ich ihm (er landet ja später) in die Hand drücke. Keine Bilder? Doch! -> Siehe Galerie zum Sprung.
Danach noch bissel schwatzen - die gierige Meute presst mir noch (ERSTER Mr Bill!) einen Kasten ab - und packen und dann gehts heim.

15.07.

Nr. 614
Exit: 4075 m
Öff.Höhe: 650 m
FF-Zeit: 66 s
mittl. Geschwind.: 183 km/h
max. Geschwind.: 222 km/h

In Gera war ein Fest "Bunt, tolerant, weltoffen" und der Auftakt ist eine Stadtratszusammenkunft mit dem OB und vielen anderen Gästen. Ich nehme gerne teil.
Am Nachmittag ab auf die DZ. Dort sind wenige Lizenzspringer, aber dank der Tandemgäste trotzdem viel Betrieb :-) Ich frage Karl, ob wir zusammen was machen wollen. Später erfahre ich, dass er Professor für Biophysik ist, hehe. Er wiegt "geringfügig" mehr als ich, sodass ich mal lieber 3 kg Blei mitnehme, letztens wurde ich ja noch als Langsamfaller beschmunzelt. Karl hat (jetzt ist klar, warum) wenig Zeit, sodass wir einen ungelinkten Exit, Levelübungen und Sidebodies briefen. Karl ist Diver. Bilder 1, 2 und 3 vom Exit. Nach einer kleinen Weile haben wir uns (Bild), ein bissel schmiert Karl weg, ich drehe ein bisschen nach, bin aber halbwegs eisern ;-) Ein bissel no contact, dann erster Dock (Bild), danach bietet Karl mir einen Sidebody an (und guckt auch - eine bisherige Schwäche, wie er sagte ;-), dann wieder zum Stern... schwürg! Ich bin am Abgurgeln und muss hochfloaten, als ich andocken will, gehts schon wieder runter. Ich drehe mich, floate wieder hoch, wir fahren zusammen (Bild) und es reicht doch noch für wenigstens einen Stern, dann separieren wir. Noch ein Videodebrief und wir verabreden, bei nächster Gelegenheit wieder zusammen zu springen.

 

 

Ich bin mit Adri verabredet und wir springen zusammen...allerdings sind noch Thomas Gaser und Norbert dabei. Der Exit ist ein bissel merkwürdig und es rumpelt. Ich lasse schnell los (vielleicht hätten wir es noch retten können, wer weiß), und wir fliegen zum Stern zusammen. Umbau zum Diamond, klappt recht gut. Beim Umbau zum Bow geht Norbert in den Keller und kommt leider nicht hoch. Ich dive hinterher, aber es ist doch schon bei 1500m, sodass ich abwinke und wir auseinandertracken :-)

 

Nr. 616
Exit: 2875 m
Öff.Höhe: 900 m
FF-Zeit: 41 s
mittl. Geschwind.: 185 km/h
max. Geschwind.: 209 km/h

Am Abend gehts zu einer Außenlandung in Triptis. Wir werden aus 3000 m abgesetzt, vorher können wir uns die Landewiese anschauen (genau wie auf dem Bild bei der Landeeinweisung ;-). Es geht zu viert raus: Adri, Costa, Sky-Steffen und ich. Nunja, Rumpeldipumpel, suchen und finden und dann lieber auseinander und in größerer Höhe öffnen, um sich auf die Landung zu konzentrieren. Wir landen alle schön dicht am Lande-T, sodass die Geurtstagsfeiergäste, für die wir das machen, etwas davon haben. Einige kleinere Kinder sind so begeistert, dass sie um Autogramme bitten. Statt dessen dürfen sie sich ins Gurtzeug setzen, während wir packen und und sind stolz wie Bolle. Ich habe so meine Bedenken, ob eine Packung ohne Plane, einfach so auf der Wiese was wird, aber alles klappt (und der Schirm geht am nächsten Tage gut auf) Wir werden zur Feier gefahren und das macht richtig Spaß, lecker Essen und Trinken: Danke nochmals, Jörg!

16.07.

Nr. 617, 618 und 620

Auch heute sind nicht so viele Lizenzspringer da. Aber ich bin ohnehin mit Adri verabredet. Wir machen insgesamt drei Übungssprünge: Sidebodies klappen super, also eher 360° (mit Gucken und möglichst auf der Stelle und gleicher Höhe bleiben, was gut klappt) und Cats (was nach einem ersten Misslinger dann auch recht gut klappt) sowie compressed (die nicht drehen, sehr schön). Der Abschluss sind "weite Wege": Aus dem Stern 270° umfliegen, dort zum Sidebody, wöährend der Partner still liegen bleibt. Das macht Spaß, aber wir merken, dass wir da eine schöne Übung haben, an der wir noch feilen können ;-)

 

Nr. 619

Einen weiteren Sprung mache ich mit Norbert. Zu zweit sollte das besser gehen, ich nehme aber lieber Blei mit (manchmal hat bewusste Ernährung auch Nachteile ;-) Der Exit (ich bin lieber der Diver) klappt soweit, dann machen wir die verabredeten Sidebody-Übungen. Bis auf verbesserungswürzigen Blickkontakt geht das sehr gut, wir müssen wohl um die acht Stern-Sidebody-Kombinationen durchgeführt haben und sind begeistert.

 

Nr. 621
Exit: 4275 m
Öff.Höhe: 675 m
FF-Zeit: 69 s
mittl. Geschwind.: 182 km/h
max. Geschwind.: 204 km/h

Der letzte Sprung geht mit Agent Schneider und Norbert. Thommy will ja immer Spaß haben. Also springt er - ohne Kommando - raus und wir müssen hinterherdiven. Wer Letzter ist, zu tief und seitwärts vorbei geht, hat verloren. Hmmm, wider Erwarten wartet Thommy nach Türöffnung etwas und stellt sich sogar in Floaterlage (hätte ich mir denken können) und springt dann erst: Da ist bei mir die Ursprungssuperspannung weg, aber ich komme halbwegs schnell raus, glotze ihn an und dive auf Teufel komm raus. So, jetzt abbremsen... Grummel, um 50 cm links vorbei. Tja, das kommt, wenn man drängelt, selber schuld! Danach kommt Norbert, auch er geht etwas vorbei und etwas tiefer. Open accordian und ich fliege rum. Ich will möglichst kurz gehen und komme ein bissel in Thommys Lee und falle mit dem Helm leicht auf seinen Fuß: Den Helm haut es fast vom Kopf, ich fasse das ja wohl nicht! Ich bin erstmal beschäftigt, den Helm wieder zurückzuschieben, sodass ich etwas wegdödele und mich ranarbeiten muss. Thomas fliegt noch rum, dann ist das Geld alle. Am Boden ist Thommy verunsichert, weshalb ich in die Halle eile, aber ich will erstmal (weil die Nase sich komisch anfühlt nach dem Hieb) alles ablegen und gucken. Zum Glück nix, dann erst abklatschen und ein ...hmmm... Trostbier oder was auch immer ;-) Naja, es gibt keinen Sprung, aus dem man nicht was lernen kann und es ist auch ganz gut, wenn ich immer wieder mal erinnert werde, dass ich noch ne Menge lernen muss ;-)

22.07.

Nr. 622-625

Eine Soloy ist am Platz, die FAST ist in der Werft. Da lässt sich nix machen. Es sind wenige Springer am Platz, jedoch passt das alles gut, weil Christian gern mal ein bisschen Sitzfliegen üben möchte. Also im Prinzip wie bei Wolli Beer: Jeweils Trainexit, danach arbeiten wir dann an der Sitzposition. Christian macht von Mal zu Mal Fortschritte. Die Trainexits klappen. bis auf den letzen, gut und wir sitzen schön. Dann loslassen und zwischendrin sitzt Christian ab und an mal kurz. Da geht doch was :-) Indiz ist auch, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit von 179 km/h auf 204 km/h ansteigt, zum Schluss musste ich mich gelegentlich sogar hinstellen, wenn Christian in die Notfallposition (Kugel) geht :-) Anbei ein paar Bilder. Bild 1: beim 2. Sprung lasse ich Christian nach dem Trainexit los und er sitzt kurz grinsend vor mir. Bild 2: Beim 3. Sprung aufgenommen, ebenso wie Bild 3 mit guten Ansätzen. 4. Sprung des Tages: Hier kann man gut die Kennung der Soloy (D-EONX) sehen. In diesem Bild sitzt Christian schon sehr gut, hier etwas später ebenso.

 

WM 2006

Keine Sprünge. Nach einem Urlaub, der dieses Jahr wegen der WM recht kurz sein muss und zum Wandern ins Engadin im Kanton Graubünden führt (siehe auch diese wunderschöne Fotogalerie) bin ich als Helfer tätig. Wie sich zeigt, sind gute Kenntnisse der englischen Sprache hilfreich und ich werde in der Dubbing-Station eingesetzt, wo die Kameraflieger ihre Videos zum Aufzeichnen hinschaffen. Da ein Live-Judging stattfindet und zudem noch auf der Masterstation aufgenommen werden muss, ist das - zusammen mit der gelegentlich etwas eigenwilligen Technik - nicht  ganz trivial. Wir sind i.d.R. von früh 6:45 Uhr bis gegen 22 Uhr oder später tätig. Zweimal bin ich auch Fahrer, einmal davon in einem A 8 mit allen Schikanen, aber hallo :-) Einmal helfe ich aus, als die australischen Freeflyer einen Verkehrsunfall haben (zum Glück nur Sachschaden und ein bissel durch die Airbags verursachte Prellungen) und dringend ein Dolmetscher nötig ist. Besonders begeisternd sind die Eröffnung und natürlich die Siegerehrung, aber auch so ist die Atmosphäre einfach toll. Geil, beim Mittagessen mal eben so ganz dicht neben Weltmeistern zu sitzen, die schon Wochen im freien Fall verbracht haben :-)
Am letzten Tag (11.8.) ist gewaltiges Saubermachen angesagt und man sieht, wer auch hier noch von den Helfern kommt ;-)
Insgesamt ein sehr schönes Event. Zwar hat uns das Wetter einen ganz bösen Streich gespielt - besonders nach den endlosen Wochen mit gutem Wetter vorher - aber die Organisation und Atmosphäre fanden alle, die ich fragte, sehr schön. Hier noch eine WM-2006-Fotogalerie. Die ist nicht so umfangreich, da ich ja meistens in der Videobude hockte ;-)

13.08.

Nr. 626-628

Bsp: Nr. 628
Exit: 3900 m
Öff.Höhe: 625 m
FF-Zeit: 66 s
mittl. Geschwind.: 180 km/h
max. Geschwind.: 208 km/h 

Gegen Mittag ist Zeit, am späteren Nachmittag wollen wir aber nochmal in die Stadt - also schnell ins Gurtzeug ;-) Der erste Sprung geht mit Frank, sozusagen ein 1-on-1. Der Exit klappt soweit, aber meine Befürchtungen bewahrheiten sich und ich habe massig zu tun, aufzufloaten, sodass das Heading halten und das Leveln in den Hintergrund treten. Nach dem Packen kurzes Debriefing und ich empfehle Frank, Instructorsprünge zu nehmen.
Der nächste Sprung geht mit Arne, der sonst viel Freefly macht, aber auch Kameramann. Na, dann überrede ich ihn, was auf dem Bauch zu machen. Ich dive mal lieber, da er schwerer und kleiner als ich ist :-) Der Exit klappt gut und wir machen Sidebodies, bis der Arzt kommt. Ich bin sehr überrascht, wie gut das beim ersten Male klappt und denke - aber nur fast - dass wir vielleicht noch 360er oder so reingebastelt hättten. Da wir zwischendurch immer zum Stern greifen, kommen wir bei fast 3 Runden jeder links und rechts Sidebody anbieten auf um die 20 leichtverdiente Punkte oder so. Aber das ist unwichtig, sondern, dass es ein sehr schöner Sprung war.
Der dritte und letzte Sprung geht mit Helen und Tommy Schneider. TS lässt sich wieder aus dem Flugzeug plumpsen und diesmal habe ich einen schlechten Start, sodass Helen schon raus ist, als ich gerade raushopse :-) Damit ist schon klar, wer das Getränk ausgeben muss und ich dive an TS heran, bremse diesmal aber besser ab und docke ordentlich an. (TS rät mir dann aber, bei relativ forschem Anflug noch stärker zu bremsen und die Arme kurz vorm Andocken ganz aggressiv weiiiit nach vorn zu nehmen, um gut zu bremsen.) Danach open accordians mit Umfliegen, Helen beginnt, dann TS, dann ich. Ich gehe mit etwas mehr Fuffu heran, aber fliege lieber doch nicht über Helen, sondern gehe den etwas längeren Weg, was aber schnell klappt. Stern, dann muss jeder um 180° drehen, wobei ich dann doch mal mit den Beinen über TS hochgehe, was recht gut klappt, hehe. Helen hängt noch gaaanz fix einen open accordian-Umflug an, dann wird separiert. Ein schöner Tag! Ganz nebenbei stelle ich beim Eintragen und ProTrack-Auswerten fest, dass ich bei meiner Freifallzeit mittlerweile die 10 Stunden überschritten habe. Mal sehen, wann ein ganzer Tag zusammengekommen sein wird ;-)

17.08.

Nr. 629-632

Bsp: Nr. 629
Exit: 4050 m
Öff.Höhe: 675 m
FF-Zeit: 67 s
mittl. Geschwind.: 175 km/h
max. Geschwind.: 225 km/h 

Ich habe auf der WM Sport-Sonny getroffen und eine Einladung erhalten, am 16er Cup von Dädalus in Eisenach-Kindel teilzunehmen. Bei unserer Mannschaft soll es sicher zugehen und viel Spaß machen... und wenn ein Punkt rausspringt, noch besser.
Am Platz bewundere ich zunächst das Zirkuszelt und es sind auch schon einige Leute da, sodass ich erstmal flink den Anmeldekram erledige und meine Platzeinweisung hole. Zum Zeltaufbauen kommts erstmal nicht: Der erste Trainingssprung steht an. Das wird ein 7er mit einer Viererbasis, in der ich drin bin. Die Mannschaftsleitung übernehmen Sonny und Doc Heinlein. Alle Bilder vom 16er-Cup hat Kameramann Thomas Pilz geschossen; ich habe sie von der DVD, die er erstellt hat, entnommen ;-) Irgendwie schon so ein Gefühl, wenn Leute wie er mit mehr als 7000 Sprüngen neben einem stehen. Auch am Platz wimmelt es von Springern mit vier- oder sogar fünfstelligen Sprungzahlen. Aber auch junge Leute mit etwas über 200 Sprüngen, jedoch RW-Kurserfahrung und z.T. Tunnelpraxis sind dabei. Es geht hoch, der 16er vor uns geht raus und dann stellt sich unsere Basis auf, ich bin einer der Diver. Die Basis steht schnell und wir warten auf unsere Hinterherdiver. Die müssen vom Ende der Pink losrennen als wir rausgehen und dann auch die Reihenfolge und Korridore einhalten. Das klappt recht gut und sie docken an, bei 1600m wird separiert... eine Ewigkeit, bis man bei 1000m angekommen ist :-) Der Platz ist grooooß und da wenig Wind ist, lässt sich auch vorzüglich landen.
Danach ist erstmal warten angesagt, weil mittlerweile die DO eingetroffen ist und die anderen Teams, die vollzählig sind, jetzt Formationloads fliegen: Aus der Pink gehen 10 Leute (darunter die Basis) und aus der DO die anderen 6 und der Kameraflieger. Die beiden Piloten haben sich super aufeinander eingearbeitet und es sieht grandios aus, die DO aus der Pink zu sehen bzw. umgekehrt. Jedenfalls können immer nur 3 oder 4 Leute noch mit rein. Hmmm... na dann machen wir erstmal noch einen Dreier. Sonny und ich müssen Doch Heinlein jagen. Nachdem er von der Rampe floatet, müssen wir von ganz hinten losrennen und aus der Pink diven (ein geiiiles Gefühl) und dann bei ihm andocken. Ich vergesse leider, dass ich nicht (siehe Sprung 628) im open accordian andocken soll, sondern um 90° versetzt, aber das ist nicht so schlimm. Doc verschwindet noch einmal, ich ...hehe... saufe etwas ab und muss erstmal hochfloaten und docke daher mit Zeitdruck kurz vor der Separation an, dann gehts auseinander.
Danach ist erstmal viel Zeit und ich baue mein 19,90-EUR-Zelt aus dem Baumarkt auf (noch ein "First", aber pssst ;-) Es besteht sogar die Wassertaufe, als es zwei Nächte später stundenlang schüttet und auch öfter mal stürmt, na also :-]
Der nächste Sprung ist dann ein Vierer. Wieder den Doc jagen, wieder als Diver, wieder von hinten. Ich möchte diesmal etwas zügiger anfahren. Klappt fast, aber ich verziele mich ein wenig und gehe ca. 1-2m low und ärgere mich. Hochfloaten, dabei versetzt es mich horizontal um ein paar Meter und ich ärgere mich richtig und flashe weg. Grummel, das passiert mir nicht nochmal. Am Boden bin ich natürlich erstmal richtig niedergeschlagen, aber gehe dann doch zum nächsten Sprung mit einiger Hoffung. Diesmal wieder in der Basis und als Floater. Es wird ein Neuner (zwei weitere Leute sind gekommen) und wir machen unseren ersten Formation-Load. Das klappt recht gut und der erste Punkt steht bei über 2000m. Danach noch Umbau zu zwei weiteren Punkten, hehe - zunächst zu drei Separat-Dreiern, dann ein Neuner-Stern.
Wir sind begeistert und nach dem Packen und duschen wird noch ein bissel was am Abend getrunken, wobei man lauter Leute kennenlernt, die aus der ganzen Republik stammen.

18.08.

Nr. 633
Exit: 4100 m
Öff.Höhe: 700 m
FF-Zeit: 67 s
mittl. Geschwind.: 183 km/h
max. Geschwind.: 219 km/h

Erster Wettkampftag und WM-Wetter. Grummel! Zum Glück gibt die Infrastruktur des Platzes einiges her, sodass wir die vielen Wetterholds halbwegs überstehen. Es gibt uns auch Gelegenheit, uns alle gegenseitig kennenzulernen und alles abzusprechen und zu organisieren. Ein Sprung geht, aber leider klappt das mit 16 Mann dann doch nicht ganz so toll und einige der Verfolger aus der DO landen etwas tiefer. Trotzdem, alles war sicher, alle hatten Spaß.
Hier ein paar Impressionen aus der DO: Die PINK aus dem Fenster gesehen, die PINK vom Kameratritt aus, Exit der zwei Frontfloater und der 6er-Basis aus der PINK, die 10 aus der PINK (Floater, Basis und Diver) mitsamt der PINK.
Am Abend gehen wir noch zusammen in Eisenach essen und danach fahren wir noch mit Günther durch die Stadt, die sehr schön ist und viele historische Gebäude hat und klettern noch - um Mitternacht, hehe - auf die Wartburg, wo wir die Aussicht bewundern und den tollen Sternhimmel.

19.08.

Nr. 634-637

Bsp: Nr. 629
Exit: 4100 m
Öff.Höhe: 675 m
FF-Zeit: 69 s
mittl. Geschwind.: 177 km/h
max. Geschwind.: 208 km/h

Nach einigen Regentropfen in der Nacht erwartet uns ein toller Tag und die Maschinen gehen, nur durch Tankstopps unterbrochen, in die Luft. Um es kurz zu machen: Unsere bunt zusammengewürfelte Mannschaft wird von Mal zu Mal besser, aber immer wieder passieren kleine Missgeschicke, die verhindern, dass der vorgenommene Punkt doch nicht klappt. Einmal habe ich auch mein Scherflein beigetragen, als ich in der Basis, weil ein Springer low gegangen war, Gas gegeben hatte und nicht so recht bedacht, dass das natürlich, wenn andere an mir hängen, nicht so ganz unproblematisch ist. Kommt dann noch ein Dock mit Zug dazu, der eine Schwabbelwelle auslöst, ist der Funnel perfekt. Kurz vorher sah es noch recht gut aus, siehe Bild... ;-) Beim letzten Sprung des Tages haben wir unsere Antenne (Viererbasis mit Zippern nach beiden Seiten) fast zusammen, siehe Bild, leider fehlen zwei Springer, die bei Anfliegen einander berührten und low gingen und nicht rechtzeitig hochkamen. Aber trotzdem waren wir recht guter Stimmung, denn es hatte sich gezeigt, was schon ein paar Sprünge zusammen bringen. Hätten wir ein paar Trainigssprünge vornweg gehabt, wäre sicher der eine oder andere Punkt rausgesprungen. Aber das Ziel: Sicher, sicher und nochmals sicher und mit viel Spaß - das haben wir erreicht :-) Am Abend dann eine große Fete, es gibt gutes Essen und ich spendiere einen Kasten (mein erster 16er ;-) und wir schwatzen noch. Leider fängt es gegen 23 Uhr an, kräftig zu schütten. Ich bin gerade am Auto (Kasten zurückgeschafft) und hechte ins Zelt. Nach über einer Stunde Wartens schlafe ich ein. Naja, vielleicht auch besser, dem Bier nicht noch Caipis etc hinterherzuschicken ;-)
Leider lässt das Wetter am nächsten Tag keine Sprünge mehr zu, sodass der Wettbewerb nach fünf Runden (statt sechs) geschlossen wird. Die Siegerehrung ist mit viel Stimmung verbunden, auch wir bekommen unseren Beifall. Toll, wie gut das alles organisiert war und toll auch, was Teams wie Dädalus so alles können. Ich baue das Zelt ab und weiß auf der Heimfahrt, dass ich jetzt öfter mal in Eisenach zum Springen sein werde.
Hier noch ein paar Fotos vom Team: Alle mit Sprungkombis, beim Rollen, beim Durchlaufen, alle in Räuberzivil ;-) und bei der Siegerehrung und hier noch die Ergebnistafel :-)

09.09.

Nr. 638
Exit: 4000 m
Öff.Höhe: 725 m
FF-Zeit: 66 s
mittl. Geschwind.: 174 km/h
max. Geschwind.: 211 km/h

Endlich erlaubte das Wetter wieder Sprünge. In Gera werde ich gebraucht: Bei Octopus als Kameramann, da mehrere Leute heute nicht da sind. Schön, da kann ich üben :-) Zuerst aber machen wir mit Adri und Yvonne einen schönen Dreier-Sprung, wie letztes Wochenende besprochen. Exit als open accordian mit zwei Floater, das klappt recht gut. Danach Umfliegen. Zuerst Yonne, die das ganz gut macht. Dann Adrim sie wird ein klein bissel rausgetragen und muss nachjustieren. Dann moi: Ich hole noch einen Schluck Luft (ganz kurz in Floaterstellung in dem Moment, wo man loslässt) aber das nützt trotzdem nichts, ich gehe etwas low und muss mit hochbaggern. Zum Stern, von da aus macht Adri eine 180°-Drehung und dockt dann zwischen Yvonne und mir an. Ich habe in der ganzen Zeit wie auf dem Medizinball gelegen, sodass ich nicht absaufe. 1500m. Wir schauen uns an, lächeln etwas und separieren dann. Ist doch ganz nett zum Auftakt. Leider hat sich Yvonnen dann beim Landen etwas den Fuß verkackst (am Sonntagabend fast schon wieder alles überstanden), sodass weitere Sprünge zu dritt ohnehin nicht mehr gehen.

09.09- bis 10.09.

Die meisten Sprünge hatten Werte wie dieser hier:

Nr. 641
Exit: 4000 m
Öff.Höhe: 875 m
FF-Zeit: 62 s
mittl. Geschwind.: 177 km/h
max. Geschwind.: 192 km/h 

Insgesamt acht Kamerjobs mit "Octopus", einem Viererteam. Wie gesagt, als Ersatzmann und ich habe Gelegenheit, weiter zu üben. Da die Jungs nicht nur Randoms trainieren, sondern auch fleißig Blöcke, habe ich tüchtig zu tun. Bei einem Block (z. B. Zircon - Zircon) geht es mächtig in den Keller - also dranbleiben (z. B. Arme vor den Brust/Halsbereich nehmen) und trotzdem auch den richtigen horizontalen Abstand halten, zudem auch nicht schmieren (sondern das Heading halten) und so gucken, dass die Formation immer in der Mitte des Blickfeldes liegt. Das erweist sich ohne Ringsight als nicht trivial. Nachdem die Formation mehrfach am unteren Bildrand verschwindet, obwohl am Boden beim Testen alles OK erscheint, habe ich eine Vermutung: Wahrscheinlich bewegt sich die Brille mit dem Visierwinkel oder/und der Helm im Freifall ein wenig, sodass man natürlich dann falsch zielt. Das passiert mit einem am Helm befestigten Ringsight natürlich nicht. Korki (der Kameramann auf der Titelseite des Freifall-Express 5/2006) gibt mir eine Reihe Tips, sodass ich - zusammen mit den anderen Tips und Erfahrungen - mit den letzten drei Videos halbwegs zufreiden bin bzgl. der o.g. Kriterien. Warum übrigens Kameraleute gern mit Flügelkombi springen, kann ich mittlerweile auch sehr gut nachvollziehen. Selbst mit den flatterigen Freefly-Klamotten ist es nicht leicht, die Geschwindigkeitsunterschiede auszugleichen. Mal schauen, ob ich an meine alte RW-Kombi Flügel genäht bekomme...
Ich habe mal einige Fotos aus den Videos extrahiert, sodass man sich hier eine kleine (unkommentierte) Galerie von Octopus anschauen kann.

10.09.

Nr. 647
Exit: 4250 m
Öff.Höhe: 625 m
FF-Zeit: 74s
mittl. Geschwind.: 171 km/h
max. Geschwind.: 224 km/h

Der Abschluss des Sonntags wird ein RW-Zehner mit Thommy Schneidi als LO. Ich komme wiedermal in die Basis, diesmal als Frontdiver (grummel). Es geht im Stairstep Diamond raus, die Basis liegt. Diesmal sind nur RW-Springer mit reichlich Sprüngen und Tandemmaster unterwegs, sodass die Diver (und Helen als FrontFrontFloaterin :-) zügig andocken: Am Diamanten hängen zwei kleine Sterne :-) Danach Umbau zu einer Fünferbasis und die anderen Springer gehen sektorenweise an die Beine von jeweils zwei benachbarten Springern aus der Basis. Auch das klappt zügig, Punkt 2. Dann lösen wir die Griffe in der Basis und nehmen die Arme nach vorn. Klappt für Punkt 3, aber dann kommt ein lustiger Funnel, als ein Springer aus der Basis low geht (Ursache mangels Kondenstropfen in der Linse des Kameramanns nicht erkennbar) und ehe sich alles wieder gefunden hat ist Separationszeit. Dennoch alles sicher und vor allem spaßig. Nett!

16.09.

Nr. 648
Exit: 3950 m
Öff.Höhe: 750 m
FF-Zeit: 65s
mittl. Geschwind.: 177 km/h
max. Geschwind.: 187 km/h

Ich habe endlich ein Ringsight bekommen. Nun, kein echtes mit Newton-Ringen, aber so ein Metallring sollte es doch auch tun. Ich prüfe nochmals, ob alles soweit stimmt und weil gerade die erste Maschine hochgeht, in der noch ein Platz frei ist und weil das Wetter so schön ist, steige ich mit ein. Dann halt mal wieder ein Sprung zum Testen der Kamera. Ich grüße beim Exit noch die Tandemgäste und ihre Begleiter, dann gehts raus. Neben bewusstem Anschauen von Objekten mache ich auch ein bissel was, sonst schläft man womöglich ein :-) Also je 2x Rückwärts- und Vorwärtssalto, sowei ein paar möglichst schnelle - und schnell gestoppte - Drehungen. Sehr schön! Am Boden allerdings packt mich dann fast die Wut: Streifen und fast eine Minute lang gar nichts :-((( Nach einigem Testen sieht es aber wohl so aus, als ob die reparierte Kamera doch ihren Dienst tut und die Kassette - obwohl Markenware und erstmal im Gebrauch - defekt ist und gelegentlich spinnt. Tja, dann eben ein nächstes Mal testen...

 

Nr. 649-651

Wolli ist gekommen und auch Körni ist da. Wir verabreden Dreier. Beim ersten Male was einfaches zum Eingewöhnen: Open accordian - auch als Exit - und dann jeweils einer, der umfliegt. Nach einer Runde machen dann alle einen Salto rückwärts. Danach fliege ich nochmal schnell um. Immerhin 7 Punkte, wenn man so will. Es stellt sich bei den nächsten beiden Sprüngen raus, dass Wolli mittlerweile etwas langsamer geworden ist und wir etwas an unseren Fallraten basteln müssen, sodass das größere Programm für den nächsten Sprung (open accordian, compressed, Donut links, Donut rechts, Stern) gerade mal bis zum . Punkt absolviert und viel wieder zusammengeflogen werden muss. Der nächste Sprung wird einfacher gestaltet: Stern und jeweils einer geht um 180° durch, die beiden anderen fassen wieder zu, sodass wieder ein Stern entsteht. Aber auch so ein Programm kann an manchen Tagen brainlockgefährdet sein, sodass wir irgendwas um zweieinhalb Punkte oder so haben ;-)

 

Nr. 652-653

Gina und Helmut aus dem benachbarten Freistaat im Süden sind oakumma und wir verabreden, mal zusammen zu springen. Der erste Exit ist ein Stern, der zwar ein wenig wackelt und rödelt, aber gerettet wird :-) Danach schaffen wir es, das - tata! - open-accordian-Umfliegen einmal durchzuziehen und sind fürs erste Mal sehr zufrieden. Aus dem Stand gleich mit dem Level gut gepasst!
Na, dann probieren wir das doch gleich nochmal. Ralf Adler kommt mit und filmt, sodass ich einige Standbildfotos hier einbauen kann (Danke, Ralf!) Der Exit klappt gut und wir schaffen es, zweimal durchzuziehen. Das ist natürlich sehr schön, wie gut sich das weiterentwickelt. Hier die Fotos: Open accordian - Blickkontakte stimmen, schön parallel ausgerichtet. Noch ein open accordian, auch hier alles OK. Drei weitere Fotos, die zeigen, was man beachten muss: Beim Umfliegen zunächst Beine kurz, um nicht zu weit hinausgetragen zu werden, dann sofort Beine lang und weiterdrehen und dann zügig einfahren, jedoch dabei Beine wieder auf neutral (und nicht zu hastig einfliegen). Alle - besonder die beiden aus der Basis (hier also Gina und Helmut) - müssen dabei darauf achten, dass Heading (Ausrichtung zum Boden hin) zu halten, was gut klappte, wie man sehen kann.

 

Nr. 654
Exit: 4150 m
Öff.Höhe: 625 m
FF-Zeit: 72 s
mittl. Geschwind.: 169 km/h
max. Geschwind.: 212 km/h

Der Abschlusssprung des Tages ist ein Neuner - auch hier Dank an Ralf für das schöne Video! Ich gehe als erster Diver raus nach einer Basis im Stairstep Diamond (Bild 1) In Bild 2 sieht man, wie weitere Diver aus dem Flugzeug eilen und wir auf die Basis zudiven. Ich fliege nicht zu zügig an und... oha, das ist laaaangsam, sodass ich trotzdem erstmal floaten muss :-) Dabei seitlich schauen und schön den Bauch einziehen, sodass man eine umgekehrte Untertasse ist ;-) In Bild 4 sieht man, dass auch alle anderen Diver etwas überrascht werden und erstmal floaten (links z. B. Fanta, hinten Agent Schneider) Dann steht der erste Punkt (Bild) Bild 6 zeigt den vollzogenen Umbau zum zweiten Punkt (mit Basiserweiterung auf fünf). Dann Punkt 3 - ein großer Stern. Leider gehts rechts hoch (Bild) und noch höher (Bild), was nichtmal mehr Vize (in rot-weißer Kutte) retten kann und es kommt, wie es kommen muss: Funnel und sogar ein Aufsitzer (Wolli nimmt sich Agent ran ;-] Da ist es auch schon soweit: Separation. Trotzdem: Ein schöner Sprung!

23.09.

Nr. 655-657

Vereinsmeisterschaft 2006: Wie immer ein Scramble. Damit ist man natürlich in der Hand Fortunas und darf das alles nicht zu eng sehen, da ja in Topf 1 Anfänger, Gelegenheitsspringer und unentwegte Freeflyer landen und schnell einen Exit zerstieben lassen können oder low gehen oder hochpoppen oder oder oder :-) Manchmal sinds auch die Leute aus Topf 3 oder gar Topf 4, die sich was leisten.
Ich bin mit Karl (siehe z. B. Sprung 614), Verena (Freeflyerin, aber auch gut auf dem Bauch) und Costa im Team, das wir "Costas Café" nennen. Sprung 1 ist ein Sternexit (der bei uns funnelt - also zerbröselt), also wieder zusammenfliegen, danach sind Einzel-360er angesagt. In den 50s Arbeitszeit reichts immerhin noch für 3 Punkte. Sprung 2: Alle müssen draußen stehen und floaten. Ziel ist, schnellstmöglich einen Stern zusammenzufliegen, was uns mit knapp 30s halbwegs ordentlich gelingt; danach reichts sogar noch für einen Rückwärtssalto (alle gleichzeitig), den wir aber leider erst knapp nach den 50s wieder zum Stern zusammenfliegen. Trotzdem sind wir auf Platz 3, hehe! Sprung 3: Sternexit, der bröselt aber auch. Zusammenfliegen. Umbau zum Stairstep Diamond. Dabei gehts auch bissel "kämpferisch" zu und wir bringen nix mehr zusammen: Einer flüchtet sogar ;-))) Am Boden müssen wir erstmal lachen. Naja, Platz 3 ist weg, aber vielleicht wird ja noch was mit der Bodendisziplin? Die ist diesmal Zielspringen. Dabei ist der Springer ein Schlumpf, der an einem von Chris genähten Fallschirm hängt und auf einem Zielkissen - ein ufoähnliches Ballondingens mit Union Jack drauf, was die Briten zur WM dagelassen haben - landen. Dabei ist uns leider auch nicht so das Glück hold, weil der Rundkappenschirm gemeinerweise kein Loch oben hat und folglich (wie im Lehrbuch :-) tierisch schaukelt. Immerhin Platz 5 zum Schluss, aber leider, leider keiner der geschmeidigen Pokale von Körni. Naja, nächstes Jahr wieder, zur 10. Offenen... :-)

 

Nr. 658
Exit: 3925 m
Öff.Höhe: 600 m
FF-Zeit: 67 s
mittl. Geschwind.: 172 km/h
max. Geschwind.: 217 km/h

Vor der Bodendisziplin war noch ein "Großer" in der Luft, nach dem 14er von 2005 (da kurierte ich mich noch von der Diskus-Hernie-OP aus) ein 15er und ich ... moment mal... bin dabei! Manchmal sind es erst solche Gelegenheiten, die zeigen, wie viele kleine Schritte dazu führen, dass es richtig vorwärts geht und die lokalen Sky-Chefs meinen, dass man mitdarf :-)
Nun, ich bin in der Basis, noch dazu als Diver, aber das klappt soweit ganz gut. Wir machen zwei Punkte und der dritte Punkt - ein groooßer Stern - ist auch fast fertig, sodass Jörg Schäffler, dessen 1000. Sprung wir hier auch feiern - in die Mitte geht und sich dreht, während wir zu separieren anfangen. Hehe! Ein sehr schöner Sprung und unten am Boden wird Jörg statt mit schnöder Torte mit Sekt bekleckert: Ein Hauch Formel 1 weht über die Landewiese ;-)
Am Abend noch eine schöne Party mit lecker Essen und 3 Fässern Freibier :-)

24.09.

Nr. 659 und 661

Ein netter Tag. Nicht nur das Wetter ist schön, auch die Sprünge sind es sehr. Zwei Videosprünge: Ich gehe mit Udo, Adri, Yvonne und Matthias mit. Auch, um meine Technik zu testen und weiterzuführen :-) Wie sich zeigt, sind die Videos soweit gut auf die Formation ausgerichtet, aber ich muss näher ran; das 0,5er Weitwinkel erfordert das dann schon ;-) Hier einige Bilder: Meeker-Exit, Pardauz beim Umbau zum Stairstep Diamond ;-), Rechtshand-Donut (aber wer greift da falsch? ;-), 2. Teil des Blocks ZigZag-Marquis, also folglich der Marquis. 2. Sprung mit dem Team: Exit zerbröselt, wieder den Meeker zusammengeflogen, Umbau zum Stern, dann Rechtshand-Donut (diesmal alle richtig ;-), ZigZag gut aufgebaut und schön eng gedreht und auch zum Marquis zusammengeflogen, dann Separation.

 

Nr. 660 und 662

Weiterhin gab es noch größere Sachen: Ein Siebener mit - holla - 6 Punkten, obwohl wir so noch nie zuasmmen waren. Ich ging wieder als erster Diver raus (OK, etwas zu vorsichtig, aber geschmeidig angedockt), und alles lief recht ruhig, überleght und ohne große Levelschwankungen ab, sogar Zipper.
Der zweite "Größere" war dann ein Sechser immerhin noch, diesmal war ich in der Basis, mal wieder rear diver, was auch gut klappte. Wir kamen auf fünf Punkte, da diesmal doch ein bissel am Level gefeilt werden musste. Aber auch dieser Sprung war einfach nur schön.

 

Nr. 663
Exit: 3775 m
Öff.Höhe: 650 m
FF-Zeit: 59 s
mittl. Geschwind.: 185 km/h
max. Geschwind.: 208 km/h 

Der letzte Sprung des Tages war ein absoluter Spaßsprung. Adri und Yvonne ließen sich aus der Maschine purzeln, Korki hängte sich an Yvonne (Bild) und ich sprang hinterher (randiven üben :-) Das Purzeln unten dauerte dann doch etwas länger und vor allem gings richtig in den Keller. Carsten guckte fasziniert zu und beschloss dadurch etwas zu spät, Gas zu geben ;-) Hier im Anflug auf die Basis. (Tip: Wenn die sich dreht, nicht mitcarven, sondern entgegengesetzt carven, so kommt man leichter in seinen Slot :-), hier kurz vorm Einfliegen. Korki gibt das Zeichen zum 360er, alle drehen und wir fliegen wieder zusammen (Bild). Hier mal noch ein schönes Bild von Yvonne im Freifall, kurz vor der Separation: Nettes Lachen! :-)

30.09.

Nr. 664

Oha, ein Sonnabend-Anfang, wie er nicht ganz so schön ist: Gutes Wetter, jede Menge Tandemgäste, aber erstmal keine Lizenzspringer... Es geht eine Maschine mit vier Tandems ohne Video. Ich gehe als Türöffner mit und - nach Absprache und Einweisung - bei Keks als Videomann mit. WOW, das ist schnell! Ich habe meine Freeflysachen an, mit denen ich sonst Formationsvideos mache und bin total überrascht. Ich habe erstmal zu tun, dranzubleiben, sodass das ruhige Anvisieren erstmal nichts wird. Dennoch bleibe ich immer in sicherer Position und ein paar nette Ausschnitte gibts schon. Exit, Tandem in der Luft und Schirmöffnung.
Am Boden bin ich natürlich erstmal etwas bedröppelt, aber Keks tröstet mich, dass es sogar RW-Springer (in RW-Kutte) mit deutlich mehr Sprüngen gab, die nicht ans Tandem rankamen. Naja, mal sehen, wie es weitergeht. Der ProTrack zeigt mir aber erstmal, dass ich so ziemlich persönlichen Bauch-Rekord geflogen bin, denn ich war im Mittel mit 196 km/h unterwegs :-)

 

Nr. 665, 666 und 668

RW-Dreier mit Thomas und Christian. Zunächst gehen wir es langsam an: Open accordian-Exit (ich  mal wieder als Frontfloater :-), no contact (Leveln, Fallraten abstimmen) und dann umfliegen - siehe z. B. auch Sprünge 652 und 653. Der Exit klappt halbwegs (Rear Floater etwas spät, sodass es um 90° dreht ;-), dann no contact... schneint alles zu klappen. Wieder zum open accordian, Thomas geht rum, dann Christian und... er gurgelt ab. Er probiert eine Weile, wir kommen dann runter, sodass wir noch schnell zusammenfinden und dann separieren :-)
Beim nächsten Anlauf klappt es besser, allerdings gurgelt Christian wieder ab, jedoch kriegen wir das Teil diesmal etwas schneller zusammengeflogen, sodass auch ich zum Zuge komme. Leider lässt mich ein Partner erstmal ungern los und danach schmiert die Basis weg, sodass ich hinterherhirschen muss. Zusammenfliegen... Separationszeit. Na immerhin: So noch nie zusammen gesprungen, Christian ist knapp über die 100 Sprünge, das geht ganz gut.
Der dritte gemeinsame Sprung wird von den Beiden gebrieft: Wie beim Scramble Sprung #2: Wir stellen uns draußen auf, alle floaten raus. Thomas verpasst den Exit ein wenig, aber wir sind relativ schnell wieder zusammen. Danach macht Thomas einen 360er, was recht flink geht. Dann Christian... das mit "einen Schluck Luft nehmen, bevor man alleine fällt" klappt noch nicht ganz so gut, er gurgelt ab. Wir zischen herunter, wieder Stern, ich mache ganz fix meinen 360er, als ich zurück bin, sind wir bei 1500 m. Wir grinsen uns an und bei 1300 m wird separiert :-)

 

Nr. 667

Tandemvideo mit Vize. Erstmal alles genau absprechen. Der Gast ("Pax" genannt) ist um die 87 kg. Oha, dann mal die RW-Kutte anbehalten und vielleicht auch ein bissel Blei... :-) Das Blei wäre nicht unbedingt nötig gewesen, wie ich später so denke. Exit klappt gut. Danach bin ich übervorsichtig und bleibe in ca. 5m Abstand vom Tandem, ca. 1-2m drunter. Vize winkt mich ran und ich lege mich davor. Ach so geht das :-) (Bild 1 und Bild 2) Vize zeigt mir mit der Hand "2000 m" an, ich gehe ein bissel zurück, kurz danach greift er in die Wäsche (Bild) und ich sehe der Schirmöffnung zu (Bild 1 und Bild 2) Ein netter Sprung. Hätte ich mir gleich ein Herz gefasst, wäre das ein ganz nettes Video geworden ;-) Leider habe ich meinen ProTrack vergessen, bin mir aber sicher, hier die 200er-Marke geknackt zu haben ;-)

 

Nr. 669
Exit: 4075 m
Öff.Höhe: 800 m
FF-Zeit: 65 s
mittl. Geschwind.: 180 km/h
max. Geschwind.: 190 km/h  

Der letzte Sprung des Tages geht mit Uli. Er hat eine nette, kleine (=leichte!) Passagierin. Ich lasse die RW-Kutte an, alles ist gebrieft... nur habe ich nicht daran gedacht, dass diesmal der Pax fast 40 kg leichter ist. ;-)
Der Exit ist unglaublich stimmungsvoll, wie hier zu sehen ist, da wir zum einen als Letzte rausgehen (Flugzeug kann beim Wegdiven beobachtet werden und wir genau in den Sunset flogen) Bild 1, Bild 2 und Bild 3. Danach fliege ich zu Uli ran (Bild). Holla... ich mache mich breiiiit (Uli meinte, wie ein Frosch in der Salatschüssel :-) habe aber trotzdem massiv zu kämpfen und rutsche immer wieder ca. einen Meter herunter. Da man dann zum Filmen den Kopf hochnehmen muss, hatman verloren. Also seitlich drehen und schauen und hochbaggern, wieder anfliegen und wieder gehts runter. Grummel. Da wäre eine Flügelkombi jetzt ungemein hilfreich :-))) Uli zeigt "2k" an, ich schwürge mich weg und schaue in Ruhe der Öffnung zu: Bild 1 (Uli grade beim Greifen), Bild 2 (der Drogue (Hilfsbremsschirm) ist gelöst und ziehtden Pod heraus) und Bild 3 (Schirm hat sich schon fast entfaltet und ich falle schneller nach unten, sodass das Tandempaar scheinbar hochgerissen wird)
Naja, das war auch suboptimal, aber ich habe viel gelernt und weiß jetzt, was ich noch brauche: Eine Flügelkombi. Denn mit meinem reparierten Rücken will ich ja nicht unbedingt Extremhohlkreuz machen, sodass eine schnelle, glatte Kombi, die man mittel zusätzlichem Stöffchen ggf. bremsen kann, wohl genau das Richtige ist.
Ein schöner Tag. Es gibt zudem noch Prüfungsbier, wieder hat einer bestanden, wieder ein Lizenzspringer mehr am Platz :-)

08.10.

Nr. 670
Exit: 4025 m
Öff.Höhe: 1000 m
FF-Zeit: 61 s
mittl. Geschwind.: 180 km/h
max. Geschwind.: 204 km/h 

Springen geht am Sonntag. Im ersten Load gehe ich mit Uli mit. Diesmal wieder eine zierliche Frau, ich ziehe die Freefly-Flattersachen an. Vor uns gehen etliche Lizenzspringer raus, u. a. ein Freeflyer, der sich hinsetzt (Bild), dann die anderen Tandems. Wir sind letzte, aber diesmal nicht beim Sunsetload :-) Diesmal gehts übrigens aus der Twin-Otter raus, die die schöne Kennung D-IVER (Bild) trägt- Letztmalig sprang ich zum 3. Freefly-Festival im Jahre 2002 dort heraus :-) Der Exit sieht super aus, TDM und Pax machen gleich schön Hohlkreuz, hier sieht man die Maschine noch besser. Ich lege mich vor das Gespann (das Ringsight habe ich danach etwas nachjustiert :-), hier guckt Uli grad auf den Höhenmesser. Beim Ziehen sieht man schön Gera-Nord (u.a. mit den - noch stehenden - drei Essen und dahinter dem Ortsteil Langenberg). Zum Aufnehmen der Öffnung setze ich mich kurz hin, dann schnell zum Platz drehen, pull und zügig heim - nicht ohne das gespann am Himmel ab und an zu filmen. Für den gast ist natürlich die Landung (hier mit (lizensiertem ;-)) Tandemfänger) sehr wichtig und anschließend wird der Videot fast immer mit Glück und Freude pur als Anblick belohnt ;-)

 

Nr. 671-673

Danach mache ich drei Kamerajobs für die Geraer Spinnen, denn Kameramann Ralf hat eine Armverletzung und ich helfe aus. Die Jobs gelingen sehr gut, nur einmal wird die Formation wirklich sehr langsam und ich habe mächtig zu floaten und da es zudem auch mächtig schmiert, lasse sie kurz aus dem Blickfeld. Einige Male arbeitet es auch wirklich stark, sodass ich mich für "Team zentral im Blickfeld halten" entscheide und lieber carve. Naja, dass es noch Reserven gibt, ist wohl klar :-)
Ich habe einige Bilder (darunter auch ein paar nette Anblicke von gera und Umgebung an diesem Tag mit guter Fernsicht) zu einer kommentierten Galerie zusammengefasst.

 

Nr. 674
Exit: 4000 m
Öff.Höhe: 675 m
FF-Zeit: 67 s
mittl. Geschwind.: 182 km/h
max. Geschwind.: 211 km/h

Der letzte Sprung des Tages wird ein Vierer. Ich bin - grummel - rear floater. Der Exit wird lustig, weil ich - obwohl ich mir wirklich Mühe gab :-) doch eben genau mit dem Frontfloater abtropfe (statt einen Tacken davor) und da der Frontfoater auch nicht so ganz dynamisch weggeht und die Diver dafür recht schön dynamisch folgen, machen wir einen vertikalen 180°-Schwapp, der uns erstmal ziemlich bremst, retten - Hohlkreuz sei Dank - aber alles. Umfassen, danach gehen Ronald und ich als Pin(sozusagen Zweierstern) und Thomas und Ralf sind Sidebuddies bei uns. Beim Zurückgehen zum Stern gurgelt Ronald ab und macht dann den Klassiker: Hochgucken und richtig feste drücken :-) Wir gehen hinterher, dabei arbeitet es, da Ronald recht zügig in den Keller geht, sodass selbst bekennende Bauchspringer (im wahrsten Sinne des Wortes ;-) etwas Mühe haben. Wieder zum Stern, leider ist Ralf nicht in seinem Slot, sodass wir online umbauen und Thomas und ich dann per Live-Entscheidung zum Pin gehen. Ralf dockt bei mir an und Ronald... gurgelt wieder weg :-) Wir bekommen es noch fast zusammen, dann ist das Geld alle. hehehe, was für ein Sprung, was für ein schöner Tag - insbesondere die Kamerasprünge haben mir viel Spaß bereitet.

14.10.

 

Der Luftdruck ist hoch, sehr hoch. Der Himmel ist blau - laut Wetterbericht. Und ganz sicher auch ab 1000 m. Aber leider ist den ganzen Tag über kein Kraut gegen dem verdammichten Hochnebel gewachsen. Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt und manchmal sehen die Löcher ja vielleicht auch halbwegs versprechend aus (Bild), aber gegen 16 Uhr machen wir dann Schicht und haben trotzdem Spaß ;-) Früher hat man übrigens Mobiltelefone zum ... Telefonieren genommen, mittlerweile liefern sie recht anständige Bilder. OK, hoffen wir mal, dass der morgige Tag dann ein paar Sprünge möglich macht. Update: Auch am 15.10. ging nichts mehr. In 1000+ Metern sicher strahlend blauer Himmel, unten aber "dank" Hochnebel alles grau in grau und kalt :-( Nach einigem Extrem-Sitting in der Halle (Dank an die Neuseeländer, die uns zur WM die Möbel daließen ;-), Extrem-Wachbleibing und Extrem-D-FAST-in-der-Halle-Herumstanding entschied ich mich dann fürs Nach-Haus-Fahring und dort Extrem-Couchsitting sowie Tagebuchabschließing ;-) Hoffen wir mal, dass das Wetter zum Gänse/Nikolausspringen am 2.12.2006 mitspielt...

02.12.

Nr. 675
Exit: 4050 m
Öff.Höhe: 725 m
FF-Zeit: 69 s
mittl. Geschwind.: 171 km/h
max. Geschwind.: 192 km/h

Das Gänsespringen steht dieses Jahr tatsächlich unter einem guten Stern und wir haben - von morgendlichem Frühnebel abgesehen - wunderbar blauen Himmel. Da allerdings recht starke Luftdruckgegensätze über Europa herrschen, gibts kräftig Wind. Die Zielspringer müssen erstmal am Boden bleiben und können leider erst am Abend einen einzigen Sprung aus der schön gestalteten AN 2 durchführen, sodass die Formationsspringer mit ihren kleineren und schnelleren Schirmen erstmal am - noch nicht aufgeblasenen - Zielkissen vorbeisausen (Bild).
Der Wettkampf heißt so, weil es als Preise drei - ökologisch gezüchtete - Gänse gibt. (Foto der 2006er Gänse) Zwei haben übrigens ein sicheres Zuhause gefunden, die dritte wird wohl bei Zielspringers den Festtagstisch krönen.
Ich nehme am Formationswettkampf teil, der etwas ungewohnt ist, da als Dreier-Formation ausgetragen. Aber auch hier kann man eine Menge machen und zeigen. Ich springe mit Gina und Helmut (siehe z. B. Sprung 653) Die beiden sind einfach nur supernett und ich freue mich schon auf viele gemeinsame Sprünge im nächsten Jahr. Da die beiden aus Franken kommen und ich geborener Brandenburger bin, bilden wir das Team "Frankenburger".
Es ist - obwohl "ungewöhnlich warm für die Jahreszeit" - trotzdm kalt und wir ziehen unsere Thermokobis drunter. Da geht bei Gina nicht auch noch die Bleiweste in die RW-Kombi mit rein. Naja, dann halt biegen :-)
Der Exit klappt ganz gut. Gina steht - genau wie eine AFF-Schülerin - in der Tür, Hemut ist als Diver drin und ich als Floater draußen. Also in Dreierformationssprache: Ein Doppel-Sidebody :-) Klappt. Danach docken Helmut und ich an Ginas Beine an (er mit recht am rechten Bein, ich mit links am linken Bein) und fassen einander an - eine Art halber Bow oder so :-) Dann dreht sich Gina schnell um 180° und wir bilden ein open accordian. Anschließend gehe ich im compressed an Gina ran und Helmut als Sidebody auf seiner Seite. Jetzt umbauen zum Anfang... SCHWÜRG? Ich gehe low. Grummel. 90° wegdrehen, hochfloaten, neu anfliegen - Helmut ist an Gina drangeblieben - ...und ich gurgle wieder ab, obwohl ich alles auszufahren versuche. Nach zwei weiteren Anläufen zeigt sich, dass das so nicht mehr wird. Später zeigt sich, dass Helmut und Gina bei "Thermo drunter" langsamer werden, wogegen ich in dem Falle... schneller werde. Zusammen mit der fehlenden Bleiweste der zierlichen schlanken Gina eine schlechte Kombination. Ich hätte ja vielleicht besser meine Flattersachen angezogen. Leider kommen wir nicht dazu, dies anzuprobieren. Gina wird beim Landen von einer Windböe erwischt und fällt dadurch so unglücklich, dass sie sicherheitshalber nicht am Wettkampf weiter teilnehmen kann. Zum Glück stellt sich später heraus, dass es nichts wirklich ernstes war, aber Vorsicht ist immer besser als Reparaturservice... Kleiner Trost am Rande: Mit unserem einen Sprung (4 Punkte) lassen wir immerhin ein Team, welches alle drei Spünge machen konnte, hinter uns, Hehe :-)

 

Nr. 676-677
Bsp: 676
Exit: 3750 m
Öff.Höhe: 875 m
FF-Zeit: 57 s
mittl. Geschwind.: 187 km/h
max. Geschwind.: 201 km/h

Tja, da wenige Kameraleute verfügbar sind (u. a. nehmen Frankie, Jörg "Schäffi" und Jörg "Vize", Keksi sowie Costa am Wettkampf teil) springe ich als Videot für "Die Tierfreunde" mit den drei Erstgenannten. Die drei machen ihe Sache gut und werden Erster der Wertung. Und so habe ich neben zwei schönen Spüngen und viel Spaß als "Team-Videomann" auch noch eine Urkunde als Ausbeute :-)
Im zweiten Sprung gehts um Phalanx - Cat+Sidebody - Sidebody-Sidebody und eine Mischung aus Phalanx und Stern. (Web-Fietscho)
Beim dritten gehts um Stern - jeder 360°-Drehung - eine Art Phalanx-openaccordian-Mischung - und wieder Stern. (Web-Fietscho)
Wer das nicht so mag, kann hier ein paar Fotos anschauen: 1, 2, 3, 4, 5 und 6.
Nebenbei macht auch noch unser Alterspräsident Jochen Stein seinen 1000. Sprung - als Mitglied des Teams "Die Kalkhaltigen" - und wird mit Sekt begossen.

 

Nr. 678
Exit: 3825 m
Öff.Höhe: 850 m
FF-Zeit: 60 s
mittl. Geschwind.: 182 km/h
max. Geschwind.: 192 km/h

Der letzte Sprung des Tages soll ein Foto+Videosprung werden, bei dem ich die Abendstimmung einfangen möchte, die ja schon kurz nach 15 Uhr einsetzt (und dann geht heute auch der Mond, beizeiten auf, schmatz (Foto)) und dann will ich auch ein paar nette Fotos von Gera und seiner BUGA-Umgebung anfertigen. Das sieht man zum Beispiel hier schon vor dem Einstieg ganz nett, die D-FALK im Gegenlicht.
Vor mir geht das Team "Chickenwings" raus und man sieht recht schön, was passiert, wenn der/die Rearflöte zu spät wegspringt: Man reißt die ganze Formation herum und die klappt dann oft auf den Rücken (Foto), was hier aber ausnehmend schön aussieht und auch recht fix wieder gelöst wurde.
Schon der Exit (als Letzter) ist schmatzig so im Gegenlicht (Bild) und ich schaue dem Flugzeug hinterher. Der Anblick ist fantastisch: Hochoben dünne Zirren und über Gera zarte Wolken- und Abendnebelschwaden. Ich schaue mir danach das Stadtzentrum mit dem Stadtwald (oben) und dem BUGA-Hofwiesenareal (neben dem Stadion oben rechts) an. Ein zweites schönes Bild von Gera zeigt die neuenstehende Anschlussstelle Gera (das Kleeblatt :-) und links neben der A4, von unten rechts nach oben links den Flugplatz, Globus+Selgros, Trebnitz sowie das Gewerbegebiet Bieblach/Ost und daneben das Wohngebiet "Am Speitewitz". Die Zeit ist viel zu schnell vorbei, die Öffnung aber wie immer weich. Am Schirm kann ich noch sehr schön den Mond beobachten. (Bild) Die D-FALK sieht beim Heimkehren noch stimmungsvoller aus so im Abendglühen und mit der Befeuerung.
Zum Abschluss - vor der Feier - gibts die Siegerehrung. Die drei Gänse werden hereingebracht und alle schauen sie an. (Kleines Handyvideo, welches aber auch auf dem PC abgespielt werden sollte, z. B. mit Quicktime.)
Den 1. Platz bei den Zielspringern machte Stephan Langnickel vom OFC (Bild).
Die nächste Gans geht an das Team "Tierfreunde" mit Frank Hellwig, Jörg Schäffler und Jörg Vietze. (Bild)
Die dritte und letzte Gans ging an die lucky losers: Team "Chickenwings" mit Adriane, Gina und Katja. (Bild)
Und hier zum Abschluss noch die Wertungstafel.
Danach gibts lecker Essen und Freibier, später feiern wir gemeinsam mit den Leuten vom OFC im Vereinsheim und beschließen, jetzt öfter mal gemeinsame Veranstaltungen durchzuführen.

03.12.

Nr. 679
Exit: 3925 m
Öff.Höhe: 650 m
FF-Zeit: 62 s
mittl. Geschwind.: 185 km/h
max. Geschwind.: 216 km/h

Die letzten beiden Sprünge des Jahres sind am ersten Advent möglich. Der Wind hat doch nicht so schlimm aufgefrischt, wie befürchtet und die bösen Wolken haben uns auch verschont. Leider sind doch nicht so viele Springer da. Aber die Gäste aus Oberhausen - in BY, nicht NRW - wollen nochmal aus der FALK springen, sodass Agent Schneider und ich uns dranhängen und es ein Achter wird.
Ich bin als letzter Diver dabei. Die Basis funnelt und es geht erstmal in den Keller. Ich lege die Arme an und mache erstmal Tempo und orientiere mich an Thomas. Oha, die Basis dreht ziemlich, na, mal anschauen. Stern steht, ran... Oha, beim Umbau zum Stairstep Diamond funnelts nochmal, wieder lauern. Jetzt stehts soweit, ran. Später bekomme ich noch ein Lob von Thomas für das überlegte Anfliegen. Wir machen immerhin noch einen Punkt, für den Umbau zum Zipper würde es zu knapp; lieber sauber separieren :-)

 

Nr. 680
Exit: 3900 m
Öff.Höhe: 675 m
FF-Zeit: 62 s
mittl. Geschwind.: 180 km/h
max. Geschwind.: 209 km/h

Der letzte Sprung geht aus dem heimfliegenden Flugzeug, sodass auch "nur" sechs Springer ausreichen: Ein Vierer mit Costa, Udo und Giba (vom OFC, nicht Gina aus Franken :-) und moi sowie einem Freefly-Zweier mit Vize und Basti.
Naja, wir sind noch nie zusammen gesprungen, mal schauen. Geplant ist Sternexit, Diamond (siehe hier, Teil von Block 10), open accordian und wieder von vorne. Die Jungs haben alle Flattersachen an, Gina ist leicht und zierlich.
Naja, der Exit funnelt und wir sortieren uns erstmal :-) Wieder zum Stern zusammen. Umbau zum Diamond, nicht schlecht. Dann zum open accordian... Oha, Gina geht nach unten. Wir sind erstmal verduzt und stieben dann hinterher. Kurz, bevor wir wieder zusammen sind, ist die Zeit für die Separation gekommen: Lieber sauber auseinander ;-)
Tja, das waren dann doch viele, viele spaßige Sprünge im Jahre 2006 und gernt habe ich wieder viel. Auf Wiedersehen am Himmel über Gera im Jahre 2007, vielleicht she ich Dich als Sprungpartner oder auch als Tandemgast wieder?

 

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© Carsten Kruse 16.12.2001
Letzte Änderung: 13.01.2007